Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:30 Selenskyj dringt auf Stärkung der Luftverteidigung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine Stärkung der Verteidigung seines Landes. Zugleich wirbt er für eine diplomatische Lösung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges. "Diplomatie und echte Hilfe müssen Hand in Hand gehen", schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X. "Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen." Das Gespräch fand vor einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris statt, die aktuell tagt.
+++ 17:41 Himars-Angriff zerstört russischen Konvoi bei Pokrowsk +++
Eine ukrainische Artillerieeinheit hat mit einer Himars-Rakete eine Gruppe russischer Soldaten und Fahrzeuge in der Nähe von Pokrowsk ausgeschaltet. Das berichtet die ukrainische Journalistin Julia Kirijenko. Demnach lokalisierte eine Aufklärungsdrohne des 425. Angriffsregiments "Skala" den russischen Militärkonvoi und dessen Personal und passte das Feuer entsprechend an. Ein veröffentlichtes Drohnenvideo zeigt, wie eine Rakete mit hoher Präzision die Gruppe trifft. Berichten zufolge sollen mindestens zehn russische Soldaten getötet oder schwer verwundet worden sein. Laut Kirijenko fand der Angriff mit dem Raketenwerfer Himars südlich von Pokrowsk in der Nähe von Nowopawliwka statt. Militärbeobachter konnten den genauen Ort lokalisieren. Er befindet sich sieben Kilometer von der aktuellen Frontlinie entfernt auf russisch besetztem Gebiet.
+++ 16:49 Selenskyj dringt auf Stärkung der Luftverteidigung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine Stärkung der Verteidigung seines Landes gegen Russland gesprochen. Zugleich wirbt er für eine diplomatische Lösung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges. "Diplomatie und echte Hilfe müssen Hand in Hand gehen", schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X. "Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen." Das Gespräch fand vor einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris statt, einem Bündnis von Unterstützern der Ukraine.
+++ 16:13 Offizier: Russische Spione tarnen sich in Norwegen als Fischer und Touristen +++
Spione des Kreml geben sich einem norwegischen Offizier zufolge als Fischer und Touristen aus, um in der norwegisch-russischen Grenzregion Spionage zu betreiben. Der Kommandeur, der im Sommer aufgestellten Finnmarkbrigade, John Olav Fuglem, sagt dem schwedischen Sender SVT, dass russische Agenten bei der Ankunft in der Hafenstadt Kirkenes angetroffen worden seien. "Wir sehen hier oben eine größere Bedrohung, und zwar hauptsächlich Spionage und Informationsbeschaffung", so Fuglem. "Wenn man hier lebt, wird man etwas aufmerksamer. Und man bemerkt schnell, wenn Leute mit einem anderen Dialekt herumlaufen und Fotos machen, wenn sie sich an Orten aufhalten, an denen sie nicht sein sollten, oder wenn sie sich an Orten aufhalten, die für uns wichtig sind. Das fällt uns auf." Norwegen teilt sich im äußersten Norden des Landes eine fast 200 Kilometer lange Landgrenze mit Russland.
+++ 15:40 Söder: Keine deutschen Wehrpflichtigen in die Ukraine +++
CSU-Chef Markus Söder schließt die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine nach einem Waffenstillstand im Krieg mit Russland nicht aus. Der Einsatz von Wehrdienstleistenden kommt für ihn allerdings nicht infrage. "Auf keinen Fall Wehrpflichtige. Das wäre der falsche Weg", sagt der bayerische Ministerpräsident zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im Kloster Seeon. Was Söder sagt, entspricht der aktuellen Praxis: Junge Leute, die sich für den freiwilligen Wehrdienst entscheiden, werden auch jetzt schon nur dann in Auslandseinsätze geschickt, wenn sie sich selbst dazu verpflichten. Söder betont auch, dass der Einsatz ukrainischer Soldaten zur Sicherung des eigenen Landes Priorität haben müsse. Dazu sollten auch ukrainische Flüchtlinge aus Deutschland in die Ukraine zurückgeführt werden.
