Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:18 Iranische Quellen weisen Trumps Äußerungen über mögliches Abkommen zurück +++
Iranische Insider haben die jüngsten Behauptungen des US-Präsidenten Donald Trump über ein mögliches Abkommen mit dem Iran zurückweisen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, beschreiben gut informierte Quellen seine Äußerungen als "eine Mischung aus Wahrheit und Lüge" - und als Versuch, einen Sieg vorzutäuschen. Im Iran sei demnach noch keine finale Entscheidung getroffen worden.
+++ 17:32 Trump kündigt "endgültige Entscheidung" zu Iran an +++
US-Präsident Donald Trump hat eine "endgültige Entscheidung" zu den Verhandlungen mit dem Iran angekündigt. Er werde sich dazu jetzt im Lagezentrum (Situation Room) treffen, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Der Situation Room ist ein Kommandoraum im Weißen Haus. Dort trifft sich ein US-Präsident traditionell mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern. Trump listet zudem auf, was ein mögliches Abkommen der USA mit dem Iran beinhalten müsse. So müsse der Iran zusagen, keine Atomwaffen zu entwickeln und die Straße von Hormus müsse wieder geöffnet werden. Alle Seeminen müssten beseitigt und das hochangereicherte Uran des Iran müsse vernichtet werden. Die US-Seeblockade gegen den Iran solle dann aufgehoben werden.
+++ 17:06 Trump: Haben Irans Armee absichtlich nicht angegriffen +++
US-Präsident Trump rechtfertigt einmal mehr sein Vorgehen im Iran-Krieg. Als Plattform dient dieses Mal ein Interview, das seine Schwiegertochter Lara Trump führt. Darin erklärt der Präsident auch, die USA würden im Iran einen wichtigen Fehler vermeiden, der bei früheren Kriegen - etwa im Irak - gemacht worden sei.
+++ 16:15 Netanjahu: Israelische Truppen überqueren Litani-Fluss im Libanon +++
Im Libanon rücken Israels Truppen weiter vor. Inzwischen hätten sie den Litani-Fluss überquert, sagt der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einem Besuch der 36. Streitkräfte-Division an der israelischen Nordgrenze. Der Fluss verläuft rund 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze. Die israelischen Streitkräfte seien zudem im Rahmen des Kampfes gegen die Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut und im Bekaa-Tal aktiv, so Netanjahu weiter.
+++ 15:29 Iran: Gewinnen Zugeständnisse durch Raketen, nicht Gespräche +++
Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident hat sich trotz positiver Zeichen für eine Verhandlungslösung mit den USA misstrauisch gezeigt. "Wir vertrauen weder Garantien noch Worten. Maßgeblich sind allein die Taten", schreibt Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. Teheran werde erst handeln, wenn die Gegenseite dies tue. Ghalibaf schreibt zudem, der Iran erlange Zugeständnisse nicht durch Gespräche, "sondern durch Raketen". Der wahre Gewinner einer Vereinbarung sei derjenige, der am Tag danach besser auf einen Krieg vorbereitet ist, fügt er hinzu.
+++ 14:44 Israel fängt "feindliche" Drohne im Südlibanon ab +++
Israels Militär hat eine mutmaßlich "feindliche" Drohne in einem Gebiet im Südlibanon abgeschossen, in dem Truppen der israelischen Armee stationiert sind. Das teilt die israelische Luftwaffe bei X mit. Demnach soll es sich um eine Drohne der von Teheran unterstützten Terrormiliz Hisbollah handeln. Zuvor war in der israelischen Stadt Chanita an der Grenze zum Libanon Luftalarm ausgelöst worden.
