Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:28 Bericht: Deutschland finanziert 50.000 Kampfdrohnen für die Ukraine +++
Deutschland finanziert einem Insider zufolge die Anschaffung von 50.000 Kampfdrohnen für die Ukraine, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Drohnen des ukrainischen Herstellers Skyfall sind demnach mit einer Software zur automatischen Zielverfolgung ausgestattet. Der Auftrag soll laut dem US-Rüstungssoftwareunternehmens Auterion einen Wert von rund 90 Millionen Euro haben. Der Drohnenhersteller Skyfall bestätigt die Beteiligung Deutschlands, äußert sich jedoch nicht zu den Details. Das Bundesverteidigungsministerium und das ukrainische Verteidigungsministerium kommentieren den Bericht bisher nicht.
+++ 15:27 Nach Angriff: Dichter Rauch über russischer Ölraffinerie Sysran +++
Schon im Mai gerät die Ölraffinerie im russischen Sysran ins Visier ukrainischer Angriffe. Nun trifft es die zum Staatskonzern Rosneft gehörende Anlage offenbar erneut. Videos in sozialen Medien sollen Drohneneinschläge zeigen.
+++ 14:45 Rutte: Verstorbener Graham wollte Ukraine-Krieg beenden +++
Nach dem plötzlichen Tod des US-Senators Lindsey Graham hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte ihn als wichtigen Unterstützer der Ukraine gewürdigt. Der 71-Jährige sei ein "einflussreicher Anwalt Amerikas" gewesen, "der entschieden an das Nato-Bündnis glaubte und aktiv daran arbeitete, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu einem Ende zu bringen", so Rutte bei X. Noch am Freitag war Graham vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew empfangen worden.
+++ 13:53 Selenskyj schlägt Ablösung von Ministerpräsidentin Swyrydenko vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt die Ablösung von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko vor. Er danke Swyrydenko für ihre Arbeit und habe ihr eine neue Aufgabe bei den Beziehungen zu einem wichtigen Partner angeboten, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Er erwarte, dass das Parlament den entsprechenden Änderungen in der Regierung zustimme. Auch bei den Leitern der Strafverfolgungsbehörden werde es Veränderungen geben, schreibt Selenskyj.
+++ 13:23 Ukrainische Behörden melden fünf Todesopfer innerhalb eines Tages +++
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sterben in der Ukraine mindestens fünf Menschen bei russischen Angriffen. Wie das Medium "Kyiv Independent" unter Berufung auf ukrainische Behörden berichtet, stammen die Opfer vor allem aus den Frontgebieten im Süden und Osten des Landes. Den Behörden zufolge sterben zwei Menschen in der Stadt Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Russische Drohnen töten zudem einen Mann in der Nähe der Stadt Nikopol im Gebiet Dnipropetrowsk. Jeweils eine weitere Person stirbt demnach in Cherson und in Slowjansk. Landesweit zählen die Behörden zudem 35 Verletzte.
+++ 12:51 Treibstoffpreise in Russland schießen in die Höhe +++
In Russland schießen die Treibstoffpreise infolge ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien in die Höhe. Das schreibt das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem jüngsten Lagebericht und beruft sich dabei auf Daten des russischen Föderalen Dienstes für Statistik (Rosstat). Demnach steigen die Verbraucherpreise für Treibstoff im Juni 2026 um durchschnittlich 6,88 Prozent im Vergleich zum Vormonat. In den vorherigen Monaten des laufenden Jahres bewegte sich der Anstieg zwischen 0,61 und 1,35 Prozent, erklärt das ISW. Im Vergleich zum Juni 2025 steigen die Preise durchschnittlich um 19,90 Prozent.
+++ 12:19 Ukraine wehrt sich mit Hunderten Drohnen gegen Russland +++
Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilen mit, Russland habe in der Nacht zum Sonntag mit 9 Lenkflugkörpern, 4 Anti-Radar-Raketen und 115 Drohnen angegriffen. Davon seien 7 Lenkflugkörper und 95 Drohnen abgewehrt worden. Die russischen Anti-Radar-Raketen erreichten ihre Ziele demnach nicht. Das russische Militär teilt mit, in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.
