Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:56 Bilanz: Die Ukraine trifft seit Kriegsbeginn 158 Mal russische Ölraffinerien +++
Nach Zahlen des in Polen ansässigen Medienunternehmens "Vot Tak" hat das ukrainische Militär seit Beginn der russischen Vollinvasion 158 Mal russische Ölraffinerien angegriffen. Kiew betrachtet Energieanlagen als legitime militärische Ziele, da diese der Kriegsmaschinerie des Kremls Treibstoff und Finanzmittel liefern. Laut Vot Tak hat das ukrainische Militär durch eine Kombination aus Raketen- und Drohnenangriffen, die während des gesamten Krieges durchgeführt wurden, mindestens 24 der 33 russischen Ölraffinerien getroffen, die in der Lage sind, über 1 Million Tonnen Öl pro Jahr zu verarbeiten. Die Zahlen umfassen alle großen Raffinerien, die sich im europäischen Teil Russlands befinden. Die neuesten Zahlen folgen auf eine Reihe ukrainischer Angriffe auf Raffinerien in den letzten Tagen. So sei in der Nacht auf den 21. Mai die Rosneft-Raffinerie in Syzran angegriffen worden. Einen Tag zuvor griff die Ukraine eine der größten russischen Ölraffinerien in der Nähe der Stadt Kstowo an, wie der Generalstab der Ukraine mitteilte.
+++ 06:20 Bürgermeister Sobjanin: Vier ukrainische Drohnen vor Moskau abgefangen +++
Russische Flugabwehrsysteme müssen in den frühen Morgenstunden aktiv werden, um Drohnenangriffe auf Moskau und die nahegelegene Region Jaroslawl abzuwehren, schreiben lokale Behörden auf Telegram. Vier auf Moskau zusteuernde Drohnen seien abgeschossen worden, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Rettungskräfte seien in das Gebiet entsandt worden, ergänzt er. Weitere Einzelheiten nennt er nicht. Moskau und die Region Jaroslawl nordöstlich der Hauptstadt wurden Anfang dieser Woche ebenfalls von Drohnenangriffen getroffen.
+++ 05:41 Selenskyj berät mit Merz, Macron und Starmer +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagt er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutytsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. "Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", erklärt Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Angaben zum Format des Gesprächs macht er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte es auf eine Videoschalte mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer hinauslaufen.
+++ 04:48 Nach Putins Abreise: Moldaus Vizepremier in Peking empfangen +++
Chinas Außenminister Wang Yi sagt während eines Besuchs des moldawischen Vizepremierministers Mihai Popsoi, dass Peking die Beziehungen zu dem osteuropäischen Land "schätzt" und diese vertiefen wolle - trotz Differenzen über Russlands Invasion der Ukraine. Popsois Treffen mit Chinas oberstem Diplomaten folgte unmittelbar auf einen pompösen 24-stündigen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Gipfeltreffen mit Präsident Xi Jinping, bei dem die beiden vereinbarten, die Koordination und gegenseitige Unterstützung zu erhöhen.
+++ 03:48 Japan hilft Ukraine mit 40 Millionen Dollar beim Wiederaufbau +++
Die Ukraine und die Japanische Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) haben ein Finanzhilfeabkommen im Wert von rund 40 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um wichtige Bereiche der Erholung und Resilienz zu unterstützen. Wie Ukrinform berichtet, gibt dies der stellvertretende Premierminister für Wiederaufbau und Minister für Gemeinde- und Gebietsentwicklung, Oleksii Kuleba, uf Telegram bekannt. Laut seinen Angaben werden über 15 Millionen US-Dollar für die Wiederherstellung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur bereitgestellt, insbesondere für die Beschaffung von Maschinen und Ausrüstung für Versorgungsunternehmen, die Entwicklung der maritimen Infrastruktur und die Modernisierung kritischer Anlagen.
