Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:01 Stadt Kostjantyniwka im Donbass weiter stark umkämpft +++

05.07.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainische Armee kämpft in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine nach Angaben Kiews weiter gegen die russischen Truppen. "Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an", erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in einer Videoansprache. Demnach würde es Putin niemals wagen, sich dorthin zu begeben. Die Ukraine hat am Samstag Berichte Moskaus dementiert, wonach russische Truppen die Ortschaft im Donbass eingenommen hätten. 

+++ 21:17 "Echtes Gefühl der Dringlichkeit": Weißes Haus bestätigt Trumps Selenskyj-Treffen +++

Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskrieges trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bestätigt nun das Weiße Haus entsprechende Medienberichte. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilt eine Regierungssprecherin mit. Keine der beiden Kriegsparteien mache "nennenswerte militärische Fortschritte", sagt zudem ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. "Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen", so der US-Regierungsbeamte.

+++ 20:53 "Ganz Putins Art": Selenskyj rechnet vor Nato-Gipfel mit Angriffswelle +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet vor dem Nato-Gipfel Mitte der Woche mit massiven russischen Angriffen. In einer Warnung auf Facebook beruft er sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. "Das entspricht ganz Putins Art - unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag und vor dem Nato-Gipfel in Ankara", so Selenskyj. Russland wolle schlicht "noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten". Gleichzeitig appelliert Selenskyj an die Partner der Ukraine, die Flugabwehr seines Landes zu unterstützen. "Jede Verzögerung bei der Lieferung von Raketen für unsere Flugabwehr und für die Patriot-Systeme kostet Menschenleben und ermutigt Russland, den Krieg fortzusetzen."

+++ 20:29 Regierungskreise: Trump trifft Selenskyj bei Nato-Gipfel +++

US-Präsident Donald Trump will US-Regierungskreisen zufolge am Rande des bevorstehenden Nato-Gipfels in der Türkei mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen. Bei der für Mittwoch geplanten Begegnung solle erörtert werden, wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine beendet werden könne, sagt ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. Im Anschluss wolle sich Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin austauschen.

+++ 19:24 Wie die ukrainische Marine die Krim systematisch isoliert +++

ntv-Reporterin Nadja Kriewald trifft den Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk. Er erklärt, die Isolation der Krim sei das Ergebnis jahrelanger strategischer Planung. Die Unzufriedenheit von Anwohnern auf der Halbinsel steige demnach - genauso wie der Druck auf Putin.

+++ 18:23 Ukrainisches Post-Sortierzentrum zerstört - Notfallplan aktiviert +++

Das russische Militär hat in der Oblast Tschernihiw ein Sortierzentrum von Nova Post angegriffen, dem größten privaten Zustellunternehmen der Ukraine. Es gebe keine Verletzten, das Sortierterminal sei aber zerstört worden. Das Unternehmen habe Notfallpläne mit alternativen Logistikrouten aktiviert, sodass die Zustellung von Sendungen dennoch planmäßig erfolgen werde, verspricht Nova Post bei Telegram.

Nova Post
Nova Post hat bei Telegram ein Foto des zerstörten Sortierzentrums veröffentlicht. (Foto: Nova Post)

+++ 17:31 Krim im Dunkeln: Stromausfälle nach Drohnenangriffen +++

Bei gegenseitigen Angriffen auf der Krim haben die Ukraine und Russland erneut für eine Reihe von Opfern und Schäden auf beiden Seiten gesorgt. Zudem meldet die ukrainische Militärführung gezielte Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur, was zu massiven Stromausfällen in zahlreichen Bezirken der besetzten Halbinsel führt. Kyiv Independent berichtet, dass das ukrainische Militär in den russisch besetzten Gebieten insgesamt 16 Umspannwerke und Transformatoren attackiert habe, um die Versorgung gezielt zu schwächen.

+++ 16:38 Großbritannien gründet Drohnen-Spezialeinheit nach ukrainischem Vorbild +++

Das britische Verteidigungsministerium gründet die sogenannte "Uncrewed Systems Task Force", um den Einsatz von Drohnen und KI-gestützten Systemen nach ukrainischem Vorbild massiv zu beschleunigen, berichtet "The Telegraph". Der neue Verteidigungsplan sieht demnach unter anderem vor, bürokratische Prozesse zu vereinfachen. Fünf Milliarden Pfund - rund 5,9 Milliarden Euro - fließen laut der britischen Zeitung in Drohnentechnologie.