+++ 11:37 Selenskyj "zutiefst betrübt" über Tod von US-Senator Graham +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagiert "zutiefst betrübt" auf die Nachricht über den Tod des US-Senators Lindsey Graham. "Lindsey war ein wahrer Verfechter der Freiheit und der Werte, die unsere Welt sicherer machen", schreibt Selenskyj auf X. Er betont, dass der Senator die Ukraine während des Krieges zehnmal besucht hatte. Die beiden hätten in ständigem Austausch gestanden. "Ich werde unsere Gespräche vermissen", fährt Selenskyj fort. "Amerika und die Welt haben einen entschlossenen Anführer verloren."
+++ 10:58 Minister trauert um US-Senator: "Graham war ein wahrer Freund der Ukraine" +++
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha zeigt sich bestürzt über den Tod des US-Senators Lindsey Graham. "Senator Graham war ein wahrer Freund der Ukraine und eine der stärksten Stimmen, die unseren Kampf gegen die russische Aggression unterstützt haben", schreibt Sybiha auf X. "Seine Führungsstärke, seine Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine werden niemals in Vergessenheit geraten", so der Minister weiter. Graham war nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte dem Republikaner am Freitag auf X für seinen zehnten Besuch in dem von Russland angegriffenen Land gedankt und Aufnahmen von dem Treffen verbreitet.
+++ 10:19 Ukrainisches Militär trifft weitere 14 Schiffe im Asowschen Meer +++
Das ukrainische Militär setzt seine Angriffe gegen Russlands Tanker im Asowschen Meer nach eigenen Angaben fort. Wie die Drohnenstreitkräfte unter Kommandeur Robert "Magyar" Brovdi bei X mitteilen, treffen ukrainische Drohnen zehn Öltanker und vier Fähren. Erst in der Nacht zum Samstag hatte das ukrainische Militär nach eigenen Angaben 21 russische Tanker im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen. In den vergangenen sieben Tagen seien es insgesamt 90 russische Schiffe gewesen. Dies sei Teil einer Kampagne, um den russischen Streitkräften in der besetzten Ukraine den Treibstoff zu entziehen.
+++ 09:40 Café-Gäste erleben russische Gleitbombenangriffe hautnah +++
Mindestens zwei Gleitbomben treffen die ukrainische Großstadt Sumy nahe der Grenze zu Russland. Überwachungskameras eines Cafés filmen, wie sich Besucher in Sicherheit bringen. Andere haben kein Glück: Mindestens fünf Menschen sterben.
+++ 09:22 Ukraine bestätigt: Haben Ölraffinerie im Wolgagebiet Samara angegriffen +++
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigt den jüngsten Angriff auf eine Ölraffinerie in der russischen Region Samara. Zuvor hatten mehrere Medien, darunter "Kyiv Independent", über den Angriff berichtet.
+++ 08:40 Drei Tote nach russischen Angriffen in ukrainischer Region Dnipropetrowsk +++
In der ukrainischen Region Dnipropetrowsk sterben insgesamt drei Menschen bei russischen Angriffen. Das teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Hanzha, bei Telegram mit. In der Nacht habe Russland fünf Bezirke der Region mit Drohnen und Artillerie angegriffen. Bei den Todesopfern handelt es sich demnach um einen 66-jährigen Mann aus der Stadt Nikopol sowie zwei Personen aus der Stadt Krywyj Rih.
+++ 07:56 Mann stirbt bei russischem Angriff in Cherson +++
In der Nacht zum Sonntag kommt bei einem russischen Angriff in der südukrainischen Stadt Cherson ein Mann ums Leben, zwei weitere werden verletzt. Das teilt der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Yaroslav Shanko, bei Telegram mit. "In der Nacht warf der Feind im Stadtteil Korabel einen Sprengsatz von einer Drohne ab. Infolge des Angriffs starb ein 48-jähriger Mann noch am Unfallort", schreibt er. Die beiden verletzten Männer im Alter von 43 und 58 Jahren erlitten demnach Explosionsverletzungen sowie Splitterwunden an den Gliedmaßen.
+++ 07:19 Gouverneur: Toter und Verletzte nach ukrainischem Angriff auf Region Samara +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Oblast Samara stirbt örtlichen Behörden zufolge ein Mann, drei weitere Menschen werden verletzt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew. Demnach ist unter den Verletzten auch ein Kind. Bei dem Angriff seien Wohnhäuser sowie eine Industrieanlage beschädigt worden. Zuvor hatte unter anderem das Medium "Kyiv Independent" von einem Angriff auf eine Ölraffinerie in der Region berichtet.
