Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:40 Studie: Mehr als zwei Millionen Soldaten Opfer im Ukraine-Krieg +++
In den vier Jahren seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine sind einer Studie zufolge mehr als zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder als vermisst gemeldet worden. Den Großteil der Verluste tragen laut der Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington die russischen Streitkräfte mit 1,4 Millionen. Davon seien zwischen 400.000 und 450.000 russischen Soldaten getötet worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten im selben Zeitraum zwischen 525.000 und 625.000 Verluste erlitten, darunter zwischen 125.000 und 150.000 Tote. Die Zahl der russischen Todesopfer in der Ukraine sei "mehr als viermal so hoch wie alle US-Todesopfer in sämtlichen Kriegen seit dem Zweiten Weltkrieg zusammen", heißt es in der CSIS-Studie. Zudem sei das Verhältnis russischer zu ukrainischen Verlusten in der ersten Jahreshälfte 2026 vermutlich auf etwa acht zu eins gestiegen.
+++ 23:33 Ukrainische Regierung billigt Mechanismus für Waffenexporte +++
Die ukrainische Regierung führt einen Mechanismus für den Export von Waffen aus dem Land ein. Andere Länder könnten "ukrainische Waffen und Technologien kaufen und direkt mit ukrainischen Herstellern zusammenarbeiten", erklärt der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow. Oberste Priorität seien nach wie vor die eigenen Verteidigungsbedürfnisse. Ziel sei es, "internationale Investitionen anzuziehen, ohne die Priorität der Versorgung" der ukrainischen Armee zu verlieren. "Exporte sind nur möglich, wenn die Versorgung des ukrainischen Militärs garantiert ist", so Fedorow. Wenn Kiew bestimmte Waffen benötige, könnten Exportgenehmigungen verweigert werden.
+++ 22:00 Deutlich weniger russische Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine im Juni +++
Russland hat die Ukraine im Juni mit deutlich weniger Drohnen und Raketen angegriffen als im Vormonat. Wie aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten der ukrainischen Luftwaffe hervorgeht, attackierte Moskau das Nachbarland mit 5749 Drohnen und 180 Raketen. Bei den Drohnen betrug der Rückgang 29 Prozent, bei den Raketen 15 Prozent. Mehrere Zivilisten wurden bei den Angriffen getötet. Der Rückgang folgt auf mehrere Monate mit besonders massiven russischen Luftangriffen. Im Mai hatte Russland die Ukraine nach einer AFP-Auswertung mit der höchsten monatlichen Zahl an Drohnen seit Beginn des Angriffskrieges im Februar 2022 attackiert. Damals setzte Moskau mindestens 8150 Langstreckendrohnen und 211 Raketen ein.
+++ 21:35 Schweden liefert "Meteor"-Langstreckenraketen für die Ukraine +++
Schweden wird der Ukraine Langstrecken-Raketen vom Typ "Meteor" für ihre künftige Flotte von Gripen-Kampfflugzeugen liefern, wie Verteidigungsminister Pål Jonson bestätigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärt Jonson, die Gripen-Flugzeuge würden im Rahmen umfassenderer Bemühungen einer "Luftfahrtkoalition", an der Schweden, die Niederlande, Dänemark und die Vereinigten Staaten beteiligt sind, mit Langstrecken-Angriffsfähigkeiten ausgestattet. Fedorow erklärt, die "Meteor"-Raketen würden voraussichtlich eine Schlüsselrolle im künftigen Luftabwehrsystem der Ukraine spielen, insbesondere gegen russische Flugzeuge, die mit KABs - von Moskau eingesetzten gelenkten Luftabwurfbomben - bestückt sind.
+++ 20:45 Dashcam filmt explodierendes Auto nach Drohneneinschlag +++
Zwischen Russland und der Ukraine eskaliert derzeit der Drohnenkrieg. Beide Seiten setzen immer mehr auf die vergleichsweise günstigen Waffen, um strategische Ziele im Hinterland des Gegners anzugreifen. Reichweite und die Zahl der Angriffe haben deutlich zugenommen. Aufnahmen zeigen die Intensität der Angriffe.
+++ 20:19 Selenskyj: Firmen in Europa arbeiten für Russland +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzt eine Einladung zum Start der irischen EU-Ratspräsidentschaft für scharfe Kritik an Geschäftsmöglichkeiten russischer Oligarchen in Europa. Es gebe Firmen in europäischen Ländern, "deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten", sagt der ukrainische Staatschef bei einer Rede in Dublin. Diese seien im Besitz oder praktisch unter der Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. "Sie versorgen den Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt", so Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen Russland entsprechend zu erweitern.
+++ 19:48 Selenskyj: Russland bereitet massiven Angriff vor +++
Russland will nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch heute einen massiven Angriff auf die Ukraine ausführen. Das sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Dublin am Rande der Zeremonie zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland. Alle ein bis zwei Wochen führe Russland massive Angriffe mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen verschiedener Art aus, so der ukrainische Staatschef. "Heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs", sagt Selenskyj. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Die Menschen in seinem Land ruft er auf, Alarmsignale zu beachten und Schutzräume aufzusuchen.
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