Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 17:19 Trump: Müssen dem Iran möglicherweise weiteren Schlag verpassen +++

19.05.2026, 17:20 Uhr

Die USA müssen nach Darstellung von Präsident Donald Trump dem Iran möglicherweise einen weiteren Schlag versetzen. Sollte es keine Einigung geben, werde es in den kommenden Tagen zu einem neuen US-Angriff kommen. "Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas, vielleicht Anfang nächster Woche, ein überschaubarer Zeitraum, denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen." Trump zufolge bettelt die Regierung in Teheran um einen Deal. Belege dafür präsentiert er nicht, eine iranische Stellungnahme liegt nicht vor. Trump hat wiederholt einen erneuten Militäreinsatz ins Gespräch gebracht, dies dann jedoch nicht umgesetzt. Zudem hatte der Iran Vorschläge zur Beendigung des Konflikts gemacht, die Trump zurückwies.

+++ 16:09 Zum Sterben im Krieg bereit: Massenweise Paare heiraten mitten in Teheran +++

Im Iran haben die Behörden öffentliche Massentrauungen für Paare abgehalten, die sich bereit erklärt haben, im Iran-Krieg für ihr Land zu sterben. Die Zeremonien am wurden laut iranischen Medienberichten für Hunderte Paare auf mehreren Plätzen in der Hauptstadt Teheran veranstaltet und wurden im Staatsfernsehen übertragen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr nahmen allein auf dem Imam-Hussein-Platz 110 Paare teil. Die Beteiligten der Massentrauungen hatten sich laut iranischen Medienberichten für das sogenannte "Selbstopferungs"-Programm registriert. Demnach geloben sie, im Krieg ihr Leben zu riskieren, etwa durch Menschenketten an Kraftwerken. Laut den Behörden meldeten sich angeblich Millionen Iraner, darunter Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Präsident Massud Peseschkian.

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Eines der Paare in Teheran. (Foto: AFP)

+++ 15:08 Engpässe durch den Krieg: Australien erhält Kerosin aus China +++

Angesichts der knappen und teuren Versorgung mit Kerosin infolge des Iran-Kriegs hat sich Australien eine Lieferung aus China gesichert. Australiens Premier Anthony Albanese teilt mit, China werde im Juni 600.000 Barrel Kerosin liefern und damit das nationale Angebot verdoppeln. Albanese hatte im vergangenen Monat den chinesischen Regierungschef Li Qiang getroffen. China hatte im vergangenen Jahr ein Drittel des Kerosins für den australischen Luftverkehr geliefert.

+++ 14:19 Iran will bei US-Angriff "neue Fronten" eröffnen +++

Die iranische Armee droht den USA mit der Eröffnung "neuer Fronten", falls Washington die Angriffe auf das Land wieder aufnehmen sollte. "Wenn der Feind dumm genug ist, (...) neue Aggressionen gegen unseren geliebten Iran zu starten, werden wir mit neuer Ausrüstung und neuen Methoden neue Fronten gegen ihn eröffnen", sagt Militärsprecher Mohammed Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. US-Präsident Donald Trump hatte gestern erklärt, einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran verschoben zu haben, weil die Verhandlungen mit Teheran "sehr positiv" verliefen.

+++ 13:38 Iran wirft Merz "Heuchelei" vor - auf Deutsch +++

Der Iran wirft Bundeskanzler Merz als Reaktion auf dessen Kritik an einem Angriff auf Atomanlagen in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) "Heuchelei" vor. In einem auf Deutsch verfassten Post bei X kritisiert der iranische Außenamtssprecher Baghai, dass amerikanisch-israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht auf Verurteilung stießen, ein vor kurzem erfolgter Drohnenangriff auf die VAE dagegen schon. Baghai kritisiert auch, dass Merz dem Iran die Schuld für den Angriff zugewiesen hatte. Baghai nennt die Attacken eine "mutmaßliche False-Flag-Operation". Damit werden Täuschungsmanöver bezeichnet, bei denen Angriffe einer anderen Partei angelastet werden sollen.

+++ 13:08 Auf iranischer Insel sollen Explosionen zu hören sein +++

Einem Medienbericht zufolge sind auf der iranischen Insel Qeshm Explosionen zu hören gewesen. Das meldet der Sender Al Jazeera unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Mehr. Qeshm ist eine Insel in der Straße von Hormus, an der Mündung der Meerenge gibt sie Teheran die Kontrolle über die Schiffsbewegungen durch die wichtige Wasserstraße. Ende März hatte der Iran die USA und Israel beschuldigt, die Insel angegriffen zu haben.