+++ 15:45 Polens Opposition kritisiert Patriot-Lieferung an die Ukraine +++

In Polen entspinnt sich innenpolitischer Streit wegen einer Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine, welche bereits im Frühjahr erfolgt sein soll. Die nationalkonservative PiS und andere rechte Oppositionsparteien kritisieren, die Entscheidung sei an Parlament und Präsident vorbei erfolgt. Polen brauche die PAC-3-Munition für das US-Flugabwehrsystem selbst. "Diese Raketen sind ein Schlüsselelement der Verteidigung des polnischen Luftraums gegen ballistische Raketen und andere hochentwickelte Bedrohungen", schreibt der ehemalige Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak, mittlerweile PiS-Fraktionschef, bei X. Die Regierung müsse die Sache sofort aufklären. Der aktuelle polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz ließ bei der Lieferung an Kiew offen, ob Polen Raketen aus eigenen Beständen abgetreten oder der Ukraine den Vortritt bei Bestellungen in den USA gelassen habe. 

+++ 14:43 Melnyk will bei Verhandlungen mit Putin "betonharte" Europäer +++

Wenige Tage vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk die europäischen Partner aufgefordert, in einem künftigen Friedensprozess mit Russland selbstbewusst die gemeinsamen Interessen zu vertreten. Melnyk sagt den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Europa muss aus der Position der Stärke und ohne Rücksicht gegenüber Moskau auftreten. Nur ein solcher harter Kurs wird Putin beeindrucken. Nur dann gibt es Hoffnung, dass er bei seinem Krieg einlenkt." Entscheidend sei, dass Europa mit einer Stimme spricht. "Die Europäer müssten eine betonharte Verhandlungsposition festlegen, die mit der Ukraine voll und ganz abgestimmt werden soll", fügt Melnyk hinzu. Die Frage, welche Person Europa in diesem Prozess repräsentieren soll, sei aus seiner Sicht "eher zweitrangig".

+++ 14:03 Die "Spezialoperation" ist nun doch "ein echter Krieg", sagt der Kreml +++

Laut Kreml ist die angebliche "Spezialoperation" der russischen Armee in der Ukraine jetzt doch ein Krieg - aber nur deshalb, weil die Ukraine Hilfe von westlichen Staaten bekommt. "Es herrscht Krieg, ein echter Krieg", sagt Kremlsprecher Peskow dem russischen Sender Vesti. "Wissen Sie, warum es ein Krieg ist? Weil alles als spezielle Militäroperation begann. Er dauert an, weil Kiew Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und leider auch Washington hinter sich hat."

Russland hat den Überfall auf die Ukraine von Anfang an "militärische Spezialoperation" genannt; die Bezeichnung "Krieg" wurde sogar strafrechtlich verfolgt. Der russische Krieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile länger als der Erste Weltkrieg und der Große Vaterländische Krieg, wie der deutsch-sowjetische Krieg als Teil des Zweiten Weltkriegs in Russland genannt wird. Nach offizieller russischer Darstellung verteidigt Russland sich in der Ukraine: Die Ukraine werde "unterstützt, um uns ins Visier zu nehmen", so Peskow. Das "Kiewer Regime" sei "zu allem fähig".

+++ 13:36 Ausmaß der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien laut FT-Analyse "beispiellos" +++

Die Aussagen des ukrainischen Verteidigungsministers Fedorow (siehe Eintrag 12.52 Uhr) werden von einer Datenanalyse der "Financial Times" (FT) bestätigt. Demnach greift die Ukraine die russische Energieinfrastruktur "in beispiellosem Ausmaß" an. Zudem verschärfte die ukrainische Drohnenkampagne die schwerste Kraftstoffkrise Russlands seit Jahrzehnten. Im Mai habe es 16 erfolgreiche Angriffe auf russische Raffinerien gegeben, so viele wie nie zuvor. Seit Jahresbeginn seien russische Raffinerien mindestens 194-mal getroffen worden - elf Mal häufiger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die FT schreibt. Zwar sage das russische Verteidigungsministerium, die überwiegende Mehrheit der ukrainischen Drohnen werde abgefangen. Tatsächlich führe die gestiegene Zahl von Angriffen und Drohnen jedoch zu einer wachsenden Zahl von Treffern.

