Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:34 Was Kiews Geheimdienst hinter Moskaus Rekrutierung kubanischer Söldner vermutet +++

30.03.2026, 00:04 Uhr

Im Krieg gegen die Ukraine setzt Russland offenbar auch Söldner aus zahlreichen Ländern ein. Nach ukrainischen Geheimdienstschätzungen sollen darunter 10.000 bis 15.000 kubanische Söldner sein. Sie könnten auf dem Schlachtfeld nichts bewirken, sagt Andriy Chernyak vom Militärgeheimdienst gegenüber dem ukrainischen Ableger von "Radio Liberty". Seiner Ansicht nach geht es Russland darum, zu demonstrieren, für seinen Krieg die Unterstützung weiterer Staaten zu haben. Chernyak glaubt, dass die Söldner aus Kuba entweder gezwungen wurden, einen Vertrag mit den russischen Streitkräften zu unterzeichnen oder durch Täuschung dazu gebracht wurden.

+++ 16:04 Mutmaßlicher Russland-Spion ist in U-Haft +++

Ein in Hagen festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist in Untersuchungshaft. Der Ukrainer soll laut Bundesanwaltschaft im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über einen Mann aus Deutschland gesammelt haben, der sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs für ukrainische Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt hat.

+++ 15:46 Kapitän eines Schattenflotten-Öltankers in Frankreich zu Haftstrafe verurteilt +++

Ein Gericht in Frankreich hat den Kapitän eines Tankers der sogenannten russischen Schattenflotte in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Der 39-jährige Chinese wurde im westfranzösischen Brest wegen Nichtbefolgens einer behördlichen Anordnung verurteilt. Der Fall des Öltankers "Boracay" hatte Aufsehen erregt, weil das Schiff zeitweise im Verdacht stand, als Startrampe für Drohnen gedient zu haben, die im September in Dänemark gesichtet worden waren. Die französische Marine hatte den Öltanker, der auf der EU-Sanktionsliste steht, Ende September nahe der Insel Ouessant im Atlantik aufgehalten und den Kapitän zu einer Kursänderung Richtung Küste aufgefordert. Mehrere französische Soldaten gingen dann an Bord. Das Schiff ankerte mehrere Tage vor Saint-Nazaire, bevor es seine Fahrt fortsetzten durfte.

+++ 15:17 Finnische Polizei: Abgestürzte Drohne mit Sprengkopf bestückt +++

Eine im Osten Finnlands am Sonntag abgestürzte ukrainische Drohne war nach Polizeiangaben mit einem Sprengkopf bestückt, der nicht detonierte. Die Drohne sei inzwischen kontrolliert gesprengt worden, teilt die Polizei mit. Sie war nach Behördenangaben in der Nähe der Stadt Kouvola niedergegangen. Die Ukraine hat mehrfach russische Ölanlagen an der Ostsee angegriffen. Estland, Lettland und Litauen hatten unlängst ebenfalls über den Absturz von Drohnen berichtet, die aus der Ukraine stammten und vom Kurs abgekommen waren.

+++ 14:43 Ukraine zerstört drei russische Waffensysteme auf der Krim +++

Ukrainische Streitkräfte melden auf Facebook, sie hätten drei russische Mehrfachraketenwerfer auf der Krim zerstört. Dazu teilten sie Drohnenaufnahmen der Operation. Auch Begleitfahrzeuge der Raketenwerfer sollen dabei ausgeschaltet worden sein. 

+++ 14:17 London nennt Spionagevorwürfe aus Moskau "völligen Unsinn" +++

Das Außenministerium in London weist Spionagevorwürfe aus Moskau gegen einen Diplomaten als "völligen Unsinn" zurück. Russland verbreite "böswillige und völlig haltlose Anschuldigungen" und betreibe eine "aggressive und koordinierte Kampagne der Schikane" gegen britische Diplomaten, erklärt das Ministerium. Der 29-jährige Diplomat sei als zweiter Sekretär an der Botschaft in Moskau tätig und an "subversiven nachrichtendienstlichen Aktivitäten beteiligt, welche die Sicherheit Russlands bedrohen", hatte der FSB zuvor erklärt (siehe Eintrag 10:32).

