Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:35 Verstärkte Angriffe in Russland: Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung aus +++
Das Auswärtige Amt weitet seine Reisewarnung für Russland angesichts der verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe massiv aus. Gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land, bisher galt dies nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete. Begründet wird dieser Schritt damit, dass in ganz Russland mit "erheblicher Gefährdung" durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteilen von Drohnen zu rechnen sei. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen. Auch der Flugverkehr sei betroffen. Es komme immer wieder zu mehrstündigen Sperrungen von Flughäfen. "Ferner können Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, nicht ausgeschlossen werden", so das Auswärtige Amt.
+++ 10:01 Selenskyj: Haben Ölraffinerie in Ufa angegriffen +++
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut Ziele tief in Russland angegriffen. So sei zum zweiten Mal eine Ölraffinerie im russischen Ufa am Ural attackiert worden, teilt Selenskyj bei X mit. Die Anlage liegt mehr als 1300 Kilometer von der Front entfernt. Zudem bestätigt der ukrainische Präsident den Angriff auf eine strategisch wichtige Anlage im russischen Pensa.
+++ 09:27 Russland beschießt vermehrt ukrainische Tankstellen +++
Russische Angriffe zielen zunehmend auf die Treibstoffversorgung in der Ukraine. Das zeigt unter anderem der jüngste Angriff auf die ukrainische Region Dnipropetrowsk, bei dem fünf Tankstellen zerstört wurden. In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok zählt bereits mehr als 140 solcher Attacken seit April. Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland. Hier ist Benzin wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege knapp.
+++ 08:40 Ukraine attackiert Russlands Rüstungsindustrie im Landesinneren +++
Die ukrainischen Streitkräfte greifen in den Morgenstunden die russische Stadt Pensa an. Sie liegt südöstlich von Moskau und etwa 550 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Gebietsverwaltung bestätigt einen Angriff, äußert sich aber nicht zu Schäden. Augenzeugen berichten in sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte genannt werden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt.
+++ 08:12 Institut: Putins Kriegsfinanzierung trotz Wirtschaftskrise nicht in Gefahr +++
Die russische Wirtschaft steckt aus Sicht von Ökonomen wegen hoher Zinsen, ukrainischer Angriffe und Internetsperren in einer Krise. Laut der jüngsten Prognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) stagniert das Wirtschaftswachstum dieses Jahr bei 0,6 Prozent - nach jeweils 4,9 Prozent und 1 Prozent in den Jahren 2024 und 2025. Neben der zu restriktiven Geldpolitik der Notenbank in Moskau schaden demnach auch die ukrainischen Attacken auf russische Energieanlagen und die daraus entstandenen Probleme mit der Kraftstoffversorgung der Wirtschaft. Internetsperren sorgten für zusätzliche Probleme, heißt es. Dennoch bleibt Moskau aus Sicht des wiiw weiter in der Lage, den Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzusetzen und zu finanzieren. Nächstes Jahr rechnet das Institut mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.
+++ 07:38 Gouverneur: Frau stirbt bei russischem Angriff in Dnipropetrowsk +++
Bei einem russischen Angriff in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk kommt eine 43-jährige Frau ums Leben. Das teilt der Gouverneur der Region, Olexandr Hanscha, bei Telegram mit. Drei weitere Frauen sind demnach verletzt, darunter eine Schwangere. Die Angriffe zielten auf die Stadt Dnipro sowie zwei nahegelegene Siedlungen. Dabei habe Russlands Armee 20 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen, so Hanscha. Mehrere Tankstellen und Autos seien zerstört worden.
+++ 07:04 Wegen Bedrohung durch Russland: Bundesregierung will Reserve stärken +++
Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch zwei Gesetzesentwürfe beschließen, mit der die Regierung auf die wachsende Bedrohung durch Russland reagieren will. Dabei geht es um den beschleunigten Bau von militärischer Infrastruktur sowie die Stärkung der Reserve. So sollen Reservisten künftig wieder zu Übungen verpflichtet werden können - diese Dienstpflicht war 2011 mit der Aussetzung der Wehrpflicht ausgesetzt worden. Das Kabinett tagt am Vormittag zum zweiten Mal seit dem Start der schwarz-roten Koalition im Bundesverteidigungsministerium in Berlin. Als Gast nimmt Nato-Generalsekretär Mark Rutte teil.
+++ 06:33 Rheinmetall erhält Millionenauftrag aus der Ukraine +++
Die Ukraine bestellt Artilleriemunition für große Reichweiten bei Rheinmetall. Der Auftrag umfasse 155-mm-Artilleriegeschosse und Treibladungen im niedrigen fünfstelligen Bereich, teilt der deutsche Rüstungskonzern mit. Insgesamt liegt der Auftragswert demnach im hohen zweistelligen Millionenbereich. Die Produktion habe bereits begonnen, abgeschlossen sein soll der Auftrag im ersten Quartal des kommenden Jahres.