+++ 12:52 Fedorow: Zahl der Angriffe auf Ziele in Russland fast verdoppelt +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die Zahl ihrer Angriffe auf Ziele in Russland fast verdoppelt. "Die Zahl der Ziele, die in einer Entfernung von mehr als 50 Kilometern von der Kontaktlinie getroffen wurden, hat sich nahezu verdoppelt", schreibt der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram. In den vergangenen Monaten hatte die ukrainische Armee ihre Kampagne gegen die russische Logistik intensiviert. "Die Zerstörung von Depots sowie Transport- und Nachschubwegen schwächt die Fähigkeit des Gegners, seine Einheiten zu versorgen", so Fedorow. Insgesamt seien im Juni mehr als 200.000 feindliche Ziele getroffen worden.

+++ 11:53 Sieben Tote in der Ukraine durch russische Angriffe +++

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind am Samstag insgesamt sieben Zivilisten ums Leben gekommen, meldet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf regionale Behörden. Mindestens 39 Menschen seien verletzt worden. Allein in der Region Charkiw starben fünf Personen.

+++ 11:22 Putin will Trump mit angeblichen Erfolgen beeindrucken +++

Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA bekommt Präsident Trump Anrufe aus Moskau und Kiew. Die beiden Kriegsgegner breiten darin ihre jeweilige Sicht auf die Dinge in der Ukraine aus. Putin hebt die angebliche russische Eroberung von Kostjantyniwka beim US-Präsidenten hervor.

+++ 10:55 Bericht: Russland verlegt Truppen in getarnten Fahrzeugen nach Norden +++

Die russische Armee verlegt ihre Truppe in der Ukraine derzeit in Richtung Norden und tarnt die Kolonnen als zivile Fahrzeuge. Durch die von Russland besetzte Stadt Mariupol würden zivil aussehende Lkw fahren, die von Militärfahrzeugen begleitet würden, schreibt Petro Andryuschenko, ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Mariupol, auf Telegram. Die Truppenbewegung sei als solche nur vor Ort erkennbar. "Das zeigt deutlich, wie viel vorsichtiger und verdeckter die russische Militärlogistik geworden ist."

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Ein Lkw nahe der russisch besetzten Stadt Mariupol (Foto der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass). (Foto: picture alliance / TASS)

+++ 10:29 Russische Produktion von Ammoniumnitrat geht deutlich zurück +++

Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Treibstofflager und Raffinerien verursachen zunehmend Probleme auch bei der Produktion von Ammoniumnitrat. Das meldet die ukrainische Nachrichtenagentur RBC. Ammoniumnitrat wird für die Herstellung von Düngemitteln benötigt, aber auch in der militärischen Industrie als Bestandteil von Sprengstoff eingesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Produktion von Ammoniumnitrat im Mai um 14 Prozent zurückgegangen, so RBC.

+++ 09:44 Nutzer wettet auf Putins Abgang: 11-prozentige Gewinnchance +++

Ein Nutzer der Wettplattform Polymarket wettet 402.000 Dollar darauf, dass der russische Machthaber Putin noch in diesem Jahr abgesetzt wird. Die Wette wurde bereits am vergangenen Donnerstag platziert und steht aktuell bei einer Gewinnchance von 11 Prozent.

+++ 08:54 China und Russland planen Marinemanöver im Juli +++

China und Russland halten noch im Juli ein gemeinsames Marinemanöver ab, teilt das chinesische Verteidigungsministerium mit. Die Übung soll vor der Hafenstadt Qingdao gegenüber der südkoreanischen Küste stattfinden. Anschließend sollen beide Länder eine gemeinsame Patrouille "in relevanten Gegenden des Pazifik" durchführen, meldet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Einem ukrainischen Bericht zufolge hat China rund 200 russische Soldaten in chinesischen Kasernen ausgebildet, offenbar vor allem im Bereich der Nutzung von Drohnen.

+++ 08:26 ISW: Putin lügt +++

Das Institute for the Study of War hat keine Belege für Putins Behauptungen über einen stetigen Fortschritt an der Front gefunden. Putin hatte bei einem Treffen mit russischen Offizieren erklärt, Russland habe seit dem 1. Januar 133 Ortschaften und mehr als 3000 Quadratkilometer in der Ukraine "befreit". Der russische Generalstabschef Gerassimow assistierte mit Zahlen vom Juni: Im vergangenen Monat seien 29 Ortschaften und 636 Quadratkilometer unter russische Kontrolle gelangt.

