Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:32 Iran: Einigung auf Rahmenabkommen mit USA weder fertig noch bestätigt +++
Eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtet die den Revolutionsgarden - Irans Elitestreitmacht - nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei. Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, teilt die Quelle laut Tasnim weiter mit. Sie fügt hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.
+++ 22:02 Wadephul will deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat - Zurückhaltung bei Israel-Kritik ein Problem? +++
Außenminister Johann Wadephul wirbt bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York für die deutsche Kandidatur um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Deutschland "möchte erneut im weltweit wichtigsten multilateralen Gremium für Frieden und Sicherheit einen aktiven Beitrag leisten", heißt es am Abend vor der Abreise des CDU-Politikers aus Hamburg zu den Gesprächen in der US-Ostküstenmetropole. Die Wahlen in der Generalversammlung der Weltorganisation sind am 3. Juni. Die Wahl Deutschlands ist keineswegs sicher. Beim Abstimmungsverhalten etlicher Länder dürfte die Haltung der Bundesregierung im Gaza-Krieg eine Rolle spielen. Berlin hatte sich der massiven Kritik am Vorgehen Israels gegen die Palästinenser und der Forderung nach Sanktionen gegen die israelische Regierung nicht angeschlossen.
+++ 21:01 Krieg mit Iran treibt US-Inflation auf Drei-Jahres-Hoch +++
Die Inflation in den USA hat sich im April wegen des Kriegs mit dem Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed maßgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilt. Dies ist der stärkste Anstieg seit Mai 2023. Dieser Wert entspricht den Erwartungen von Ökonomen. Die Daten stützen die Einschätzung von Experten, dass die Fed ihren Leitzins bis weit ins nächste Jahr hinein unverändert lassen könnte.
+++ 20:18 Israel: Seit Kriegsbeginn 2500 Hisbollah-Mitglieder getötet +++
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn des Iran-Konflikts rund 2500 Hisbollah-Kämpfer getötet, davon 800 seit der Vereinbarung über eine Waffenruhe Mitte April. Die ranghöchsten Kommandeure der Hisbollah wurden laut Armee in den vergangenen beiden Wochen "ausgeschaltet".
+++ 19:38 Verlängerung der Waffenruhe: "Wäre erste schriftliche Vereinbarung seit Kriegsbeginn" +++
Insidern zufolge gibt es Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Eine Vereinbarung soll eine 60-tägige Verlängerung der Waffenruhe sowie eine uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus beinhalten, berichtet USA-Korrespondent Gordian Fritz. "Dann sind wir da, wo wir einen Tag vor Kriegsbeginn standen."
+++ 19:07 EU verhängt Sanktionen gegen israelische Siedler +++
Die EU hat die angekündigten Sanktionen wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland verhängt. Die Maßnahmen treffen vier Organisationen und drei Einzelpersonen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel mitteilt. Ihnen werden schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser im Westjordanland vorgeworfen. Mit dem Sanktionsbeschluss setzt die EU eine politische Grundsatzvereinbarung von einem Außenministertreffen am 11. Mai um. Er hat zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gelten zusätzlich ein EU-Einreise- und Durchreiseverbot. Zu den Sanktionierten zählen etwa die Siedlungsbewegung Nachala und ihre Direktorin Daniella Weiss.
+++ 18:35 Netanjahu ordnet Ausweitung der Militärkontrolle im Gazastreifen an +++
Israel will seine militärische Kontrolle über den Gazastreifen ausweiten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt laut einer von dem Sender Channel 12 mitgeschnittenen Rede, derzeit kontrolliere die Armee 60 Prozent und seine Anweisung laute, auf 70 Prozent zu kommen. Auf den Zwischenruf eines Zuhörers, Israel solle 100 Prozent einnehmen, antwortet Netanjahu laut der Zeitung "Times of Israel", man gehe "Schritt für Schritt" vor - zuerst 70 Prozent, damit fange man an. Bei Inkrafttreten der von den USA vermittelten Waffenruhe im Oktober 2025 lag der israelische Kontrollbereich noch bei 53 Prozent der Fläche. Das Palästinensergebiet umfasst eine Fläche von rund 365 Quadratkilometern und ist damit in etwa so groß wie München oder Bremen.