+++ 13:48 Selenskyj dreht Pappergers "Hausfrauen"-Vergleich um +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist abwertende Äußerungen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur Drohnenproduktion in der Ukraine zurück. "Wenn jede Hausfrau in der Ukraine tatsächlich Drohnen herstellen kann, dann kann jede Hausfrau in der Ukraine Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein", sagt Selenskyj und bezeichnete Pappergers Vergleich als "grotesk". Zudem lobte Selensjyj das hohe Niveau des ukrainischen Rüstungskomplexes. In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "The Atlantic" hatte Papperger auf eine Frage zur Entwicklung von Drohnentechnologie in der Ukraine gesagt, dies sei "wie mit Lego zu spielen". Der Rheinmetall-Chef verglich zudem wichtige ukrainische Drohnenbauer mit "Hausfrauen": "Sie haben 3-D-Drucker in der Küche, und sie stellen Drohnenteile her. Das ist keine Innovation."

+++ 13:23 Munz: In St. Petersburg lag Benzingeschmack in der Luft +++

Nach weiteren ukrainischen Angriffen auf russische Öldepots und Häfen ist der Ölexport enorm eingeschränkt. Die russische Regierung gibt Warnmeldungen bezüglich mangelhafter Luftqualität an die Bevölkerung heraus, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau.

+++ 13:00 Kreml-Sprecher: Keine Mobilmachung geplant +++

In Russland ist nach Angaben des Präsidialamts keine militärische Mobilmachung geplant. "Diese Frage steht nicht auf der Agenda", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin hatte im September 2022 die erste Teilmobilmachung des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg angeordnet. Der damalige Verteidigungsminister Sergej Schoigu sprach zu dem Zeitpunkt von 300.000 Reservisten, die eingezogen werden sollten. Daraufhin mehrten sich die Anzeichen für eine Absetzbewegung von Russen im wehrfähigen Alter. Über eine weitere Mobilisierung in Russland ist seitdem wiederholt spekuliert worden.

+++ 12:23 Selenskyj: Einige Verbündete signalisieren Ukraine, Angriffe auf Ölsektor zu reduzieren +++

Der ukrainische Staatschef Selenskyj sagt, er habe kürzlich "Signale" von einigen Partnerländern erhalten, "dass wir unsere Angriffe gegen den russischen Ölsektor reduzieren" sollen. Der seit über vier Wochen andauernde US-israelische Krieg gegen den Iran hat die Ölpreise in die Höhe schießen lassen. US-Präsident Donald Trump hat deswegen bis zum 11. April die Sanktionen gegen Russland etwas gelockert. In einem Whatsapp-Chat mit Journalisten fügt Selenskyj hinzu, falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine sei im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.

+++ 11:50 Ukrainer reklamieren Treffer gegen russische Flugabwehr +++

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein Startergerät eines Flugabwehrraketensystems S-400 "Triumph" zerstört. Befunden habe es sich im Bereich des Dorfes Gvardiyske auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Dem Generalstab zufolge wurde außerdem das Altschewsker Hüttenwerk in der Region Luhansk getroffen. Dort werde großkalibrige Munition hergestellt. Auf dem Gelände sei ein Großbrand ausgebrochen.

+++ 11:15 Kiew listet Schiffe auf, die mit Russland kooperieren sollen +++

Das ukrainische Verteidigungsministerium listet 51 Schiffe auf, die es mit Russlands Krieg in Verbindung bringt. Den Vorwürfen zufolge sollen sie dazu beitragen, dass Russland seine Aggression gegen die Ukraine fortsetzen kann. Aufgeführt werden vor allem Öltanker, aber auch andere Frachter für den Transport von Gütern. Ein Teil der Schiffe laufe regelmäßig die Häfen in den besetzten Gebieten der Ukraine an, darunter Mariupol und den Krim-Hafen Kertsch, heißt es vom ukrainischen Geheimdienst. Kiew wirft Russland vor, Rohstoffe wie Getreide, Erz und Kohle aus den besetzten ukrainischen Gebieten zu stehlen und exportieren. Die genannten Schiffe fahren unter der Flagge zahlreicher Staaten. Kiew ruft dazu auf, mit Sanktionen gegen Eigentümer, Betreiber und Führungskräfte der beteiligten Unternehmen vorzugehen. Zudem sollten die Schiffe keine Ersatzteile erhalten und ihnen sollte die Einfahrt in Häfen, Hoheitsgewässer und internationale Meerengen verboten werden.

+++ 10:32 Russland weist Diplomaten der britischen Botschaft wegen Spionagevorwürfen aus +++

Russland ordnet die Ausweisung eines Diplomaten der britischen Botschaft wegen Spionagevorwürfen an. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet unter Berufung auf den russischen Geheimdienst FSB, der Diplomat müsse binnen zwei Wochen Russland verlassen. Er sei als zweiter Sekretär an der Botschaft in Moskau tätig und an "subversiven nachrichtendienstlichen Aktivitäten beteiligt, welche die Sicherheit Russlands bedrohen", heißt es weiter.

