Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:13 Kiew: Russische Ölraffinerie stellt nach Angriff Produktion ein +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs soll die Ölraffinerie Sysran in der russischen Oblast Samara nach einem ukrainischen Angriff vom 21. Mai die Produktion eingestellt haben. Zudem sei die Pumpstation Jaroslawl am Montag getroffen worden - dabei seien Ausrüstung und Tanks beschädigt worden. In der vergangenen Nacht hätten ukrainische Streitkräfte außerdem mehrere Kommandoposten und Drohnenkontrollzentren in den besetzten Teilen der Gebiete Donezk und Saporischschja angegriffen. Auch ein Eisenbahnwaggon mit Treibstoff bei Debalzewe sei getroffen worden. Die Sysraner Raffinerie ist demnach nicht der einzige Ausfall: Auch die Raffinerien in Moskau und Rjasan hätten nach ukrainischen Drohnenangriffen Mitte Mai die Produktion eingestellt. Damit stünden nahezu alle großen Raffinerien in Zentralrussland still oder hätten ihre Produktion deutlich gedrosselt.
+++ 12:34 Russische Drohne visiert Storch an - und bleibt chancenlos +++
Über dem ukrainischen Dorf Plodowe verfolgt eine russische Drohne einen Weißstorch. Um der Gefahr zu entkommen, setzt der Zugvogel plötzlich zu einem gewagten Flugmanöver an. Videoaufnahmen halten den ungewöhnlichen Moment fest.
+++ 11:54 Ukraine: Mehr als 1000 russische Soldaten an einem Tag außer Gefecht gesetzt +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat die Ukraine binnen 24 Stunden 1010 russische Soldaten und 64 Artilleriesysteme außer Gefecht gesetzt. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 belaufen sich die russischen Gesamtverluste demnach auf rund 1.357.950 Soldaten, 11.954 Panzer, 24.615 gepanzerte Fahrzeuge sowie 312.035 Drohnen. Die Angaben stammen vom ukrainischen Militär und können nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 11:11 Polen: Angriff auf unsere Botschaft wäre vorsätzliche und absichtliche Tat +++
Das polnische Außenministerium reagiert auf die russischen Drohungen gegen Diplomaten in Kiew und warnt Moskau: Da Russland nach eigener Aussage keinen "Krieg", sondern eine "Spezialoperation" führe, die sich per Definition auf militärische Ziele beschränken müsse, wären Angriffe auf diplomatische Vertretungen als feindselige Akte zu werten, heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Jeden Angriff auf eine polnische Botschaft werde Warschau "als vorsätzlich und absichtlich" betrachten. Polen fordert Russland auf, seine "ungerechtfertigte und rechtswidrige Aggression" sofort zu beenden.
+++ 10:37 Russland sperrt Luftraum für Kleinflugzeuge +++
Russland rüstet sich offenbar gegen weitere Drohnenangriffe: Laut dem Telegram-Kanal der russischen Pilotenvereinigung AOPA wird die Moskauer Flugzone Anfang Juni für zivile Luftfahrzeuge unter 5100 Metern Höhe vollständig gesperrt. Das betrifft den gesamten Bereich westlich bis zur belarussischen Grenze, nördlich bis zur Petersburger Flugzone und östlich bis zu den Zonen Jekaterinburg und Samara. Ausgenommen sind Linien- und Charterflüge sowie Rettungs- und Staatsaufträge. Wie lange die Sperrung gilt, ist unklar. Seit Beginn des Krieges 2022 sind im Süden Russlands bereits acht Flughäfen dauerhaft geschlossen; weitere, darunter die Moskauer Flughäfen und das Petersburger Pulkowo, müssen wegen ukrainischer Drohnenangriffe immer wieder vorübergehend den Betrieb einstellen.
+++ 10:01 Video zeigt Abschuss eines russischen Kh-101 aus der Nähe +++
Die ukrainische Luftabwehr holt über Kiew eine russische Rakete vom Himmel. Augenzeugen filmen den Feuerball über den Außenbezirken der Hauptstadt. Trotz vieler Abfänge schlagen weiter Geschosse ein. Mindestens vier Menschen sterben.
