Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 15:36 Riesiges Loch im Schiff: Revolutionsgarden bekennen sich zu Frachter-Angriff +++

02.06.2026, 01:00 Uhr

Iranische Staatsmedien veröffentlichen ein Video des stark beschädigten Frachterschiffs "MSC Sariska V". Die Besatzung meldet zwei Explosionen und Feuer. Der genaue Vorfall wird untersucht.

+++ 14:35 Palästinenser: Drei Tote durch israelischen Beschuss im Gazastreifen +++

Im Gazastreifen sind durch israelischen Beschuss nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bei einem Luftangriff auf ein Fahrzeug östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Küstenstreifens sei ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere seien verletzt worden, teilten Mediziner mit. Bei einem Angriff in der nahe gelegenen Ortschaft Sawaida sei ein Mensch umgekommen und ein Mensch verletzt worden. Zudem sei ein Mann im Nordwesten von Chan Junis im Süden des Gazastreifens durch Schüsse israelischer Soldaten getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. Trotz einer im Oktober von den USA vermittelten Waffenruhe kommt es immer wieder zu israelischen Angriffen. Die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der in dem Palästinenser-Gebiet herrschenden Hamas über die Umsetzung der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens sind ins Stocken geraten.

+++ 13:41 Zivilschutz meldet sechs Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon am Montagabend +++

Bei einem israelischen Angriff auf das Dorf Marwanijeh im Südlibanon sind am Montagabend der libanesischen Zivilschutzbehörde zufolge sechs Menschen getötet worden. Die Rettungsarbeiten an dem anvisierten Wohngebäude seien seitdem im Gange, erklärt die Zivilschutzbehörde auf Facebook. Drei Verletzte konnten demnach gerettet werden. Zuvor hatte die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA über den israelischen Angriff auf das Dorf berichtet. Mehr als zwölf Stunden zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner vor bevorstehenden Angriffen gewarnt und zur Evakuierung aufgerufen.

+++ 12:41 Sharma: Irans Strategie gegen Trump wirkt womöglich +++

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA treten derzeit auf der Stelle. Der Iran drohe, eskaliere und setze Trump unter Druck, berichtet Korrespondentin Kavita Sharma. Trumps Anruf bei Netanjahu könne so interpretiert werden, dass diese Strategie auch Wirkung zeigt.

+++ 12:11 Iranischer Armeevertreter: Wiederaufnahme des Krieges mit den USA ist "unvermeidlich" +++

Der ranghohe iranische Armeevertreter Mohammad Dschafar Assadi hat eine Wiederaufnahme des Krieges mit den USA als "unvermeidlich" bezeichnet. "Die USA verlangen unsere vollständige Kapitulation, und die iranische Nation wird niemals kapitulieren", zitiert der Staatssender Irib den stellvertretenden Chef des zentralen iranischen Militärkommandos Chamat al-Anbija. "Ohne Kapitulation ist der Krieg unvermeidlich", fügt Assadi laut Irib hinzu.

+++ 11:57 Israelische Abgeordnete stimmen in erster Lesung für Auflösung des Parlaments +++

Die israelischen Abgeordneten haben in erster Lesung für einen Gesetzentwurf zur Auflösung des Parlaments gestimmt. 106 der 120 Mitglieder der Knesset unterstützten die von der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eingebrachte Gesetzesvorlage, die eine vorgezogene Parlamentswahl zwischen dem 8. September und 20. Oktober vorsieht. Der Gesetzesentwurf muss nun noch in zwei weiteren Lesungen gebilligt werden. Die Regierungsparteien hatte den Antrag zur Auflösung des Parlaments angesichts des drohenden Bruchs der rechtsreligiösen Koalition eingebracht. Auslöser des Konflikts in der Regierung ist der Dauerstreit über eine gesetzliche Regelung zur Befreiung strengreligiöser Männer vom Militärdienst. Wegen der von ihm zugesagten, aber bislang ausbleibenden Ausnahme ultraorthodoxer Jeschiwa-Studenten vom verpflichtenden Wehrdienst steht Netanjahu unter zunehmendem Druck seitens ultraorthodoxer Parteien. Sie hatten deshalb mit dem Bruch der Koalition gedroht.

+++ 10:20 Flugverkehr über Syrien wegen Iran-Krieg stark gestiegen +++

Der syrische Luftraum hat sich im Mai zu einer wichtigen Ausweichroute für die internationale Luftfahrt entwickelt. Fast 12.000 Flugzeuge überquerten das Land, wie aus Zahlen der syrischen Zivilluftfahrtbehörde hervorgeht. Im Februar waren es rund 4300 gewesen. Der am 28. Februar von Israel und den USA begonnene Krieg gegen den Iran hatte die Flugrouten in der Region gestört. Für die neue syrische Regierung bedeutet dies potenziell lukrative Einnahmen, da sie die Überfluggebühren zu Jahresbeginn deutlich erhöht hat. Mehr als ein Jahrzehnt lang war der syrische Luftraum wegen des Bürgerkriegs eine Flugverbotszone für die meisten internationalen Fluggesellschaften. Dieser endete Ende 2024 mit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad.

