Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:28 Regierung: Seit 2022 Rüstungsverträge für 111 Milliarden +++
Seit der 2022 wenige Tage nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine eingeläuteten "Zeitenwende" hat der Bund nach eigenen Angaben 47.000 Beschaffungsverträge zu Rüstungsgütern abgeschlossen. Sie hätten einen Gesamtwert von 111 Milliarden Euro. Dies geht aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage de Linken hervor. 2022 beschloss der Bundestag ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und auch der Verteidigungshaushalt wuchs seitdem stark an. 2026 stehen 82,7 Milliarden Euro im Haushalt und 25,5 Milliarden Euro aus dem Sonderetat zur Verfügung. Es fehlten Controlling und ein Gesamtüberblick, kritisiert Linken-Politiker Dietmar Bartsch. Damit wachse das Risiko, dass Milliarden an Steuergeldern beziehungsweise Krediten in verspäteten oder untauglichen Projekten versickerten.
+++ 05:43 Berichte: Ölraffinerie in Jaroslawl brennt +++
In der russischen Stadt Jaroslawl brennt es in einer Ölraffinerie, nachdem ukrainische Drohnen in der Nacht zum 26. April mehrere russische Regionen angegriffen haben, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf den unabhängigen Telegram-Nachrichtenkanal Exilenowa Plus. Die russischen Behörden melden lediglich Drohnenangriffe in Jaroslawl.
+++ 04:45 Pjöngjang: Duma-Vorsitzender ehrt gefallene Nordkoreaner +++
Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, ist in Pjöngjang eingetroffen, um an der Eröffnungszeremonie eines neuen Denkmals für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten teilzunehmen, wie die nordkoreanische Staatsagentur KCNA berichtet. Jo Yong Won, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der Obersten Volksversammlung Nordkoreas, erklärt laut KCNA, die Entsendung einer hochrangigen Delegation Moskaus zur Eröffnungszeremonie sei Ausdruck aufrichtiger Wertschätzung und Unterstützung seitens des russischen Volkes.
+++ 02:45 Russische Behörden: Ein Toter und drei Verletzte durch ukrainische Drohnen in Sewastopol +++
In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben einen Mann getötet und drei weitere Menschen verletzt. Insgesamt seien 43 Drohnen abgeschossen worden, erklärt der von den russischen Behörden eingesetzte Gouverneur Michail Raswoshajew im Onlinedienst Telegram. Bei dem Todesopfer handelte es sich demnach um einen 1983 geborenen Mann, der sich in einem Fahrzeug befunden habe. Dem Gouverneur zufolge wurden bei dem Drohnenangriff in verschiedenen Vierteln der Hafenstadt mehrere Wohnhäuser sowie eine Tanzschule beschädigt. Sewastopol hat rund eine halbe Million Einwohner und ist Standort eines historischen Stützpunktes der russischen Schwarzmeerflotte.
+++ 01:54 Kreml-Freund tritt ab: Orban verzichtet auf sein Abgeordnetenmandat +++
Nach seiner klaren Niederlage bei der Parlamentswahl in Ungarn hat der scheidende Regierungschef Viktor Orban seinen Verzicht auf seinen Sitz im künftigen Parlament verkündet. Er habe entschieden, sein Abgeordnetenmandat abzugeben, da er "derzeit" nicht im Parlament gebraucht werde, erklärt der Putin-Vertraute im Onlinedienst Facebook. Vielmehr wolle er sich auf die "Neuorganisation des nationalen Lagers" in Ungarn konzentrieren. Gleichzeitig betont Orban, er stehe weiter als Chef seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei bereit, wenn die Delegierten eines Parteitags im Juni sich dafür aussprächen. Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen hatte die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen, was dem künftigen Regierungschef grundlegende Reformen ermöglicht.
+++ 00:44 Russland: 43 ukrainische Drohnen über Sewastopol abgewehrt +++
Russland wehrt über der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim einen ukrainischen Drohnenangriff ab. Insgesamt seien 43 Drohnen über dem Meer und verschiedenen Stadtteilen abgeschossen worden, teilt der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Zwei Menschen seien verletzt worden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
+++ 23:11 Sechs Verletzte nach russischen Angriffen auf Nikopol +++
Im Tagesverlauf werden sechs Menschen - darunter zwei Kinder - durch russischen Beschuss in den Bezirken Nikopol und Synelnykivskyi der Region Dnipropetrowsk verletzt. Dies berichtet Oleksandr Hanzha, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, laut Ukrinform auf Telegram. "Neben Dnipro wurden auch die Bezirke Nikopol und Synelnykiwskyj den ganzen Tag über von Feinden angegriffen. Die Russen attackierten mit Drohnen und Artillerie. Sechs Menschen wurden verletzt", schreibt der Regionalchef.
+++ 21:35 Zahl der Toten in Dnipro steigt auf mindestens acht +++
Nach stundenlangen russischen Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro steigt die Zahl der Getöteten Behördenangaben zufolge auf mindestens acht, dutzende weitere verletzt worden. Die Bomben- und Drohnenangriffe dauerten rund 20 Stunden lang bis in den späten Nachmittag, wie Bürgermeister Borys Filatow berichtet. Mindestens 49 Menschen wurden laut Filatow verletzt, darunter zwei Kinder. Auch sein Stellvertreter sei schwer verletzt worden, berichtet der Bürgermeister.
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