Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:40 Selenskyj: Ukraine hat in 30 Tagen mehr Gebiete zurückerobert als Russland eingenommen hat +++
In den vergangenen 30 Tagen haben die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben aus Kiew mehr Gebiete zurückerobert, als Russland besetzt hat. "Kupjansk, unsere große Stadt im Gebiet Charkiw, steht unter unserer Kontrolle", sagt Selenskyj vor dem britischen Parlament, wie "The New Voice of Ukraine" berichtet. "In den letzten 30 Tagen haben wir mehr Gebiete zurückerobert, als Russland eingenommen hat." Am 3. März hatte Selenskyj erklärt, dass die Verteidigungskräfte in den vergangenen sechs Wochen 400 bis 435 Quadratkilometer im Süden der Ukraine zurückerobert hätten. Am 14. März sagte er, Russlands geplante Frühjahrsoffensive sei bereits gescheitert - diese solle eigentlich inzwischen in vollem Gange sein, habe aber keinen Erfolg gehabt.
+++ 07:13 "Digitale Festung": Bewegt sich Russland in die Richtung von Nordkorea? +++
Der Messengerdienst Telegram ist in Russland zu 80 Prozent blockiert. Dies berichtet Radio Svoboda unter Berufung auf russische Medien. Seit wenigen Tagen berichten demnach Nutzer im ganzen Land von einer drastischen Verschlechterung der Leistung: Die App lasse sich nicht öffnen, Nachrichten könnten nicht versendet und Fotos und Videos nicht geladen werden. Die meisten Beschwerden über die Probleme mit dem Messenger kommen offenbar aus Moskau, der Region Moskau und St. Petersburg. Bloggern zufolge, die für den Krieg sind, wird russischen Soldaten an der Front die Nutzung von Telegram untersagt. Die russische Regulierungsbehörde Roskomnadzor begann im Februar, den Messenger zu drosseln. Offenbar planen die russischen Behörden, den Dienst bis Anfang April dauerhaft zu blockieren. Der Soziologe Igor Jakowenko sagt Radio Svoboda: "Ich glaube, Putin hat die endgültige Entscheidung getroffen, das Land abzuschotten. Er ist im fünften Kriegsjahr, und das ohne nennenswerte Ergebnisse. Es gab weder eine Entmilitarisierung noch eine Entnazifizierung der Ukraine. Was soll man angesichts dieser Lage noch sagen?" Daher bestehe die Aufgabe nun darin, sich Richtung Nordkorea zu bewegen. "Das bedeutet, Putin oder einer seiner Sprecher könnte morgen Kiew für erobert erklären, und im Prinzip könnte der Sieg gefeiert werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Land abgeschottet und in eine digitale Festung verwandelt wird."
+++ 06:50 Kiew: Tausende Ausländer kämpfen auf russischer Seite +++
Seit der russischen Vollinvasion 2022 sollen mehr als 24.000 Ausländer Verträge mit der russischen Armee unterzeichnet haben. Dies teilt der ukrainische Militärgeheimdienst auf Anfrage mit. Mit 70 Prozent komme dabei das Gros aus asiatischen Staaten, meist den ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien. Nur etwas mehr als 7 Prozent - oder etwa 1.780 Söldner - seien dabei aus afrikanischen Staaten. Wie viele Afrikaner derzeit in ukrainischer Gefangenschaft sind, gibt der Geheimdienst nicht preis. Es stamme aber mehr als jeder zehnte ausländische Kriegsgefangene vom afrikanischen Kontinent. Kiew zufolge zeigt Russland kein Interesse an einem Austausch gefangener ausländischer Staatsbürger.
+++ 06:22 Selenskyj hat "sehr ungutes Gefühl" wegen Folgen des Nahostkrieges +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einem Interview mit dem britischen Sender BBC, er habe ein "sehr ungutes Gefühl" hinsichtlich der Auswirkungen des Nahostkonflikts auf den Krieg in der Ukraine. Die Friedensverhandlungen würden "ständig verschoben": "Es gibt einen Grund dafür – den Krieg im Iran." Selenskyj fordert zudem US-Präsident Donald Trump und den britischen Premier Keir Starmer auf, sich zu treffen und ihre Beziehungen wieder zu kitten. Trump hatte zuletzt den Briten fehlende Unterstützung in seinem Krieg gegen den Iran vorgeworfen.
+++ 05:54 Russland meldet seit Tagen etliche Drohnenangriffen auf Moskau +++
Moskau muss sich offenbar seit Tagen gegen ukrainische Drohnen erwehren. Die russischen Behörden melden Drohnenangriffe auf Moskau zum vierten Tag in Folge, wie das Portal "Kyiv Independent" am Dienstagabend berichtet. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, dass ab etwa 22 Uhr Ortszeit Schwärme ukrainischer Drohnen abgefangen wurden, was bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Bis 6:15 Uhr Moskauer Zeit sollen 39 Drohnen abgeschossen worden sein. Demnach wurden Rettungskräfte zu den Absturzstellen entsandt, aber keine Opfer oder Schäden gemeldet. Die Gesamtzahl der von der Ukraine abgefeuerten Drohnen bleibt dem Bericht zufolge unklar, da Russland nur von Drohnen berichtet, die seiner Aussage nach abgefangen wurden.
+++ 04:11 Gouverneur: Ein Toter bei ukrainischem Angriff in Russland +++
Bei einem ukrainischem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wird nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs ein Mensch getötet. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärt Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht habe werden können.
