Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:07 Russland startet Großmanöver der Atomstreitkräfte +++

19.05.2026, 00:01 Uhr

Das russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern sowie die Koordination mit Belarus geübt werden.

+++ 08:44 Putin will mit China "nach Frieden streben - ohne uns gegen jemanden zu verbünden"" +++

Vor seinem zweitägigen Besuch in China hat Russlands Präsident Wladimir Putin die "stabilisierende" Rolle der bilateralen Beziehungen gepriesen. "Die enge strategische Partnerschaft zwischen Russland und China spielt weltweit eine bedeutende, stabilisierende Rolle", sagte Putin in einer Videobotschaft an die Menschen in China. "Ohne uns gegen irgendjemanden zu verbünden, streben wir nach Frieden und allgemeinem Wohlstand", fügte er hinzu - ohne auszuführen, auf welches Drittland er sich dabei bezog.

+++ 08:13 Wasinger: "Russland verkauft seine Zukunft an China" +++

Russland umschiffe "sehr gekonnt" Sanktionen, sagt der österreichische Oberst Matthias Wasinger. Das Land sei militärisch weiter innovativ, zahle für seine Innovationen aber einen hohen Preis: "Es verkauft seine Zukunft an China". Eines Tages werde das für Russland zum Problem und für die Ukraine zum Vorteil.

+++ 08:00 Wadephul eröffnet Energie-Konferenz "Von der Ukraine lernen" +++

In Berlin beraten heute Vertreter aus rund 40 EU-, Nato- und G7-Staaten, wie ihre Energiesysteme sicherer werden. Die Konferenz mit dem Namen "Von der Ukraine lernen" wird von Außenminister Johann Wadephul und dem ukrainischen Energieminister Denys Schmyhal eröffnet. Wadephul sagte vor der Konferenz, Russland versuche die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben - ohne Erfolg. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.

+++ 07:39 Russland meldet ukrainischen Drohnenangriff 280 Kilometer hinter Moskau +++

Am Morgen hat es ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Stadt Jaroslawl gegeben. Gouverneur Michail Jewrajew warnte Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Jaroslawl liegt rund 280 Kilometer nordöstlich von Moskau. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen. Laut der ukrainischen Zeitung "Kyiv Independent" meldete Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin einen abgewehrten Drohnenangriff. Vier Drohnen seien abgeschossen worden, Trümmer seien herabgefallen. Berichte über Opfer gab es laut der Zeitung zunächst nicht.

+++ 07:16 Ukraine meldet zwei Tote nach Angriffen auf Donezk +++

Ukrainische Behörden berichten von zwei Todesfällen infolge russischer Angriffe auf zwei Orte in der Nähe der Frontstadt Kramatorsk. In Drushkіwka hätten Rettungskräfte einen Brand auf einer Fläche von hundert Quadratmetern löschen müssen. Der Notfalldienst appellierte auf Facebook an Menschen, die noch immer in Frontnähe wohnen: "Liebe Mitbürger! Der Feind zerstört weiterhin die Stadt (...), zögern Sie nicht mit der Evakuierung und begeben Sie sich in sicherere Regionen. Achten Sie auf Ihr eigenes Leben und die Sicherheit Ihrer Angehörigen."

+++ 06:55 Charkiw meldet Verletzte nach russischen Drohnenangriffen +++

Russische Drohnenangriffe auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sollen in der Nacht mehr als 25 Wohngebäude beschädigt haben. Feuer seien ausgebrochen, drei Menschen hätten Verletzungen erlitten, melden der Bürgermeister Іhor Terechow und ein Militär auf Telegram. Eine Person werde gesucht, man vermute sie unter den Trümmern.

+++ 06:32 Sicherheitsexpertin rechnet mit erhöhter Gefahr für Nato durch ukrainische Erfolge +++

Die Wiener Sicherheitsexpertin Velina Tchakarova sagt, im Ukraine-Krieg lasse sich "ein interessanter Durchbruch" beobachten. Der Ukraine gelinge es immer wieder, Russland tief im eigenen Land anzugreifen. Tchakarova sagt im Interview mit ntv, sie rechne mit einer Intensivierung des Krieges und mit einem erhöhten Risiko für die Nato. Moskau könne versucht sein, den Westen verstärkt zu provozieren, allerdings ohne eine Kettenreaktion hervorzurufen. In den Augen der Politikwissenschaftlerin dürften die Angriffe aber "unterhalb der konventionellen Schwelle" bleiben.

+++ 06:06 Botschafter: Ukraine bekommt aus Deutschland "mehr Militärhilfe als je zuvor" +++

Die Ukraine bekommt aus Deutschland nach den Worten des ukrainischen Botschafters Oleksii Makeiev "mehr Militärhilfe als je zuvor". Zwar würden die Details der deutschen Unterstützung für die Ukraine nicht mehr öffentlich kommuniziert, doch habe die neue Bundesregierung diese "quantitativ wie qualitativ erhöht", sagte Makeiev dem "Tagesspiegel".

 +++ 05:44 Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe in mehreren Regionen +++

Mehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.

+++ 05:21 Putin: Beziehungen zu China auf "beispiellosem Niveau" +++

Vor seiner Abreise nach China lobt Russlands Machthaber Putin das Verhältnis zu Peking. Die Beziehungen hätten ein "beispielloses Niveau" an Verständnis und Vertrauen erreicht. Beide Länder seien bereit, sich bei Kerninteressen wie der nationalen Einheit und dem Schutz der Souveränität gegenseitig zu unterstützen, sagt Putin in einer Videobotschaft. Die strategische Verbindung zwischen Moskau und Peking spiele eine stabilisierende Rolle in der Welt. Zudem bauten beide Staaten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verteidigung aktiv aus. Die Freundschaft richte sich gegen niemanden, sondern diene dem Frieden und dem Wohlstand, behauptet der Kreml-Chef. Putin trifft in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, wenige Tage nachdem dieser US-Präsident Trump empfangen hatte.