+++ 18:02 "Maut" in Straße von Hormus: USA drohen Verbündetem Oman mit Sanktionen +++
Die USA drohen dem verbündeten Golfstaat Oman mit Sanktionen, sollte er sich bei der geplanten Wiederöffnung der Straße von Hormus auf die Seite des Iran stellen. US-Finanzminister Scott Bessent schreibt im Onlinedienst X, die Vereinigten Staaten duldeten "keinen Versuch, ein Mautsystem in der Straße von Hormus einzuführen". Bessent fährt fort: "Insbesondere der Oman sollte wissen, dass das US-Finanzministerium alle Akteure - direkt oder indirekt - aggressiv ins Visier nehmen wird, die an der Erhebung von Mautgebühren in der Meerenge beteiligt sind."
+++ 17:33 "Wir haben genug von ihm": Israel bricht Kontakt zu UN-Generalsekretär Guterres ab +++
Israel hat die Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär António Guterres aufgekündigt. Anlass sei die Entscheidung, Israel wegen Vorwürfen der sexualisierten Gewalt in Konfliktgebieten auf eine "schwarze Liste" zu setzen, schreibt der israelische UN-Botschafter Danny Danon am Donnerstag im Onlinedienst X. "Wir haben genug von diesem Generalsekretär", erklärt er. Israel werde den Kontakt zu Guterres' Büro bis zum Ablauf seiner Amtszeit Ende des Jahres abbrechen. "Die Entscheidung, Israel auf die schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist skandalös", schreibt Danon. Er bezieht sich auf einen Bericht des UN-Generalsekretärs zu sexualisierter Gewalt in Konfliktgebieten. Die Untersuchung wurde noch nicht veröffentlicht, die betroffenen Staaten wurden aber vorab informiert.
+++ 16:55 Reisner: Trumps Verbündete am Golf werden unruhig +++
Die mit den USA verbündeten Golfstaaten sehen den Konflikt zwischen Washington und Teheran als starke Bedrohung, sagt Oberst Markus Reisner im Interview mit ntv. Durch den anhaltenden Krieg stehe das Geschäftsmodell der angrenzenden Staaten unter starkem Druck. Ob Tourismus oder Öl- und Gasexporte: Die verschiedenen Geschäftsmodelle funktionierten momentan nicht. "Sie haben die Konsequenzen zu tragen. Und die sind mittel- und langfristig vielleicht noch schlimmer, wenn es zu keiner Einigung kommt", sagt Reisner. Deshalb scheinen einzelne Staaten direkt mit dem Iran zu sprechen, um eigene Deals abzuschließen. US-Präsident Donald Trump hatte vor diesem Hintergrund dem Verbündeten Oman mit Vernichtung gedroht.
+++ 16:32 Bericht: USA und Iran einigen sich auf Verlängerung der Waffenruhe und Atomgespräche +++
Der Iran und die USA haben sich laut einem Bericht der Nachrichtenwebsite "Axios" auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe und die Ausnahme Atomgespräche verständigt. Die Dauer sei auf 60 Tage angesetzt. US-Präsident Donald Trump müsse jedoch noch seine endgültige Zustimmung erteilen, meldet "Axios" unter Berufung auf zwei Insider.
+++ 16:06 Amnesty: Mehr als 6000 Festnahmen im Iran seit Kriegsbeginn +++
Im Iran sind seit Kriegsbeginn vor drei Monaten Menschenrechtlern zufolge mehr als 6000 Menschen festgenommen worden. Unter den Inhaftierten seien auch Demonstranten, Journalisten, Anwälte, Dissidenten und Angehörige ethnischer Minderheiten, heißt es in einem Bericht von Amnesty International. Im selben Zeitraum seien außerdem 39 "politische" Todesurteile vollstreckt worden. "Um ihre Macht zu sichern, haben die Behörden einen umfassenden Angriff auf die Menschen im Iran gestartet und gehen gegen jeden vor, der es wagt, die Islamische Republik zu kritisieren, sagt Amnesty-Expertin Erika Guevara Rosas laut der Mitteilung.