+++ 09:13 Agentur: Iran berät noch über Vorschlag für Abkommen mit den USA +++

Der Iran hat sich einem Medienbericht zufolge noch nicht zu dem Vorschlag für ein Abkommen mit den USA geäußert. Die Beratungen über den finalen Text dauerten in Teheran an, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise. Wegen einer aus iranischer Sicht mangelnden Vertragstreue der USA in der Vergangenheit und tiefen Misstrauens prüfe die Führung in Teheran den Vorschlag mit großer Vorsicht. "Basierend auf früheren Erfahrungen strebt der Iran nach greifbaren und echten Vorteilen", heißt es in den Verhandlungskreisen.

+++ 07:29 Hitziges Telefonat: "Trump soll Netanjahu angebrüllt haben" +++

Nach den gemeinsamen Angriffen gegen den Iran gehen die Kriegsziele der USA und Israels weit auseinander. Berichte über eine wachsende Kluft zwischen den Staatschefs häufen sich. In einem neuen Telefonat "muss es wirklich zur Sache gegangen sein", sagt ntv-USA-Korrespondent Gordian Fritz.

+++ 06:43 Vierte Gesprächsrunde zwischen Israel und Libanon in Washington +++

Im Bemühen um eine Friedenslösung kommen Vertreter aus Israel und dem Libanon am heutigen Dienstag erneut in Washington zusammen. Die Gesprächsrunde im US-Außenministerium ist die vierte seit Verkündung der Feuerpause Mitte April. Die Hisbollah lehnt die Gespräche ab, die ohne ihre Beteiligung stattfinden.

+++ 05:25 Israel meldet Angriff aus dem Libanon +++

Trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung ist Israel nach Angaben der Armee vom Libanon aus beschossen worden. Es seien am frühen Morgen zwei auf den Norden Israels gerichtete Geschosse abgefangen worden, erklären die israelischen Streitkräfte. Libanesische Medien hatten kurz zuvor von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Die proiranische Hisbollah-Miliz erklärt ihrerseits, sie habe am späten Montagabend im Südlibanon israelische Soldaten angegriffen.

+++ 03:29 Entwicklungsministerin fordert Waffenstillstand im Libanon +++

Nach dem Abbruch ihrer Reise in den Libanon hat Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz zur Deeskalation aufgerufen. "Ich verurteile die Angriffe der israelischen Regierung, diese dramatische Eskalation", sagt die SPD-Politikerin dem ZDF-"Heute Journal Update". Ebenso müsse auch die Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels einstellen. "Jetzt müssen im Vordergrund vor allem die politischen Lösungen stehen und natürlich die militärische Deeskalation", fordert Alabali Radovan. "Es muss jetzt alles getan werden für einen Waffenstillstand."

+++ 02:10 Israel: Frankreich schließt Regierungsvertreter von Waffenmesse aus +++

Frankreich schließt nach israelischen Angaben Vertreter der Regierung in Jerusalem von der Waffenmesse Eurosatory in Paris aus. Ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums bezeichnet den Schritt als "schändliche Entscheidung", die von politischem und kommerziellem Kalkül zeuge. Das französische Verteidigungsministerium erklärt, israelische Unternehmen dürften auf der Messe lediglich Ausrüstung zur Luft- und Raketenabwehr ausstellen. Ein Grund wird nicht genannt. Die Behörde geht nicht auf die Aussagen aus Israel zu Regierungsvertretern ein. Die Messe beginnt am 15. Juni.

+++ 00:29 Trump erwartet Einigung mit dem Iran binnen einer Woche +++

US-Präsident Donald Trump sagt dem US-Sender ABC, er erwarte eine Einigung mit dem Iran "binnen der nächsten Woche". Dabei gehe es um eine Verlängerung des Waffenstillstands und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, zitiert der Sender ABC News den Präsidenten auf X.

+++ 23:10 Libanon: Hisbollah akzeptiert US-Vorschlag für Waffenruhe +++

Die Hisbollah-Miliz akzeptiert nach Angaben der libanesischen Botschaft in Washington einen US-Vorschlag für eine beidseitige Feuerpause im gesamten Libanon. Zunächst solle Israel seine Angriffe auf die südlichen Vororte von Beirut einstellen, im Gegenzug stoppe die vom Iran unterstützte Hisbollah ihre Attacken auf Israel, heißt es in einer vom libanesischen Präsidialamt auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah sagt dem Sender Al-Manar, die Gruppe unterstütze einen vollständigen Waffenstillstand als Vorstufe zu einem Abzug der israelischen Truppen. Man werde in den kommenden Tagen beobachten, ob die Waffenruhe halte.

+++ 22:01 Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte +++

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. "Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet", teilt das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden. Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen