Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:11 Ukraine meldet Tote nach russischem Drohnenangriff +++

05.05.2026, 00:01 Uhr

Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe ist Behördenangaben zufolge eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff im nordostukrainischen Gebiet Sumy getötet worden. Russland habe am Morgen ein ziviles Auto angegriffen, schreibt Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram. Der Fahrer des Wagens sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, eine Mitfahrerin sei ums Leben gekommen.

+++ 08:39 Russische Soldaten proben für Militärparade +++

In Moskau proben russische Soldatentruppen ihren Marsch für die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai. Wie bereits angekündigt soll sie in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen stattfinden. Grund dafür sei die "operative Lage", so das Verteidigungsministerium. Um zu verhindern, dass ukrainische Drohnen Moskau erreichen, hatte Präsident Wladimir Putin zudem eine Waffenruhe für die Zeit der Feierlichkeit gefordert.

+++ 07:52 Weniger Angriffe in erster Nacht der Waffenruhe +++

In der ersten Nacht der von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Waffenruhe gab es weniger Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt russischen Agenturen zufolge mit, dass in der Nacht 53 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgewehrt worden seien - deutlich weniger als zuletzt. Ob die Drohnen vor oder nach Beginn der von der Ukraine angekündigten Waffenruhe abgeschossen wurden, ist nicht klar. Das Ministerium spricht von einem Zeitraum zwischen 21 Uhr und 7 Uhr Ortszeit (20 Uhr und 6Uhr MESZ). Auch die Intensität der russischen Luftangriffe auf die Ukraine ließ nach ersten Informationen etwas nach. Die ukrainische Luftwaffe meldet aber auch nach Beginn der von Selenskyj angekündigten Waffenruhe den Anflug von Drohnen unter anderem nach Charkiw.

+++ 06:57 USA billigen Waffenpaket an Ukraine +++

Das US-Außenministerium genehmigt den möglichen Verkauf von Militärausrüstung im Wert von 373,6 Millionen US-Dollar an die Ukraine. Das berichtet der "Kyiv Independent". Das Paket umfasse unter anderem verlängerte JDAM-Leitsysteme zur Umrüstung von Freifallbomben in präzisionsgelenkte Munition sowie zugehörige Ausrüstung, Logistik und technische Unterstützung. Hauptauftragnehmer soll der US-Konzern Boeing sein.

+++ 06:13 Feuerpause in Kraft: Selenskyj dankt Unterstützern +++

Seit 23 Uhr läuft die von dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagene Waffenruhe. Die Feuerpause erhält viel Zuspruch, vor allem aus europäischen Ländern. Auf X bedankt sich Selenskyj für die Unterstützung. Unklar ist, inwieweit Luftangriffe und Kämpfe am Boden tatsächlich eingestellt werden können. In den meisten Landesteilen herrschte um Mitternacht kein Luftalarm.

+++ 05:34 US-Außenministerium genehmigt Verkauf von Präzisionsmunition an Ukraine +++

Die USA genehmigen den Verkauf von JDAM-Präzisionsmunition mit erhöhter Reichweite (Joint Direct Attack Munitions - Extended Range) und der dazugehörigen Ausrüstung an die Ukraine. Nach Angaben des US-Außenministeriums hat das geplante Geschäft ein Volumen von mehr als 373 Millionen Dollar. Dies werde "die Fähigkeit der Ukraine verbessern, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, indem das Land mit leistungsfähigeren Luftabwehrsystemen ausgestattet wird, um Selbstverteidigungs- und regionale Sicherheitsmissionen durchzuführen", heißt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums. Hauptauftragnehmer soll demnach Boeing sein.

