Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:14 Slowakei droht mit weiterer Blockade von EU-Sanktionen gegen Russland +++

29.03.2026, 00:04 Uhr

Dem slowakische Regierungschef Robert Fico zufolge stellt die EU die Interessen der Ukraine angeblich über die der Mitgliedsstaaten. Er behauptet, es habe ein Drohschreiben an die Slowakei zum Schutz des Kraftstoffmarktes gegeben. "Wenn die Europäische Kommission beabsichtigt, weiterhin auf diese Weise zu verfahren und die Interessen der Ukraine über jene der Slowakei zu stellen, kann sie die Unterstützung für das 20. Sanktionspaket gegen die Russische Föderation oder unsere Hilfe bei einem baldmöglichen EU-Beitritt der Ukraine vergessen", sagt Fico dem Medium Ta3.

+++ 20:25 Ukrainischer Minister berichtet von grauenvollem Vorgehen auf russischer Seite +++

Dem ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zufole gibt es jeden Tag russische Soldaten an der Front, die sich selbst töten. "Meistens geschieht dies entweder nach einer Verwundung durch eine Drohne oder während der Einkesselung durch einen ukrainischen Drohnenschwarm. Mit jedem Tag wird diese Zahl größer", schreibt Fedorow auf Telegram. Die russische Militärführung verbiete es den Soldaten, sich zu ergeben. "Die Propaganda besagt, es sei besser, sofort zu sterben. Dabei hat ein Soldat nach der Gefangennahme alle Chancen auf einen Austausch – diese finden regelmäßig zwischen den Parteien statt. Doch Russland nimmt seinen Bürgern das Recht auf Leben."

+++ 19:54 Mehrere Tote in der Ukraine durch russische Angriffe +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten war ein 13-jähriger Junge, teilt der regionale Militärverwalter Wadim Filaschkin auf Telegram mit. Weitere sieben Bewohner im Alter zwischen 20 und 85 Jahren seien verletzt worden. Durch die Explosion der Fliegerbombe seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Möglicherweise gebe es unter den Trümmern weitere Opfer. "Alle zuständigen Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz", schreibt Filaschkin. Nach einem Bericht der Agentur Unian wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kinderspielplatz in der Region Mykolajiw im Süden der Ukraine zehn Menschen verletzt, unter ihnen acht Kinder. Ein 13-jähriges Mädchen sei wenig später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben, teilen die Ermittlungsbehörden mit.

+++ 19:24 Ukrainische Drohnen möglicherweise wegen russischer Störmaßnahmen in Finnland abgestürzt +++

Finnland stellt die über seinem Gebiet aufgetauchten Drohnen in einen Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen in der nahe Finnland gelegenen Region Russlands. "Russland verfügt über extrem starke Fähigkeiten zur elektronischen Störung, was erklären könnte, warum diese Drohnen in den finnischen Luftraum abdriften – was eine sehr ernste Angelegenheit ist", sagt Ministerpräsident Petteri Orpo dem Sender Yle. Die finnische Luftwaffe identifizierte nach eigenen Angaben mit F/A-18-Kampfflugzeugen zumindest eines der Flugobjekte als ukrainische AN196-Drohne. "Der Pilot hat das Feuer nicht eröffnet, um Kollateralschäden zu vermeiden", teilt die Luftwaffe mit. Zwei Drohnen stürzen im Osten Finnlands ab. Die Ukraine hatte den russischen Ostseehafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen.

+++ 18:45 Geheimdienst berichtet von erneutem Angriff auf wichtigen russischen Ostseehafen +++

Der ukrainsiche Inlandsgeheimdienst SBU bestätigt einen weiteren Angriff auf den wichtigen russische Ölexporthafen Ust-Luga an der Ostee. In dessen Folge seien erhebliche Schäden und ein Brand festgestellt worden. "Der SBU setzt gemeinsam mit den Verteidigungskräften die systematische Arbeit zur Verringerung der finanziellen und logistischen Möglichkeiten des Feindes fort. Denn alle Ölobjekte sind faktisch Teil des russischen militärisch-industriellen Komplexes und sichern Einnahmen für den Haushalt der Russischen Föderation, die in den Krieg gegen die Ukraine fließen."

