Wirtschaft

Kooperation mit RheinmetallIn Deutschland sollen ATACMS-Raketen produziert werden

07.07.2026, 14:45 Uhr
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Eine-Rakete-vom-Typ-ATACMS-steht-bei-der-Einweihung-des-neuen-Artilleriewerks-von-Rheinmetall-In-dem-Werk-soll-Artilleriemunition-und-spaeter-auch-Raketenartillerie-hergestellt-werden
In Unterlüß soll das erste europäische ATACMS-Zentrum entstehen. (Foto: picture alliance/dpa)

Am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen ist eine Produktionsstätte für ATACMS-Raketen geplant - die erste außerhalb der USA. Dafür entsteht ein neues Unternehmen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall und sein US-Partner Lockheed Martin wollen künftig gemeinsam ATACMS-Raketen in Deutschland fertigen. Vertreter der beiden Konzerne unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens auf einem Rüstungsforum am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.

Mit Unterstützung der Regierungen der USA und Deutschlands soll am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen das erste europäische Zentrum für die Produktion und den Vertrieb der Kurzstreckenraketen entstehen. Es wäre die weltweit erste Fertigungsstätte für ATACMS-Raketen außerhalb der USA.

Ziel der Partnerschaft sei es, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Dennis Goege, Europa-Chef von Lockheed Martin, bezeichnete die Kooperation als starkes Signal für die europäische Rüstungsindustrie und die langfristige Wehrhaftigkeit der Nato. Die weltweite Nachfrage nach den ATACMS-Raketen ist hoch.

Das Werk in Unterlüß ist mit rund 4000 Beschäftigten einer der wichtigsten Standorte von Rheinmetall in Deutschland. Dort werden unter anderem Waffensysteme, Munition und Kettenfahrzeuge hergestellt. Eine Fabrik für Raketenmotoren steht dort kurz vor der Fertigstellung. Die Produktion von Motoren und Komponenten für Lenkflugkörper soll im Jahr 2027 anlaufen.

Rheinmetall arbeitet bereits eng mit dem US-Rüstungsriesen zusammen. Unter anderem stellen die Düsseldorfer in Nordrhein-Westfalen Rumpfteile für die F-35-Kampfflugzeuge von Lockheed her. 

Quelle: ntv.de, chl/rts

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