Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:50 Behörden: Feuer in russischer Ölraffinerie Ilski gelöscht +++
Ein nach einem Drohnenangriff ausgebrochenes Feuer in der russischen Ölraffinerie Ilski ist wieder gelöscht worden. Das teilen die örtlichen Behörden in der südrussischen Oblast Krasnodar mit. Krasnodar liegt am Schwarzen Meer und ist über die Brücke von Kertsch mit der ukrainischen Halbinsel Krim verbunden, die Russland bereits 2014 annektiert hat.
+++ 09:13 Syrskyj: Russischer Vormarsch stark verlangsamt +++
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, sieht den russischen Vormarsch in der Ukraine stark verlangsamt. "Derzeit liegt das Verhältnis unserer Angriffsoperationen zu denen des Gegners bei etwa 40 zu 60. Dem Einsatz der Verteidigungskräfte ist es zu verdanken, dass sich das Tempo des russischen Vormarschs in der ersten Hälfte des Jahres 2026 um mehr als die Hälfte verringert hat", heißt es in einem entsprechenden Beitrag der sozialen Medien laut Übersetzung des Portals "Ukrainska Pravda".
+++ 08:00 Moskau: Hunderte ukrainische Drohnen abgeschossen +++
Aus dem Süden Russlands werden mehrere Brände in Energieanlagen gemeldet. In Krasnodar sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer in der Ölraffinerie Ilski ausgebrochen, teilen die Behörden der Region mit (siehe etwas weiter unten den Beitrag von 6:20 Uhr). In der Region Rostow wiederum ist die Feuerwehr nach Angaben der dortigen Behörden dabei, Brände in zwei Treibstofflagern sowie im Seehafen von Taganrog zu löschen. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, die Luftverteidigung habe in der Nacht 376 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Ukraine greift seit geraumer Zeit als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg verstärkt Energieanlagen in Russland mit Drohnen an. In einigen russischen Regionen hat dies zu akuter Treibstoffknappheit geführt.
+++ 07:13 Insider: Russische Saratow-Raffinerie stoppt nach Drohnenangriff Betrieb +++
Die russische Ölraffinerie in Saratow soll nach kürzlichen ukrainischen Drohnenangriffen ihren Betrieb eingestellt haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen, die erklärten, die Drohnen hätten die einzige Rohöldestillationsanlage des Werks, die CDU-6, getroffen. Das ukrainische Militär erklärte vor wenigen Tagen, es habe die Raffinerie angegriffen. Auch Russlands größte Raffinerie, die in Omsk, hatte kürzlich Reuters zufolge ihren Betrieb nach Angriffen eingestellt.
+++ 06:20 Weiterer Treffer gegen russische Ölinfrastruktur? +++
Im Zuge ihrer jüngsten Angriffe auf russischem Territorium könnte der Ukraine wieder ein empfindlicher Treffer gegen die russische Ölinfrastruktur gelungen sein. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, hätten Bewohner nahe der Ölraffinierie von Ilski Fotos und Videos in sozialen Medien geteilt, die ein dortiges Feuer zeigen sollen. Auch wenn weitere Details unklar seien, sollen ukrainische Drohnen über dem betreffenden Teil Russlands unterwegs gewesen sein, als der mutmaßliche Treffer gelang. Anfang Juni hatte es bereits einen Angriff auf die Anlage gegeben, den der ukrainische Generalstab damals bestätigte. Diesmal stehen eine Bestätigung oder Reaktionen von offizieller Seite noch aus.
+++ 05:33 Andrij Melnyk wünscht sich Rückkehr nach Berlin +++
Der ehemalige Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, bringt eine zweite Amtszeit in Berlin ins Gespräch. "Wenn sich eine Chance bieten würde, wäre ich gerne ein zweites Mal Botschafter hier", sagt Melnyk im "Spiegel"-Spitzengespräch bei Markus Feldenkirchen. "Deutschland ist ein Land, das ich mag und hoffe, es besser zu verstehen als die anderen Kollegen. Das heißt, dass man auch viel erreichen könnte", so Melnyk. Deshalb könne er sich eine Rückkehr in die deutsche Hauptstadt vorstellen.
+++ 04:28 Melnyk: Schröder könnte Putin-Freundschaft für Verhandlungen nutzen +++
Der ehemalige Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, sieht Alt-Kanzler Gerhard Schröder als einen möglichen Teilnehmer für potenzielle Gespräche mit Wladimir Putin. Schröder könne "seinen persönlichen Beitrag dazu zu leisten, dass wir vielleicht doch näherkommen" und seine Freundschaft nutzen, um "gewisse Botschaften zu übermitteln", sagt Melnyk im "Spiegel"-Spitzengespräch bei Markus Feldenkirchen.