+++ 15:13 Vermittler Pakistan schickt Außenminister nach Washington +++
Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar reist inmitten der Vermittlungsbemühungen seines Landes im Iran-Krieg am Freitag nach Washington. Bei einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio solle über die bilateralen Beziehungen sowie regionale und globale Entwicklungen von gemeinsamem Interesse beraten werden, teilt das Außenministerium in Islamabad mit. Pakistan versucht, seit Wochen ein Friedensabkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran auszuhandeln.
+++ 14:45 Israels Armee bombardiert Wohnung in Beirut +++
Israels Armee hat nach eigenen Angaben einen Luftangriff auf ein Ziel in Beirut geflogen. Weitere Einzelheiten würden später mitgeteilt, heißt es am Nachmittag in einer kurzen Erklärung der israelischen Armee. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus libanesischen Militärkreisen erfährt, richtete sich der Angriff gegen eine Wohnung in der Hisbollah-Hochburg Schueifat im Süden von Beirut.
+++ 14:19 US-Militär bestätigt nächtlichen Luftangriff auf Iran +++
Das US-Militär hat den nächtlichen Luftangriff auf den Iran bestätigt. Die Streitkräfte hätten fünf aus dem Iran gestartete Angriffsdrohnen abgefangen, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) auf der Online-Plattform X mit. Zudem sei der Start einer sechsten Drohne von einer iranischen Bodenkontrollstation in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verhindert worden. Ein US-Vertreter hatte zuvor von einem rein defensiven Einsatz zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe gesprochen.
+++ 13:38 Kuwait verurteilt iranische Luftangriffe auf sein Staatsgebiet +++
Kuwait hat iranische Raketen- und Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt. Das Außenministerium des Golfstaates bezeichnet die Angriffe als schwere Eskalation und eklatante Verletzung der Souveränität und Sicherheit des Landes. Die Behörde forderte den Iran auf, die Angriffe unverzüglich und bedingungslos einzustellen. Kuwait mache die Regierung in Teheran voll für die Vorfälle verantwortlich, heißt es weiter. Der Iran hatte am Morgen erklärt, dass er den US-Luftwaffenstützpunkt in der Region attackiert habe, von dem aus ein US-Luftangriff auf Ziele im Südiran gestartet worden sei. Er nannte aber kein konkretes Land. In Kuwait befindet sich ein großer US-Militärstützpunkt. Von US-Seite hieß es, der amerikanische Luftangriff sei zur Selbstverteidigung und Aufrechterhaltung der Waffenruhe erfolgt.
+++ 12:36 "Beobachter fragten sich, ob Trump wirklich Oman meint" +++
Mitten in die mehr als rissige Waffenruhe im Nahen Osten platzt US-Präsident Trump mit einer Drohung, die viele verwundert: Er warnt Oman, das Land müsse sich "benehmen", weil die USA es sonst "in die Luft jagen" würden. Laut ntv-Reporterin Kavita Sharma gingen viele wohl erst von einer Verwechselung aus.
+++ 11:53 Iran verurteilt jüngste US-Angriffe als Verletzung von Waffenruhe +++
Der Iran hat die jüngsten US-Angriffe als Verletzung der Waffenruhe bezeichnet. Teheran werde "alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationale Souveränität zu verteidigen", sagt der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei. Die USA hatten in der Nacht zum zweiten Mal in dieser Woche Ziele im Iran angegriffen; Teheran reagierte nach eigenen Angaben mit einem Vergeltungsschlag auf den US-Stützpunkt, von dem die Attacke ausging.
+++ 11:15 Libanon meldet mehrere Tote nach Angriffen Israels +++
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach staatlichen Angaben erneut mehrere Menschen getötet worden. Bei einem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Morgen seien sechs Menschen getötet worden, darunter auch Kinder, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Bei den Getöteten habe es sich um eine Familie gehandelt, die aus dem Süden geflohen sei, heißt es. Darüber hinaus seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus getötet worden. NNA berichtete weiter von einem Angriff in der Stadt Sidon selbst. Auch dabei sei es zu Toten und Verletzten gekommen. Angaben zur Zahl der Opfer des Angriffs gab es bislang nicht. Das israelische Militär äußert sich dazu vorerst nicht.