Dem ISW zufolge ist Russland seit Anfang des Jahres allerdings nur in 64 Ortschaften eingedrungen oder hat diese eingenommen. Dabei sei ein Gebiet von etwa 621,7 Quadratkilometern unter russische Kontrolle gebracht oder "infiltriert" worden. Im Juni seien es 20 Ortschaften und etwa 30,42 Quadratkilometer gewesen. Das ISW betont, dass die Zahlen Ortschaften einschließen, in die russische Streitkräfte nur teilweise eingedrungen seien. Selbst dann komme man nicht annähernd zu der "von Putin konstruierten Realität".

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Putin lässt sich von Generalstabschef Gerassimow begrüßen. Das Setting soll vermutlich nach Gefechtsstand aussehen - tatsächlich dürfte das Treffen weit entfernt von der Front stattgefunden haben. (Foto: picture alliance / Anadolu)

+++ 08:21 Mindestens vier Tote und mehrere Verletzte in der Ukraine +++

In der Region Charkiw im Norden der Ukraine sind drei Menschen durch russische Drohnenangriffe in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Acht Personen wurden verletzt. In der Region Donezk seien ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt worden.

+++ 08:10 Verletzte in Sumy und Saporischschja nach russischen Angriffen +++

Russland hat die Ukraine erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Nach Angaben der Ukrajinska Prawda setzte die russische Armee vier Raketen und 125 Drohnen ein. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge konnten 112 Drohnen abgeschossen werden. In der Stadt Sumy wurden drei Frauen beim Angriff auf eine Tankstelle verletzt, berichtet die ukrainische Nachrichtenseite NV. In Saporischschja habe es mindestens drei Verletzte beim Angriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus gegeben, darunter ein Kind. Bei einem Angriff auf die Stadt Dnipro wurde eine Fabrik getroffen. Noch sind nicht alle Folgen der nächtlichen Angriffe bekannt.

+++ 07:50 Ukraine: Russische Marine hat Angst, Hafen zu verlassen +++

Nach ukrainischen Angaben hat Russland seine Vorherrschaft nicht nur im westlichen Teil des Schwarzen Meeres verloren, sondern auch im Süden und in der Mitte. Eine russische Seeblockade sei heute nicht mehr vorstellbar, sagt der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. "Während man zu Beginn der großen Invasion von Odessa aus russische Kriegsschiffe am Horizont sehen konnte, haben sie jetzt Angst, ihren Stützpunkt in Noworossijsk zu verlassen." Stattdessen konzentriere Russland sich auf en Erhalt der verbliebenen Seestreitkräfte.

+++ 07:22 Ukrainischer Generalstab: Russland verliert 1290 Soldaten +++

Die russischen Truppen haben nach ukrainischen Angaben - die sich nicht überprüfen lassen - in den vergangenen 24 Stunden 1290 Soldaten verloren. Das teilt der ukrainische Generalstab auf Facebook mit. Insgesamt wurden diesen Angaben zufolge mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten in der Ukraine verletzt oder getötet.

+++ 06:48 Kein Strom auf der Krim nach ukrainischen Angriffen +++

Die Ukraine hat in der Nacht mehrere Umspannwerke auf der Krim angegriffen und damit einen Stromausfall auf der von Russland besetzten Halbinsel ausgelöst. Das berichtet der "Kyiv Independent".

+++ 06:13 Großangriff auf Kiew: Russische Raketen flogen mit 35.000 Bauteilen aus dem Westen +++

Die Raketen und Drohnen, mit denen Russland am 2. Juli die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen hat, enthielten 35.000 Bauteile aus dem westlichen Ausland. Das erläutert der Präsidentenbeauftragte für Sanktionspolitik, Vladyslav Vlasyuk, bei einem Treffen mit Journalisten, wie die Nachrichtenagentur Suspilne berichtet. Durch Re-Import aus Drittländern gelangten die Bauteile trotz der Sanktionen nach Russland.