+++ 15:01 Gipfeltreffen-Entwurf: USA sollen Überwachung eines Ukraine-Waffenstillstands leiten +++
Im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine sollen die USA dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. Die USA verpflichteten sich zudem, eine geplante, von Europa angeführte internationale Truppe in der Ukraine "für den Fall" eines neuen Angriffs Russlands auf die Ukraine zu unterstützen, heißt es in dem Entwurf einer Abschlusserklärung des internationalen Ukraine-Gipfeltreffens in Paris. Die USA würden die internationale Truppe zudem bei der Aufklärung und der Logistik unterstützen.
+++ 14:28 Ukraine: Haben Öllager und Arsenal in Russland angegriffen +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Langstreckendrohnen ein Öllager in der russischen Oblast Lipezk beschossen. Auch ein Raketen- und Munitionsarsenal in der Kleinstadt Neja in der Oblast Kostroma sei getroffen worden, teilt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit. In dem Öldepot sei infolge der Angriffe ein Feuer ausgebrochen, in dem Arsenal habe es starke Explosionen gegeben. Die beiden Gebiete liegen nicht direkt an der Grenze zur Ukraine, sondern weiter im Inneren Russlands.
+++ 13:48 Russland verweigert 28 Kanadiern die Einreise +++
Russland verbietet 28 kanadischen Staatsangehörigen auf unbestimmte Zeit die Einreise. Dies schreibt die staatliche Agentur Tass unter Berufung auf das Außenministerium in Moskau. "Als Reaktion auf die zuvor von Ottawa angekündigten unrechtmäßigen antirussischen Einreisebeschränkungen wird gegen 28 kanadische Staatsbürger, deren Aktivitäten in pro-Bandera-Organisationen darauf abzielen, die derzeit vom Kiewer Regime vertretene kriminelle neonazistische Ideologie zu fördern, ein dauerhaftes Einreiseverbot verhängt", schreibt das Ministerium. Mit "Kiewer Regime" meint Moskau die regulär gewählte ukrainische Regierung. Bei den Wahlen 2019 sank die Zahl der rechtsextremistischen Parteien um 4,3 Prozentpunkte von knapp über einer Million Stimmen auf rund 315.000 Stimmen.
+++ 13:15 Ukrainische F-16-Piloten: "Dieser Krieg ist grundlegend anders" +++
Die Luftkampftaktiken, die ukrainischen Piloten während ihrer F-16-Ausbildung im Ausland beigebracht wurden, entsprechen einem ukrainischen Piloten zufolge nicht vollständig den Realitäten des Krieges gegen Russland. Wie die "Kyiv Post" schreibt, zwang dies die Piloten, in der Nähe der Front ihre eigenen Methoden zu entwickeln. In einem von der ukrainischen Luftwaffe veröffentlichten Video sagt der Pilot demnach, dass die Ausbildung auf Konflikten basiere, die von den Partnern der Ukraine in der Vergangenheit geführt wurden, und die Intensität und die Bedingungen des aktuellen Krieges nicht berücksichtige. "Nach unserer Rückkehr nach Hause wurden wir mit der Realität konfrontiert", sagt er. "Die Taktiken, die uns beigebracht wurden, waren für den Krieg, den wir führen, nicht vollumfänglich geeignet. Dieser Krieg ist grundlegend anders."
++ 12:40 Entwurf: Koalition der Willigen plant verbindliche Sicherheitsgarantien +++
Die Unterstützerstaaten aus der Koalition der Willigen wollen der Ukraine nach einer Beendigung des Krieges für den Fall eines künftigen russischen Angriffs verbindliche Sicherheitszusagen geben. Dies geht aus dem Entwurf für eine Erklärung des Gipfeltreffens der Staaten in Paris hervor. Demnach sollen die Garantien "verbindliche Zusagen zur Unterstützung der Ukraine im Falle eines künftigen bewaffneten Angriffs durch Russland umfassen, um den Frieden wiederherzustellen". Diese Zusagen könnten den Einsatz militärischer Fähigkeiten, nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung, diplomatische Initiativen sowie die Verhängung zusätzlicher Sanktionen beinhalten. Die Erklärung soll noch auf dem Gipfeltreffen im Laufe des Tages beschlossen werden.
