Iran-Krieg im Liveticker+++ 08:44 Von der Leyen: Frieden in Nahost "unmöglich, solange Libanon in Flammen steht" +++
Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran sollte nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen. Priorität habe nun die rasche und vollständige Umsetzung durch alle Parteien, sagt von der Leyen. Die Freiheit der Schifffahrt müsse wiederhergestellt werden. Dies sei unerlässlich für die regionale Stabilität sowie die Weltwirtschaft und öffne die Tür für umfassendere Verhandlungen über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten, erklärt sie weiter. Ein Frieden in der Region sei jedoch "unmöglich, solange der Libanon in Flammen steht". Europa rufe erneut alle Parteien dazu auf, die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes zu respektieren.
+++ 08:23 Katar freut sich auf "Festigung eines nachhaltigen Friedens" +++
Der Golfstaat Katar hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als wichtigen Schritt zur "Festigung eines nachhaltigen Friedens" bezeichnet. Dieses würde "regional und international wirtschaftliches Wachstum fördern", teilte das katarische Außenministerium der Staatsagentur QNA zufolge mit. Die USA und der Iran hätten sich entschlossen gezeigt dabei, "Differenzen durch Verhandlungen und friedliche Mittel zu lösen".
+++ 07:51 Fritz: Abkommen ist Schritt Richtung Vorkriegszustand +++
Wieder einmal zeichnet sich ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran ab. US-Präsident Donald Trump meldet es bereits als vollständig. ntv-Reporter Gordian Fritz erklärt, die Verhandlungen zwischen beiden Seiten seien so weit wie seit Ausbruch des Krieges nicht.
+++ 07:33 Macron will mit G7 über Öffnung von Straße von Hormus reden +++
Macron hat für den G7-Gipfel im französischen Évian angekündigt, über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus beraten zu wollen: "Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm im Iran", sagte Macron am Abend in einer Videobotschaft auf Instagram.
+++ 06:57 Experte: Lösung der Hormuskrise könnte indirekt Frachter-Überangebot verursachen +++
"Aus globaler Perspektive ist der bedeutendere Faktor (für die Containerschifffahrt) nicht die Hormuskrise, sondern die Krise im Roten Meer", meint der dänische Schifffahrtsexperte und -berater Lars Jensen. Seit im Herbst 2023 der Gaza-Krieg begann, meiden die meisten Reedereien die kurze Route von Ostasien nach Europa: durch Rotes Meer und Suezkanal. Im Roten Meer bedrohen Huthi-Rebellen die Schifffahrt. Stattdessen umrunden sie den afrikanischen Kontinent. Das kostet viele Tausend Seemeilen. "Eine Lösung der Hormuskrise könnte auch die Bühne für eine mögliche Lösung der Krise im Roten Meer bereiten", sagt Jensen. "Das wiederum würde Schiffskapazität in großem Umfang freisetzen und eine Wende am Markt vom derzeitigen Kapazitätsmangel zum Überangebot nach sich ziehen."
+++ 06:36 Politologe zu Unterzeichnung: "Bezweifle, dass Iraner auf einen Fototermin aus sind" +++
Die USA wollen die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem Iran in der Schweiz mit einem Top-Vertreter begleiten. Vizepräsident JD Vance sagte Fox News, er wolle dabei sein. Möglich sei auch, dass Präsident Donald Trump selbst kommt. Beide dürften aus Sicherheitsgründen kaum reisen. Wer für Iran den Iran unterzeichnet, ist offen. Karim Sadjadpour von der Denkfabrik Carnegie rechnet mit Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf oder Außenminister Abbas Araghtschi. "Aber ich bezweifle, dass das iranische Regime auf einen Fototermin aus ist, mit Umarmungen und einem Lächeln", sagte er dem Sender CNN.
+++ 06:20 UN-Generalsekretär Guterres nennt Iran-Abkommen "entscheidenden Schritt" +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat das verkündete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt. "Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts", erklärt Guterres in New York. Er äußert die Hoffnung, dass alle Parteien nun "ihre Anstrengungen für eine endgültige Lösung des Konflikts verdoppeln" würden. Die Vereinten Nationen stünden bereit, für einen dauerhaften und umfassenden Frieden Unterstützung zu leisten, ergänzte Guterres. Er würdigte insbesondere die "konstruktive Rolle Pakistans, Katars, Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Türkei und anderer Länder der Region", die die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unterstützt hätten.
+++ 05:55 Deutschland bereit für Aufhebung von Iran-Sanktionen +++
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben nach der Verkündung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ihre Bereitschaft zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran erklärt. "Wir stellen in Aussicht, entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt", teilen die Staats- und Regierungschefs der vier Länder in einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht mit.
+++ 05:35 Experte: Iran-Deal ist noch nicht einmal der Anfang vom Ende +++
Nach der Einigung zwischen dem Iran und den USA auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung ihres Konflikts warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. "Selbst wenn es Bestand hat, bleiben die schwierigen Fragen bestehen: das iranische Atomprogramm, die Unterstützung von Stellvertretern, Raketen und Drohnen sowie die Unterdrückung im Inland", gibt Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security zu bedenken. Die im Rahmenabkommen ausgesparten Punkte seien genau die, die erst zum Krieg geführt hätten, schreibt er auf der Plattform X. Das Rahmenabkommen sei deshalb keinesfalls das Ende des Krieges, nicht einmal "der Anfang vom Ende". Es könne aber ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, meint Fontaine. Auch Karim Sadjadpour von der Denkfabrik Carnegie sagt, er sehe in der Einigung noch kein Ende des Krieges. Vor allem der Krieg im Libanon werde weiterhin eine Quelle von Spannungen bleiben, sagt er dem Sender CNN. Erschwert würden die Friedensbemühungen durch die belastete Beziehung beider Länder. Zur Führung in Teheran sagt er: "Das ist ein Regime, das nach wie vor zutiefst gekränkt ist."
