Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:31 Selenskyj schlägt Treffen mit Putin bei G7-Gipfel vor +++

15.06.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, sagt Selenskyj vor der Presse bei seinem Besuch des durch einen Angriff beschädigten Höhlenklosters in Kiew. Einem Insider zufolge hat Selenskyj den Vorschlag den USA und Frankreich sowie Russland vorgelegt, habe von der russischen Seite aber keine klare Antwort erhalten.

+++ 13:58 Kiew gibt Details von Militärreform bekannt +++

Das ukrainische Verteidigungsministerium nennt neue Einzelheiten der geplanten Militärreform. Demnach sind höhere Soldzahlungen für Frontsoldaten, neue Vertragsregelungen und die schrittweise Demobilisierung einiger langjähriger Soldaten vorgesehen. In einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung teilt das Ministerium mit, dass Soldaten, die auf dem Schlachtfeld größeren Risiken ausgesetzt sind, im Rahmen der neuen Reformen eine höhere Vergütung und bessere Sozialleistungen erhalten werden. "Zum ersten Mal wird im ukrainischen Militär ein Grundsatz eingeführt: Je mehr Risiko man eingeht, desto mehr erhält man", so das Ministerium. Die schrittweise Demobilisierung von Soldaten, die seit 2014 und seit 2022 dienen, soll gemäß den Anweisungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj voraussichtlich bis Ende des Jahres beginnen.

+++ 13:25 Unesco entsetzt nach Angriff auf Weltkulturerbe +++

Die Unesco verurteilt den Angriff auf die Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew. Dieser habe "erhebliche Schäden am Äußeren und Inneren der Mariä-Entschlafens-Kathedrale verursacht", so die UN-Organisationbei X. "Die Unesco verurteilt Angriffe auf Kulturgüter, Bildungseinrichtungen, Studierende, Lehrkräfte und Medienschaffende, die unter dem Schutz des Völkerrechts stehen." Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben russische Drohnenangriffe den Brand verursacht. "Es wurde bestätigt, dass zwei russische Drohnen gezielt" den Bereich der ukrainischen Hauptstadt angegriffen hätten, in dem sich die Mariä-Entschlafens-Kathedrale befinde, so Selenskyj in Onlinediensten. Er sagt zugleich den Wiederaufbau der Kathedrale zu.

+++ 12:48 Selenskyj besteigt Dach der beschädigten Kathedrale - und kündigt Antwort an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht ein Video, das ihn zeigt, wie er das Dach der beschädigten Kathedrale in Kiew besteigt und die Schäden dort besichtigt. Auf eine entsprechende Frage hin erklärt er, dass es eine Antwort für Russland geben werde: "Wir werden noch mehr sagen." Laut Selenskyj ist es kein Zufall, dass die Russen kurz nach Wladimir Putins Gratulationen zum Geburtstag von US-Präsident Donald Trump einen massiven Angriff auf die Ukraine starteten. Andernfalls hätten das Team des US-Präsidenten und dieser selbst die Frage eines massiven Angriffs angesprochen.

+++ 12:20 Luftwaffenchef: Bei Angriff auf Nato würde Deutschland "noch heute Nacht" kämpfen +++

Eigentlich sollte dies keine große Überraschung sein: Jedenfalls droht Luftwaffenchef Holger Neumann Russland im Falle eines Angriffs auf Nato-Gebiet mit massiven Vergeltungsschlägen: Deutschland sei bereit, "noch heute Nacht" gegen Russland zu kämpfen, und werde "jeden Zentimeter" des Nato-Gebiets verteidigen, sagt Neumann im Interview mit dem britischen "Telegraph". Seine Streitkräfte würden verheerende Luftangriffe auf Russland fliegen, sollte dieses das westliche Bündnis angreifen. Dabei gebe es in der Nato "keine unterschiedlichen Sicherheitszonen", ein Angriff auf Estland würde dieselbe Reaktion nach sich ziehen wie ein Luftangriff auf London. Laut Neumann würden die Kola-Halbinsel im Nordwesten Russlands, Kaliningrad und das Schwarze Meer den Zorn der Nato zu spüren bekommen, sollte diese gezwungen sein, sich zu verteidigen. Estland, Lettland und Litauen sowie Polen sahen sich zuletzt wachsender russischer Aggressionen ausgesetzt, die nach Ansicht westlicher Politiker ein Vorbote einer Invasion sein könnten. Jede defensive Reaktion der Nato auf einen russischen Angriff wäre überwältigend, da sie einem Verhältnis von "32 gegen X" entspräche, sagt Luftwaffenchef Neumann weiter und bezieht sich dabei auf die 32 Luftstreitkräfte des westlichen Bündnisses.

