Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 13:52 Hisbollah-Chef ruft zum Sturz der Regierung im Libanon auf +++

25.05.2026, 13:52 Uhr

Hisbollah-Chef Naim Kassim ruft im Libanon zum Sturz der Regierung auf. In einer Fernsehansprache sagt er, die Menschen hätten das Recht, gegen die Regierung auf die Straße zu gehen, wenn diese nicht in der Lage sei, die Souveränität des Landes zu sichern. Zugleich weist Kassim Forderungen nach einer Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah erneut zurück. Die Miliz werde ihre Waffen behalten, solange der libanesische Staat seine Schutzpflichten nicht erfüllen könne.

+++ 13:23 Israel fordert Bewohner von Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung auf +++

Die israelische Armee fordert die Bewohner von zehn Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung auf. Nach Angaben des arabischsprachigen Armeesprechers Avichai Adraee begründet Israel den Schritt mit Verstößen der Hisbollah gegen das Waffenruheabkommen. Die Menschen in den betroffenen Orten sollen sich demnach mindestens 1000 Meter von ihren Häusern entfernen und auf offene Flächen begeben. Die meisten der genannten Dörfer liegen in der Region Nabatäa.

+++ 12:52 Pakistans Premier zu Gesprächen in Peking +++

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharifim hat sich zusammen mit dem im Iran-Krieg vermittelnden pakistanischen Armeechef Asim Munir zu Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking aufgehalten. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurde Sharif von Staatschef Xi Jinping empfangen. Zuvor hatte er sich bereits mit Regierungschef Li Qiang getroffen. Auf Bildern des pakistanischen Fernsehens ist zu sehen, wie Sharif der chinesischen Regierung für die "Förderung des Friedens" in der Golfregion dankte. "Die Dinge bewegen sich in die richtige Richtung", fügte Sharif im Hinblick auf die diplomatischen Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung hinzu.

+++ 12:17 Libanons Präsident fordert vollständigen Rückzug Israels +++

Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnet den Rückzug Israels aus dem Süden seines Landes als "nicht verhandelbare" Forderung in den Gesprächen mit dem Nachbarland. "Die israelischen Angriffe haben nicht aufgehört und unsere Dörfer im Süden leiden noch immer unter der erneuten Besatzung", erklärt Aoun. Der Libanon werde diese Realität nicht akzeptieren. "Der Weg zu einem vollständigen israelischen Rückzug bleibt eine unumstößliche und beständige nationale Forderung, an deren Verwirklichung der libanesische Staat durch Verhandlungen arbeitet."

+++ 11:15 Iran sieht Annäherung bei Gesprächen mit den USA – Abkommen wird dauern +++

Bei Gesprächen über eine mögliche Absichtserklärung erzielt der Iran nach eigenen Angaben in vielen Punkten Einvernehmen mit den USA. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehe, sagt Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Der Iran verhandle über ein Ende des Krieges und erörtere derzeit keine Nuklearfragen. Zudem erschwerten wechselnde Positionen von US-Vertretern eine Einigung.

+++ 10:21 Irans Chefunterhändler Ghalibaf erneut zum Parlamentspräsidenten gewählt +++

Der iranische Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Mohammad Bagher Ghalibaf, wird erneut zum Parlamentspräsidenten des Landes gewählt. Dies meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars.

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Seit 2020 ist Ghalibaf Sprecher des iranischen Parlaments. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

+++ 10:02 Bericht: Iran soll Aufgabe von hochangereichertem Uran zugestimmt haben +++

Einem Bericht zufolge soll es essentielle Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges geben. Der Iran soll zugesagt haben, seine Bestände an hochangereichertem Uran aufzugeben, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter. Die genaue Umsetzung werde "in einer späteren Verhandlungsrunde über das iranische Atomprogramm" diskutiert. Laut den iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim gibt es keine derartige grundsätzliche Zusage aus Teheran. "Der Iran ist in dieser Vereinbarung keine Verpflichtung eingegangen, Bestände von atomarem Material auszuhändigen, Ausrüstung zu entfernen, Anlagen zu schließen oder auch nur keine Atombombe zu bauen", schreibt Fars. Für Israel und die USA gehört es zu den wichtigsten Punkten des Abkommens, dass der Iran am Bau von Atomwaffen gehindert wird - die Zusage des Irans wäre damit ein entscheidendes Element der Vereinbarung.

+++ 09:12 Diskussion um Kerosinmangel verunsichert Reisende +++

Die Diskussion um einen drohenden Kerosinmangel wegen des Iran-Kriegs verunsichert Reisende in Deutschland. Bei einer Umfrage gab fast jeder Fünfte an, deswegen selbst bereits einen Flug storniert, umgebucht oder eine Stornierung durch die Airline erlebt zu haben. Die Umfrage hat der Abrechnungsdienstleister SAP Concur in Auftrag gegeben. Eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent der Befragten hat das Reiseverhalten wegen drohender Probleme bereits geändert. Knapp die Hälfte (46 Prozent) weicht auf Bahn oder Auto aus, 39 Prozent buchen früher und 31 Prozent haben entsprechende Reiseentscheidungen erst einmal aufgeschoben.