+++ 10:20 Iran: Bekunden Solidarität mit Oman nach "Drohungen von US-Vertretern" +++
Der Iran hat den US-Angriff auf Gebiete in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verurteilt. Zudem bekunde der Iran seine Solidarität mit dem Oman nach den "Drohungen von US-Vertretern", teilt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, in einer Erklärung weiter mit. US-Präsident Donald Trump hatte einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens zurückgewiesen, wonach eine Kompromisslösung im Ringen um ein Ende des Krieges kurz bevorstehe. Diese beinhalte, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau gebracht werden solle und der Iran und der Oman ihn gemeinsam verwalten würden. Trump sagte dazu, kein einzelnes Land werde die Kontrolle über die Wasserstraße haben. "Es sind internationale Gewässer, und der Oman wird sich genauso verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen."
+++ 09:33 Israels Armee meldet Tod einer Soldatin durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne +++
Israels Armee hat den Tod einer Soldatin durch eine aus dem Libanon abgefeuerte Sprengstoffdrohne der Hisbollah bekannt gegeben. Die Armee erklärt zudem, dass die 20-Jährige am Vortag bei einem Militäreinsatz im Norden Israels getötet worden sei. Insgesamt wurden seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Miliz im Zuge des Iran-Krieges 24 Israelis getötet, darunter 23 Soldaten.
+++ 08:45 Iran bekräftigt Forderung nach Freigabe eingefrorener Vermögen +++
Der Iran bekräftigt im Ringen mit den USA um ein Ende des Krieges seine Forderung nach einer vollständigen und bedingungslosen Freigabe aller eingefrorenen Vermögenswerte. Dies sei das legitime Recht der iranischen Nation, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den stellvertretenden Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Bagheri Kani. Die Vermögenswerte der Islamischen Republik müssten vollständig und ohne Bedingungen zurückgegeben werden.
+++ 07:39 Kallas: Anhaltender Krieg in der Golfregion ist "in niemandes Interesse" +++
Vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe der USA und des Iran hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas von einer "sehr gefährlichen Zone" zwischen Krieg und Frieden gewarnt. "Es liegt in niemandes Interesse, dass dieser Krieg weitergeht", sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol. Es liege "wirklich im Interesse aller, dass die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus respektiert wird", verdeutlicht sie. "Alle bezahlen einen sehr hohen Preis", sagt Kallas zu der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus. Es heiße seit "einiger Zeit", dass ein Abkommen über einen Waffenstillstand "sehr nahe" an einem Abschluss sei. Im Falle eines solchen Abkommen müsste danach die Frage nach dem iranischen Atomprogramm verhandelt werden. Hier könne Europa mit seinen Experten "einen Beitrag leisten".
+++ 06:35 Israels Armee greift erneut im Südlibanon an +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei "Infrastruktur" der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das "verdächtige" Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ 05:37 Vergeltungsangriff: Iran attackiert US-Stützpunkt +++
Die iranischen Revolutionsgarden greifen einem Agenturbericht zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt an. Der Angriff sei um 04.50 Uhr Ortszeit als Reaktion auf einen US-Angriff nahe dem Flughafen von Bandar Abbas erfolgt, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Revolutionsgarden warnen, jede "weitere Aggression" werde jeweils eine "entschlossenere" Antwort nach sich ziehen.
+++ 05:15 Kuwait meldet neuen Angriff mit Raketen und Drohnen +++
Der Golfstaat Kuwait wird von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren, teilt das Militär des Landes am frühen Morgen auf X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gibt es zunächst keine Informationen. Woher der Beschuss erfolgte, wird zunächst ebenfalls nicht mitgeteilt. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar feuerte Teheran jedoch Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf. Das US-Militär unterhält zahlreiche Stützpunkte rund um den Persischen Golf.
