Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:26 Nato-Gipfel mit Festbankett bei Gastgeber Erdogan begonnen +++

07.07.2026, 00:01 Uhr

Der Nato-Gipfel in der Türkei hat mit einem Festbankett auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan begonnen. Er empfing gemeinsam mit seiner Frau Emine Erdogan die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten im Präsidentenpalast in der türkischen Hauptstadt Ankara. Auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerstaaten Ukraine, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland sowie EU-Vertreter waren eingeladen. Am Mittwoch sind Arbeitssitzungen geplant. Beim Gipfel soll es um die weitere Stärkung der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit in Europa gehen, die künftig vor allem von den europäischen Alliierten garantiert werden soll. Zudem werden Gespräche über die Entwicklung der Verteidigungsausgaben, die Unterstützung der Ukraine und die aus US-Sicht mangelnde Unterstützung von Bündnispartnern für den Iran-Krieg erwartet.

+++ 19:26 Bericht: Betrieb in Russlands größter Ölfabrik nach Angriff eingestellt +++

Russlands in Omsk gelegene größte Ölraffiniere hat nach dem jüngsten ukrainischen Drohnenangriff ihren Betrieb eingestellt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Branchenquellen. Der Angriff auf die in Sibirien gelegene Raffinerie am Montag war einer der Angriffe der Ukraine mit der größten Reichweite im bisherigen Krieg. Die Betriebseinstellung in der Raffinerie dürfte die Treibstoffknappheit im ganzen Land verschärfen, wie Reuters berichtet.

+++ 18:44 Fünf Nato-Mitgliedsstaaten erreichen neues Ausgabenziel von 3,5 Prozent +++

Fünf Nato-Staaten werden im laufenden Jahr voraussichtlich das Ziel der Allianz erreichen, 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben. Dies geht aus Daten hervor, die das Bündnis im Vorfeld des Gipfeltreffens in Ankara veröffentlichte. Spitzenreiter ist Litauen mit geschätzten 5,33 Prozent der Wirtschaftsleistung, gefolgt von Estland (5,1 Prozent), Lettland (4,92 Prozent), Polen (4,68 Prozent) und Griechenland (3,65 Prozent). Deutschland liegt den Prognosen zufolge bei 2,69 Prozent, die USA bei 3,17 Prozent. Die europäischen Nato-Mitglieder und Kanada dürften in diesem Jahr insgesamt 2,53 Prozent ihres BIP für die Verteidigung aufwenden. Die Staats- und Regierungschefs der Nato hatten sich im vergangenen Jahr auf einem Gipfel in Den Haag darauf geeinigt, die Kernausgaben für Rüstung und Truppen bis 2035 auf 3,5 Prozent des BIP zu erhöhen. Zuvor lag die Zielmarke bei zwei Prozent. 

+++ 18:14 Deutschland meldet Nato Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe +++

Deutschland hat der Nato erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Die Bundesregierung übermittelte für das laufende Jahr einen Betrag von 124,7 Milliarden Euro. Das geht aus Daten des Verteidigungsbündnisses hervor, die zum Start des Gipfeltreffens in Ankara veröffentlicht wurden.

+++ 17:47 Selenskyj bedankt sich für "sehr umfangreiches" kanadisches Militärpaket +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenksyj hat Kanada für ein weiteres Hilfpaket gedankt. Berichten zufolge handelt es sich dabei um ein für die kommenden Monate geplantes Militärhilfe-Paket im Umfang von vermutlich 900 Millionen kanadischen Dollar (etwa 555 Millionen Euro). "Ich bin Kanada für sein neues Unterstützungspaket – ein sehr umfangreiches Paket im Wert von 900 Millionen – zutiefst dankbar", schreibt Selenskyj in sozialen Medien. "Unser vorrangiges Anliegen ist mehr Luftverteidigung. Der Schutz von Menschenleben steht an erster Stelle; die Angriffe Russlands mit ballistischen Raketen sowie die sonstigen Raketen- und Drohnenangriffe sind ein Akt des Terrors, dem wir gemeinsam mit unseren Partnern begegnen müssen."

+++ 17:00 Selenskyj fordert raschen Aufbau von europäischer Raketenabwehr +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die europäischen Verbündeten auf, den Aufbau eines eigenen Raketenabwehrsystems zu beschleunigen. "Europa braucht so schnell wie möglich ein erschwingliches, in Massenproduktion hergestelltes Raketenabwehrsystem", sagt er bei einem Verteidigungsforum vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara. "Eigentlich schon heute", erklärt Selenskyj weiter.