+++ 11:50 Wütende Menge schützt Wehrdienstverweigerer in Kiew +++

In einem Kiewer Stadtteil kommt es zu tumultartigen Szenen. Eine aufgebrachte Menschenmenge stellt sich schützend vor einen Autofahrer, der sich einer Kontrolle entziehen wollte. Der Grund für das harte Durchgreifen der Beamten ist ein schwerwiegender Verdacht.

+++ 11:27 Mehr Tote nach massiven russischen Angriffen +++

Die Zahl der Toten in der Ukraine steigt. Behördenangaben zufolge kamen mindestens elf Menschen bei den massiven russischen Angriffen ums Leben. Allein in der Hauptstadt Kiew seien fünf Menschen getötet worden, erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko. In Charkiw im Nordosten der Ukraine seien fünf Rettungskräfte getötet worden, gibt Innenminister Ihor Klymenko bekannt. Ein Mensch wurde zudem in der südöstlichen Region Cherson getötet. In Charkiw werden den Angaben zufolge mindestens neun weitere Menschen verletzt, in Kiew mindestens 25.

+++ 11:00 Christliches Weltkulturerbe zerstört: Scharfe Kritik in der EU +++

In der EU stoßen die russischen Angriffe auf das Höhlenkloster In Kiew auf scharfe Kritik: Außenminister Johann Wadephul spricht von "ruchlosen Attacken", die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von unschätzbarem Wert gerichtet hätten. "Das zeigt: Eine echte Bereitschaft besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten", ergänzt der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland fortsetzen. Auch Frankreich verurteilt die jüngsten Angriffe. Außenminister Jean-Noël Barrot vergleicht den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra mit einem Bombardement der Pariser Kathedrale Notre-Dame. "Dies ist ein Unesco-Weltkulturerbe, was für uns in Frankreich so wäre, als ob Notre-Dame oder Saint-Denis bombardiert worden wären, was völlig inakzeptabel ist", sagt Barrot.

+++ 10:16 Kreml will es nicht gewesen sein: Angeblich schlug abgelaufene Patriot in Kloster ein +++

Russland weist die Verantwortung für den Beschuss des historischen Höhlenkloster in Kiew zurück. Vielmehr sei eine US-Luftabwehrrakete vom Typ Patriot in dem Kloster eingeschlagen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die russischen Streitkräfte planten keine Angriffe auf zivile Infrastruktur und nähmen solche auch nicht vor, erklärt das Ministerium wahrheitswidrig. Tatsächlich hat Russland in den vergangenen Jahren fast täglich ukrainische Infrastruktur getroffen, von Kliniken über Schulen bis hin zu Museen und Einfkaufszentren, fast täglich sterben ukrainische Zivilisten durch Angriffe. Allein in der Nacht werden in Charkiw Rettungskräfte bei einem sogenannten Double Tap-Angriff getötet, bei dem kurz nach dem ersten Angriff der zweite auf die Retter erfolgt. Doch laut Moskau sind die Ziele des nächtlichen Beschusses Fabriken zur Drohnenproduktion gewesen. "Bestätigten Berichten zufolge wurde der Gebäudekomplex der Kiewer Petscherska Lawra von einer Rakete des amerikanischen Patriot-Luftabwehrsystems getroffen. Ein möglicher Grund für die Fehlfunktion dieses Systems könnte sein, dass westliche Länder dem Kiewer Regime Raketen geliefert haben, deren Verwendungsfrist bereits abgelaufen war", heißt es in der Erklärung.