+++ 05:44 Brüssel dampft zollfreie Stahlimporte aus der Ukraine ein +++

Die zollfreien Stahlexporte der Ukraine in die EU werden durch die von der Europäischen Kommission am 30. Juni angekündigten neuen globalen Quotenvergabe stark eingeschränkt, wodurch die Lieferungen in den Staatenbund im Vergleich zu 2025 möglicherweise um mehr als die Hälfte zurückgehen. Die neue Stahlzuteilung der EU, die am 1. Juli in Kraft getreten ist, wird als Reaktion auf die weltweite Stahlüberkapazität eingeführt, die den EU-Produzenten zu schaffen macht. Die Maßnahme zielt darauf ab, die zollfreien ukrainischen Stahlimporte auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu begrenzen - eine Reduzierung um 47 Prozent. "Die festgelegten Quoten entsprechen weder dem aktuellen Bedarf der ukrainischen Produzenten noch dem Ziel des Wiederaufbaus der ukrainischen Industrie nach dem Krieg", teilt der Pressedienst des Stahlproduzenten ArcellorMittal Kryvyi Rih laut "Kyiv Independent" mit. Für alle Importe, die die Quotengrenze überschreiten, würde ein Zoll von 50 Prozent erhoben - ein Betrag, den sich die vom Krieg betroffenen ukrainischen Unternehmen nicht leisten können.

+++ 04:51 Zahl der Toten nach russischem Großangriff auf Kiew steigt auf 31 +++

Nach dem massiven russischen Angriff auf Kiew ist die Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen. 102 Menschen wurden verletzt. Unter den Trümmern gefundene Leichenreste wurden der Nationalpolizei zur gerichtsmedizinischen Untersuchung übergeben, schreibt die Nachrichtenagentur Suspilne. Die Such- und Rettungsaktion an der Stelle des zerstörten 16-stöckigen Gebäudes im Bezirk Darnytskyi war am Abend abgeschlossen. Dies war der letzte Ort in der Hauptstadt, an dem nach dem russischen Angriff vom 2. Juli noch Trümmer beseitigt wurden.

+++ 03:51 Pistorius will "unter 1000" Soldaten zum Dienst in Litauen verpflichten +++

Für die Stationierung einer Bundeswehrbrigade in Litauen muss nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius eine nennenswerte Soldatenzahl verpflichtet werden. "Ich rede von unter 1000", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir haben eine Herausforderung bei den Mannschaftsdienstgraden und bei Spezialisten. In den Fällen kann es am Ende zu einer Verpflichtung kommen." Bislang habe die Bundeswehr die Mehrzahl der Dienstposten mühelos mit Freiwilligen besetzen können. Der Aufbau der Bundeswehrbrigade mit rund 4800 Soldaten und 200 zivilen Beschäftigten soll nach früheren Angaben 2027 abgeschlossen sein. Dies soll Litauen Sicherheit vor der wachsenden Bedrohung aus Russland geben.

+++ 02:53 Nähe zu Putin: Pistorius gegen Weitergabe geheimer Informationen an AfD +++

Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern spricht sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius dafür aus, mögliche AfD-Minister von als geheim eingestuften Informationen auszuschließen. Zur Begründung verweist der SPD-Politiker auf deren Nähe zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Mit Blick auf mögliche Konsequenzen, die eine AfD-Landesregierung auf Bundeswehr-Standorte haben könnte, sagt Pistorius der "Bild am Sonntag": "Wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, wem wir Zugang zu geheim eingestuften Informationen geben können. Das tun wir schon jetzt. Dazu sind wir verpflichtet, weil es um die Sicherheit unseres Landes geht." Die Frage, ob er Bauchschmerzen hätte, einem AfD-Minister als geheim eingestufte Informationen zu übermitteln, bejahte Pistorius: "Sie müssen sich nur die öffentlichen Äußerungen vieler, vieler AfD-Vertreter anhören. Die Nähe zu Putin ist nicht zu übersehen. Die Vermutung, dass es Geld aus Russland gibt, steht ebenfalls im Raum". Es liege "auf der Hand, dass das nicht passieren darf", sagt der Minister.