+++ 07:43 Israelischer Soldat im Süden des Libanon getötet +++

Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 19-Jährige sei "im Kampf gefallen", teilt die israelische Armee am Montag mit. Ein weiterer Soldat sei bei dem Vorfall schwer verletzt worden. Der 19-Jährige ist der 23. israelische Soldat, der seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs getötet wurde. Zudem wurde ein Zivilbeschäftigter der israelischen Armee getötet.

+++ 06:54 Rubio: Einigung mit Iran noch am Montag möglich +++

US-Außenminister Marco Rubio schließt eine Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs noch am Montag nicht aus - allerdings nur unter Berücksichtigung des Selbstverteidigungsrechts Israels. "Wir hatten gestern Abend gedacht, dass wir Neuigkeiten haben, vielleicht auch heute, ich würde da nicht allzu viel hineininterpretieren", sagt Rubio. Derzeit liege "ein ziemlich solides Ding auf dem Tisch hinsichtlich seiner Fähigkeit, die Meerengen zu öffnen", fügt Rubio offenbar mit Blick auf die Straße von Hormus hinzu. Die Vereinbarung bekomme "viel Unterstützung" aus der Golfregion, da alle betroffenen Staaten sähen, dass sie "sehr vernünftig" sei und umgesetzt werden sollte. Der US-Chef-Diplomat macht deutlich, dass Israel "immer das Recht" habe, "sich selbst zu schützen". Wenn also die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon Raketen auf Israel abfeuere oder abzufeuern drohe, habe Israel "jedes Recht, darauf zu reagieren", sagt Rubio vor seiner Weiterreise ins nordindische Agra vor Journalisten.

+++ 05:34 Trotz Iran-Krieg: 1,5 Millionen Pilger reisen nach Saudi-Arabien +++

Trotz des Iran-Kriegs sind nach Angaben der saudi-arabischen Behörden mehr als 1,5 Millionen Pilger aus dem Ausland zum Hadsch angereist. Hunderttausende Gläubige nehmen heute in Mekka an der muslimischen Pilgerfahrt teil. Das mehrtägige Großereignis in der saudi-arabischen Stadt gehört zu den fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, ist angehalten, mindestens einmal im Leben an der Pilgerfahrt teilzunehmen. Dabei schreiten die Gläubigen um die Kaaba, ein würfelförmiger Bau im Zentrum der Großen Moschee, und absolvieren eine Reihe von religiösen Ritualen.

+++ 03:16 Nach monatelanger Blockade: Weitere Tanker verlassen Straße von Hormus +++

Nach monatelanger Blockade wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran haben weitere Tanker die Straße von Hormus verlassen. Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ist auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von Kpler hervorgeht. Bereits am Samstag verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe saßen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem Monat über eine vom Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen.

+++ 01:00 Beirut: Zwei Tote und zehn Verletzte bei neuen israelischen Angriffen +++

Bei neuen israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Rettungssanitäter von der Hisbollah-nahen Organisation Islamisches Gesundheitskomitee, teilt das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Bei den Angriffen in der Gemeinde Arab Salim im Bezirk Natabieh seien weitere zehn Menschen verletzt worden, darunter sechs Nothelfer.

+++ 23:42 Insider: Israel pocht bei US-Iran-Deal auf Handlungsfreiheit im Libanon +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump auf Handlungsfreiheit im Libanon gepocht. Dies habe Netanjahu am Samstag in einem Gespräch über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran betont, verlautet aus israelischen Regierungskreisen. Trump habe dieses Prinzip unterstützt und auf der Plattform Truth Social mitgeteilt, das Telefonat sei "sehr gut" verlaufen. Am Samstag hatte die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon mitgeteilt, die Islamische Republik fordere, den Libanon in einen möglichen Waffenstillstand mit einzubeziehen.

+++ 22:05 Berater: Kontrolle über Straße von Hormus ist Irans Recht +++

Die Kontrolle über die Straße von Hormus ist nach den Worten eines militärischen Beraters des geistlichen Oberhaupts des Iran das legale Recht Teherans. Dies diene der Gewährleistung der nationalen Sicherheit, erklärt Mohsen Resai. "Die iranische Verwaltung der Straße von Hormus beendet 50 Jahre der Unsicherheit im Persischen Golf", zitieren iranische Nachrichtenagenturen den Berater von Ajatollah Ali Chamenei.

+++ 21:11 Elf Tote bei Angriff Israels auf Südlibanon +++

Trotz der geltenden Waffenruhe greift Israel den Süden und Osten des Libanon erneut an, nachdem am Vortag bei israelischen Angriffen elf Menschen getötet worden waren. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilt, sind unter den Todesopfern des Angriffs vom Samstag auf das Dorf Sir al-Garbije sechs Frauen und ein Kind. Zudem seien neun Menschen verletzt worden, darunter vier Kinder und eine Frau. Israel rechtfertigt seine Angriffe im Libanon damit, dass es gegen die proiranische Hisbollah-Miliz vorgehe, die ihrerseits weiterhin Israel angreift.

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