+++ 12:04 Kiew: Russland kann Arktishäfen nicht warten - mit Folgen für Nordostpassage +++
Russland verfügt ukrainischen Angaben zufolge nicht über die Kapazitäten, um seine Arktishäfen ordnungsgemäß zu warten und instand zu halten. Wie der ukrainischen Auslandsgeheimdienst schreibt, untergräbt dies Moskaus Pläne, die Nordostpassage zu einem vollwertigen Transportkorridor zu machen. "Allein in den nächsten fünf Jahren müssen die Häfen entlang der Nordostpassage um insgesamt 60 Millionen Kubikmeter vertieft werden", heißt es. Ähnliche Arbeiten seien auch in Häfen anderer russischer Regionen Russlands erforderlich. Theoretisch rechne Moskau zwar mit der Beteiligung Chinas am Ausbau der nördlichen Hafeninfrastruktur. Die Interessen Pekings seien jedoch grundsätzlich andere: "Die Volksrepublik China ist an einem ununterbrochenen Transit über die gesamte Route der Nordostpassage interessiert und nicht am Ausbau einzelner russischer Häfen als Logistikzentren. In den kommenden Jahren bedeutet dies eine einfache Realität: Große Schiffe werden vorbeifahren, ohne anzuhalten."
+++ 11:37 Toter in Twer: Russische Behörden berichtigen sich +++
Nun also doch kein Toter durch eine ukrainische Drohne? In der westrussischen Stadt Twer soll ein Mensch nach Angaben örtlicher Behörden durch eine Gasexplosion - und nicht nach einem ukrainischen Angriff - ums Leben gekommen sein. Das hätten Ermittlungen ergeben, erklärt der Regionalgouverneur Witali Korolew bei Telegram. "Anfangs war fälschlicherweise die Folge eines Drohnenabsturzes vermutet worden, da zu diesem Zeitpunkt tatsächlich Maßnahmen zur Abwehr eines Angriffs in der Region ergriffen wurden", fügt er hinzu (siehe Eintrag um 06:58). Twer liegt etwa 180 Kilometer von Moskau entfernt.
+++ 11:05 Flieht Iran-Oberhaupt nach Moskau? "Wäre für Putin eine weitere Niederlage" +++
Im Iran kommt es zunehmend zu schweren Protesten gegen das Regime in Teheran. Nun erwägt der geistliche und politische Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, offenbar eine Flucht nach Russland, sollten sich die Proteste intensivieren. Warum das eine "weitere Niederlage für Putin wäre", weiß ntv-Reporter Rainer Munz.
+++ 10:34 20-jähriger Achmat Kadyrow soll jetzt auch tschetschenischer Vize-Ministerpräsident sein +++
Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow soll seinen 20-jährigen Sohn Achmat zum amtierenden stellvertretenden Ministerpräsidenten der Republik ernannt habe. Wie Kavkaz.Realii schreibt, behält er zugleich sein Amt als Sportminister. Laut Ramsan Kadyrow sollen diese Änderungen auf Wunsch von Premierminister Magomed Daudow erfolgen. Das Staatsoberhaupt gab dem Bericht zufolge die neuen Ernennungen auf seinem Telegram-Kanal bekannt und bezeichnete sie als "geringfügige Personalveränderungen". Es ist unklar, ob die Ernennung von Kadyrows Sohnes mit dessen schlechtem Gesundheitszustand zusammenhängt. Am Silvesterabend berichtete die "Nowaja Gazeta Europa", Kadyrow sei über Weihnachten in Moskau ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dies wurde bisher nicht offiziell bestätigt. Neben Achmat Kadyrow bekleiden noch mehrere Verwandte des Regionalchefs Ämter in der tschetschenischen Regierung, insgesamt sind Berichten zufolge etwa 100 Mitglieder seiner Familie mit der Macht verbunden – damit ist er in Russland Rekordhalter; an zweiter Stelle steht Präsident Wladimir Putin: In dessen Dynastie sollen mehr als 20 Verwandte Führungspositionen bekleiden.
+++ 09:55 Folgen ukrainischer Angriffe auch in Belgorod und Lipezk zu spüren +++
Laut dem Gouverneur der Region Belgorod sollen dort zwei Menschen bei verschiedenen Schlägen in Grenznähe zur Ukraine getötet worden sein. Dies schreibt Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Russische Telegram-Kanäle berichten unter Berufung auf Augenzeugen außerdem von Explosionen in mehreren Regionen Russlands. Der Gouverneur des Gebietes Lipezk, Igor Artamonow, schreibt bei Telegram von einem Brand auf einem Fabrikgelände im Kreis Usman nach einem Drohnenangriff, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor gab es bereits Berichte über Auswirkungen von ukrainischen Angriffen bei Tver und Woronesch (siehe Eintrag um 08:26 und 06:58).