+++ 04:47 Straße von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden +++
Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilt US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt. Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.
+++ 03:40 Merz gratuliert Trump: "Diplomatischer Durchbruch" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran. Merz gratuliert beiden Seiten zur erzielten Einigung auf X und bezeichnet diese als diplomatischen Durchbruch. "Das kann den Weg zur Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen", schreibt der Bundeskanzler auf der Plattform.
+++ 02:49 Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten Angriffen +++
US-Präsident Donald Trump droht einem Medienbericht zufolge dem Iran mit neuen militärischen Angriffen, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20 Prozent an den Einnahmen der Region als "Wächter des Nahen Ostens" auftreten, sagt Trump der Zeitung "New York Times". Die von ihm erzielte Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die Straße von Hormus "dauerhaft gebührenfrei" bleibe, erklärt er weiter. Zudem habe er Israel trotz des Widerstandes des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.
+++ 02:09 Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen +++
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen. Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.
+++ 01:35 Iran knüpft Verzicht auf Vergeltung an israelischen Abzug aus Libanon +++
Der Iran macht einen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für einen Verzicht auf Vergeltungsschläge. Dies beziehe sich auf den israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut, erklärt der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Unterdessen teilt das Oberkommando der iranischen Streitkräfte mit, das Volk habe unter der Führung des obersten geistlichen Führers den USA bewiesen, dass diesen "kein anderer Weg bleibt, als die Niederlage zu akzeptieren".
+++ 01:04 Merz, Macron, Starmer und Meloni begrüßen Kriegsende +++
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien begrüßen die Ankündigung des Kriegsendes in einer gemeinsamen Erklärung und bieten ihre Unterstützung an. "Wir gratulieren den Vereinigten Staaten, der iranischen Regierung sowie allen Beteiligten einschließlich Pakistans, Katars und aller anderen Vermittler zu diesem diplomatischen Durchbruch", heißt es in der Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, des britischen Premiers Keir Starmer und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren." Entscheidend sei nun, "die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen".
+++ 00:46 Ölpreis fällt um vier Prozent nach Ankündigung von Iran-Deal +++
Nachdem sowohl US-Präsident Donald Trump als auch der Iran das Ende des Krieges bestätigt haben, gibt der Ölpreis deutlich nach. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf 83,51 Dollar je Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Das US-Leichtöl WTI verbilligt sich auf ein Tagestief von 80,25 Dollar.
+++ 00:03 Iran kündigt sofortiges Ende des Krieges an +++
Der Iran kündigt ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges und der Militäreinsätze an verschiedenen Fronten in dieser Nacht an. Das gelte auch für den Libanon, erklärt der iranische Vize-Außenminister. Zudem beginne dann die Aufhebung der US-Seeblockade gegen die Islamische Republik, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Politiker. Die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen stattfinden, erklärt er weiter. Sollte die Gegenseite gegen Vereinbarungen verstoßen, werde der Iran eigene Maßnahmen ergreifen.
+++ 23:44 Trump: Einigung mit dem Iran ist "jetzt vollständig" +++
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Die Durchfahrt ist laut Trump gebührenfrei. Er fügt hinzu, "Schiffe dieser Welt, werft eure Motoren an. Lasst das Öl fließen."
+++ 23:32 Pakistan: USA und Iran einigen sich auf Abkommen +++
Die USA und der Iran haben sich nach Angaben der pakistanischen Regierung auf ein Friedensabkommen geeinigt. Beide Seiten hätten nach intensiven Gesprächen die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten erklärt, teilte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Dies schließe auch den Libanon ein. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant.
+++ 23:01 UN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat den israelischen Angriff auf Vororte von Beirut kurz vor der möglicherweise bevorstehenden Unterzeichnung eines Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs scharf kritisiert. "Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird", erklärt der UN-Generalsekretär. "Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben", fügt Guterres hinzu.
+++ 22:17 Irans Präsident verteidigt Verhandlungsteam gegen Kritiker im Land +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat das iranische Verhandlungsteam gegen die Kritik einiger Hardliner-Gruppen in Schutz genommen. "Die Mitglieder als Vaterlandsverräter zu bezeichnen, ist schlicht unfair und gegen die nationalen Interessen des Landes", sagt der Präsident. Bei nächtlichen Versammlungen in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten war es am Samstagabend zu heftigen Protesten und Parolen gegen die beiden Hauptakteure des iranischen Verhandlungsteams, Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, gekommen. "Ihr solltet euch schämen" und "Tod den Kompromissmachern" gehörten zu den zentralen Rufen der Kundgebungen.
+++ 21:40 Staatsfernsehen: Alle Flüge im Westen des Iran gestrichen +++
Nach einer iranischen Angriffsdrohung gegen Israel sind laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens alle Flüge im Westen des Landes gestrichen worden. Alle von westiranischen Flughäfen startenden Flüge seien "bis auf weiteres" annulliert, berichtet das Staatsfernsehen am Abend. Zuvor hatte der iranische Nationale Sicherheitsrat erklärt, eine "Reaktion" auf den israelischen Angriff auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut stehe unmittelbar bevor.
+++ 21:16 Irans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion +++
Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut droht der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion: "Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor", erklärt der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat im Onlinedienst X. "Der Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden", heißt es weiter.
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