+++ 05:02 Staatsfernsehen: Iran feuert Warnschüsse auf vier Schiffe in Straße von Hormus ab +++
Die iranischen Streitkräfte haben laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens Warnschüsse auf Schiffe abgegeben, welche die Straße von Hormus durchqueren wollten. "Vier Schiffe versuchten, die Straße von Hormus zu durchqueren und in den Persischen Golf einzufahren, ohne sich mit den Sicherheitskräften abzustimmen", heißt es auf dem Telegram-Kanal des Fernsehens. Nachdem die Schiffe Warnungen ignoriert hätten, "wurden Warnschüsse auf sie abgegeben, was sie zur Umkehr zwang". Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge kurz nach Mitternacht. Details zu den betroffenen Schiffen wurden nicht genannt.
+++ 04:55 USA belegen Irans Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus mit Sanktionen +++
Die US-Regierung belegt die vom Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Straße von Hormus mit Sanktionen. Der Plan, eine Gebühr für die Durchquerung der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärt das Finanzministerium in Washington. Die US-Regierung warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden - der Elitestreitmacht der Islamischen Republik - aufgefasst und ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.
+++ 04:01 Politiker: Iran hält an roten Linien fest +++
Der Iran hält nach Aussagen eines Politikers bei den Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende an Kernforderungen fest. Der Iran werde sich durch US-Präsident Donald Trumps Rhetorik nicht von seinen "roten Linien" abbringen lassen, schreibt Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, auf X. Trump hatte den Verhandlungsstand zuvor als für ihn noch nicht zufriedenstellend bezeichnet. Azizi nannte als rote Linien für sein Land das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus sowie die Aufhebung der Sanktionen. Der Politiker ist - soweit bekannt - nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden.
+++ 03:36 USA bestätigen Angriff auf Ziel im Iran +++
Das US-Militär hat nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärt ein US-Beamter. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten", heißt es weiter. Die Angaben des US-Militärs zu dem Vorfall lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Iranische Medien hatten zuvor von Explosionsgeräuschen in der Nähe von Bandar Abbas berichtet.
+++ 03:10 USA: Iran feuerte vier Drohnen ab +++
Vor dem US-Angriff auf ein Militärgelände hat der Iran einem Medienbericht zufolge einen Drohnenangriff gestartet. Dem "Wall Street Journal" zufolge feuerte Teheran zunächst vier Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe ab. Der Bericht beruft sich auf Angaben von zwei US-Beamten. Nach Angaben eines der Beamten schossen US-Kampfjets die Drohnen ab, ehe ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 die Stellung angriff. Die Drohnen wurden demnach aus der Nähe der Stadt Bandar Abbas abgefeuert.
+++ 02:04 Explosionen: US-Militär greift Ziel im Iran an +++
Das US-Militär hat einem Vertreter der US-Regierung zufolge ein Militärgelände im Iran angegriffen. Von dem Gelände sei eine Bedrohung für US-Streitkräfte und den kommerziellen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ausgegangen, sagt der Regierungsvertreter. Zudem habe das US-Militär mehrere iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen, die eine ähnliche Bedrohung dargestellt hätten.
+++ 01:34 Iran meldet Explosionen bei Stadt Bandar Abbas am Persischen Golf +++
Iranische Medien melden drei Explosionen östlich der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas. Die Luftabwehr sei für mehrere Minuten aktiviert worden. Die Behörden untersuchten die Ursache der Explosionen.
+++ 00:01 Erneut libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötet +++
Bei einem israelischen Angriff im Libanon ist nach Armeeangaben erneut ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem Angriff nahe der Stadt Nabatija im Südlibanon getötet worden, teilt die libanesische Armee mit. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht. Erst am Dienstag war bei einem Angriff ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem israelischen Angriff in der Bekaa-Ebene ums Leben gekommen, teilte die Armee mit. Sein Leichnam konnte am Nachmittag geborgen werden. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen. Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist die libanesische Armee keine Konfliktpartei.
+++ 23:17 Trump droht offenbar dem Oman +++
US-Präsident Donald Trump droht offenbar dem mit den USA verbündeten Oman mit einem Angriff, sollte das Sultanat sich bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus auf die Seite des Iran stellen. Oman müsse sich "benehmen", sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Andernfalls müssten die USA "sie in die Luft jagen". Trump war zuvor gefragt worden, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, wonach der Iran und der auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs gelegene Oman die strategisch wichtige Meerenge kontrollieren könnten. "Nein, die Meerenge wird für alle offen sein", sagt der US-Präsident. "Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Sie verstehen das, es wird ihnen gut ergehen."