+++ 18:01 Rheinmetall reagiert auf heftige Kritik wegen Aussagen von Chef Papperger +++

Bei Rheinmetall versucht man anscheinend, der massiven Kritik an den Drohnen-Aussagen von Chef Armin Papperger entgegenzuwirken (siehe auch Eintrag von 15:24 Uhr). In einem an einen Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gerichteten Beitrag auf X heißt es: "Wir haben größten Respekt vor den enormen Anstrengungen, die das ukrainische Volk seit nunmehr über vier Jahren unternimmt, um sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen. Jede einzelne Frau und jeder einzelne Mann in der Ukraine leistet einen unermesslichen Beitrag. Es spricht besonders für die Ukraine, dass sie selbst mit begrenzten Mitteln äußerst effektiv kämpft."

+++ 17:20 Drohnenjäger bauen Können aus: Ukraine wächst zur Führungsmacht moderner Luftabwehr +++

Russlands Angriffswellen mit Kamikazedrohnen zwingen die Ukraine zum Umdenken. Mit improvisierter Technik und eigener Entwicklung kontern Soldaten die Bedrohung, oft günstiger und effektiver als klassische Luftabwehr. Ihr Know-how wird inzwischen weltweit gefragt.

+++ 16:45 Nächster wichtiger Deal im Anflug? Selenskyj ist in Jordanien +++

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hält sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über Sicherheitsfragen in Jordanien auf. "Heute in Jordanien", schreibt Selenskyj im Onlinedienst X. Die oberste Priorität bei den Gesprächen vor Ort sei "Sicherheit". Es sei "wichtig, dass alle Partner die dafür nötigen Anstrengungen unternehmen", führte Selenskyj aus. Weiter erklärte er: "Die Ukraine leistet ihren Beitrag. Es stehen wichtige Treffen bevor." Im Ukraine-Krieg greift Russland das Nachbarland unter anderem mit Schahed-Drohnen iranischer Bauart an, die Russland inzwischen unter der Bezeichnung Geran-2 selbst herstellt. Der Iran wiederum attackiert seit Beginn des Iran-Krieges mit den USA verbündete Golfstaaten. Ende Februar wurden ukrainische Experten in die Region entsandt, um bei der Abwehr von iranischen Drohnenangriffen zu helfen.

+++ 16:11 Militärexperte äußert sich zu ukrainischen Deals im Nahen Osten +++

Der Militärexperte Nico Lange schreibt auf der Plattform X, die Ukraine habe sich am Golf gerade "Diesel für ein Jahr, Militärhilfe vor allem für Raketenabwehr und belastbare strategische Partnerschaften gesichert - durch pragmatische, geostrategisch getriebene Hilfe in der Not. Wir haben gesagt, das geht uns nichts an". Kürzlich hatte die Ukraine ein Abkommen mit Katar und den Emirate geschlossen:

+++ 15:24 "Lego", "Hausfrauen" - massive ukrainische Kritik für Drohnen-Aussagen von Rheinmetall-Chef +++

Rheinmetall-Chef Armin Papperger sorgt im Gespräch mit "The Atlantic" mit abschätzigen Aussagen über ukrainische Drohnen für Aufregung. "Was ist die Innovation in der Ukraine?", so Papperger unter anderem. "Sie haben keinen technologischen Durchbruch. Sie entwickeln Innovationen mit ihren kleinen Drohnen, und dann sagen sie: 'Wow!' Und das ist großartig. Wie auch immer. Aber das ist nicht die Technologie von Lockheed Martin, General Dynamics oder Rheinmetall." Auch verglich Papperger Drohnen mit Lego-Bausteinen und sagte, ukrainische Hausfrauen würden diese herstellen. In sozialen Netzwerken äußern viele Ukrainer deutliche Kritik am Rheinmetall-Chef. Es gibt viele hämische Beiträge, in denen Hersteller stolz ihre Drohnen zeigen oder auch Videos, in denen diese erfolgreich bei der Verteidigung gegen die russischen Invasoren helfen.