+++ 16:21 Grüne drängen auf Taurus-Lieferung für Ukraine +++

Die Grünen wollen im Bundestag diese Woche die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern und weitere Maßnahmen für eine noch stärkere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland vorschlagen. Das geht aus einem Antrag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und am Mittwochabend im Plenum vorgestellt werden soll. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, "endlich unverzüglich der ukrainischen Bitte nach Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus verfügbaren Beständen der Bundeswehr in größtmöglichem Umfang zu entsprechen".

+++ 15:39 Ukraine greift wohl acht Tanker von russischer "Schattenflotte" an +++

Mit einem Drohnenangriff auf russische Öltanker vor der besetzten Krim führt die Ukraine offenbar ihre Schläge gegen Russlands Ölinfrastruktur fort. Die mit Tausenden Tonnen Treibstoff beladenen Schiffe könnten die ohnehin angespannte Versorgungslage auf der Halbinsel weiter verschärfen.

+++ 15:05 Merz: Ankara könnte Einschnitt im Ukraine-Krieg markieren +++

Kanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass vom Nato-Gipfel in Ankara ein wichtiges Signal für die von Russland angegriffene Ukraine ausgeht. "Ankara könnte einen Einschnitt in diesem Krieg markieren", sagt der CDU-Chef in Berlin vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt. "Dem Kreml dürfte langsam klar sein, dass sich Russland in diesem Krieg nicht durchsetzen wird und seine Kriegsziele nicht erreichen wird", fügt Merz hinzu. Merz bezieht sich darauf, dass es in Ankara auf deutsche Initiative eine Vereinbarung der europäischen Bündnismitglieder geben soll, die Ukraine mit weiteren Mitteln auszustatten. 

+++ 14:27 Selenskyj bietet Nato verstärkte Kooperation bei Drohnen an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rät den Nato-Alliierten zu schnelleren Vorbereitungen auf eine Kriegsführung mit und gegen Drohnen. Zugleich ruft er auf dem Rüstungsforum der Nato beim Gipfeltreffen in Ankara auf, sich an einer Initiative zur gemeinsamen Produktion unbemannter Systeme zu beteiligen. Drohnen und die Technologie der Kampfführung auf Entfernung bedeuteten einen revolutionären Wandel in der Kriegstechnik, sagt er. Ukrainische Rüstungsunternehmen zählten dabei nun zu den stärksten in Europa und hätten sich im modernen Krieg bewährt.

+++ 13:52 ISW vermutet Taktik hinter russischem Großangriff auf Kiew +++

War der verheerende russische Großangriff auf Kiew am Montag Zufall? Das Institute for the Study of War hält dies für unwahrscheinlich. Russland habe seinen Großangriff auf Kiew vermutlich bewusst mit dem NATO-Gipfel in der Türkei zeitlich abgestimmt: "Der Kreml will die westlichen Partner der Ukraine wahrscheinlich davon abhalten, auf dem NATO-Gipfel einer Fortsetzung oder Ausweitung ihrer Unterstützung für die Ukraine zuzustimmen, aus Angst, Russland könnte seine Angriffskampagne gegen die Ukraine eskalieren lassen." Der Thinktank stellt fest, dass Russland im Vorfeld bedeutender internationaler Ereignisse, wie beispielsweise des US-russischen Alaska-Gipfels im August 2025 und zahlreicher bilateraler Gespräche zwischen den USA und der Ukraine, zwischen den USA und Russland sowie zwischen Europa und der Ukraine, häufig großangelegte Angriffe gegen die Ukraine gestartet hat.

+++ 13:19 Trump in Ankara gelandet +++

US-Präsident Donald Trump ist in Ankara gelandet, um dort am Treffen der Staats- und Regierungschefs der Nato teilzunehmen. Am Nachmittag soll Trump vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen werden. Der Gipfel steht im Zeichen angespannter transatlantischer Beziehungen. Der US-Präsident hatte im Vorfeld die Nato-Verbündeten wiederholt dafür kritisiert, zu wenig für die Verteidigung auszugeben. Zudem ist Trump nach wie vor verstimmt wegen der seiner Ansicht nach unzureichenden Unterstützung durch die Nato-Partner im Iran-Krieg. Themen des Gipfels sind unter anderem die Unterstützung der Ukraine sowie die Rüstungsproduktion in der Allianz.