Update um 13.30 Uhr: Laut der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim sind die Explosionen auf das Unschädlichmachen nicht explodierter Munition zurückzuführen, wie die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

+++ 12:35 Merz: Iran darf die Welt nicht länger zur Geisel nehmen +++

Bundeskanzler Merz fordert die Führung in Teheran auf, sich in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges zu bewegen. Der Iran müsse "aufhören, auf Zeit zu spielen", sagt Merz. "Er darf nicht länger die Region und die ganze Welt zur Geisel nehmen. Und vor allem das militärische Nuklearprogramm muss beendet werden." Angesichts der blockierten Schifffahrtsstraße von Hormus verweist Merz auf die Abhängigkeit Deutschlands von Exporten.

+++ 11:53 An der Börse in Teheran wird wieder gehandelt +++

Inmitten von Unsicherheit über Verhandlungen oder neue Angriffe öffnet die Börse in Teheran wieder. Der Handel hat am Morgen nach etwa 80-tägiger Pause wieder begonnen, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet. Ausgeschlossen vom Handel sind demnach 42 Firmen wegen Kriegsschäden. Das entspreche etwa 35 Prozent des Marktvolumens, heißt es unter Berufung auf die Börse. So sind etwa Chemiefirmen und Unternehmen der Metallverarbeitung nicht handelbar, wie die Zeitung "Sharq" berichtet.

+++ 11:11 Saudi-Arabien soll mit Vorgehen der USA unzufrieden sein +++

Saudi-Arabien führt laut einem Medienbericht intensive Gespräche mit anderen Ländern der Region, darunter Katar und Oman, um eine einheitliche Position im Umgang mit dem Iran zu formulieren. Das berichtet die libanesische Zeitung "Al-Akhbar" unter Berufung auf ägyptische Quellen, wie die israelische Zeitung "Haaretz" zitiert. Den Quellen zufolge, die sich wiederum auf saudische Diplomaten berufen, herrscht demnach auch in Saudi-Arabien Unzufriedenheit mit der amerikanischen "Politik der Überraschungen". Es mangele an Vertrauen in die US-Regierung.

+++ 09:51 Israels Armee stoppt Großteil der Gaza-Hilfsflotte +++

Die israelische Armee hat die meisten Boote der internationalen Gaza-Hilfsflotte gestoppt. Die Marine sei über Nacht weiter gegen die "Global Sumud Flotilla" vorgegangen und habe mehr als die Hälfte von insgesamt 57 Booten unter ihre Kontrolle gebracht, berichtet der israelische Rundfunk. Rund 250 Aktivisten seien bei dem Einsatz westlich von Zypern bisher festgenommen worden. Die Veranstalter der Protestaktion teilten mit, zehn Boote seien weiterhin unterwegs in Richtung Gazastreifen.

+++ 08:52 Iran stellt umfangreiche Forderungen für Kriegsende +++

Der Iran gibt Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekannt, den er an die USA übermittelt hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, sowie zu einem Abzug der US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran. Ferner verlangt der Iran Reparationszahlungen wegen der durch den Krieg verursachten Schäden. Die Nachrichtenagentur beruft sich in ihrem Bericht auf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.

+++ 08:03 Libanon meldet neuen israelischen Angriff +++

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, dass das israelische Militär die Stadt Dibbin im Süden des Libanon unter Beschuss nimmt. Nähere Informationen liegen bislang nicht vor.

+++ 07:16 Iran verurteilt widersprüchliches Verhalten der USA +++

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat das "widersprüchliche und übertriebene Verhalten" der USA als ernsthaftes Hindernis für die Diplomatie bezeichnet, wie Al Jazeera die iranische Nachrichtenagentur Insa zitiert. Bei einem Treffen mit dem pakistanischen Innenminister nannte Araghtschi demnach gebrochene Versprechen in der Vergangenheit als Grund für das tiefe Misstrauen gegenüber den USA.

+++ 06:30 Amerikanische Bevölkerung lehnt Iran-Krieg ab +++

Einer aktuellen Umfrage der "New York Times" zufolge schmälert der Iran-Krieg die Popularität von US-Präsident Trump erheblich. Seine Zustimmungswerte in der US-Bevölkerung sanken demnach auf 37 Prozent, wie "The Times od Israel" zitiert. Fast zwei Drittel der Befragten lehnen den Krieg ab, 30 Prozent befürworten ihn.