+++ 09:51 Ukrainer: Haben Pontonbrücken noch rechtzeitig zerstört +++

Ukrainische Truppen berichten von wiederholten Versuchen russischer Soldaten, den Fluss Bachmutka in der Oblast Donezk zu überqueren. Dazu hätten die Russen rasch Pontonbrücken errichtet, schreibt die Apache-Einsatzgruppe am Sonntag in sozialen Medien. Den Angaben zufolge konnten die Brücken jedoch zerstört werden, bevor die Russen sie benutzen konnten, da der Geheimdienst sie rechtzeitig entdeckte.

+++ 09:20 Gefechtsschwerpunkte liegen an Ostfront +++

Die ukrainischen Streitkräfte zählen im Laufe des vergangenen Tages 123 Gefechte. Die höchste Aktivität verzeichnet der Lagebericht des Generalstabs in den Frontabschnitten Pokrovsk und Kostiantynivka in der östlichen Region Donezk mit jeweils mehr als 20 Angriffen. Das ukrainische Militär teilt zudem mit, dass allein im Sektor Pokrovsk 112 russische Soldaten getötet und 69 weitere verletzt worden seien. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

+++ 08:54 Menschenrechtsprojekt: Demonstranten in Moskau festgenommen +++

Laut dem Menschenrechtsprojekt OVD-Info haben am Sonntag einige Menschen in Moskau gegen die Internetsperren protestiert. Acht Personen seien auf dem Bolotnaja-Platz im Zentrum festgenommen worden, heißt es. Einer von ihnen habe ein Plakat mit der der Aufschrift "Nein zum Krieg" bei sich gehabt. Zwei der Festgenommenen seien minderjährig. Auch in anderen Städten gab es demnach vereinzelt Protestaktionen. Insgesamt habe es 18 Festnahmen gegeben. Nach zahlreichen Protestaufrufen in Russland gegen die Blockade des Mobilfunks und sozialer Netzwerke untersagten Städte reihenweise die Demonstrationen. Im Moskauer Gebiet hätten mehrere Städte in gleichlautenden Schreiben Versammlungsverbote erteilt, teilte der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin letzte Woche mit.

+++ 08:15 Russischer Nacht-Angriff löst Alarm in ganzer Ukraine aus +++

Dem ukrainischen Militär zufolge hat Russland die Ukraine letzte Nacht mit einer Iskander-M-Rakete und 164 Drohnen angegriffen. Sie hätten 150 Drohnen abgewehrt, teilen die Luftstreitkräfte mit. Es habe einen Raketentreffer, sowie Drohneneinschläge an sieben Orten gegeben. Näheres zum Einschlag der Rakete ist noch nicht bekannt. In der Nacht hatte es in der gesamten Ukraine Luftalarm gegeben, nachdem der Start eines russischen MiG-31K-Kampfjets registriert wurde, wie Ukrinform meldet. Der Kampfjet kann mit der Hyperschallrakete Ch-47M2 Kinschal bestückt werden. Bei der Kinschal handelt es sich um eine Luft-Boden-Rakete, während es sich bei der Iskander um eine Boden-Boden-Rakete handelt.

+++ 07:37 Ukraine soll russisches Chemiewerk angegriffen haben +++

Die ukrainischen Streitkräfte sollen in der Nacht mehrere Industrieeinrichtungen mit Drohnen attackiert haben. Darunter sei das Chemiewerk des Unternehmens Kuibyschewasot in Toljatti in der russischen Oblast Samara, melden ukrainische Open-Source-Intelligence-Kanäle in sozialen Medien unter Berufung auf Bildmaterial von Anwohnern. Über Toljatti sei Rauch zu sehen gewesen, heißt es. Zudem soll ein Metallwerk in Altschewsk in der besetzten Region Luhansk mit Drohnen angegriffen worden sein. Über Opfer ist bisher nichts bekannt. Das russische Militär teilt mit, in der Nacht 102 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgeschossen zu haben - unter anderem über den Regionen Samara, Belgorod, Rostow und Krasnodar.