+++ 01:55 ISW: Ukraine bremst Russen an der Frontlinie aus +++
Laut einer neuen Einschätzung des Instituts für Kriegsstudien (ISW) gewinnen die ukrainischen Streitkräfte in mehreren Abschnitten der Frontlinie die taktische Initiative zurück. In seinem Bericht erklärt das ISW, dass die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen Monaten in verschiedenen Gebieten eine Reihe von Gegenangriffen durchgeführt und dabei ihre bedeutendsten Erfolge auf dem Schlachtfeld seit dem Einmarsch in Kursk im August 2024 erzielt hätten. Die Analysten stellten demnach fest, dass ukrainische Gegenangriffe ab November 2025 große Teile von Kupjansk zurückeroberten, im Winter und Frühjahr 2026 über 400 Quadratkilometer in der Südukraine befreiten und zuletzt seit Ende April 2026 mehrere Siedlungen in der westlichen Region Saporischschja zurückerobern konnten.
+++ 00:44 Drohneneinschlag bei Einkaufszentrum in Charkiw +++
Eine russische Drohne ist in der Nähe eines Einkaufszentrums im Kiewer Stadtteil von Charkiw eingeschlagen. Dies berichtet Bürgermeister Ihor Terekhow auf Telegram. Das Ausmaß des durch den Angriff verursachten Schadens wird noch ermittelt. Wie Ukrinform berichtet, wurden im Laufe des letzten Tages 15 Siedlungen in der Region Charkiw von russischen Angreifern attackiert, wobei acht Menschen verletzt wurden.
+++ 23:37 Deutschland will neuen Mechanismus zur Unterstützung der Ukraine etablieren +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul will beim Treffen mit seinen Nato-Kollegen in Helsingborg einen neuen Mechanismus zur dauerhaften finanziellen Unterstützung der Ukraine vorschlagen. Nach Informationen des Spiegel will der CDU-Politiker seinen Kollegen einen Vorschlag unterbreiten, um die langfristige Finanzierung des Abwehrkampfes der Ukraine zu sichern. Im Gegenzug sollen die Nato-Partner "von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie" profitieren. Beschlossen werden soll der Mechanismus nach Wadephuls Vorstellung auf dem Nato-Gipfel im Juli in der Türkei; die USA würden sich daran nicht beteiligen.
+++ 22:45 Trump: USA entsenden 5000 zusätzliche Soldaten nach Polen +++
US-Präsident Donald Trump hat dem Nato-Partner Polen eine fortgesetzte militärische Unterstützung in Aussicht gestellt. "Ich freue ich mich, bekannt zu geben, dass die Vereinigten Staaten 5000 zusätzliche Soldaten nach Polen entsenden werden", schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Er begründete dies mit seiner guten Beziehung zu dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki.
+++ 22:08 Benzinmangel in russischer Stadt nach ukrainischen Angriffen +++
Einwohner der russischen Stadt Rjasan sind mit einem Kraftstoffmangel konfrontiert. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform mit Bezug auf die "Moskow Times". Zuvor griff die Ukraine die dortige Raffinerie mit Drohnen an. Die Raffinerie in Rjasan, die dem Konzern Rosneft gehört, ist demnach für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität zuständig. Sie hat Berichten zufolge den Betrieb "voraussichtlich bis Ende Juni" eingestellt.
+++ 21:40 Selenskyj kündigt Gespräch mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien an +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für den morgigen Freitag Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien angekündigt. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagt er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutitsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. "Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", sagt Selenskyj, ohne Details zu nennen. Angaben zum Format der Beratung machte er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte eine Videoschalte gemeint sein.
+++ 21:05 Lukaschenko will nicht direkt in Ukraine-Krieg einsteigen +++
Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko ist eigener Aussage nach bereit, "jederzeit" direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu führen. Er habe auch nicht die Absicht, sich direkt in den Krieg Russlands gegen die Ukraine einzumischen, außer belarussisches Territorium werde angegriffen. "Wir werden uns nicht in den Krieg in der Ukraine einmischen", sagt Lukaschenko. "Dafür gibt es weder aus ziviler noch aus militärischer Sicht einen Grund." Wenn Selenskyj über etwas sprechen wolle, sei er offen, egal ob in der Ukraine oder in Belarus.
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