Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:05 Brisante Personalveränderung in der Ukraine könnte bevorstehen - Beobachter warnen +++
Nach diversen erfolgten Personalveränderungen innerhalb der ukrainischen Regierung in den vergangenen Tagen halten sich Gerüchte um eine Abberufung des Chefs des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk. Dieser ist für die wohl spektakulärsten Anschläge bei der Verteidigung gegen die russische Invasion verantwortlich. Darunter mehrere Attacken auf die Krim-Brücke und die Drohnenangriffe in Russland auf Dutzende Flugzeuge der Luftwaffe. Viele Beobachter warnen vor einer Entlassung Maljuks und einer möglichen Versetzung auf einen anderen Posten.
+++ 04:57 Selenskyj: "Wenn Russland Frieden blockiert, verteidigen wir uns eben weiter" +++
Die Ukraine werde sich weiterhin verteidigen, falls die Bemühungen scheitern sollten, Russland zur Beendigung seines Angriffskrieges zu bewegen, sagte Selenskyj kämpferisch vor Journalisten. "Wenn Russland alles blockiert, wenn unsere Partner Russland nicht dazu zwingen, den Krieg zu beenden, gibt es einen anderen Weg: uns selbst zu verteidigen", erklärte Selenskyj.
+++ 02:38 Selenskyj hält am Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte fest +++
Die umfassende Regierungsumbildung hat laut Präsident Selenskyj keinen Einfluss auf Oleksandr Syrskyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Die Veränderungen umfassten verschiedene Institutionen - darunter auch die ukrainischen Streitkräfte - nicht aber "eine Ablösung des Oberbefehlshabers", berichtet "Kyiv Independent". Dies sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen", stellte Selenskyj vor Journalisten klar. Zuvor gab es personelle Veränderungen, unter anderem beim Militärgeheimdienst und bei der Leitung des Präsidialamtes.
+++ 01:08 Selenskyj: USA wissen, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten. Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj mutmaßlich Wladimir Putin im Blick hatte - ohne ihn namentlich zu erwähnen.
+++ 00:02 Selenskyj will britische und französische Soldaten in der Ukraine +++
Selenskyj dringt erneut auf solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen Schutz für die Ukraine bieten sollen. Das bedeute ganz klar, dass "auf jeden Fall" mindestens französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert sein würden, sagte Selenskyj. Russland, das an den Gesprächen zunächst nicht beteiligt ist, warnt immer wieder vor der Stationierung von Soldaten aus Nato-Staaten in der Ukraine.
+++ 23:03 Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützer erörtern "Rahmendokumente" +++
Die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen haben nach ukrainischen Angaben über "Rahmendokumente" zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gesprochen. Zu den am Samstag erörterten Dokumenten gehörten laut Verhandlungsführer Rustem Umerow "Sicherheitsgarantien und Ansätze für den Friedensplan". Zudem sei es bei dem Treffen um die "Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte" gegangen, erklärte Umerow im Onlinedienst Telegram.
+++ 21:54 Ukrainischer Generalstab meldet neue Verlustzahlen Russlands +++
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine beziffert die Zahl der seit Beginn der großangelegten Invasion getöteten und verletzten Soldaten Russlands auf mittlerweile 1.210.630. Laut der jüngsten Grafik kamen seit dem Vortrag demnach 750 personelle Verluste auf russischer Seite hinzu. Drei weitere Panzer seien zerstört worden, was die Zahl auf 11.497 ansteigen lässt. 24 weitere russische Artilleriesysteme sollen innerhalb eines Tages vernichtet oder beschädigt worden sein. Die Ukraine meldet täglich Verluste auf russischer Seite, diese können jedoch nicht unabhängig überprüft werden. Westliche Beobachter halten die Zahlen in der Regel für übertrieben, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen.
+++ 20:55 Selenskyj verkündet weitere Neubesetzung in seinem direkten Umfeld +++
Dass der Chef des ukrainischen Militärgeheimdiensts, Kyrylo Budanow, neuer Büroleiter seines Präsidenten Wolodymyr Selenksyj werden soll, ist bereits bekannt. Nun erklärt Selenskyj, wer Budanows erster Stellvertreter werden soll. "First Deputy Head of the Office of the President" wird demnach der Diplomat Serhij Kyslyzja. Selenskyj teilt auf X ein Foto eines gemeinsamen Treffens. "Wir haben ausführlich über unsere diplomatische Arbeit und Möglichkeiten zur Stärkung dieses Bereichs innerhalb des Präsidialamtes gesprochen – nämlich die Sicherstellung der Kommunikation mit Partnern auf höchster Ebene, die Entwicklung bilateraler Beziehungen und die Synchronisierung der Bemühungen mit dem System des Außenministeriums", so Selenskyj. Die Besetzung von Selenskyjs Büro ist von Bedeutung, denn seine Bürochefs entscheiden mehr oder weniger, wer Zugang zum Präsidenten erhält.
+++ 20:09 Selenskyj erwartet von zwei europäischen Ländern unbedingte Militärpräsenz +++
Noch wird über Sicherheitsgarantien für die Ukraine verhandelt - und auch darüber, ob ein Frieden oder ein Einfrieren des Konflikts überhaupt zustandekommt. Auf einem Briefing in Kiew hat der ukrainische Präsident nun Berichten zufolge erläutert, was einige seiner Mindestvorstellungen von Sicherheitsgarantien sind. "Zweifellos ist die [militärische] Präsenz wichtig für uns. Und zweifellos ist nicht jeder dazu bereit … Aber die Präsenz ist einer der wichtigen Faktoren, und selbst die Existenz der Koalition der Willigen hängt davon ab, ob sie bereit sind, ihre Präsenz zu verstärken", so Selenskyj laut dem Portal "Ukrainska Prawda". Der ukrainische Präsident erläuterte demnach weiter, dass in vielen europäischen Unterstützerstaaten Parlamente Einsätzen zustimmen müssten und einige Länder keine Truppen schicken würden, es aber Mindestvoraussetzungen gäbe. "Das Vereinigte Königkreich und Frankreich sind die Vorsitzenden [der Koalition der Willigen]. Ihre Militärpräsenz ist obligatorisch."
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