Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:11 USA schicken nach Jahren erstmals wieder Vertreter zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg +++
Zum ersten Mal seit Jahren wird ein US-Beamter am Internationalen Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg teilnehmen. Es wird erwartet, dass Rodney Mims Cook Jr., Vorsitzender der US-Kommission für bildende Künste, an dem Forum in Russland teilnehmen wird, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Dem Bericht zufolge habe das US-Außenministerium bestätigt, dass er an der Plenarsitzung und an einer Rede Putins teilnehmen werde. Das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg findet vom 3. bis 6. Juni statt. Seit Januar 2026 ist Rodney Mims Cook Jr. Vorsitzender der US-Kommission für bildende Künste. Dieses Gremium genehmigte insbesondere das umstrittene Ballsaal-Projekt, das von US-Präsident Donald Trump in Auftrag gegeben wurde und auf dem Gelände des abgerissenen Ostflügels des Weißen Hauses errichtet wird.
+++ 11:38 Ukraine soll erneut russische Ölraffinerie in Jaroslawl mit Drohnen getroffen haben +++
In der Nacht sollen erneut ukrainische Drohnen die Ölraffinerie in Jaroslawl getroffen haben. Videos in sozialen Medien sollen den Angriff zeigen. Zu hören ist demnach mindestens eine Drohne, die in Richtung der der Raffinerie fliegen soll. Zudem ist auf anderen Videos eine Explosion zu hören. Ob es sich bei den Videos tatsächlich um die russische Stadt Jaroslawl und aktuelle Angriffe handelt, ist offen. Am Morgen melden russische Offizielle zumindest, dass ukrainische Drohnen in der Region gesichtet worden seien. Nach russischen Angaben seien sie jedoch abgefangen worden. Präsident Selenskyj bestätigt den Angriff auf X.
+++ 11:03 Russland probt Nuklearschlag - Munz ordnet Übung ein +++
Russland übt gemeinsam mit seinem Partner Belarus einen Nuklearschlag gegen den Westen. Rainer Munz erklärt, welcher Aspekt in der Militärsimulation neu ist, und blickt auf eine mögliche Benzinkrise Russlands im Sommer.
+++ 10:38 Viele Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Luhansk +++
Bei einem nächtlichen Angriff auf die ostukrainische Region Luhansk werden nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA 4 Menschen getötet und 35 weitere verletzt. Örtlichen Rettungsdiensten zufolge stürzte ein Wohnheim mit 86 Studenten der Pädagogischen Universität in Luhansk nach einem massiven Drohnenangriff ein. Bislang seien drei Menschen aus den Trümmern geborgen worden. Eine Bestätigung seitens der Ukraine gibt es nicht.
+++ 10:03 Russische FSB-Basis attackiert - Video zeigt Angriff +++
Ukrainische Streitkräfte greifen im besetzten Cherson ein Hauptquartier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB an. Präsident Selenskyj veröffentlicht Aufnahmen des Angriffs auf X. Dabei sollen rund 100 russische Soldaten getötet oder verletzt worden sein.
+++ 09:37 Polen dankt Trump für Stationierung von 5000 US-Soldaten +++
Der polnische Präsident Karol Nawrocki dankt US-Präsident Donald Trump für dessen Ankündigung, 5000 zusätzliche Soldaten in das Land zu entsenden. "Gute Allianzen basieren auf Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und einem Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit", schreibt Nawrocki auf X. Er danke Trump für dessen Freundschaft gegenüber Polen. Trump hat die Truppenaufstockung mit seiner guten Beziehung zu dem nationalkonservativen Politiker begründet.
+++ 08:59 Bericht: Starlink-Abschaltung ist schwerer Schlag für russische Koordination +++
Ein Bericht des US-Geheimdienstes kommt zu dem Ergebnis, dass die Abschaltung von Starlink-Infrastruktur im Februar aufseiten des russischen Militärs der Ukraine einen großen Vorteil an der Front verschafft hat. Das russische Militär nutzte über längere Zeit auf dem Schwarzmarkt erworbene Starlink-Terminals für die Koordination ihrer Aktivitäten an der Front - für Truppenbewegungen, Drohnen- und Artillerieangriffe. Im Februar konnten Teams für digitale Aufklärung der Ukraine in Zusammenarbeit mit Starlink die Abschaltung zahlreicher illegal genutzter Terminals erreichen. Wie Bloomberg berichtet, wären die Auswirkungen auf das russische Militär gravierend gewesen. Da parallel dazu der Kreml die Nutzung des Messengers Telegram massiv einschränkte, wurde die Kommunikations- und Koordinierungsmöglichkeiten zusätzlich erschwert. Der Messenger wurde von den Soldaten oft in Ermangelung fehlender oder defekter Funkgeräte verwendet, heißt. So konnte den russischen Truppen ein "Doppelschlag" versetzt werden, der es den ukrainischen Truppen ermöglichte, seither knapp 400 Quadratkilometer besetztes Gebiet zu befreien.