+++ 09:24 Kremltreue Blogger: "Vielleicht sollten wir US-Generäle und Planer einstellen?" +++
Russische Blogger äußern sich bewundernd zur US-Aktion in Venezuela, verbunden mit Kritik an der Kriegsführung in der Ukraine. "Die Amerikaner in Venezuela kopieren die Aktionen der russischen Spezialeinheiten während der ersten Stunden der 'militärischen Sonderoperation' in Hostomel im Jahr 2022", zitiert das unabhängige russische Portal "Meduza" den kremltreuen Blogger Juri Kotenok. "Im Gegensatz zur Operation in Hostomel stoßen die Amerikaner jedoch auf keinen nennenswerten Widerstand." Beim Blog "Two Majors" heißt es, wie "Meduza" ausführt: "Spaß beiseite, und ohne unnötige Ehrfurcht vor den Amis haben sie die Operation kompetent durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass sie das ohne Verräter im eigenen Land geschafft haben - Maduro lebte ja nicht gerade in einem Bungalow." Und weiter: "So war wahrscheinlich auch unsere eigene 'militärische Spezialoperation' ursprünglich gedacht: schnell, spektakulär und effektiv." Ähnlich der Ton beim Telegram-Kanal "Rufzeichen Osetin", der den Krieg unterstützt: "Sie haben gleich am ersten Tag den Präsidenten eines anderen Landes und seine Familie gefangen genommen... Und jetzt sind wir hier – und kämpfen schon im vierten Jahr." Der Telegram-Kanal der paramilitärischen Gruppe Rusich stellt offenbar gar die ketzerische Frage: "Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir amerikanische Generäle und Planer einstellen, um Russland zu dienen?"
+++ 08:56 Frühere kanadische Außenministerin nimmt Beraterposten für Selenskyj an +++
Die frühere kanadische Außen- und Finanzministerin Chrystia Freeland wird sich eigenen Angaben zufolge aus dem kanadischen Parlament zurückziehen und eine Rolle als wirtschaftliche Beraterin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj annehmen. "Die Ukraine steht an vorderster Front im heutigen globalen Kampf für Demokratie, und ich begrüße diese Gelegenheit, als unbezahlte Wirtschaftsberaterin von Präsident Selenskyj einen Beitrag leisten zu können", erklärt Freeland bei X. Freeland, die ukrainische Wurzeln hat, fungierte zuletzt als Sonderbeauftragte des kanadischen Premierministers Mark Carney für den Wiederaufbau der Ukraine.
+++ 08:26 Russische Behörden melden gestörten Zugverkehr in Woronesch +++
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben der örtlichen Behörden den Zugverkehr in der russischen Region Woronesch gestört und eine Infrastrukturanlage leicht beschädigt. Verletzte gibt es demnach nicht. Der Zugverkehr sei nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen worden, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, bei Telegram mit.
+++ 07:59 Ukrainische Drohnen in mehr als 20 russischen Regionen unterwegs +++
Laut dem russischen Verteidigungsministerium fängt die Luftverteidigung des Landes in der Nacht 129 ukrainische Drohnen ab. Die Drohnen werden demnach über mehr als 20 russischen Regionen abgefangen, eine unüblich weite Verteilung. In den Grenzregionen Brjansk und Belgorod sollen jeweils 29 und 15 ukrainische Drohnen abgefangen worden sein.
+++ 07:30 Ukraine: Russischer Kriegsgefangener wird mit Bodenroboter transportiert +++
Kämpfer der Spezialeinsatztruppe Alpha des Geheimdienstes der Ukraine setzten Berichten zufolge ein Bodenrobotersystem ein, um einen gefangenen russischen Soldaten zu transportieren. Dies schreibt die "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf DevDroid, ein ukrainisches Tech-Verteidigungsunternehmen. Demnach wurde der gefangengenommene russische Soldat mit einem DevDroid TW 12.7-Bodensystem transportiert. Laut dem Unternehmen sollen Kämpfer der Spezialeinsatztruppe ebenfalls Bodenrobotersysteme einsetzen, um Lebensmittel und Munition an Stellungen zu liefern und Kampfhandlungen durchzuführen.