+++ 05:13 Kenia: Vier Tote bei Protesten gegen höhere Treibstoffpreise +++

In Kenia sind bei Protesten gegen den Anstieg der Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs vier Menschen getötet worden. Außerdem gebe es mehr als 30 Verletzte, sagt Innenminister Kipchumba Murkomen. Kenia ist wie viel andere afrikanische Länder von Treibstoffimporten aus der Golfregion abhängig und leidet daher stark unter der Blockade der für den weltweiten Öltransport wichtigen Straße von Hormus. Die Proteste richteten sich gegen die Entscheidung der Regierung, die Kraftstoffpreise weiter zu erhöhen.

+++ 01:59 Libanon: Bisher mehr als 3000 Tote und knapp 10.000 Verletzte +++

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bisher 3020 Menschen getötet worden. 9273 weitere Personen seien verletzt worden, meldet das Gesundheitsministerium in Beirut. Das Ministerium unterscheidet bei seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hisbollah-Miliz. Unter den Todesopfern seien aber 211 Kinder und Jugendliche sowie 116 Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei feuerte die pro-iranische Hisbollah-Miliz von Libanon aus Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee flog daraufhin massive Angriffe auf Ziele im Nachbarland und schickte Bodentruppen über die Grenze.

+++ 00:39 Trump: USA bei Verzicht auf Atomwaffen zu Abkommen mit Iran bereit +++

US-Präsident Donald Trump stellt dem Iran bei einem Verzicht auf Atomwaffen eine Einigung in Aussicht. Die USA seien voraussichtlich zufrieden, wenn ein Abkommen erzielt werden könne, das die Regierung in Teheran am Erwerb von Nuklearwaffen hindere, sagt Trump. Wenige Stunden zuvor hat er nach eigenen Angaben einen geplanten Militärschlag verschoben, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen. 

+++ 23:20 Wadephul: Sehe nicht, dass Verhandlungen festgefahren sind +++

Deutschland und die Türkei dringen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Eine militärische Lösung werde zu keinem Ergebnis führen, sagt Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in Berlin. Wenn es eine Bereitschaft des Iran gebe, auf sein nukleares Anreicherungsprogramm zu verzichten, "haben wir eine Grundlage dafür, Verhandlungen zu führen". Fidan warnt vor den großen politischen und wirtschaftlichen Folgen einer Fortführung des Krieges. Wadephul sagt mit Blick auf Washington und Teheran, er sehe nicht, "dass die Verhandlungen festgefahren sind, sondern dass sie fortgeführt sind". Die iranische Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag müsse in Washington nun sehr sorgfältig geprüft werden.

+++ 21:54 Trump: USA schieben für morgen geplanten neuen Angriff auf Iran auf +++

Die USA schieben nach Darstellung von Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig auf. Die Golfstaaten hätten ihn gebeten, den Militäreinsatz für die Dauer neuer Gespräche mit Teheran aufzuschieben, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Die US-Streitkräfte stünden jedoch "jederzeit und ohne Vorwarnung" bereit, sollten die Verhandlungen scheitern, droht Trump. Der US-Präsident schreibt weiter, um den Aufschub hätten ihn der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, gebeten sowie Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed al-Nahjan. Es fänden nun "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran statt.

+++ 21:16 VAE: Stromversorgung am Atomkraftwerk Barakah nach iranischem Angriff wiederhergestellt +++

Nach dem Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist die externe Stromversorgung von Block 3 wiederhergestellt. Dies teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unter Berufung auf Angaben der Regierung mit. Bei dem Angriff am Vortag brach ein Feuer an einem Stromgenerator außerhalb der inneren Sicherheitszone aus. Den Behörden zufolge sei die Sicherheit der Anlage nicht beeinträchtigt gewesen und es sei kein radioaktives Material ausgetreten.

+++ 20:28 US-Aktivisten: Tausende Festnahmen im Iran wegen des Krieges +++

Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sind in der Islamischen Republik nach Angaben von US-Aktivisten mehr als 4000 Menschen festgenommen worden. Zwischen dem Kriegsbeginn am 28. Februar und dem 9. Mai seien mindestens 4023 Festnahmen registriert worden, berichtete am Montag die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA. Die Vorwürfe umfassten Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit und die Weitergabe von Informationen zu dem Krieg an ausländische Medien.

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