+++ 08:22 Stromausfälle in russisch besetzten Gebieten Saporischschja und Cherson +++
Im von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja kommt es am Morgen zu Stromausfällen. Das berichtet der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balitsky laut der Zeitung "Kommersant". Die kritische Infrastruktur funktioniere jedoch wie gewohnt, sagt er. Der von Russland eingesetzte Leiter der südlichen Region Cherson, Wladimir Saldo, erklärt auf Telegram, dass neun Gebiete nach ukrainischen Drohnenangriffen ebenfalls vom Stromnetz abgeschnitten seien.
+++ 07:39 USA verkaufen Kiew Ausrüstung für Hawk-Raketensystem im Wert von 100 Millionen Dollar +++
Das US-Außenministerium erklärt, dass es einen möglichen Verkauf von Ausrüstung im Wert von 108,1 Millionen US-Dollar (93,1 Mio. Euro) an die Ukraine zur Aufrechterhaltung des Hawk-Raketensystems genehmigt habe. Das Außenministerium teilt mit, der vorgeschlagene Verkauf unterstütze die außenpolitischen und nationalen Sicherheitsziele der USA, indem er die Sicherheit der Ukraine verbessere, die es als einen Partner bezeichnet, der zur politischen und wirtschaftlichen Stabilität in Europa beitrage. Es heißt weiter, das Paket würde die Fähigkeit der Ukraine verbessern, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, indem es ihre integrierten Luftverteidigungsfähigkeiten stärke.
+++ 06:56 Bilanz: Die Ukraine trifft seit Kriegsbeginn 158 Mal russische Ölraffinerien +++
Nach Zahlen des in Polen ansässigen Medienunternehmens "Vot Tak" hat das ukrainische Militär seit Beginn der russischen Vollinvasion 158 Mal russische Ölraffinerien angegriffen. Kiew betrachtet Energieanlagen als legitime militärische Ziele, da diese der Kriegsmaschinerie des Kremls Treibstoff und Finanzmittel liefern. Laut Vot Tak hat das ukrainische Militär durch eine Kombination aus Raketen- und Drohnenangriffen, die während des gesamten Krieges durchgeführt wurden, mindestens 24 der 33 russischen Ölraffinerien getroffen, die in der Lage sind, über 1 Million Tonnen Öl pro Jahr zu verarbeiten. Die Zahlen umfassen alle großen Raffinerien, die sich im europäischen Teil Russlands befinden. Die neuesten Zahlen folgen auf eine Reihe ukrainischer Angriffe auf Raffinerien in den letzten Tagen. So sei in der Nacht auf den 21. Mai die Rosneft-Raffinerie in Syzran angegriffen worden. Einen Tag zuvor griff die Ukraine eine der größten russischen Ölraffinerien in der Nähe der Stadt Kstowo an, wie der Generalstab der Ukraine mitteilte.
+++ 06:20 Bürgermeister Sobjanin: Vier ukrainische Drohnen vor Moskau abgefangen +++
Russische Flugabwehrsysteme müssen in den frühen Morgenstunden aktiv werden, um Drohnenangriffe auf Moskau und die nahegelegene Region Jaroslawl abzuwehren, schreiben lokale Behörden auf Telegram. Vier auf Moskau zusteuernde Drohnen seien abgeschossen worden, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Rettungskräfte seien in das Gebiet entsandt worden, ergänzt er. Weitere Einzelheiten nennt er nicht. Moskau und die Region Jaroslawl nordöstlich der Hauptstadt wurden Anfang dieser Woche ebenfalls von Drohnenangriffen getroffen.
+++ 05:41 Selenskyj berät mit Merz, Macron und Starmer +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagt er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutytsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. "Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", erklärt Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Angaben zum Format des Gesprächs macht er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte es auf eine Videoschalte mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer hinauslaufen.
+++ 04:48 Nach Putins Abreise: Moldaus Vizepremier in Peking empfangen +++
Chinas Außenminister Wang Yi sagt während eines Besuchs des moldawischen Vizepremierministers Mihai Popsoi, dass Peking die Beziehungen zu dem osteuropäischen Land "schätzt" und diese vertiefen wolle - trotz Differenzen über Russlands Invasion der Ukraine. Popsois Treffen mit Chinas oberstem Diplomaten folgte unmittelbar auf einen pompösen 24-stündigen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Gipfeltreffen mit Präsident Xi Jinping, bei dem die beiden vereinbarten, die Koordination und gegenseitige Unterstützung zu erhöhen.