+++ 14:44 Naftogaz: Russische Angriffe verursachen erhebliche Schäden" in Anlagen in der Region Sumy "+++

Russische Streitkräfte haben eine Anlage des Naftogaz-Konzerns, des größten staatlichen Öl- und Gaskonzerns der Ukraine, in der ukrainischen Region Sumy angegriffen. Das teilt das Unternehmen mit. Demnach entstanden "erhebliche Schäden", es brach ein Brand in der Anlage aus. Dies ist Naftogaz zufolge der vierte Tag in Folge, an dem die Infrastruktur des Unternehmens angegriffen wird. Naftogaz zählt zu den wichtigsten Zielen russischer Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.

+++ 14:03 Selenskyj: Russen feuern mehr als 3000 Drohnen binnen einer Woche auf die Ukraine +++

In der vergangenen Woche haben die Russen über 3000 Drohnen, mehr als 1450 Lenkbomben und 40 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Post auf der Plattform X mit. "Die Russen fahren ihre Kriegsanstrengungen gegen unseren Staat und unser Volk nicht zurück und investieren gleichzeitig offen in die Verlängerung eines weiteren Krieges, der die globale Destabilisierung vorantreibt", so der Präsident. Die Ukraine werde mit denselben Kampfdrohnen angegriffen, wie jene, die gegen Länder im Nahen Osten und in der Golfregion eingesetzt würden. "Wir müssen gemeinsame und moderne Verteidigungssysteme aufbauen, die sich im Krieg bewährt haben. Wir müssen die gemeinsame Produktion moderner und effektiver Waffen entwickeln", schreibt Selenskyj weiter. "Wir müssen unsere Fähigkeiten bündeln, damit die Menschen in Europa, im Nahen Osten und anderen Teilen der Welt in Frieden leben können."

+++ 13:33 Finnland prüft mutmaßliches Eindringen von Drohnen in Luftraum +++

Finnland meldet eine mutmaßliche Verletzung seines Luftraums durch Drohnen im Südosten des Landes. Es seien mehrere kleine, langsam fliegende Objekte in geringer Höhe geortet worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zwei Drohnen seien abgestürzt. Die Luftwaffe habe zur Aufklärung einen Kampfjet vom Typ F/A-18 Hornet aufsteigen lassen. Auch aus Estland, Lettland und Litauen waren kürzlich Drohnenabstürze gemeldet worden. Dabei soll es sich um ukrainische Drohnen gehandelt haben, die bei Angriffen auf russische Ölexportanlagen an der Ostseeküste vom Kurs abgekommen seien.

+++ 13:01 Bericht: Russische Drohnenangriffe bremsen ukrainischen Bahnverkehr aus +++

In der gesamten Ukraine werden Züge aufgrund russischer Drohnenangriffe massenhaft mitten auf Feldern angehalten. Das schreibt der Berater des ukrainischen Innenministeriums Anton Heraschtschenko auf der Plattform X. Demnach kommt es zu erheblichen Verspätungen. Die Menschen müssen stundenlang warten, bis die Gefahr vorüber ist, so Heraschtschenko. Dazu postet er Fotos und Videos, die stehende Züge und russische Drohnenangriffe zeigen sollen. Ein Zug auf der Strecke von Kiew nach Slawutytsch wurde in der Region Tschernihiw aufgrund drohender Streiks gestoppt. Das berichtet auch "Ukrainska Prawda". Auf einem Feld blieb der Zug stehen, die mehr als 100 Fahrgäste wurden demnach aufgefordert, den Zug zu verlassen.

+++ 12:15 Ukrainische Streitkräfte zerstören drei Raketenwerfer auf der Krim +++

Soldaten der ukrainischen Armee haben in Sovkhoznoye auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim gleich drei russische Raketenwerfer sowie ein Militärfahrzeug zerstört. Das teilt Robert Brovdi, ein Major der ukrainischen Streitkräfte, über die sozialen Medien mit. Die ukrainische Einheit griff den russischen Stützpunkt auf der Krim an und landete mehrfach Treffer, wobei Raketenwerfer vom Typ Tornado und Typ Smerch zerstört worden sein sollen. Laut Brovdi soll auch ein Treibstofftank getroffen worden sein, der daraufhin verbrannte. Dazu veröffentlicht der ukrainische Major ein Video, auf dem die Aktion gezeigt werden soll.