+++ 02:55 Luxemburgs Premierminister: Russland nicht an Frieden interessiert +++
Luxemburgs Premierminister Luc Frieden hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, mit Blick auf mögliche Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine die Realität zu verkennen. "Natürlich hoffe auch ich auf Frieden in der Ukraine. Aber zwischen Hoffnungen und Realität liegt ein großer Unterschied", sagte Frieden im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Es hat zwar Versuche der USA gegeben, Putin zu Verhandlungen zu bewegen. Doch Russland hat bis heute keine Anzeichen erkennen lassen, dass es an ernsthaften Gesprächen über einen dauerhaften Frieden interessiert ist."
+++ 02:10 Selenskyj: US-Grundsatzeinigung über Produktion von Patriot-Raketen +++
Die Ukraine und die USA machen auf politischer Ebene den Weg für Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen frei. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sollen Lieferungen der PAC-3-Raketen in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem liefen Gespräche mit der Regierung in Washington über die gemeinsame Produktion von Drohnen, sagt der Präsident nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel in der Türkei.
+++ 00:09 Nach Explosion in Munitionsdepot: Ukraine leitet Ermittlungen ein +++
Nach der Explosion in einem Munitionsdepot in Wyschnewe bei Kiew infolge eines russischen Angriffs leitet die Ukraine strafrechtliche Ermittlungen ein. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Präsident Wolodymyr Selenskyj. Demnach handele es sich bei der getroffenen Anlage um ein Depot des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom. Selenskyj kündigt an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
+++ 22:13 Ukraine-Koalition soll Militärparade in Paris eröffnen +++
Die diesjährige große Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli werden rund 500 Soldaten der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine eröffnen. Wie der Elysée-Palast mitteilt, werden auch 25 ukrainische Soldaten nach den etwa 500 Soldaten der Ukraine-Koalition in Paris mitmarschieren. Dies sei ein "starkes Symbol" Europas, das sich der "Gefährlichkeit der Welt" bewusst sei und dass es sein "Schicksal in die Hände nehmen" müsse. Zu der traditionellen Militärparade auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées werden rund 30 Staats- und Regierungschefs als Gäste erwaretet. Die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie von Vertretern aus Deutschland, Italien und Spanien wurde bereits angekündigt.
+++ 21:31 Projekt soll Kriegstraumata von Kindern aus Region Charkiw lindern +++
Rund 200 Kinder von Soldaten, Polizisten und Rettungskräften aus der ukrainischen Region Charkiw haben an einem Erholungsprogramm in den Karpaten teilgenommen, das ihre psychische Belastung durch den Krieg lindern soll. Das berichtet die "Kyiv Post". Das von Präsident Wolodymyr Selenskyj initiierte Projekt kombiniert Erholung, psychologische Betreuung und Sport. Nach Angaben der Organisatoren berichten mehr als 70 Prozent der teilnehmenden Kinder von einer verbesserten emotionalen Verfassung.
+++ 20:43 Russland verurteilt vier Verteidiger von Mariupol zu lebenslanger Haft +++
Die russischen Besatzungsbehörden in der Region Donezk haben vier ukrainische Marineoffiziere zu lebenslanger Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie verurteilt. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf das russische Ermittlungskomitee. Betroffen sind der Kommandeur der 36. Separaten Marinebrigade, Wolodymyr Baranjuk, zwei seiner Stellvertreter sowie der Kommandeur des 501. Marinebataillons. Die vier hatten an der Verteidigung der von russischen Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol teilgenommen. Russland nutzt regelmäßig erfundene Anklagen, um gefangengenommene ukrainische Soldaten, Aktivisten, Journalisten und Zivilisten zu inhaftieren.
++ 20:07 OSZE: Russland indoktriniert junge Ukrainer in besetzten Gebieten +++
Russland unterzieht nach einem Bericht unabhängiger Experten zahlreiche junge Ukrainer in besetzten Gebieten einer militärischen Indoktrination. Der von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Auftrag gegebene Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Vorgehen womöglich den Tatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfüllt. Demnach werden ukrainische Männer und Jungen durch Einberufungen und Ausbildungslager auf den Militärdienst in der russischen Armee vorbereitet. Die Experten schätzen, dass rund 1,6 Millionen junge Ukrainer in den besetzten Gebieten gefährdet sind.
+++ 19:26 Ermittlungen nach Ausschreitungen wegen Rekrutierung in Lwiw +++
Nach Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Rekrutierung eines jungen Mannes für die ukrainische Armee leitet die Justiz in der westukrainischen Stadt Lwiw Ermittlungen ein. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Strafverfahren eröffnet, unter anderem wegen eines Angriffs auf Polizisten und der Behinderung der Tätigkeit der ukrainischen Streitkräfte. Auslöser ist ein Vorfall, bei dem eine Menschenmenge ein Fahrzeug der Armee umstellt, beschädigt und umgekippt hatte. Laut dem örtlichen Rekrutierungszentrum war der junge Mann wegen Verstößen gegen Vorschriften zur militärischen Registrierung kontrolliert und unter dem Verdacht festgenommen worden, sich dem Militärdienst entzogen zu haben.
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