+++ 13:46 Bundesregierung besorgt über Netanjahus Gaza-Plan +++
Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geäußert, dass die israelische Armee weitere Teile des Gazastreifens unter ihre Kontrolle bringen soll. Dies würde die humanitäre Versorgung der Bevölkerung in dem Palästinenser-Gebiet erschweren, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Eine Teilung des Gazstreifens dürfe nicht dauerhaft sein und zementiert werden. Sollten die israelischen Ankündigungen umgesetzt werden, würde dies auch dem 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen widersprechen. Dieser sieht unter anderem einen Teilrückzug der israelischen Armee vor.
+++ 12:59 UN: Vergangene Woche täglich elf Kinder im Libanon Opfer von Israels Angriffen +++
Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in der vergangenen Woche jeden Tag im Durchschnitt elf Kinder bei israelischen Angriffen getötet oder verletzt worden. Insgesamt seien in den vergangenen sieben Tagen 77 Kinder zu Schaden gekommen, teilt das Kinderhilfswerk der UN mit. Die Zahl sei "erschütternd", sagt Unicef-Sprecher Ricardo Pires. Israel hat seine Angriffe auf den Libanon erheblich verstärkt und nimmt nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah-Miliz ins Visier, die mit dem Iran verbündet ist. In der Nacht zum Donnerstag hatte das israelische Militär schwere Angriffe auf Städte und Dörfer im Südlibanon geflogen, nachdem die Regierung einen neuen Teil des Gebiets zur "Kampfzone" erklärt hatte. Am Donnerstag traf ein israelischer Angriff zudem ein Gebäude in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.
+++ 12:07 Bericht: Israel ruft weitere Bewohner im Libanon zu Evakuierung auf +++
Das israelische Militär hat offenbar weitere Bewohner im Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Das berichtet der Sender Al Jazeera unter Berufung auf den Sprecher Avichay Adraee. Demnach richtete dieser eine "dringende Warnung" an die Bewohner von Ansariya, Al-Khrayeb, Shabriha, Sarafand, Adlun und Baysariya und forderte sie auf, sich "nördlich des Zahrani-Flusses" in Sicherheit zu bringen.
+++ 11:06 Bericht: Iran verschafft sich wieder Zugang zu Raketenarsenal +++
Neue Satellitenbilder sollen zeigen, dass der Iran wieder Zugang zu großen Mengen an Raketen erhält, die in unterirdischen Anlagen gelagert sind. Das berichtet der Sender CNN. Bereits Mitte Mai meldeten US-Medien, dass der Iran immer noch über den Großteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen verfüge. Die Berichte standen in starkem Kontrast zur Darstellung der US-Regierung, wonach der Iran militärisch weitestgehend geschlagen sei.
+++ 09:24 Iran-Krieg bringt Chemiebranche Atempause +++
Der Iran-Krieg beschert der kriselnden deutschen Chemieindustrie eine Sonderkonjunktur. Sie profitiert von Hamsterkäufen, da Industriekunden mit dem Konflikt und der gesperrten Straße von Hormus Lieferengpässe fürchten. Im ersten Quartal stiegen Produktion und Umsatz in der Chemie um je 2 Prozent zum Schlussquartal 2025, wie der Branchenverband VCI in Frankfurt mitteilt. Dabei wuchsen die Erlöse in allen Bereichen, darunter bei Grund- und Spezialchemikalien, in der Petrochemie und bei Körperpflegemitteln. "Zusätzliche Bestellungen zu Jahresbeginn deuten teils auf Vorsichtsbestellungen und Lageraufbau angesichts der Eskalation am Golf hin", heißt es. Auch sei der Abwärtstrend bei den Erzeugerpreisen gestoppt. Insgesamt kletterte der Umsatz in der Chemie- und Pharmabranche saisonbereinigt um 2,1 Prozent auf fast 51 Milliarden Euro zum Vorquartal, die Auslastung der Anlagen stieg von niedrigem Niveau aus.
+++ 08:11 Erst Einigung, dann Dementi - "Dahinter stecken die iranischen Revolutionsgarden" +++
In den iranischen Staatsmedien heißt es, die von den USA verkündete Einigung sei gar nicht zustande gekommen. ntv-Korrespondent Gordian Fritz blickt auf die unklare und angespannte Situation rund um die Absichtserklärung.