+++ 09:30 Russland greift Ukraine mit Iskander-Raketen und 122 Drohnen an +++
In der Nacht hat Russland die Ukraine nach ukrainischen Angaben mit zwei ballistischen Iskander-M-Raketen sowie 122 Kampf- und Täuschungsdrohnen angegriffen. Die Luftabwehr schoss nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte 111 Drohnen ab. Neun Drohnen und Raketen trafen Ziele an elf Orten, abgeschossene Trümmer gingen an drei weiteren Stellen nieder. Die Raketen wurden aus der russischen Region Rostow und der besetzten Krim abgefeuert.
+++ 08:40 Selenskyj nennt mögliches Datum für Kriegsende +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Treffen mit der Parlamentsfraktion seiner Partei "Diener des Volkes" die Möglichkeit angesprochen, die heiße Phase des Krieges bis November zu beenden - vorausgesetzt, Sicherheitsgarantien werden gewährt. Das berichtet die Abgeordnete Olha Wassylewska-Smahluk. Die Ukraine habe derzeit einen Vorteil an der Front, den es zu nutzen gelte. Ziel sei es, dem Kreml keine Möglichkeit zu geben, nach einer Pause erneut eine Offensive zu starten. Der Abgeordnete Jaroslav Schelesnjak kommentierte das skeptisch: Selenskyj habe "wieder einmal ein theoretisches Datum für das Kriegsende genannt - diesmal November 2026 - obwohl selbst die Anwesenden nicht recht daran glaubten."
+++ 07:58 Rubio: USA wollen fürs Kriegsende "alles in ihrer Macht Stehende tun" +++
Nach den jüngsten russischen Großangriffen und Warnungen an ausländische Botschaften in Kiew erklärt US-Außenminister Marco Rubio, dass sein Land weiter im Ukraine-Krieg vermitteln wolle. "Jedes Mal, wenn man diese massiven Angriffe der einen oder anderen Seite sieht, ist dies eine mahnende Erinnerung daran, warum dies ein schrecklicher Krieg ist", sagt Rubio in Indien. "Er muss beendet werden. Die USA stehen bereit und sind gewillt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Ende dieses Krieges zu erleichtern - hoffentlich wird sich zu gegebener Zeit die Gelegenheit dazu ergeben", sagt Rubio nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Bei dem Gespräch am Montag wiederholte Lawrow nach Angaben Moskaus eine zuvor an Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew ausgesprochene Aufforderung, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen.
+++ 07:16 Zahl der Opfer nach russischem Angriff auf Kiew steigt +++
Nach dem russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew vom 24. Mai steigt die Zahl der Todesopfer auf drei. Wie die Kiewer Polizei mitteilt, wurden in den Trümmern eines teilweise zerstörten Wohnhauses menschliche Körperteile gefunden, die vermutlich einer vermissten Bewohnerin gehören. Eine DNA-Analyse soll die Identität klären. In der Nacht auf den 24. Mai hatte Russland die Ukraine mit 90 Raketen und 600 Drohnen angegriffen - darunter auch eine Oreschnik-Rakete.
+++ 06:39 Putin unterzeichnet Gesetz für Militäreinsätze im Ausland +++
Russlands Präsident Wladimir Putin unterzeichnet ein Gesetz, das ihm erlaubt, russische Streitkräfte in andere Staaten zu entsenden - angeblich zum "Schutz russischer Bürger". Das Gesetz soll gelten, wenn russische Staatsbürger im Ausland von Gerichten verfolgt werden, deren Zuständigkeit Moskau nicht anerkennt. In solchen Fällen soll Putin den Militäreinsatz per Dekret anordnen können. Die Staatsduma hatte das Gesetz bereits am 13. Mai verabschiedet.