+++ 03:48 Japan hilft Ukraine mit 40 Millionen Dollar beim Wiederaufbau +++
Die Ukraine und die Japanische Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) haben ein Finanzhilfeabkommen im Wert von rund 40 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um wichtige Bereiche der Erholung und Resilienz zu unterstützen. Wie Ukrinform berichtet, gibt dies der stellvertretende Premierminister für Wiederaufbau und Minister für Gemeinde- und Gebietsentwicklung, Oleksii Kuleba, uf Telegram bekannt. Laut seinen Angaben werden über 15 Millionen US-Dollar für die Wiederherstellung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur bereitgestellt, insbesondere für die Beschaffung von Maschinen und Ausrüstung für Versorgungsunternehmen, die Entwicklung der maritimen Infrastruktur und die Modernisierung kritischer Anlagen.
+++ 01:55 ISW: Ukraine bremst Russen an der Frontlinie aus +++
Laut einer neuen Einschätzung des Instituts für Kriegsstudien (ISW) gewinnen die ukrainischen Streitkräfte in mehreren Abschnitten der Frontlinie die taktische Initiative zurück. In seinem Bericht erklärt das ISW, dass die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen Monaten in verschiedenen Gebieten eine Reihe von Gegenangriffen durchgeführt und dabei ihre bedeutendsten Erfolge auf dem Schlachtfeld seit dem Einmarsch in Kursk im August 2024 erzielt hätten. Die Analysten stellten demnach fest, dass ukrainische Gegenangriffe ab November 2025 große Teile von Kupjansk zurückeroberten, im Winter und Frühjahr 2026 über 400 Quadratkilometer in der Südukraine befreiten und zuletzt seit Ende April 2026 mehrere Siedlungen in der westlichen Region Saporischschja zurückerobern konnten.
+++ 00:44 Drohneneinschlag bei Einkaufszentrum in Charkiw +++
Eine russische Drohne ist in der Nähe eines Einkaufszentrums im Kiewer Stadtteil von Charkiw eingeschlagen. Dies berichtet Bürgermeister Ihor Terekhow auf Telegram. Das Ausmaß des durch den Angriff verursachten Schadens wird noch ermittelt. Wie Ukrinform berichtet, wurden im Laufe des letzten Tages 15 Siedlungen in der Region Charkiw von russischen Angreifern attackiert, wobei acht Menschen verletzt wurden.
+++ 23:37 Deutschland will neuen Mechanismus zur Unterstützung der Ukraine etablieren +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul will beim Treffen mit seinen Nato-Kollegen in Helsingborg einen neuen Mechanismus zur dauerhaften finanziellen Unterstützung der Ukraine vorschlagen. Nach Informationen des Spiegel will der CDU-Politiker seinen Kollegen einen Vorschlag unterbreiten, um die langfristige Finanzierung des Abwehrkampfes der Ukraine zu sichern. Im Gegenzug sollen die Nato-Partner "von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie" profitieren. Beschlossen werden soll der Mechanismus nach Wadephuls Vorstellung auf dem Nato-Gipfel im Juli in der Türkei; die USA würden sich daran nicht beteiligen.
+++ 22:45 Trump: USA entsenden 5000 zusätzliche Soldaten nach Polen +++
US-Präsident Donald Trump hat dem Nato-Partner Polen eine fortgesetzte militärische Unterstützung in Aussicht gestellt. "Ich freue ich mich, bekannt zu geben, dass die Vereinigten Staaten 5000 zusätzliche Soldaten nach Polen entsenden werden", schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Er begründete dies mit seiner guten Beziehung zu dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki.
+++ 22:08 Benzinmangel in russischer Stadt nach ukrainischen Angriffen +++
Einwohner der russischen Stadt Rjasan sind mit einem Kraftstoffmangel konfrontiert. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform mit Bezug auf die "Moskow Times". Zuvor griff die Ukraine die dortige Raffinerie mit Drohnen an. Die Raffinerie in Rjasan, die dem Konzern Rosneft gehört, ist demnach für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität zuständig. Sie hat Berichten zufolge den Betrieb "voraussichtlich bis Ende Juni" eingestellt.
+++ 21:40 Selenskyj kündigt Gespräch mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien an +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für den morgigen Freitag Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien angekündigt. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagt er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutitsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. "Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", sagt Selenskyj, ohne Details zu nennen. Angaben zum Format der Beratung machte er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte eine Videoschalte gemeint sein.
+++ 21:05 Lukaschenko will nicht direkt in Ukraine-Krieg einsteigen +++
Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko ist eigener Aussage nach bereit, "jederzeit" direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu führen. Er habe auch nicht die Absicht, sich direkt in den Krieg Russlands gegen die Ukraine einzumischen, außer belarussisches Territorium werde angegriffen. "Wir werden uns nicht in den Krieg in der Ukraine einmischen", sagt Lukaschenko. "Dafür gibt es weder aus ziviler noch aus militärischer Sicht einen Grund." Wenn Selenskyj über etwas sprechen wolle, sei er offen, egal ob in der Ukraine oder in Belarus.
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