+++ 06:58 Russland berichtet von Angriff auf Twer +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Twer wird nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet. Zwei weitere Menschen werden verletzt, teilt das Büro des Gouverneurs mit. Trümmerteile der Drohne schlagen demnach in einer Wohnung im neunten Stock eines Gebäudes in der Stadt Twer ein und lösen ein Feuer aus. Anwohner werden evakuiert.
+++ 06:30 Merz: "Transatlantische Zusammenarbeit hat sich tiefgreifend verändert" +++
In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD zum Jahresauftakt sichert Bundeskanzler Friedrich Merz der Ukraine erneut anhaltende Unterstützung zu. Mit dem Beschluss zur Nutzung des in der EU eingefrorenen russischen Vermögens seien die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um der Ukraine noch lange in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland beizustehen. "Russland darf an unserer Entschlossenheit keinen Zweifel haben", schreibt der Kanzler. Gleichzeitig betont er, dass die Bundesregierung sich weiter für einen baldigen Waffenstillstand einsetzen werde, der die Souveränität der Ukraine wahre. "Unsere diplomatische Arbeit leisten wir dabei unter schwierigen Bedingungen. Russland zeigt nur geringe Verhandlungsbereitschaft, Präsident Selenskyj ringt um die Einigkeit der Ukrainer, und die transatlantische Zusammenarbeit hat sich tiefgreifend verändert."
+++ 06:12 Darum geht es beim Ukraine-Treffen in Paris +++
Die westlichen Unterstützer wollen heute mit Vertretern der USA in Paris über die Ukraine beraten. Bei dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen, bei dem Vertreter aus 35 Ländern erwartet werden, soll es im Detail darum gehen, wie ein Waffenstillstand überwacht und abgesichert werden könnte. Auch über eine angedachte multinationale Truppe zur Absicherung eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine will man sprechen. Daneben wollen die Länder über die Unterstützung der ukrainischen Armee, die langfristige Zusammenarbeit mit der Ukraine beim Thema Verteidigung und die Unterstützung des Landes im Falle neuer Angriffe beraten. Ein genauer Ablauf des Treffens ist noch nicht bekannt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dürfte im Anschluss bei einer Pressekonferenz über die Ergebnisse informieren.
+++ 05:42 Kiew: Russland beschoss US-Unternehmen in Dnipro mit Absicht +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, der russische Angriff auf ein Werk des US-Unternehmens Bunge in der Stadt Dnipro sei kein Zufall gewesen, und betont, dass Russland systematisch amerikanische Unternehmen in der Ukraine angreife. Sybiha schreibt auf X, dass der gezielte russische Angriff eine zivile Sonnenblumenölproduktionsanlage in Dnipro, die dem bekannten US-Unternehmen Bunge gehört, schwer beschädigt habe. "Dieser Angriff war kein Versehen - er war vorsätzlich, da die Russen mehrfach versucht haben, diese Anlage anzugreifen", betont der ukrainische Außenminister.
+++ 04:46 Cherson nach russischem Beschuss ohne Strom +++
Cherson ist aufgrund russischen Beschusses teilweise ohne Strom. Spezialisten haben bereits mit Notfallreparaturen begonnen. Dies berichtet Yaroslav Shanko, der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Cherson, laut Ukrinform auf Telegram. "Nach einer weiteren Runde russischer Bombardierungen ist Cherson teilweise ohne Stromversorgung", heißt es in der Meldung. Zuvor beschossen russische Truppen das Gelände eines Krankenhauses im Dniprowskyi-Bezirk von Cherson und verletzten dabei zwei Personen, darunter einen medizinischen Mitarbeiter.
+++ 03:45 Bericht: USA wollen Öltanker unter russischer Flagge vor Venezuela festsetzen +++
Die US-Streitkräfte planen, einen mit Sanktionen belegten, unter russischer Flagge fahrenden Öltanker abzufangen, der mit dem venezolanischen Ölhandel in Verbindung steht. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf CBS News. Das betreffende Schiff, ehemals "Bella 1", ist demnach bekannt für seine Beteiligung am Rohölhandel zwischen Iran und Venezuela. Am 20. Dezember umging es auf dem Weg nach Venezuela eine US-Blockade sanktionierter Öltanker, indem die Besatzung der US-Küstenwache den Zutritt verweigerte. Diese Weigerung führte schließlich zur Verfolgung des Schiffes durch die USA im Atlantik. Daraufhin sei die Bella 1 in Marinera umbenannt worden und tauchte in einem russischen Schiffsregister mit Sotschi als Heimathafen auf. Die Besatzung habe eine russische Flagge auf das Deck gemalt. Eine offizielle Bestätigung der US-Regierung für die Beschlagnahmungspläne gibt es nicht.