+++ 07:03 Bericht: Warnschüsse auf Schiffe nahe Straße von Hormus +++
Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat laut einem Bericht nach eigenen Angaben Warnschüsse auf vier Schiffe nahe der Straße von Hormus abgefeuert. Das berichtet CNN unter Berufung auf ein den IRGC nahestehendes Telegram-Konto. Den Angaben zufolge hätten die Schiffe versucht, die Wasserstraße "ohne vorherige Abstimmung oder Genehmigung" zu passieren, heißt es in dem Beitrag weiter.
+++ 05:35 "Teuer" und "ineffizient": Verbraucherschützer gegen Verlängerung des Tankrabatts +++
Deutschlands oberste Verbraucherschützer sprechen sich deutlich gegen eine Verlängerung des infolge des Krieges verabschiedeten Tankrabatts aus. Dieser sei "teuer, ineffizient und anfällig für Mitnahme-Effekte", sagt die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Ramona Pop, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Eine Verlängerung lehnen wir deshalb klar ab." Der Tankrabatt habe die Erwartungen "wenig überraschend verfehlt". Ein erheblicher Teil der durch die Regierungsmaßnahme erhofften Entlastung sei zunächst nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen, sondern in den Kassen der Mineralölkonzerne versickert. "Erst unter massivem öffentlichem Druck sind die Preise an den Zapfsäulen gesunken."
+++ 04:30 Preisdruck bleibt wegen Krieges vermutlich hoch +++
Die Menschen in Deutschland müssen sich weiterhin auf erhöhte Verbraucherpreise einstellen. Im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges die Teuerungsrate auf 2,9 Prozent getrieben - den höchsten Stand seit Januar 2024. Heute veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zur Inflation im Mai. Zwar sollte der Tankrabatt - die befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel im Mai und Juni - für etwas Entlastung sorgen. Volkswirte erwarten jedoch, dass die höheren Energie-, Produktions- und Transportkosten nach und nach auf die Preise für Nahrungsmittel sowie manche Dienstleistungen durchschlagen werden.
+++ 03:28 Ölpreis fällt wegen Optimismus über mögliches Abkommen +++
Der Ölpreis gibt im frühen asiatischen Handel nach, was auf den Optimismus über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist. Damit werden die Sorgen über Lieferunterbrechungen zerstreut. Zuvor hatte es einen Bericht gegeben, wonach sich die beiden Länder einem 60-tägigen Abkommen näherten, das eine gegenseitige Aufhebung der Blockaden in der Straße von Hormus innerhalb der ersten 30 Tage beinhalte. Aus Teheran und Washington gab es dazu aber unterschiedliche Angaben. Die Meerenge ist eine wichtige Wasserstraße, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Der nächst fällige Terminkontrakt auf WTI-Rohöl verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 88,31 US-Dollar pro Barrel; der nächst fällige Terminkontrakt auf Brent-Rohöl fällt um 0,4 Prozent auf 93,37 US-Dollar pro Barrel.
+++ 02:19 Tankstellenverband: "Es wird auf Dauer bei Spritpreisen über zwei Euro bleiben" +++
Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) hält nichts von einer Verlängerung des Tankrabatts. "Auf der einen Seite ist es grundsätzlich gut, dass die Preise durch den Tankrabatt reduziert werden. Das entlastet die Verbraucher und nimmt den Druck von den Tankstellen. Das Hauptproblem aber wird damit nicht gelöst. Das besteht darin, dass die Konzerne den deutschen Markt mehr melken als in anderen Ländern", sagt TIV-Sprecher Herbert Rabl der "Rheinischen Post". "Es wird auf Dauer bei Spritpreisen über zwei Euro bleiben, wenn der Tankrabatt ausläuft - und das trotz einer ähnlichen Steuersituation wie in anderen Ländern." Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Kraftstoffe bis Ende Juni gesenkt. Nun wird über eine Verlängerung diskutiert.