Das Weiße Haus antwortete auf eine Anfrage, ob Trump sich versprochen und eigentlich den Iran statt Oman gemeint habe. Das US-Außenministerium veröffentlichte später allerdings einen Ausschnitt und ein Transkript der Äußerungen Trumps zu Oman - ohne Korrektur oder Klarstellung. Oman ist eigentlich ein wichtiger Verbündeter der USA und hat versucht, im Iran-Krieg zu vermitteln.
+++ 22:18 Studie: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen aus Iran-Krieg +++
Die USA werden einer Studie zufolge mindestens drei Jahre brauchen, um die im Iran am stärksten eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Das gelte sowohl für Tomahawk-Marschflugkörper als auch für Abfangsysteme vom Typ Patriot und THAAD, heißt es in einer gerade veröffentlichten Analyse des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. Von der Marine eingesetzte Standardraketen vom Typ SM-3 und SM-6 könnten in rund zwei Jahren neu beschafft werden, hieß es in der CSIS-Analyse weiter. Sie seien nicht so intensiv eingesetzt worden. Im Iran-Krieg bestehe durch die geleerten Bestände zwar kein militärisches Risiko für die USA, heißt es in der Studie weiter. Es sei dadurch aber "ein Zeitfenster der Verwundbarkeit für einen möglichen Konflikt im Westpazifik geschaffen" worden.
+++ 21:28 Trump: Sprechen nicht über Lockerung von Iran-Sanktionen +++
Die USA bieten nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Iran in den Verhandlungen über ein Ende des Kriegs derzeit keine Lockerung von Sanktionen an. "Nein, wir sprechen nicht über irgendeine Lockerung von Sanktionen", sagt der Republikaner in der Kabinettssitzung im Weißen Haus. Auch über Gelder, die der Iran für sich beanspruche, habe man im Moment weiter die Kontrolle. Trump war von einer Reporterin gefragt worden, ob die USA erwägen, Sanktionen gegen den Iran zu lockern, damit das Land wieder sein Rohöl verkaufen darf.
+++ 20:45 Trump gegen Übergabe iranischer Uran-Bestände an China oder Russland +++
US-Präsident Donald Trump sagt, er fühle sich nicht wohl bei dem Gedanken, dass die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran an China oder Russland übergeben werden könnten. Auch gehe es in den Gesprächen mit dem Iran nicht um die Lockerung von Sanktionen. Die Straße von Hormus werde offen für alle sein und niemand werde sie kontrollieren, fügt er hinzu.
+++ 20:09 Bericht aus Washington: "Iran hat zerstörte Raketenstellungen wieder aufgebaut" +++
Das US-amerikanische Militär greift Ziele im Iran an und Teheran droht mit Vergeltung. ntv-Korrespondent Gordian Fritz erklärt, dass derweil am Verhandlungstisch heftig gestritten wird und der Iran einst zerstörte Stellungen längst wieder aufbaut.
+++ 19:36 Trump noch nicht zufrieden mit Iran-Verhandlungen +++
Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagt der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: "Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen." Die US-Regierung sei damit aber nicht "zufrieden", werde es aber später sein. Trump erneuert die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde - er spricht davon, dann "die Sache zu Ende" zu bringen.
+++ 18:53 Teherans Siegerpose: Golfstaaten "sehen sich mit neuer Realität konfrontiert" +++
Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA hält weiterhin die Welt in Atem. ntv-Reporterin Kavita Sharma erklärt, dass sich das iranische Regime als Sieger des Krieges versteht, auch weil es der Weltwirtschaft durch die Straße von Hormus erheblichen Schaden zugefügt hat.
+++ 18:08 Weißes Haus: Iranischer Bericht über Hormus-Entwurf komplett erfunden +++
Das Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran als unwahr zurück. Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit. (Siehe Eintrag von 15:08 Uhr)
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