+++ 01:56 Grenzschutz: Russen änderten Taktik in Charkiw und Sumy +++
Die Grenzgebiete der Regionen Sumy und Charkiw sind derzeit dem intensivsten Beschuss durch russische Streitkräfte ausgesetzt. Dies erklärt der Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, Andrij Demtschenko, in einer TV-Sendung. "Derzeit werden die heftigsten Beschussangriffe in den Regionen Sumy und Charkiw verzeichnet. Gleichzeitig finden in der Region Tschernihiw zwar weniger intensive, aber dennoch täglich Beschussangriffe durch den Terrorstaat statt", sagt Demtschenko laut Ukrinform. Er merkt an, dass Russland nun häufiger unbemannte Luftfahrzeuge einsetzt, insbesondere FPV-Drohnen und Munitionsabwurfdrohnen. Seinen Angaben zufolge dominierte Ende 2024 der Artilleriebeschuss, doch Russland habe seine Angriffstaktik seither geändert.
+++ 00:36 Selenskyj: In drei Monaten 90.000 Russen getötet +++
Die ukrainische Armee hat in den vergangenen drei Monaten mehr als 90.000 russische Soldaten getötet, verkündete Präsident Wolodymyr Selenskyj am 5. Januar nach einem Treffen mit dem Minister für digitale Transformation, Mychailo Fedorow, der voraussichtlich bald das Verteidigungsministerium leiten wird. Selenskyj und Fedorow erörterten die möglichen Änderungen, die der Minister in seiner neuen Funktion umsetzen wird. Laut Selenskyjs Erklärung wird Fedorow voraussichtlich innerhalb einer Woche Entscheidungsentwürfe zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit vorlegen.
+++ 23:14 Rheinmetall und MBDA forcieren Laserwaffen-Entwicklung +++
Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA Deutschland üben sich im Schulterschluss, um in ihrem Laserwaffen-Geschäft voranzukommen. Man wolle im ersten Quartal 2026 ein Gemeinschaftsunternehmen für Marine-Laser-Aktivitäten gründen, teilten die Unternehmen in Düsseldorf und Schrobenhausen mit. Die Firmen kooperieren bereits seit 2019, ein Demonstrator - also eine Laserwaffe im Erprobungsstadium - wurde zusammen entwickelt. Er wurde ein Jahr auf einem deutschen Marineschiff eingesetzt, inzwischen ist es zur weiteren Erprobung an Land gebracht worden - und zwar an einen Bundeswehr-Standort in Meppen. Von 2029 an soll das Produkt marktreif und damit regulär einsatzbereit sein.
+++ 22:06 Merz, Selenskyj und Witkoff nehmen an Ukraine-Gesprächen in Paris teil +++
Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens im Ukraine-Konflikt werden Bundeskanzler Friedrich Merz, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und mehrere weitere Staats- und Regierungschefs am Dienstagnachmittag in Paris erwartet. Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen an. In den Gesprächen werde es um die anhaltende Unterstützung für die Ukraine und die Fragen nach einem Erreichen eines Waffenstillstandes gehen, heißt es in Berlin.
+++ 21:34 Russland nutzt Eisbrecher-Tanker, um Sanktionen zu umgehen +++
Russland nutzt seinen einzigen Eisbrecher-Tanker, um den Export von Flüssigerdgas (LNG) aus dem sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 in der Arktis während des gesamten Winters fortzusetzen. Dafür verwendet Russland den Tanker Christophe de Margerie, berichtet Bloomberg. Dieser habe im Laufe des Tages zum dritten Mal an der Anlage seit dem 20. Dezember angelegt. Im Winter wird das Eis rund um die Arctic LNG 2-Anlage zu dick, sodass herkömmliche Schiffe die Anlage nicht mehr erreichen können.
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