+++ 07:06 Russische Städte melden Opfer bei Drohnenangriffen - Zentrum der Drohnenindustrie im Visier +++

In der südwestrussischen Stadt Krasnodar wurden dem Bürgermeister zufolge drei Menschen bei Drohnenangriffen verletzt, darunter zwei Kinder. In der Grenzregion Belgorod wurden zwei Frauen in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem "Drohnen der ukrainischen Streitkräfte" Fahrzeuge getroffen hatten, wie der Regionalgouverneur auf Telegram mitteilt. Zuvor gab es Berichte über einen Drohnenangriff auf die Hafen- und Industriestadt Taganrog. (Siehe Eintrag um 01:32 Uhr) Der Bürgermeisterin zufolge wurde dabei ein Mensch getötet. Acht weitere Menschen seien verletzt und Wohnhäuser, öffentliche Einrichtungen und Industrieanlagen durch herabstürzende Trümmer einer Drohne beschädigt worden, schreibt sie. Über Taganrog und sechs anderen Landkreisen des Gebietes Rostow seien in der Nacht mehr als 60 Drohnen abgefangen worden, teilt Gouverneur Juri Sljussar mit. Dazu zählt auch der Landkreis Millerowo. Von der dortigen Luftwaffenbasis startet die russische Armee oft Kampfdrohen zu Angriffen auf die Ukraine. 

+++ 06:42 Ukraine vereinbart Verteidigungskooperation mit Golfstaaten +++

Die Ukraine schließt ein zehnjähriges Kooperationsabkommen mit Saudi-Arabien und Katar. Ein weiteres Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sei in Arbeit, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten während seiner Reise durch den Nahen Osten. Die Vereinbarungen werden sich auf die Waffenproduktion und den Erfahrungsaustausch konzentrieren. Einige der Golfstaaten suchen die Expertise Kiews bei der Abwehr von Drohnenangriffen. Die Ukraine entsandte über 200 Militärexperten in die Region. Selenskyj sagt, dass die Abkommen mit den Ländern des Nahen Ostens den Exporteuren der ukrainischen Verteidigungsindustrie zugutekommen werden. "In diesen 10 Jahren werden wir uns an einer gemeinsamen Produktion beteiligen und Werke bauen - sowohl Produktionslinien in der Ukraine als auch in diesen Ländern", sagt Selenskyj.

+++ 06:11 Trump: Freue mich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat +++

US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko "herzlichst" für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt. Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert. Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Der Langzeitherrscher Lukaschenko ist der engste Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte sein Land 2022 auch als Aufmarschgebiet für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt.

+++ 05:39 Russisches Gericht verurteilt Asow-Kämpfer zu 18 und 19 Jahren Haft +++

Das Militärgericht des südlichen Bezirks in Rostow am Don hat drei Ukrainer verurteilt, die während der Belagerung des Asowstal-Werks in Mariupol gefangen genommen worden waren. Einer von ihnen erhielt eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren, die beiden anderen wurden zu 18 und 19 Jahren Haft verurteilt. Dies berichtet Ukrinform mit Bezug auf den Pressedienst des Gerichts. Alle drei waren wegen ihres Dienstes in der Asow-Brigade angeklagt worden.

+++ 04:19 Partisanen zerstören Drohnen-Störmasten im russischen Nowgorod +++

Agenten der Partisanenbewegung ATESH zerstörten auf russischem Territorium drei Mobilfunktürme, die mit Antennen für elektronische Kampfführung ausgestattet waren. Diese Antennen stören den Flug ukrainischer Drohnen, berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Eintrag der Partisanen. Die betreffenden Türme befinden sich im Gebiet Ochvat in der Region Twer sowie in Demjansk und Waldai in der Region Nowgorod.

+++ 02:57 Kiew: Russland schaltet Social Media in besetzten Gebieten ab +++

In den russisch besetzten Gebieten der Ukraine schränken die Kremltruppen systematisch den Zugang der Bewohner zu westlichen Social-Media-Plattformen ein. Das geht aus Angaben des Nationalen Widerstandszentrums der Ukraine hervor, wie Ukrinform berichtet. "Das wichtigste Kontrollinstrument ist das TSPU-System geworden, das bei Internetanbietern installiert ist. Dieses System ermöglicht die zentrale Filterung des gesamten Datenverkehrs. Es blockiert Webseiten in Echtzeit, ohne dass die Nutzer davon Kenntnis haben", heißt es in der Erklärung. Das Internet in den besetzten Gebieten werde damit in ein geschlossenes System umgewandelt. Die primären Informationsquellen beschränken sich auf kremlkontrollierte Medien.