+++ 12:47 Nato bereitet sich auf mögliche Drohnenkriege vor +++

Die Nato bereitet sich auf eine massive Ausweitung der Kriegsführung mit Drohnen vor. Im Zuge einer neuen Initiative wollten Verbündete in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, kündigt Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des diesjährigen Bündnisgipfels in der Türkei an. Zudem verpflichteten sich Alliierte, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden.

+++ 12:20 Ukraine: Russische Schattenflotte im Asowschen Meer attackiert +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Asowschen Meer acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte mit Drohnen ins Visier genommen. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem ein Frachtschiff und eine Fähre getroffen worden, teilt der ukrainische Drohnen-Kommandeur Robert Browdi bei Telegram mit.

+++ 11:52 Auch Kirgisistan leidet unter Treibstoffkrise +++

Treibstoffkrise in Russland bekommen nun auch die Nachbarstaaten zu spüren. Das zentralasiatische Kasachstan prüft eine Anfrage des benachbarten Kirgisistan für Treibstofflieferungen, wie der stellvertretende kasachische Energieminister Kayirkhan Tutkyshbayev mitteilt. Kirgisistan leidet unter den Folgewirkungen von Engpässen in Russland. "Wir prüfen das derzeit", so Tutkyshbayev . "Alle Entscheidungen werden jedoch unter Berücksichtigung der nationalen Interessen und des Gleichgewichts von Angebot und Nachfrage im Inland getroffen." Angaben zur möglichen Liefermenge oder zum Zeitpunkt einer Entscheidung machte er nicht. Hintergrund ist die hohe Abhängigkeit Kirgisistans von russischen Importen, die mehr als 90 Prozent seines Treibstoffbedarfs decken. Russland selbst kämpft seit Ende Mai mit Engpässen, nachdem ukrainische Angriffe auf Ölraffinerien zu Produktionskürzungen geführt hatten.

+++ 11:20 Fabrik im russischen Belgorod steht in Flammen +++

Die Ukraine hat Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen. Laut dem Moskauer Bürgermeister wurden rund 430 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt gestartet. In anderen Regionen fanden Drohnen offenbar ihr Ziel, etwa in Belgorod.

+++ 10:50 Insider: USA sprechen mit Deutschland über Raketenproduktion in Europa +++

Die USA führen einem Insider zufolge Gespräche mit Deutschland und weiteren europäischen Staaten über den Aufbau einer gemeinsamen Raketenproduktion. Konkret gehe es um die Fertigung von AIM-120-AMRAAM-Raketen des Rüstungskonzerns Raytheon sowie um ein Wartungszentrum für PAC-3-Patriot-Raketen von Lockheed Martin in Europa, sagt der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Eine entsprechende Absichtserklärung solle noch heute am Rande des Nato-Gipfels in Ankara unterzeichnet werden. Durch die Projekte könnten Kapazitäten in den US-Werken der beiden Rüstungsgiganten frei werden, um die Produktion in den USA hochzufahren. Die Nachfrage nach den Systemen ist derzeit enorm hoch. Sowohl die PAC-3-Raketen für die Patriot-Luftabwehr als auch die AIM-120-Flugkörper werden in der Ukraine dringend benötigt.

+++ 10:17 Diese Drohneneinheit macht Moskau schwer zu schaffen +++

Ukraine trifft Russlands immer tiefer hinter der Front. Neue Mittelstrecken-Drohnen setzen Moskaus Logistik unter Druck und könnten den Sommer an der Front prägen. ntv stellt die Mittelstreckendrohnen- und Piloten vor, die Russland das Leben schwer machen.

+++ 09:44 Tass: Größter Angriff auf Moskau der letzten zwei Jahre +++

Der Krieg ist längst in Moskau angekommen. Die Ukraine schickt Hunderte Drohnen in die russische Hauptstadt (siehe Eintrag um 05:31). Dabei handelt es sich, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet, um den größten Angriff auf Moskau der letzten zwei Jahre. Ob es größere Schäden oder Opfer gibt, schreibt die Tass nicht. Die Flughäfen der Hauptstadt waren aber stundenlang gesperrt.