+++ 11:29 Ukrainischer Geheimdienst veröffentlicht Doku über langjährige Spionage +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst GUR veröffentlicht in den sozialen Medien einen Dokumentarfilm, der eine langjährige Spionage-Operation einer Agentin einer Spezialeinheit des GUR in der von Russland besetzten Stadt Enerhodar in der Region Saporischschja zeigen soll. Enerhodar und das dazugehörige Kernkraftwerk Saporischschja, das größte AKW Europas, sind seit Anfang März 2022 von russischen Truppen besetzt. Die GUR-Agentin Sweta soll unter russischem Pass die russischen Besatzer und die Kollaborateure observiert haben. Direkt vor den Augen des russischen Geheimdienstes FSB und der russischen Nationalgarde habe die Agentin wichtige Informationen über die Militärführung und deren Hauptquartier aufgedeckt und an den GUR weitergegeben, so der ukrainische Militärgeheimdienst. Einige dieser Ziele konnten die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben des GUR danach erfolgreich angreifen.

+++ 10:43 Ukraine meldet 442 russische Drohnenangriffe +++

Die Ukraine meldet erneut massenhafte russische Drohnenangriffe. Die meisten der 442 Flugobjekte seien zerstört worden, teilt die Flugabwehr mit. Trotzdem habe es auch Treffer gegeben, heißt es. Im Gebiet Mykolajiw im Süden der Ukraine melden die Behörden zehn Verletzte nach Drohnenangriffen. Im Gebiet Odessa am Schwarzen Meer berichten die Behörden von russischen Angriffen auf die Energieanlagen. Es komme deshalb zu Stromausfällen, so der Bericht.

+++ 09:55 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 insgesamt 1.295.830 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1360. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem acht Panzer, 65 Artilleriesysteme und 1948 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.820 Panzer, 39.001 Artilleriesysteme, 1337 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 204.060 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:58 Russland: Wieder ukrainischer Angriff auf Ölexport-Hafen an der Ostsee +++

Die Ukraine hat erneut den russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen. Der für den Ölexport wichtige Hafen sei beschädigt und ein Brand ausgelöst worden, teilt der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad mit (siehe Eintrag 07:00). Die Ukraine hatte zuletzt mehrfach die Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga attackiert. Die Öl-Verladung dort musste daraufhin wiederholt gestoppt werden. Die Ukraine verstärkt seit Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.

+++ 08:20 Bericht: 206.000 in der Ukraine getötete russische Soldaten identifiziert +++

Im Krieg gegen die Ukraine sind seit Februar 2022 mindestens 206.202 russische Soldaten getötet worden. Dies berichtet der russischsprachige Dienst der BBC und stützt sich dabei auf öffentlich zugängliche Daten, die die Journalisten gemeinsam mit Freiwilligen und dem oppositionellen russischen Portal "Mediazona" ausgewertet haben. Seit der letzten Aktualisierung der Medien Mitte März wurden die Namen von 2.896 russischen Soldaten zur Liste der Gefallenen hinzugefügt. Während der Kreml seine Opferzahlen nicht veröffentlicht, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Februar, dass seit Beginn des umfassenden russischen Krieges mindestens 55.000 ukrainische Soldaten gefallen seien.

+++ 07:47 ISW: Ukraine gewinnt Gebiete bei Slowjansk zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich Gebiete um Slowjansk in der Region Donezk zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:00 Gouverneur: Heftige ukrainische Drohnenangriffe auf Leningrad +++

In der Nacht wurde die russische Region Leningrad massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen. Das teilt der Gouverneur der westrussischen Region Leningrad, Alexander Drosdenko, auf Telegram mit. Im Hafen von Ust-Luga soll ein Brand ausgebrochen sein. Mindestens 31 Drohnen wurden abgeschossen, schreibt Drosdenko. Die Region Leningrad liegt im Nordwesten Russlands und ist etwa 1000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 06:22 Südkorea prüft Rohbenzin-Importe aus Russland +++

Südkorea zieht zur Sicherung seiner heimischen Industrie den Import von Rohbenzin aus Russland und anderen Ländern in Betracht. Hintergrund sei eine vorübergehende Lockerung der US-Exportkontrollen für russische Ölprodukte, sagte Finanzminister Koo Yun-cheol in einem Fernsehinterview. Bei seinem in den USA geplanten Investitionsprogramm im Umfang von 350 Milliarden Dollar erwäge das Land zudem, zunächst auf den Energiesektor zu setzen, erklärte der Minister weiter.