+++ 09:53 Bericht: Russland lockert wegen Engpässen Umweltvorgaben für Kraftstoffe +++

Wegen Engpässen bei der Versorgung erlaubt die russische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge einigen Raffinerien die Produktion von Benzin und Diesel mit niedrigeren Umweltstandards für den heimischen Markt. Die bereits im Herbst eingeführte Maßnahme war zunächst bis zum 1. Mai befristet und sei aber nun verlängert worden, berichtet die Zeitung "Kommersant". Gestattet seien Abweichungen unter anderem beim Schwefelgehalt. Hintergrund der Engpässe sind monatelange ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Treibstofflager. In rund einem Dutzend Regionen gibt es Medienberichten zufolge Lieferprobleme. Die Behörden in der Region Udmurtien östlich von Moskau schränken die Abgabe bestimmter Benzinsorten an Tankstellen des Ölkonzerns Tatneft wegen logistischer Probleme vorübergehend ein. Auch auf der Krim wird der Verkauf von Benzin bereits rationiert.

+++ 09:24 Selenskyj: Angriff auf Höhlenkloster schweres Verbrechen gegen christliche Kultur +++

Der Brand auf dem Dach der Kathedrale des Höhlenklosters in Kiew ist gelöscht. Dies schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X, der den Angriff als schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur bezeichnet. "Ein russischer Angriff auf die Kiewer Petscherska Lawra hat die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand gesetzt – eine Kirche, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Und dies ist eines der bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur", so Selenskyj. Er fordert die G7-Staaten zudem auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken. Die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums sind nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilt Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten "nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert", sagt der von der staatlich anerkannten Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher.

+++ 08:58 Auch rund 100.000 Kostüme in Kiew vernichtet +++

Der russische Angriff führt auch zu großen Schäden im Nationalen Oleksandr-Dowschenko-Filmstudio in Kiew. In einem der ältesten Filmstudios der Ukraine sei ein Feuer ausgebrochen, teilt Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook mit. "Es wurde die größte und älteste Kostümsammlung der Ukraine vernichtet. Im Studio befanden sich rund 100.000 Kostüme und 3 Millionen verschiedene Bekleidungsstücke", sagt Bereschna, die auch stellvertretende Regierungschefin ist.

+++ 08:33 Russland: Schwere Angriffe auf ukrainische Rüstungsanlagen +++

Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums massive Angriffe auf Rüstungsanlagen und Militärflugplätze in der Ukraine geflogen. Die Attacken hätten Städten wie Kiew, Charkiw und Dnipro gegolten, teilt das Ministerium mit. Alle Angriffe seien erfolgreich gewesen. Tatsächlich sind mehrere Rettungskräfte und Zivilisten bei russischen Attacken in der Nacht ums Leben gekommen, die Kathedrale des historisch bedeutenden Höhlenklosters ist nach einem Brand beschädigt.

+++ 08:05 Russische Behörden melden Tote bei Tula +++

Die russischen Behörden melden drei Tote nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Tula südlich von Moskau. Bei der Attacke seien auch drei Menschen verletzt worden, darunter ein einjähriges Kind, teilt Regionalgouverneur Dmitri Miljajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Region Tula befinden sich mehrere große Industrieanlagen. Das Gebiet ist bereits wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe geworden. Die Stadt Tula liegt rund 200 Kilometer von Moskau entfernt.

+++ 07:33 Ukraine: Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen +++

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt.

+++ 07:02 Gouverneur: Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff werden zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim kommt es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung.

+++ 06:36 EU-Außenminister wollen über weiteres Sanktionspaket gegen Russland beraten +++

Die Außenminister der EU kommen heute in Luxemburg zusammen, um über den Ukraine-Krieg zu beraten. Dabei wird es unter anderem um den jüngsten Vorschlag der EU-Kommission für ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland gehen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vergangene Woche vorgeschlagen, ehemaligen russischen Soldaten die Einreise in die EU zu verweigern.

+++ 06:12 Schwere Schäden an Höhlenkloster in Kiew gemeldet +++

Die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand wird bei den Angriffen in der Nacht schwer beschädigt. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schreibt der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster in Kiew machen in sozialen Netzwerken schnell die Runde - wobei unklar ist, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der Flugabwehr in Brand geraten war. Flammen züngeln aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Herzstück ist die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörte und erst Ende der 1990er Jahre wieder aufgebaute Kathedrale.

+++ 05:43 Menschen an Bushaltestelle von russischer Drohne angegriffen +++

Erneut sollen russische Soldaten gezielt Zivilisten in der Ukraine angegriffen haben. Eine russische Drohne mit First-Person-View sei in der Nähe von Menschen an einer Bushaltestelle im Bezirk Saporischschja explodiert, teilt Gouverneur Iwan Fjodorow mit. Ein 44-jähriger Mann sei getötet und ein 17-jähriger Junge verletzt worden.