+++ 09:12 "Lächerlicher Nato-Beitrag": Wadephul reagiert auf Trumps Vorwürfe +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt vor dem Nato-Gipfel in Ankara die deutschen Verteidigungsausgaben gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump. "Wir schauen auf die Zahlen und die zeigen nach oben", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Deutschland werde das Ziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung bis Ende des Jahrzehnts erreichen. "Wir übertreffen bei unseren Ausgaben viele unserer Partner", so Wadephul. "Es wird auch in Washington gesehen, was Deutschland macht." Trump hatte kürzlich die Höhe der Verteidigungsausgaben großer europäischer Partner wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien kritisiert und Deutschlands Nato-Beitrag "lächerlich" genannt.

+++ 08:39 Gouverneur meldet Brand in Industriebetrieb in Kaluga +++

Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in einem Industriebetrieb in der russischen Region Kaluga südwestlich von Moskau nach örtlichen Angaben einen Brand aus. Insgesamt seien sechs ukrainische Drohnen zum Einsatz gekommen, teilt Gouverneur Wladislaw Schapscha auf Telegram mit. Es gebe keine Toten oder Verletzten. Welche Einrichtung genau getroffen ist, gibt er nicht bekannt.

+++ 08:04 Trump: "Präsident Putin möchte, dass es endet" +++

US-Präsident Donald Trump zeigt sich vor dem Nato-Gipfel wieder einmal davon überzeugt, dass der Kreml den Krieg beenden wolle. "Ich denke, er spürt Druck", sagt er über Kremlchef Putin. "Er möchte, dass es endet, und die Ukraine möchte, dass es endet, und wir sind in Verhandlungen, und wir werden sehen, ob wir es beenden können." Man sei viel näher dran, als die Leute es sich vorstellten. "Und Präsident Putin möchte, dass es endet, das sage ich Ihnen ganz deutlich. Wir hatten ein gutes Gespräch. Und Präsident Selenskyj möchte eigentlich, dass es jetzt endet. Und wir werden zur NATO gehen, und wir werden darüber sprechen." Und weiter: "Ich denke, wir werden es beenden." Trump hatte einst schon erklärt, den Konflikt binnen 24 Stunden nach Amtsantritt beizulegen.

+++ 07:33 Rüstungsdirektor besorgt über Verzögerung bei Beschaffung +++

Der Abteilungsleiter für Rüstung im Verteidigungsministerium, Carsten Stawitzki, warnt vor weiteren Verzögerungen bei der geplanten Bestellung von bis zu 4.000 mobilen Tankcontainern für die Bundeswehr. Das Projekt sei für die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte enorm wichtig, sagt der Vizeadmiral. Haushaltspolitiker von Union und SPD hatten die Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von mehr als 900 Containern zunächst gestoppt und dann auf die Stückzahl von 300 beschränkt - bestimmt für die Brigade "Litauen" an der Nato-Ostflanke. Sie kritisieren deutliche Kostensteigerungen von etwa 141.000 Euro im Jahr 2021 auf zuletzt rund 291.000 Euro pro Stück. Die Tankcontainer sollen eine Treibstoffversorgung abseits des Tankstellennetzes und auf einem Gefechtsfeld ermöglichen. "Es geht am Ende darum, dass die Truppe bis 2029 kampfbereit sein muss. Ich verwehre mich gegen die Darstellung, dass wir das Geld der Steuerzahler zum Fenster rauswerfen" so Stawitzki. 

+++ 06:59 China soll russische Soldaten ausbilden +++

China bildet einem Bericht zufolge russische Soldaten unter anderem im Verlegen und Räumen von Minen, an Drohnen und im Pionierwesen aus. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf westliche Geheimdienste berichtet, finden dabei gemeinsame Übungen sowohl in China als auch in Russland statt. Daneben gewinne China zunehmend Erkenntnisse aus den russischen Erfahrungen im Ukraine-Krieg. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums spricht laut der FAZ von "reiner Verleumdung". Bereits zuvor gab es Berichte über eine militärische Kooperation Chinas mit Russland. Der chinesische Botschafter Deng Hongbo war vor wenigen Tagen zu einem "dringlichen Gespräch" ins Auswärtige Amt gebeten worden.

+++ 06:26 Historischer Schlag: Kiew trifft Russlands größte Ölfabrik +++

So weit im russischen Landesinneren hat die ukrainische Armee bislang noch keinen Angriff auf eine Öl-Anlage gelandet: Rund 2500 Kilometer hinter der Grenze. Die Rekord-Attacke ist ein weiterer empfindlicher Schlag für Russlands Treibstoffindustrie.