+++ 01:47 Kreml zu Telefonat: Putin sprach mit Trump über die Ukraine +++

Kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat Kremlchef Wladimir Putin russischen Angaben zufolge in einem 85-minütigen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine gesprochen. Die beiden Präsidenten hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem am Dienstag und Mittwoch stattfindenden Gipfel "natürlich über die Frage einer Lösung in der Ukraine" gesprochen, sagt der Präsidentenberater Juri Uschakow laut Berichten der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Putin habe in dem Telefonat "die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld" in der Ukraine skizziert, "wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken", erklärt Uschakow.

+++ 00:49 Ukrainische Armee: Drohnen schalten 32 russische Luftverteidigungssysteme aus +++

Die Drohnenstreitkräfte der Ukraine haben allein im Juni 32 russische Luftverteidigungssysteme angegriffen. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Facebook-Post der UAS (Unbemannte Luftfahrtsysteme). "Innerhalb von nur einem Monat schalteten die Einsatzkräfte der UAS-Gruppe 12 Flugabwehrraketensysteme und 20 Radarstationen und Systeme der elektronischen Kampfführung aus", bilanzieren die Drohnenstreitkräfte. In den ersten sechs Monaten des Jahres sei die Zahl der zerstörten russischen Luftverteidigungssysteme damit auf 195 Einheiten gestiegen, heißt es weiter.

+++ 23:45 Selenskyj berichtet von "sehr gutem" Telefonat mit Trump +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt im Onlinedienst X, er und Trump hätten in dem "sehr guten Telefonat" den Krieg in der Ukraine erörtert. "Präsident Trump und ich haben über die aktuelle Lage an der Front sowie unsere diplomatischen Bemühungen gesprochen. Es besteht die Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die Entschlossenheit der USA ist entscheidend", betont der ukrainische Präsident. Trump und er hätten vereinbart, "die Gespräche während des Nato-Gipfels in Ankara fortzusetzen", fügt er hinzu. Zu dem Gipfel in der Türkei werden Staats- und Regierungschefs aus 32 Staaten erwartet, darunter Trump.

+++ 23:27 "Lieber Donald": Putin gratuliert Trump zum 250. Jahrestag +++

Kremlchef Wladimir Putin hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. "Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald", leitet Putin sein Glückwunschtelegramm ein, das vom russischen Außenministerium in Moskau veröffentlicht wurde. Die Unabhängigkeitserklärung der USA habe nicht nur den Beginn des Staates markiert, sondern sei auch ein wichtiger Meilenstein in der Weltgeschichte gewesen. Russland, damals noch unter den Zaren, habe die nordamerikanischen Kolonisten unterstützt. Putin hob "zahlreiche ruhmreiche Kapitel" in zweieinhalb Jahrhunderten der Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor. "Wir waren Verbündete in zwei Weltkriegen, haben gemeinsam die Menschheit von den Schrecken des Nationalsozialismus befreit und anschließend eine wichtige Rolle bei der Schaffung der Grundlagen der modernen Weltordnung gespielt", schreibt Putin. Auch in der heutigen Welt trügen Russland und die USA als Atommächte eine besondere Verantwortung für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität auf globaler Ebene. Nach einem Händedruck-Emoji schloss Putin: "Ich wünsche dir, Donald, und deinen Angehörigen Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg, und allen amerikanischen Bürgern Glück und Wohlstand." Den Krieg in der Ukraine, den Trump seit seinem Amtsantritt beenden will, erwähnt Putin nicht.

+++ 22:23 Pistorius: Kiew braucht Marschflugkörper Taurus nicht mehr +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius glaubt nicht, "dass die Ukraine den Taurus noch braucht", sagt er der "Bild am Sonntag". Die ukrainische Taktik, Raffinerien in Russland mit Drohnen zu beschädigen, sei aufgegangen. "So gut wie jetzt gerade sah es noch nie aus. Auf dem Schlachtfeld selbst ist wenig Bewegung. Mal ein paar Kilometer in die eine, mal in die andere Richtung, aber immer mit unvorstellbaren Verlusten der russischen Streitkräfte. Vor allem gelingt es der Ukraine immer mehr, in Russland selbst Ziele zu treffen und damit Raffinerie und Logistik für das Militär zu zerstören", so Pistorius.

+++ 21:32 Selenskyj: Marine soll "russische Mistkerle besiegen" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt die Marinestreitkräfte seines Landes für die militärischen Erfolge im Schwarzen Meer. "Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines - dass wir diese russischen Mistkerle besiegen", zitiert ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in der Hafenstadt Odessa.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.