+++ 04:46 Ukrainische Regierung: Rettungskräfte bei Löscharbeiten in Charkiw getötet +++

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sind dem ukrainischen Innenminister Ihor Klymenko zufolge fünf Rettungsarbeiter getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen seien dabei verletzt worden, schreibt Klymenko im Onlinedienst Telegram. Die Einsatzkräfte seien bei Löscharbeiten angegriffen worden. Zuvor hatte der Regionalgouverneur von Charkiw, Oleh Synehubow, erklärt, bei russischen Raketenangriffen seien zwei Menschen schwer verletzt worden.

+++ 03:32 Polen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigen +++

Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.

+++ 02:31 Ukraine: Fünf Verletzte bei Angriff auf Kiew - Brand in historischem Kloster +++

Bei einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden nach Behördenangaben fünf Menschen verletzt. Wie der Leiter der Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mitteilt, geriet durch den Angriff das als historisches Wahrzeichen geltende Kiewer Höhlenkloster nach einem direkten Treffer in Brand. Zudem stehe ein Hochhaus in Flammen. Bürgermeister Witali Klitschko zufolge sind 140.000 Einwohner nach Beschädigungen an Oberleitungen derzeit ohne Strom. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anhaltenden Drohnenangriffen.

+++ 01:41 Russland beschießt Kiew mit Raketen +++

Die russische Armee greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen an. In der Innenstadt sind knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gibt es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kommt demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wird vorerst nichts bekannt.

+++ 00:30 EU startet Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau +++

Die EU beginnt am heutigen Montag am Rande eines Außenministertreffens in Luxemburg die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau. Im ersten Verhandlungsabschnitt geht es um das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit. Die Kandidatenländer müssen dabei unter anderem nachweisen, dass ihre Rechtssysteme, der Grenzschutz und die Polizei den EU-Standards entsprechen. Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau waren eigentlich bereits im Juni 2024 formal begonnen worden. Ungarn blockierte jedoch die Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts der EU mit der Ukraine durch ein Veto. Erst nach der Abwahl des russlandnahen Regierungschefs Viktor Orbán im April kam wieder Bewegung in den Prozess.

+++ 23:21 Militärblog berichtet von russischem Vorrücken in Ostukraine +++

Der Militärblog Deepstate, der dem ukrainischen Militär nahesteht, macht an einem Frontabschnitt in der östlichen Region Donezk einen Fortschritt auf Seiten russischer Truppen aus. Diese seien in der Nähe der Stadt Pokrowsk vorgerückt.

+++ 22:05 Marinesoldaten wollen Russen von Fluss-Inseln vertrieben haben +++

In der südukrainischen Region Cherson trennt der Fluss Dnipro russische und ukrainische Truppen voneinander – immer wieder kämpfen sie auch um Inseln in dem Flussgebiet mit mehreren Mündungsarmen. Laut dem Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda berichtet ein ukrainischer Marine-Kommandeur von einem Erfolg. Die Marinesoldaten hätten die russischen Besatzer von einem Teil der Inseln vertrieben, die zwischen den Städten Cherson und Oleschky liegen, sagt er demnach dem ukrainischen Dienst von Radio Free Europe/Radio Liberty. Auch sei es den ukrainischen Streitkräften gelungen, russische Soldaten aus der Stadt Oleschky auf der anderen Seite des Flussgebiets zurückzudrängen. Die Infanterie habe die Nachschubwege der Russen abgeschnitten, erklärt der Kommandeur.  

+++ 21:28 Junger Mann erliegt Verletzungen knapp zwei Wochen nach russischem Angriff +++

Ein 22-jähriger Mann ist im Krankenhaus gestorben, nachdem er am 2. Juni bei einem russischen Angriff auf Dnipro verletzt worden war. Das gibt der Gouverneur der ukrainischen Region Dnipropetrowsk bekannt. Die Ärzte hätten bis zuletzt um sein Leben gekämpft, schreibt er. Insgesamt starben 17 Menschen infolge des Angriffs auf die Großstadt. Dort war ein vierstöckiges Wohngebäude nach Beschuss eingestürzt.

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