+++ 02:50 Ukraine nennt Zahlen zu russischen Verlusten +++
Russland hat nach ukrainischen Angaben seit Beginn der großangelegten Invasion rund 1.280.860 Soldaten verloren. Diese Zahl nennt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Zu den russischen Verlusten zählten zudem 11.783 Panzer, 24.218 gepanzerte Kampffahrzeuge, 38.477 Artilleriesysteme, 435 Flugzeuge, 349 Hubschrauber, 183.144 Drohnen, 32 Schiffe und Boote sowie 2 U-Boote. Zu den eigenen Verlusten äußert sich die Ukraine nicht genauer. Präsident Selenskyj sprach Anfang Februar von 55.000 ukrainischen Soldaten, die im Einsatz getötet worden seien, viele weitere gelten als vermisst.
+++ 01:04 Deutschland und Frankreich stellen Lösung für Rüstungsprojekt FCAS in Aussicht +++
Außenminister Johann Wadephul und sein französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot äußern sich optimistisch, dass es eine Einigung über die Zukunft des milliardenschweren Rüstungsprojektes FCAS geben könnte. "Die Lösung wird nicht von den beteiligten Unternehmen kommen, sondern von unserer politischen Führung", sagt Barrot mit Blick auf die völlig unterschiedlichen Sichtweisen der beteiligten Unternehmen aus Deutschland und Frankreich. Heute dürfte das Thema auch beim Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Brüssel zur Sprache kommen. "Wir werden eine gute Lösung für das FCAS-Projekt finden", kündigt auch Wadephul an.
+++ 22:26 Selenskyj unterzeichnet Drohnenabkommen mit Großbritannien +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Besuch in London ein Drohnenabkommen mit Großbritannien unterzeichnet."Heute haben wir eine Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigungsindustrie unterzeichnet", schreibt Selenskyj auf Telegram nach einem Treffen mit Premierminister Keir Starmer. "Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Verteidigung." Genaue Details nennt er nicht.
+++ 21:43 Pipeline-Streit mit Ungarn: Brüssel schickt Unterstützung in die Ukraine +++
Im Streit zwischen Kiew und Budapest um die Ölpipeline "Druschba" stellt die Europäische Union technische Unterstützung und finanzielle Mittel zur Reparatur zur Verfügung. Die Ukraine habe ein entsprechendes Angebot angenommen, teilen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa mit. "Europäische Experten stehen sofort zur Verfügung." Über die "Druschba" floss bis zuletzt Öl von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Nach einer Beschädigung der Pipeline infolge russischer Angriffe Ende Januar fordert die kurz vor einer kritischen Parlamentswahl stehende Regierung in Budapest Kiew zur schnellen Reparatur und Wiederaufnahme des Transits auf. Der ukrainischen Darstellung nach ist eine schnelle Reparatur nicht möglich.
+++ 20:58 Russischer Atomkonzern lenkt Hafnium-Exporte von Europa nach Asien um +++
Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom verlagert seine Exporte des für die Hochtechnologiebranche wichtigen Metalls Hafnium von Europa nach Asien. Die Rosatom-Tochter ChMZ habe mehr als zehn Lieferverträge mit Ländern in Süd- und Ostasien unterzeichnet, teilt das Werk mit. Zuvor seien 95 Prozent der Ausfuhren nach Europa gegangen. Grund für die Neuorientierung sei das "schwierige internationale Umfeld". Angesichts der westlichen Sanktionen gegen Moskau wegen des Angriffs auf die Ukraine lenkt Russland seine Handelsströme um. Zu den genauen Liefermengen oder den Namen der Käufer macht das Unternehmen keine Angaben. Hafnium ist ein Nebenprodukt der Zirkonium-Verarbeitung und wird im Hightech-Sektor benötigt, etwa für Smartphone-Chips, in der Luft- und Raumfahrt, für Steuerstäbe in Kernreaktoren sowie in Erdgasturbinen.
+++ 20:22 Bundeswehr: Zahl der Bewerber steigt +++
Die Bundeswehr ist zu Jahresbeginn weiter gewachsen. Die Zahl der Bewerbungen und Neueinstellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr kräftig, wie das Verteidigungsministerium mitteilt. Bis Ende Februar hätten sich rund 16.100 Menschen für eine militärische Laufbahn beworben. Dies sei ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit mehr als 5300 Neueinstellungen wurde 14 Prozent mehr Personal gewonnen als im Vorjahreszeitraum. Wichtig für die Bundeswehr ist allerdings auch, dass es möglichst wenig Abbrecher und zudem für die jeweiligen Aufgaben, besonders für Spezialisten, passende Bewerber gibt. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den freiwillig Wehrdienstleistenden und kurzdienenden Zeitsoldaten aus. Deren Zahl stieg dem Ministerium zufolge um 15 Prozent auf rund 13.400.
+++ 19:37 Selenskyj: Russland drosselt Raketenproduktion, um Drohnenproduktion zu steigern +++
Russland reduziert nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Raketenproduktion und leitet die Mittel um, um die Drohnenproduktion zu steigern. Demnach greift Moskau die Ukraine täglich mit 350 bis 500 Drohnen pro Tag an. Ultimatives Ziel sei jedoch der tägliche Einsatz von 1000 Drohnen. "Dieser Zahl muss mit Abfangdrohnen begegnet werden, und wir benötigen dazu mindestens 2000 bis 3000 Abfangdrohnen", sagt Selenskyj in einem Interview mit der "New York Post".
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