Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:04 Russlands Rohölproduktion fällt auf Ein-Jahres-Tief +++

12.06.2026, 00:01 Uhr

Russlands Rohlölproduktion ist im letzten Monat auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gesunken. Das meldet die Nachrichtenseite "Kyiv Independent" unter Berufung auf Daten der Opec. Im Mai förderten die russischen Produzenten demnach 9,009 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und damit 690.000 Barrel weniger als im Produktionsziel des Opec+-Abkommens vereinbart. Hintergrund dürften die ukrainischen Angriffe auf russische Energieinfrastruktur sein: Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg haben ukrainische Streitkräfte im Mai mindestens 31 Angriffe auf russische Raffinerien, Ölexportterminals und Pipeline-Infrastruktur durchgeführt, so viele wie noch nie seit Beginn der russischen Großangriffs auf das Nachbarland.

+++ 22:43 Ukraine: 50 russische Fahrzeuge bei Angriff auf Krim-Verbindung zerstört +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf die Brücke von Armiansk auf der Halbinsel Krim ausgeführt und dabei 50 russische Militärfahrzeuge zerstört. Das meldet das 1. separate Sturmregiment "Da Vinci" in den sozialen Netzwerken. Demnach waren die getroffenen Militärfahrzeuge mit Munition und Treibstoff beladen und sollten in der Nähe von Huliaipole in der Region Saporischschja eingesetzt werden. "Die wichtige Nachschubroute des Feindes ist vollständig blockiert", teilt das Regiment mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 22:07 Kiew: Ölraffinerie im Süden Russlands nach Angriff in Brand +++

In der Ölraffinerie Afipsky in der russischen Region Krasnodar ist laut ukrainischen Angaben nach einem Angriff ein Feuer ausgebrochen. "Den vorliegenden Daten zufolge wurde das Ziel erfolgreich getroffen, und in der Anlage brach ein Feuer aus", teilt der ukrainische Generalstab mit. Die Raffinerie ist eine der größten Erdölverarbeitungsanlagen in Südrussland.

+++ 21:34 Russische Behörden: Drei Tote nach ukrainischen Angriffen +++

Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben drei Menschen in Grenzgebieten getötet worden. Im Dorf Wosnessenowka nahe der Grenze sei eine ukrainische Drohne in einen Bus eingeschlagen, teilt der Krisenstab des Gebiets Belgorod mit. Dabei sei eine Frau getötet und elf weitere Personen verletzt worden. In der Region Brjansk seien bei einem ukrainischen Angriff in der an der Grenze liegenden Siedlung Belaja Berjoska zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilt der kommissarische Gebietsgouverneur, Jegor Kowaltschuk, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 20:50 Ukraine-Krieg zieht mit Erstem Weltkrieg gleich - Historiker sieht Parallelen +++

Seit 1568 Tagen tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine - und zieht damit mit dem Ersten Weltkrieg gleich. Der Historiker Jörn Leonhard sieht Parallelen zwischen beiden Kriegen. "Es gibt Parallelen, wobei man diese nicht mit Analogien verwechseln darf", sagt der Wissenschaftler im Interview mit ntv.de. "Die erste Parallele: Es ist offenkundig ein langer Krieg. Das klingt banal, ist es aber nicht. Lange Kriege sind besonders schwer zu beenden." Ein langer Krieg entwickle eigene Dynamiken – sei es durch eine Ausweitung auf andere Länder oder durch neue Technologien, die während des Krieges entwickelt würden. "Im Ersten Weltkrieg sehen wir das mit dem Einsatz von U-Booten oder dem Giftgaseinsatz, in der letzten Kriegsphase auch mit dem Einsatz von Bomberflugzeugen und Panzern", so Leonhard. "In der Ukraine ist es der Drohnenkrieg, der Einsatz von Robotern. Solche Dynamiken gibt es bei kurzen Kriegen nicht."

+++ 20:04 Kiew: Ukrainer sollen besetzte Gebiete verlassen +++

Die Ukraine verstärkt ihre Luftangriffe in den von Russland besetzten Teilen des Landes. Vor diesem Hintergrund ruft der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebietes Saporischschja seine Landsleute im russisch besetzten Teil der Region zur Flucht auf. Die Risiken für Zivilisten steigen, sagt Iwan Fedorow in einer Ansprache auf Telegram. Dafür nennt er zwei Gründe: Die ukrainischen Streitkräfte greifen in den Regionen Saporischschja und Cherson gezielt die militärische Infrastruktur der Besatzer und Versorgungswege der russischen Armee an. Die russische Armee setz mehr Kräfte ein, um die eigenen Objekte zu schützen.  "Ebendeswegen rufe ich alle dazu auf, die Entscheidung zur Ausreise nicht zu verschieben", sagt der Gouverneur.

+++ 19:15 Russland zeigt Drohnenabwehrsystem Zubr +++

Russland zeigt erstmals Aufnahmen seines automatisierten Drohnenabwehrsystems Zubr. In dem Clip der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass ist zu sehen, wie das System Luftziele bekämpft. Die Veröffentlichung der Aufnahmen erfolgt zeitgleich mit der Bestätigung des Rüstungskonzerns Rostec, wonach sich erste Zubr-Systeme bereits im Dienst befinden, um Russlands kritische Infrastruktur zu schützen.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.