+++ 03:52 Russland: Drohne auf dem Weg nach Moskau abgefangen +++

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin eine Drohne auf dem Weg in die Hauptstadt abgefangen. Rettungskräfte seien in dem Gebiet im Einsatz, in dem das Fluggerät abgestürzt sei, teilt Sobjanin auf Telegram mit. Am Wochenende hatte es in der Region einen massiven Angriff mit ukrainischen Langstreckendrohnen gegeben.

+++ 01:43 Kaja Kallas macht Witz über Gerhard Schröder +++

Die europäische Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich über die Idee lustig gemacht, Ex-Kanzler Gerhard Schröder könne im Ukraine-Krieg vermitteln. Bei einem Treffen der EU-Außenminister habe jemand in einem Freud'schen Versprecher von dem Vorschlag gesprochen, "Schröder solle Russland vertreten". Darauf habe sie gesagt: "Ja! Schröder sollte Russland vertreten. Da stimmte ich absolut zu."

+++ 23:52 Selenskyj: Wir schicken den Angriffskrieg dorthin, wo er herkommt +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht in seiner abendlichen Videoansprache über die jüngsten Angriffe gegen Ziele in Russland. "Wir schicken den russischen Angriffskrieg zurück nach Hause, an den einzigen Ort, von dem aus der Krieg gekommen ist", sagt er. "Früher war es ein Ereignis, wenn Dutzende ukrainischer Drohnen Russland angriffen, doch heute sind Hunderte unserer weitreichenden Angriffe täglich keine Sensation mehr, aber immer eine erfreuliche Nachricht, eine nützliche Nachricht."

+++ 22:20 Zehntausende Krimtataren von der Krim geflohen +++

Rund 50.000 Krimtataren sind wegen der russischen Besatzung und wegen des Kriegs von der Krim geflohen. Das sagt der Vorsitzende des Medschlis des krimtatarischen Volkes, Refat Tschubarow, im ukrainischen Fernsehen, meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform. Die russischen Besatzer würden ihre Politik der Vertreibung von Krimtataren und Ukrainern von der Halbinsel fortführen. Der 18. Mai ist in der Ukraine der Tag für die Rechte der Krimtataren; es ist der Jahrestag ihrer Deportation durch die Sowjetunion. Ziel war die Vernichtung der Krimtataren als Volk. Der Medschlis ist eine Vertretung der Krimtataren. In Russland ist die Organisation verboten.

+++ 21:52 "Dem Krieg kann man nicht entkommen": Russische Deserteure kommen nicht ins Gefängnis +++

Angesichts steigender Verluste Russlands in der Ukraine sowie der unmenschlichen Behandlung durch Kommandeure desertieren nach einem Bericht des russischen Exilmediums Mediazona immer mehr russische Soldaten. Ihr Kalkül: lieber ins Gefängnis als an der Front zu sterben. Doch häufig werden sie nicht wegen Fahnenflucht verurteilt, sondern zurück in den Krieg geschickt. "Menschen flehen die Ermittler an, Strafverfahren gegen sie einzuleiten, und sie engagieren Anwälte, um ihr vermeintliches Recht auf eine Gefängnisstrafe zu verteidigen - doch selbst das hilft nicht immer", heißt es in dem Artikel unter der Überschrift "Dem Krieg kann man nicht entkommen".

+++ 21:03 Als Drohnen-Pilot angeworben, drei Monate später tot +++

Der erste namentlich bekannte Student, der in der jüngsten Mobilisierungsoffensive der russischen Armee angeworben wurde, ist tot. Das meldet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den russischsprachigen Dienst der BBC. Der 23-jährige Valery Averin habe seinen Vertrag im Januar unterschrieben; ihm sei gesagt worden, er werde zum Drohnenpiloten ausgebildet. Drei Monate später wurde er in Luhansk getötet. Dem Bericht zufolge wurde er ohne militärische Erfahrung in den Kampf geschickt.

Die Ausbildung von "Freiwilligen" dauere oft nur wenige Tage, sagte der Russland-Experte Matthias Uhl im Interview mit ntv.de. "Kürzlich äußerte ein bekannter russischer Militärblogger, 85 Prozent der Verluste beträfen neu angeworbene Soldaten. Das spricht für ein extrem schlechtes Ausbildungsniveau. Der Bedarf an Nachschub von 'Menschenmaterial' ist offenbar so groß, dass die Armee glaubt, nicht viel Zeit für die Ausbildung aufwenden zu können."

+++ 20:51 Selenskyj: Putin führt Russland in den Bankrott +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj sieht Russland im wirtschaftlichen Niedergang. Die russischen Staatseinnahmen hätten "dank unseres umfassenden Drucks auf allen Ebenen" ein deutlich höheres Defizit als geplant. "Putin hat zwar Geld für den Krieg bereitgestellt, aber sicherlich nicht so viel, um ihn endlos fortzusetzen." Zahlreiche russische Regionen befänden sich "in einem Zustand des Staatsbankrotts, und Putin führt Russland in den Bankrott", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Allein in diesem Monat sei die Kapazität der russischen Ölraffinerien um zehn Prozent zurückgegangen.

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