+++ 01:35 Vance: USA und Iran stehen kurz vor Einigung +++
Die USA und der Iran stehen nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance kurz vor einem Abkommen. Man sei "noch nicht am Ziel", aber nah dran, sagt Vance vor Journalisten. Es gebe noch einige Streitpunkte, die die iranischen Bestände an angereichertem Uran und die Frage der Anreicherung beträfen. "Es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird", erklärt Vance mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Man diskutiere noch über einige Formulierungen. "Ich kann nicht garantieren, dass wir ans Ziel kommen, aber im Moment habe ich ein ziemlich gutes Gefühl dabei", fügt der Vizepräsident hinzu.
+++ 00:38 US-Flugzeug nahe Buschehr zerstört? Washington dementiert +++
Das iranische Staatsfernsehen berichtet unter Berufung auf örtliche Behörden, ein US-Flugzeug sei nahe Buschehr im Iran zerstört worden. Die Stadt liegt am Persischen Golf. Die USA weisen den Bericht umgehend zurück. Es sei kein US-Flugzeug nahe Buschehr abgeschossen worden, sagt ein US-Regierungsvertreter. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ 23:47 USA verhängen neue Sanktionen gegen iranischen Ölhandel +++
Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Ölhandel des Iran. Das Finanzministerium belegt acht Schiffe mit Strafmaßnahmen, die iranisches Rohöl und Erdölprodukte auf die Weltmärkte transportieren. "Wir werden der iranischen Regierung nicht erlauben, ihre Öleinnahmen zur Wiederherstellung ihrer Streitkräfte und militärischen Fähigkeiten zu erhöhen", erklärt Finanzminister Scott Bessent. Zudem werden mehr als 15 weitere Unternehmen sanktioniert, darunter Firmen in Hongkong und Dubai.
+++ 22:50 Polen verlängert Steuerrabatt auf Sprit bis Mitte Juni +++
Polen will die Steuersenkung für Benzin und Diesel infolge des Iran-Kriegs ein weiteres Mal verlängern. Das Spritpreispaket, das nach zwei Verlängerungen bis Ende Mai gilt, wird mindestens bis Mitte Juni beibehalten. Dies ergibt sich aus einer gerade veröffentlichten Anweisung des Finanzministeriums, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtet. Ende März hatte die Regierung in Warschau ein Spritpreispaket verabschiedet, um den Verbrauchern angesichts der gestiegenen Rohölpreise Erleichterung zu verschaffen. Die Mehrwertsteuer für Treibstoffe wurde vorübergehend von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent gesenkt.
+++ 22:32 Iran: Einigung auf Rahmenabkommen mit USA weder fertig noch bestätigt +++
Eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtet die den Revolutionsgarden - Irans Elitestreitmacht - nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei. Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, teilt die Quelle laut Tasnim weiter mit. Sie fügt hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.
+++ 22:02 Wadephul will deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat - Zurückhaltung bei Israel-Kritik ein Problem? +++
Außenminister Johann Wadephul wirbt bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York für die deutsche Kandidatur um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Deutschland "möchte erneut im weltweit wichtigsten multilateralen Gremium für Frieden und Sicherheit einen aktiven Beitrag leisten", heißt es am Abend vor der Abreise des CDU-Politikers aus Hamburg zu den Gesprächen in der US-Ostküstenmetropole. Die Wahlen in der Generalversammlung der Weltorganisation sind am 3. Juni. Die Wahl Deutschlands ist keineswegs sicher. Beim Abstimmungsverhalten etlicher Länder dürfte die Haltung der Bundesregierung im Gaza-Krieg eine Rolle spielen. Berlin hatte sich der massiven Kritik am Vorgehen Israels gegen die Palästinenser und der Forderung nach Sanktionen gegen die israelische Regierung nicht angeschlossen.
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