+++ 01:32 Drohnenangriff auf Taganrog in Südrussland - ein Toter +++

In der südrussischen Stadt Taganrog sind am späten Abend Explosionen zu hören. Dabei sei ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf den unabhängigen Telegram-Nachrichtenkanal Astra. Demnach beschreiben Anwohner den Drohnenangriff als den heftigsten seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Eine Drohne traf eine Schule in der Stadt, und die Luftabwehr in Taganrog wurde eingeschaltet, da der Drohnenangriff auf die Stadt andauert, berichtet das Nachrichtenportal. Laut dem Telegram-Nachrichtenkanal Exilenova Plus soll eine russische Drohne vom iranischen Typ Shahed über Taganrog gesichtet worden sein, und eine russische Rakete habe ein Wohngebäude in der Stadt getroffen. Taganrog liegt an der Küste des Asowschen Meeres im Süden Russlands, nur 40 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 23:55 Bericht: USA lassen sanktionierten russischen Öltanker nach Kuba passieren +++

Die USA lockern einem Zeitungsbericht zufolge ihre faktische Ölblockade gegen Kuba und lassen einen russischen Tanker die Karibikinsel ansteuern. Die "New York Times" berief sich in ihrem Bericht auf einen US-Regierungsvertreter. Warum die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Lieferung zulasse, sei unklar. LSEG-Daten zur Schiffsverfolgung zufolge ist der mit US-Sanktionen belegte Tanker "Anatoly Kolodkin" auf dem Weg nach Kuba. Das Schiff war im russischen Hafen Primorsk ausgelaufen. Die Regierung in Washington hatte Öllieferungen nach Kuba faktisch blockiert, um den Druck auf die Führung in Havanna zu erhöhen. Zugleich haben die USA ihre Sanktionen gegen Russland vorübergehend aufgehoben. Damit soll die weltweite Ölversorgung verbessert werden. Die Ukraine kritisiert die Lockerung, weil sie der russischen Führung ermöglicht, ihre Kriegskasse wieder aufzufüllen.

+++ 22:52 Selenskyj: Habe mit Jordanien über Sicherheitspartnerschaft beraten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in Jordanien mit König Abdullah über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Abwehr von Drohnenangriffen gesprochen. Angesichts des Iran-Krieges biete die Ukraine Expertise in der Luftverteidigung an, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. "Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es ohne ein einheitliches System schlicht unmöglich ist, einen umfassenden Schutz für Menschen und kritische Infrastruktur aufzubauen", erklärt er. Im Gegenzug für ihre Expertise erhoffe sich die Ukraine Unterstützung bei ihrer eigenen Verteidigung.

+++ 21:55 Ukraine über Kämpfe im Raum Pokrowsk: "Offensivaktivitäten des Feindes haben zugenommen" +++

Die ukrainische Truppengruppierung Ost gibt ein Update zu den Kämpfen im Raum Pokrowsk und Myrnohrad. Die Lage bleibe angespannt, heißt es in einem Beitrag auf Facebook. "Die Offensivaktivitäten des Feindes haben in diesem Sektor zugenommen. Russische Streitkräfte führen simultane Angriffe in der gesamten Pokrowsk-Agglomeration durch und setzen dabei leichte Fahrzeuge, Quad-Bikes (ATVs) und Infanteriegruppen ein." Die Russen konzentrierten ihre Hauptanstrengungen auf den Vorstoß in Richtung Hryshyne und Rodynske und versuchten dabei, Stellungen über die Flanken zu umgehen. "Die ukrainischen Verteidigungskräfte wehren zahlreiche Angriffe auf Hryshyne ab. Im Zentrum der Siedlung finden derzeit Nahkämpfe statt; ukrainische Einheiten halten den Gegner in Schach und blockieren dessen Vormarsch von Osten."

+++ 21:14 Slowakei droht mit weiterer Blockade von EU-Sanktionen gegen Russland +++

Dem slowakische Regierungschef Robert Fico zufolge stellt die EU die Interessen der Ukraine angeblich über die der Mitgliedsstaaten. Er behauptet, es habe ein Drohschreiben an die Slowakei zum Schutz des Kraftstoffmarktes gegeben. "Wenn die Europäische Kommission beabsichtigt, weiterhin auf diese Weise zu verfahren und die Interessen der Ukraine über jene der Slowakei zu stellen, kann sie die Unterstützung für das 20. Sanktionspaket gegen die Russische Föderation oder unsere Hilfe bei einem baldmöglichen EU-Beitritt der Ukraine vergessen", sagt Fico dem Medium Ta3.

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