+++ 06:43 Ukraine: Russland verliert 1320 Soldaten innerhalb eines Tages +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert die russische Armee innerhalb des vergangenen Tages 1320 Soldaten. Demnach steigt die Gesamtzahl der Soldaten, die Russland seit Beginn des Angriffskrieges verloren hat, auf 1.419.090. Zu eigenen Verlusten macht die ukrainische Armee keine Angaben. Verschiedene Denkfabriken gehen jedoch davon aus, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.
+++ 06:05 Bericht: Ukrainische Armee greift Ölraffinerie im Landesinneren von Russland an +++
Die ukrainische Armee greift in der Nacht zum Sonntag offenbar eine große russische Ölraffinerie in Sysran in der Oblast Samara an. Das berichtet das Medium "Kyiv Independent" unter Berufung auf Videos von Augenzeugen. Demnach ist zu sehen, wie es dort infolge eines Angriffs brennt und dichter Rauch aus der Raffinerie aufsteigt. Sysran liegt rund 800 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.
+++ 03:26 Estlands Außenminister hält russischen Großangriff in nächster Zeit für unwahrscheinlich +++
Estlands Außenminister Margus Tsahkna geht nicht von einem baldigen Angriff Russlands auf Nato-Staaten aus. "Eine groß angelegte Invasion in den kommenden Wochen halte ich für ausgeschlossen. Dafür fehlen Russland die Kräfte", sagt Tsahkna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es gibt keine relevanten Truppenverlegungen und Russland ist in der Ukraine gebunden." Das bedeute jedoch nicht, dass von Russland keine Gefahr ausgehe. "Russland bleibt ein gefährliches Land, und Provokationen sind jederzeit möglich." Darauf sei man vorbereitet. Zuvor hatte unter anderem der polnische Regierungschef Donald Tusk von Geheimdienst-Warnungen vor einem russischen Angriff auf Polen und vor "kritischen Monaten" gewarnt.
+++ 00:32 Klitschko: Russische Angriffe "schlimmer als je zuvor" +++
Angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen spricht Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko von einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. "Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor", sagt er der "Bild am Sonntag". Klitschko geht davon aus, dass die Intensivierung der Angriffe auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen ist. Putin stehe so unter Druck, "dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt", sagt der frühere Box-Weltmeister.
+++ 23:37 Russland auf der Biennale: EU-Kommission für Entzug der Förderung +++
Die Kunstbiennale von Venedig muss wegen der geplanten Wiedereröffnung des russischen Pavillons mit der Streichung von Zuschüssen der EU rechnen. "Die Kommission empfiehlt der EACEA (Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur) offiziell, die Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro an die Biennale in Venedig zu kündigen", schreibt die Vizepräsidentin der EU-Kommission Henna Virkkunen auf X. "Kultur in Europa - finanziert mit Steuergeldern - sollte demokratische Werte fördern und schützen. Diese Werte werden im heutigen Russland nicht respektiert", so die Finnin weiter. Die Biennale hat am 9. Mai begonnen. Zum ersten Mal seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine nutzt Russland den landeseigenen Pavillon wieder selbst. Derzeit ist er aber für das breite Publikum geschlossen, draußen ist eine Installation auf einem großen Bildschirm zu sehen.
+++ 22:18 Munitionsdepot zu nah an Häusern - Selenskyj bestraft Beamte +++
Bei einem russischen Raketenangriff gehen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft - nun will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, "doch all diese Vorschriften wurden missachtet", klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Aus seiner Sicht seien genügend Plätze in der Ukraine vorhanden, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen.
+++ 21:28 Grünen-Politiker Dahmen wegen Ukraine-Krieg nun Bundeswehr-Reservist +++
Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen hat seine frühere Wehrdienstverweigerung zurückgezogen und sich als Reservist bei der Bundeswehr gemeldet. Der 44-Jährige begründet den Schritt in einem "Spiegel"-Interview mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. "Meine Überzeugung war und ist: Ich will keinen Menschen töten. Doch ich muss anerkennen, die Zeiten und Rahmenbedingungen, vor denen ich diese Gewissensentscheidung verantworten muss, haben sich geändert", sagt der Mediziner.
+++ 20:41 Klitschko: Zahl der Verletzten in Kiew steigt +++
Nach dem Angriff mit ballistischen Raketen auf die Metropole Kiew erhöht sich die Zahl der Verletzten auf mindestens zwölf, bestätigt der Bürgermeister Vitali Klitschko. Demnach sollen unter den Verletzten auch zwei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, bewusst zivile Ziele anzugreifen.
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