+++ 05:43 Nach Drohnenabschüssen: Baltische Staaten fordern von der Nato mehr Schutz +++

Lettland, Litauen und Estland geben nach dem Abschuss ukrainischer Drohnen auf ihrem Territorium eine gemeinsame Erklärung ab. Darin fordern sie die Nato auf, ihre Ostflanke und Luftverteidigung zu verstärken. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Regierungen Estlands, Lettlands und Litauens hervor. Darin versichern die Länder, dass sie weiterhin fest an der Unterstützung der ukrainischen Verteidigungsoperationen gegen Russland und des legitimen Rechts der Ukraine auf Selbstverteidigung festhalten.

+++ 04:45 Ukraine: Russische Panzerkolonne in Saporischschja gestoppt +++

Soldaten der 65. Separaten Mechanisierten Brigade der Streitkräfte der Ukraine haben nach eigenen Angaben einen russischen Großangriff mit einer Panzerkolonne in der Region Saporischschja vereitelt. Das meldet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Eintrag der 65. Brigade. Die Ukrainer haben demnach zehn Einheiten gepanzerter Fahrzeuge der russischen Angreifer vollständig zerstört und auch feindliche Infanterie eliminiert, die den Angriff anführte und versuchte, Fuß zu fassen.

+++ 01:55 Russische Behörden: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff auf Belgorod +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Der Zivilist sei in der Stadt Graiworon bei den kurz nacheinander folgenden Angriffen zweier Drohnen getötet worden, erklärt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram.

+++ 00:55 Selenskyj: Russen spionieren US-Militärbasen im Nahen Osten aus +++

Russland schickt dem Iran Satellitenbilder von US-Militäreinrichtungen im Nahen Osten. Das sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj unter Berufung auf aktuelle Geheimdienstberichte. Einige der Einrichtungen wurden in jüngster Zeit Ziel iranischer Angriffe, da sich der Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran in der gesamten Region ausweitet. Selenskyj, der sich derzeit im Rahmen einer Regionalreise zur Finalisierung von Verteidigungsabkommen mit mehreren Golfstaaten in Katar aufhält, teilt Reportern laut "Kyiv Independent" mit, dass Russland im Auftrag des Iran eine Reihe von Orten fotografiert habe.

+++ 23:12 Ukraine meldet 45 Angriffe auf Region Dnipropetrowsk +++

Am Nachmittag starteten russische Streitkräfte 45 Artillerie- und Drohnenangriffe auf zwei Bezirke in der Region Dnipropetrowsk, bei denen industrielle und zivile Infrastruktur beschädigt und Brände verursacht wurden. Dies berichtet Oleksandr Hanzha, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, laut Ukrinform auf Telegram. "Der Feind hat zwei Bezirke der Region 45 Mal mit Artillerie und Drohnen angegriffen", sagt Hanzha. Seinen Angaben zufolge brachen in Krywyj Rih infolge des russischen Angriffs Brände aus, und die industrielle Infrastruktur wurde beschädigt. Tote oder Verletzte gibt es bislang nicht.

+++ 21:49 Russische Stadt baut Schutzräume nach Angriffen auf Rüstungswerk +++

In Tscheboksary, Hauptstadt der russischen Republik Tschuwaschien, rund 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt, haben die Behörden mit dem Bau von elf Beton-Schutzräumen begonnen, um die örtliche Bevölkerung vor Luftangriffen zu schützen. Das berichtet der "Kyiv Independent". Anlass sind wiederholte Angriffe auf das Werk VNIIR-Progress, das GNSS-Empfänger und Antennen produziert, darunter Module für Drohnen und Raketen. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Regionen Russlands umgesetzt.

+++ 20:42 Russland plant Exportstopp für Benzin bis Ende Juli +++

Russland will ab dem 1. April den Export von Benzin bis Ende Juli stoppen. Nach Angaben von Vizepremier Alexander Nowak soll damit die Inlandsnachfrage gedeckt werden. Als Gründe nannte er Turbulenzen auf den globalen Energiemärkten infolge der Krise im Nahen Osten sowie starke Preisschwankungen bei Rohöl und Ölprodukten.

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