+++ 02:54 Wadephul: Russland soll ukrainischen Vorschlag annehmen +++

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul fordert Moskau auf, den ukrainischen Vorschlag für einen Waffenstillstand anzunehmen. "Selenskyj hat mehr unter Beweis gestellt, dass die Ukraine zu einem sofortigen Waffenstillstand und zu Verhandlungen bereit ist", schreibt Wadephul auf X. "Ich fordere Russland daher auf, den ukrainischen Vorschlag anzunehmen und die Waffenruhe bereits heute Nacht zu beginnen."

+++ 01:15 Russland: Fünf Tote bei Drohnenangriff auf der Krim +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Dschankoj auf der Halbinsel Krim sind nach russischen Angaben fünf Zivilisten getötet worden. Das melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den von Russland eingesetzten Verwaltungschef Sergej Aksjonow. "Leider gibt es infolge eines Angriffs feindlicher Drohnen in Dschankoj Opfer unter der Zivilbevölkerung", wird Aksjonow zitiert.

+++ 23:57 Vier Tote bei russischem Angriff auf Dnipro +++

Am Abend sind bei einem russischen Angriff auf die Industriestadt Dnipro nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Die regionale Staatsanwaltschaft spricht von einem Beschuss mit Raketen.

+++ 23:30 Einseitige ukrainische Waffenruhe ist in Kraft +++

Eine von Präsident Selenskyj einseitig ausgerufene Waffenruhe hat begonnen. Der ukrainische Staatschef hatte den Beginn auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Russische Luftangriffe bedrohen nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe nur einige frontnahe Landkreise. Die Feuerpause gelte unbefristet, solange Russland nicht angreife, erläutert der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow: "Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort."

+++ 22:06 Russland: Rubio und Lawrow haben telefoniert +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenminister Marco Rubio haben miteinander telefoniert. "Die Außenminister haben eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage in den internationalen Beziehungen und den russisch-amerikanischen Beziehungen vorgenommen", teilt das russische Außenministerium mit. Das Telefonat sei "konstruktiv" gewesen.

+++ 21:24 Budanow erklärt mögliche Ausweitung von Waffenstillstand +++

Der Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland ab dem 6. Mai könnte verlängert werden. "Der von der Ukraine ausgerufene Waffenstillstand zeugt von unserem aufrichtigen Wunsch nach Frieden. Er ist nicht an bestimmte Termine gebunden, um ideologische Dogmen durchzusetzen, sondern dient der Rettung von Menschenleben und der Wiederherstellung der Sicherheit", erklärt der Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros Kirill Budanow. "Sollte der vom Präsidenten verkündete Waffenstillstand auf Gegenseitigkeit beruhen, werden wir ihn verlängern. Und dies wird uns, wenn auch nur eine kleine, so doch eine Hoffnung auf die Schaffung eines dauerhaften Friedens geben." 

+++ 20:43 Ukraine: Angriffe auf Tuapse kosteten Russland Hunderte Millionen +++

Die ukrainischen Angriffe auf die Ölinfrastruktur Russlands in Tuapse könnten erhebliche Kosten nach sich gezogen haben. "Schätzungen zufolge hat die umfassende russische Niederlage, die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte im April und Mai 2021 herbeigeführt haben, zu Schäden an der Hafeninfrastruktur von Tuapse und der Raffinerie von Tuapse in Höhe von über 300 Millionen US-Dollar geführt", erklärt der ukrainische Generalstab. Seit Jahresanfang wurde der Ort viermal attackiert durch die Truppen Kiews. 

+++ 20:04 Estland: Russland soll beweisen, dass es den Waffenstillstand ernst meint +++

Der estnische Außenminister Margus Tsahkna hat den Kreml aufgefordert, auf einen langfristigen Waffenstillstand einzugehen. "Jetzt ist es an der Zeit, dass Russland beweist, dass es es mit dem Frieden ernst meint und nicht nur symbolische 'Feierlichkeiten' veranstaltet", so Tsahkhna. "Russland fordert einen Waffenstillstand, um die 'Parade' abzuhalten, obwohl es erst vor wenigen Tagen Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgefeuert hat", sagt der estnische Minister.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.