+++ 06:00 Nato-Partner wollen Milliarden-Rüstungsgeschäfte ankündigen +++

Die europäischen Nato-Staaten wollen heute in Ankara Rüstungsgeschäfte im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar ankündigen, um vor einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump ihre gestiegenen Verteidigungsausgaben zu demonstrieren. Die europäischen Regierungen wollen die Abkommen auf einem Forum der Nato-Verteidigungsindustrie bekanntgeben, bevor Trump zu dem Gipfel anreist. Das Treffen der Militärallianz beginnt am Abend mit einem Abendessen.

+++ 05:31 Bürgermeister: Ukraine greift Moskau mit mehr als 400 Drohnen an +++

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, in Online-Netzwerken. "Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört."

+++ 05:15 Nato-Gipfel in Ankara berät über neue Ukraine-Hilfen +++

In Ankara kommen am heutigen Dienstag die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten zu einem zweitägigen Gipfel zusammen. Dabei soll es um die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses und neue Hilfen für die Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland gehen. Der Gipfel beginnt am Abend mit einem Arbeitsessen im Präsidentenpalast von Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Zuvor treffen sich sich Vertreter von Politik, Militär und Industrie bei einem Rüstungsforum.

+++ 03:48 Raketen treffen Flughafen Belgorod - Stromausfälle in der Nacht +++

Ukrainische Raketen treffen in der Nacht den Flughafen Belgorod und eine Anlage zum Betrieb einer Erdgaspipeline. In der russischen Oblast Belgorod kommt es zu einem nächtlichen Stromausfall, schreibt "Kyiv Independent" unter Berufung auf lokale Behörden

+++ 02:08 Patriot-Systeme fehlen: Selenskyj räumt Schwachpunkte bei Luftabwehr ein +++

Die Armee der Ukraine hat massive Probleme bei der Abwehr ballistischer Raketen, beklagt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er hatte in den vergangenen Wochen wiederholt einen kritischen Mangel an Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme eingeräumt. Die Patriot-Systeme sind derzeit für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen.

+++ 00:50 Londoner Gericht weist Nord-Stream-Klage gegen Versicherer ab +++

Der High Court in London hat eine Klage der Nord Stream AG abgewiesen und damit gegen den Betreiber der Gaspipeline entschieden, meldet die russische Staatsagentur Tass. Das Unternehmen hatte im Februar 2024 die Versicherer Lloyd's of London und Arch Insurance auf rund 580 Millionen Euro Entschädigung verklagt, nachdem diese die Deckung der Explosionsschäden abgelehnt hatten.

+++ 23:01 Selenskyj: Krieg wird am Himmel entschieden +++

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine wird nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "die entscheidende Schlacht am Himmel" ausgetragen. "Wenn sie den Feind am Schlachtfeld stoppen, wenn sie den Krieg an Land aufhalten und wenn sie ihm die Seeherrschaft nehmen, wie wir es getan haben, dann wird der Himmel zum nächsten Schlachtfeld", sagt Selenskyj in einem Interview der "Financial Times". Seiner Ansicht nach sei dieses Stadium bereits erreicht. "Und in der Luft sind wir bereits wettbewerbsfähig", so Selenskyj. Vor allem habe die Entwicklung von Langstrecken-Drohnen, die Kiew inzwischen gegen Ziele tief im Inneren Russlands einsetzt, den Verlauf des Kriegs verändert.

+++ 22:00 Drohnenalarm in Nowosibirsk +++

In der sibirischen Region Nowosibirsk, über 3.000 Kilometer von der Ukraine entfernt, wird erstmals Drohnenalarm ausgelöst. Die Bewohner werden von den Behörden aufgefordert, zu Hause zu bleiben und möglichst Schutzräume aufzusuchen. Der Betrieb am Flughafen von Nowosibirsk wird vorübergehend eingestellt. Weitere Angaben zu der Bedrohung werden nicht gemacht.

+++ 21:11 Selenskyj hofft auf Erfolg beim Nato-Gipfel +++

Nach dem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew setzt Präsident Wolodymyr Selenskyj große Hoffnungen in den Nato-Gipfel in Ankara. Der Gipfel dürfe nicht nur "leere Worte" hervorbringen, sondern mehr Schutz für die Ukraine, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Es war ein brutaler Angriff", beschreibt er die russischen Drohnen- und Raketenattacken gegen Kiew und das Umland in der Nacht zum Montag. Es seien 22 Menschen getötet und rund 90 weitere verletzt worden.

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