+++ 06:05 Kiew: Sicherheitslage nach Lawrows Drohung bleibt unverändert +++
Das ukrainische Außenministerium bewertet die russischen Drohungen gegen die ausländischen Botschaften in Kiew (siehe Liveticker-Eintrag von 21:05 Uhr) als Einschüchterungsversuch und Erpressung. Die allgemeine Sicherheitslage in Kiew sei unverändert - Russland beschieße die ukrainische Hauptstadt regelmäßig seit über vier Jahren. "Moskau gesteht damit ein, dass seine Angriffe gezielt auf die Einschüchterung des ausländischen diplomatischen Corps abzielen", erklärt das Ministerium - dies sei ein wertvoller Beweis für internationale Rechtsverfahren gegen Russland. Kiew dankt den Diplomaten, die trotz des Krieges in der Ukraine verblieben sind, und bot zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Botschaften an, die darum bitten. Zuvor hatte das russische Außenministerium angekündigt, die Armee werde "systematische Schläge" gegen Rüstungsbetriebe und "Entscheidungszentren" in Kiew führen, und Ausländer aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Die EU-Botschafterin Katarina Mathernova erklärte daraufhin, westliche Diplomaten würden die Stadt nicht verlassen.
+++ 04:01 Russland wirbt für neue Rekruten mit Schuldenerlass +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret zum Schuldenerlass für neue Rekruten im Ukraine-Krieg und deren Familien unterzeichnet. Wer ab dem 1. Mai einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium geschlossen hat, wird samt Ehepartner von Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu zehn Millionen Rubel (rund 139.700 Dollar) befreit, teilt der Kreml mit. Voraussetzung sei, dass vor diesem Datum bereits ein rechtlicher Anspruch auf Eintreibung der Schulden bestand und der Vertrag für den Einsatz für mindestens ein Jahr unterzeichnet wurde. Zudem verlängerte Putin die Pachtrechte für staatliches Land für Kämpfer in der Ukraine auf unbestimmte Zeit.
+++ 00:44 Ukraine: Toter und Verletzte nach russischen Luftschlägen +++
Bei schweren russischen Luftangriffen ist ukrainischen Behördenangaben nach im Osten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilt Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen. In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. "Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge", schreibt der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.
+++ 21:38 "Alkoholismus, Verzweiflung ...": Kiew spottet über nächste Drohung des Kreml +++
Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhii Tykhyi, hat für die neueste Angriffsdrohung Russlands nur Sarkasmus übrig. Seit vier Jahren und drei Monate attackiere Russland jede Woche Kiew mit Raketen und Drohnen, töte Zivilisten und zerstöre Gebäude, schreibt Tykhyi auf X. "Heute spielt es eine völlig 'neue Karte', indem es damit droht, … Kiew anzugreifen." Der Außenamtssprecher lässt seine Follower abstimmen: Ist die wenig überraschende Ankündigung ein Zeichen für Alkoholismus, Verzweiflung, Einfallslosigkeit oder alles zusammen?
+++ 21:05 Russland kündigt USA systematische Angriffe auf Kiew an +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach Angaben seines Ministeriums US-Außenminister Marco Rubio über bevorstehende Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew informiert. Die russischen Streitkräfte begännen nun mit systematischen Angriffen auf Einrichtungen, die vom ukrainischen Militär genutzt würden, sowie auf Entscheidungszentren. Es handle sich um Vergeltung für ukrainische Angriffe. Dies habe Lawrow Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Zuvor hat die Regierung in Moskau Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen.
+++ 20:11 Ukraine meldet erfolgreichen Angriff mit Storm Shadows +++
Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben einen erfolgreichen Angriff gegen die russische Armee geflogen. Von Flugzeugen abgefeuerte Storm-Shadow-Marschflugkörper hätten "einen wichtigen feindlichen Führungs- und Kommunikationsposten" in der besetzten Region Luhansk zerstört. Den bunkerbrechenden Marschflugkörper hat Großbritannien der Ukraine bereitgestellt.
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