+++ 05:44 Schwedens Geheimdienstchef: Russische Bedrohung besteht auch nach Putins Ende weiter +++
Der Chef des schwedischen Militärgeheimdienstes, Thomas Nilsson, glaubt, dass Russland wahrscheinlich noch lange nach dem Ende der Amtszeit von Präsident Wladimir Putin eine Bedrohung für die Nachbarländer darstellen wird. In einem Interview mit Bloomberg sagte Nilsson, "wir sehen diese Krise nicht als vorübergehend an; Russland hat seinen Weg gewählt, und es gibt kein Zurück. Wir befinden uns in einer strategischen Konfrontation, die tiefgreifend, strukturell und von Dauer ist - das können wir nicht einfach ignorieren". Die skandinavischen Rundfunkanstalten berichteten kürzlich über Satellitenbilder, die darauf hindeuten, dass Moskau seine militärische Präsenz nahe der Ostflanke der Nato ausbaut.
+++ 04:49 Litauen will Atomwaffenstationierung ermöglichen +++
Der neue litauische Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius erwägt, die Verfassung so zu ändern, dass die Stationierung von Atomwaffen auf litauischem Territorium künftig erlaubt wäre. Das sagt der Sozialdemokrat bei einem Treffen mit Parlamentariern, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Suspilne. "Mir scheint es politisch richtiger, diesen Artikel einfach zu streichen, da die Verfassungen unserer Nachbarn zu diesem Thema überhaupt nichts aussagen - weder ja noch nein. Es lohnt sich kaum, etwas dazu zu formulieren", sagte Sinkevicius. Nun drehe sich die Hauptdiskussion zu diesem Thema darum, ob der Artikel der litauischen Verfassung, der den Einsatz von Massenvernichtungswaffen verbietet, geändert oder einfach komplett aus dem Grundgesetz des Landes gestrichen werden soll.
+++ 02:10 Syrskyj: Ukrainische Armee rechnet mit russischer Offensive gegen Tschernihiw +++
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, sagt in einem Interview, Russland bereite möglicherweise eine Offensive gegen die Region Tschernihiw von der russischen Region Brjansk aus vor. "Wir wissen, dass Putin den russischen Generalstab angewiesen hat, verschiedene Optionen für eine Offensivoperation zu prüfen, darunter auch eine von belarussischem Territorium aus, mit dem Ziel, Kiew einzunehmen und weitere ukrainische Gebiete zu erobern", sagt Syrskyj laut Ukrinform. "Der russische Generalstab hat mehrere Szenarien entwickelt. Wie realistisch diese sind, steht auf einem anderen Blatt. Angesichts der jüngsten Entwicklungen glaube ich nicht, dass die belarussische Führung es wagen würde, ihr Territorium dem Aggressor als Ausgangspunkt für eine Offensive zur Verfügung zu stellen. Dennoch ziehen wir diese Möglichkeit in Betracht." Syrskyj führt weiter aus: "Das wahrscheinlichste Szenario, und dies wird durch mehrere Indikatoren gestützt, ist eine mögliche Offensive im Norden von russischem Territorium aus, genauer gesagt aus der Region Brjansk … nicht in Richtung Kiew, sondern in Richtung der Region Tschernihiw."
+++ 00:23 Russland setzt Bahnverkehr an Grenzen zu Finnland, Estland und Lettland aus +++
Ab dem 1. Juli setzt die russische Regierung den Verkehr an mehreren Eisenbahn-Kontrollpunkten an ihren Grenzen zu Finnland, Estland und Lettland aus. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die Regierungsverordnung aus Moskau. Darin heißt es, Russland werde den Personen-, Fahrzeug-, Waren- und Güterverkehr an ausgewählten Bahnübergängen entlang Abschnitten der russischen Staatsgrenze "vorübergehend aussetzen". Die meisten Schließungen betreffen demnach die finnische Grenze, darunter die Bahnübergänge Wyborg, Wartsilja, Ljuttja, Sankt Petersburg-Finnlandski und Swetogorsk. Der Bahnverkehr wird außerdem am Grenzübergang Petschory-Pskow an der russisch-estnischen Grenze und am Grenzübergang Pytalowo an der Grenze zu Lettland eingestellt.
+++ 23:13 Saab liefert 16 Kampfjets an die Ukraine +++
Der schwedische Rüstungskonzern Saab unterzeichnet einen Vertrag zur Lieferung von 16 Kampfjets des Typs Gripen E an die Ukraine. Das Geschäft hat ein Volumen von rund 24,6 Milliarden schwedischen Kronen (2,54 Milliarden Dollar). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, die mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson getroffene Vereinbarung umfasse auch technische Unterstützung. Bei den Lieferterminen gibt es jedoch unterschiedliche Angaben: Während Selenskyj den Beginn für 2027 ankündigt, plant Saab die Auslieferung für die Jahre 2029 bis 2030.
+++ 22:02 "Rechtzeitige Unterstützung": Kiew dankt EU für Drohnen-Milliarden +++
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko hat sich bei X erleichtert über die Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro durch die EU für die Beschaffung von Drohnen geäußert. Sie sprach von einer "rechtzeitigen Unterstützung". Die Finanzhilfe werde dem Land dabei helfen, "dringenden Verteidigungsbedarf zu decken, die heimische Drohnenproduktion auszuweiten, die Rüstungsindustrie zu stärken und wichtige Lieferungen an die Front zu gewährleisten".
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