Iran-Krieg im Liveticker+++ 03:50 Vance: Trump veröffentlicht Abkommen mit Iran womöglich vor Freitag +++
US-Präsident Donald Trump veröffentlicht das Abkommen mit dem Iran nach Angaben seines Vizepräsidenten JD Vance womöglich noch vor Freitag. Dies sagt Vance dem Sender Fox News. Die Vereinbarung sei bereits elektronisch unterzeichnet worden. Die persönliche Vertragsunterzeichnung werde für Freitag erwartet.
+++ 03:03 Netanjahu: Israel vor Gefahr atomarer Auslöschung gerettet +++
Nach Darstellung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu haben die Kriege gegen den Iran eine unmittelbar drohende Bewaffnung Teherans mit Nuklearwaffen verhindert. "Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet", sagt Netanjahu. Der Iran sei vor dem Krieg im Juni vergangenen Jahres in Richtung einer atomaren Aufrüstung "galoppiert". Ohne die massiven Angriffe gemeinsam mit den USA "hätte der Iran schon Atombomben", so der israelische Regierungschef. Millionen von Israelis hätten sich in einem solchen Fall in tödlicher Gefahr befunden. Diese Bedrohung sei "um Jahre" aufgeschoben worden.
+++ 01:57 Teheran: Mehrere iranische Schiffe passieren US-Blockade +++
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran haben die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle passiert, berichtet unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise. US-Präsident Trump hatte nach eigenen Angaben angeordnet, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Im Gegenzug soll am Freitag die Straße von Hormus wieder geöffnet werden.
+++ 01:15 Vance: Iran-Abkommen ist eineinhalb Seiten lang und "sehr allgemein" +++
Laut US-Vizepräsident JD Vance ist das Abkommen mit dem Iran "ein sehr allgemeines Dokument". Die Absichtserklärung sei etwa eineinhalb Seiten lang. "Bei einer Reihe von Themen müssen wir diese Dinge erst in der Phase der technischen Verhandlungen klären", sagt Vance dem Sender CNN. Schon in der Vergangenheit hatten die USA unter Präsident Donald Trump etwa beim Gaza-Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 wichtige Themen nicht ausgehandelt oder nicht aushandeln können - etwa die geforderte Entwaffnung der Hamas. Die Frage ist bis heute ungeklärt und der Konflikt schwelt unterschwellig weiter.
+++ 23:27 Hisbollah greift israelische Soldaten im Südlibanon an +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zahlreiche von der Hisbollah-Miliz abgefeuerte Raketen im Südlibanon abgefangen. Berichte über Verletzte gibt es nicht. Die Hisbollah habe zudem eine Panzerabwehrrakete und mehrere Mörsergranaten auf israelische Soldaten in der Region abgefeuert. Die Hisbollah erklärt ihrerseits, sie nehme israelische Truppen in der Region mit Raketensalven und Artillerie unter Beschuss. Die Kämpfe dauern an.
+++ 22:10 Vor Mandat für Bundeswehr: Unionspolitiker fordern Klarheit über Inhalt des Iran-Abkommens +++
Eine deutsche Beteiligung an einer Mission in der Straße von Hormus hängt für einige Verteidigungspolitiker der Union vom Inhalt des Iran-Abkommens ab. Neben dem internationalen Mandat brauche es für einen Bundeswehr-Einsatz noch einen Bundestagsbeschluss mit einfacher Mehrheit, sagte Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, dem "Spiegel". "Diese Entscheidungen hängen sehr von dem endgültigen Text der Vereinbarungen ab. Auch der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Thomas Erndl, sagte dem "Spiegel": "Um die notwendigen Beschlüsse herbeiführen zu können, muss die Bundesregierung jetzt schnell Klarheit schaffen über die Inhalte einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran und die notwendigen rechtlichen Anknüpfungspunkte für ein Mandat des Bundestages." Die Deutsche Marine habe viele Fähigkeiten, die in den Dienst einer internationalen Mission gestellt werden könnten, etwa im Bereich Minenjagd und -räumung, Luftraum- und Seeraumüberwachung, fügte Röwekamp hinzu.
+++ 21:38 Auf 40-Jahres-Tief: Iran-Krieg zehrt an den Öl-Reserven der USA +++
Im Iran-Krieg ist die strategische Ölreserve der USA auf den niedrigsten Stand in mehr als 40 Jahren gefallen. Stand Juni bevorrateten die Vereinigten Staaten noch 340,3 Millionen Barrel Öl, wie das Energieministerium in Washington mitteilte - so wenig wie seit Juli 1983 nicht mehr. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Vor dem Hintergrund des Ölpreisschocks im Iran-Krieg hatten die USA, Deutschland und die anderen Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) im März die bislang größte Freigabe ihrer Notfallreserven beschlossen. US-Präsident Donald Trump spielte das Ausmaß jedoch herunter. Der US-Ölvorrat werde "ein bisschen reduziert, und dadurch sinken die Preise", sagte er. Trump steht durch den massiven Anstieg der Treibstoffpreise im Iran-Krieg innenpolitisch seit Monaten unter Druck. Vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen im November sind seine Zustimmungswerte deutlich gesunken.
+++ 20:54 Netanjahu verkündet: Israel bleibt vorerst im Libanon +++
Israel behält sich nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und lässt seine Truppen vorerst in der "Sicherheitszone" im Libanon. Das Land werde so lange wie nötig in diesen Gebieten bleiben, sagt Netanjahu. Israel sei vor der Vernichtung gerettet worden, doch der Kampf sei noch nicht vorbei. Man werde weiterhin Bedrohungen in der Region abwehren. Mit Blick auf das geplante Abkommen zwischen den USA und dem Iran betont Netanjahu, dass die Islamische Republik weder mit noch ohne eine Vereinbarung in den Besitz von Atomwaffen gelangen werde. Zudem räumt er ein, dass er und US-Präsident Donald Trump zwar Partner, manchmal aber nicht einer Meinung seien.
+++ 20:07 Militärexperte: Straße von Hormus "ist eigentliches Kerninteresse" +++
Wie viele andere Beobachter sieht auch Matthias Wasinger, Oberst beim österreichischen Bundesheer, in dem verkündeten Iran-Deal ein Problemaufschub statt einer echten Lösung. Laut dem Militärexperten ist vor allem die Normalisierung der Handelsschifffahrt Motivator für das Abkommen.
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