Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:18 Munitionsdepot zu nah an Häusern - Selenskyj bestraft Beamte +++
Bei einem russischen Raketenangriff gehen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft - nun will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, "doch all diese Vorschriften wurden missachtet", klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Aus seiner Sicht seien genügend Plätze in der Ukraine vorhanden, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen.
+++ 21:28 Grünen-Politiker Dahmen wegen Ukraine-Krieg nun Bundeswehr-Reservist +++
Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen hat seine frühere Wehrdienstverweigerung zurückgezogen und sich als Reservist bei der Bundeswehr gemeldet. Der 44-Jährige begründet den Schritt in einem "Spiegel"-Interview mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. "Meine Überzeugung war und ist: Ich will keinen Menschen töten. Doch ich muss anerkennen, die Zeiten und Rahmenbedingungen, vor denen ich diese Gewissensentscheidung verantworten muss, haben sich geändert", sagt der Mediziner.
+++ 20:41 Klitschko: Zahl der Verletzten in Kiew steigt +++
Nach dem Angriff mit ballistischen Raketen auf die Metropole Kiew erhöht sich die Zahl der Verletzten auf mindestens zwölf, bestätigt der Bürgermeister Vitali Klitschko. Demnach sollen unter den Verletzten auch zwei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, bewusst zivile Ziele anzugreifen.
+++ 19:29 Rubel rollt nicht mehr: Auf der Krim wird das Bargeld knapp +++
Nach der Benzinknappheit kämpfen die Menschen auf der Halbinsel Krim nun offenbar mit einem Mangel an Bargeld, berichtet "The Moscow Times". Die russische Staatsbank VTB limitiert die Abhebung von Rubel, wenn Karten anderer Banken genutzt werden. An den VTB-Geldautomaten dürfen Fremdbank-Kunden monatlich maximal 50.000 Rubel abheben - rund 570 Euro. Zuvor lagen die Limits höher. Die Bank begründet die temporär geplante Verschärfung auf Anfrage der Online-Zeitung mit einer hohen Nachfrage nach Bargeld. Die VTB ist die größte russische Bank, die auf der Halbinsel tätig ist. Via Dekret hat Russland nach der völkerrechtswidrigen Annexion den Rubel auf der Krim als alleiniges offizielles Zahlungsmittel durchgesetzt.
+++ 18:35 Feuer und Tote im Hafengebiet in der Oblast Odessa +++
Bei einem russischen Angriff in einem Hafengebiet in der Oblast Odessa werden zwei Lastwagenfahrer getötet und zwei weitere Personen verletzt. Mehrere Lastwagen und ein ziviles Handelsschiff werden beschädigt. An Bord des Schiffes bricht ein Feuer aus, das mittlerweile gelöscht ist.
+++ 17:34 Russische Gleitbombe tötet Mädchen in Sumy +++
Bei dem russischen Gleitbomben-Angriff am Nachmittag in der nordostukrainischen Stadt Sumy ist auch ein Mädchen ums Leben gekommen, sagt Artem Kobsar, Bürgermeister von Sumy. Die örtlichen Behörden warnen vor weiteren Angriffen. Insgesamt kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten steigt auf mindestens 17. Die Gleitbombe trifft unter anderem eine Bushaltestelle, meldet die Militärverwaltung. Selenskyj appelliert an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen.
+++ 16:36 Feuer in Lagerhaus nach Drohnenangriff in der Zentralukraine +++
Russische Streitkräfte greifen den Bezirk Poltawa an. Eine Drohne soll ein Lagerhaus eines zivilen Unternehmens getroffen haben, es kommt dort zu einem Brand, der laut der Militärverwaltung mittlerweile gelöscht ist. "Bislang liegen den Rettungsdiensten keine Berichte über Verletzte vor", erklärt Vitalii Diakivnych, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Poltawa, bei Telegram. Der Bezirk Poltawa liegt im Zentrum der Ukraine - östlich des Flusses Dnipro.
+++ 15:35 Russland greift Stadt Sumy an - Tote und Verletzte +++
Russische Streitkräfte greifen am Nachmittag zivile Infrastruktur in Sumy an, meldet Oleh Hryhorov, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy. Die drei gelenkten Fliegerbomben seien im Bezirk Zarichnyi eingeschlagen. Bei dem Angriff sollen acht Menschen getötet sein.
+++ 14:36 "Terrorismus": Russland nutzt Flugabwehr auch für Bodenangriffe +++
Ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij Sternenko, geht davon aus, dass die russische Armee spezielle Raketenabwehrsysteme vom Typ S-400 auch für Angriffe einsetzt. "Bei Bodenangriffen sind diese Raketen für Radar schwerer zu erkennen", schreibt er bei Telegram. "Es gibt keine militärische Logik für solche Angriffe. Es ist einfach Terrorismus." Bei einem Angriff auf ein Bodenziel fliegen diese Raketen extrem hoch in die Stratosphäre und stürzen dann fast senkrecht von oben auf das Ziel herab.
+++ 13:53 Mindestens zehn Menschen sterben bei russischen Angriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Angriffen in der gesamten Ukraine kommen im Laufe des vergangenen Tages mindestens zehn Menschen ums Leben, mindestens 80 weitere werden verletzt. Das berichtet das Medium "Kyiv Independent" unter Berufung auf jüngste Angaben regionaler Behörden. Zudem belaufe sich die Zahl der Verletzten in der Hauptstadt Kiew inzwischen auf zwölf, darunter sei ein Kind. Dem Bericht zufolge handelt es sich um einen elfjährigen Jungen.
+++ 13:12 Ukrainischer Außenminister: "Putin setzt auf ballistischen Terror" +++
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha bekräftigt die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Unterstützung von Nato-Partnern bei der Raketenabwehr. "Putin setzt auf ballistischen Terror. Als wir mit unseren Verbündeten in Ankara sprachen, war das oberste Ziel, Moskau diesen letzten Vorteil zu nehmen", schreibt Sybiha bei X. Die Schritte, um das zu erreichen, seien klar. "Aber Handeln ist jetzt nötig, nicht später." Die Ukraine verlasse sich auf die schnelle Umsetzung der Vereinbarungen, die Selenskyj und die ukrainische Delegation getroffen hätten, um Schutz für ukrainische Familien vor russischem ballistischem Terror zu gewährleisten, so der Minister weiter. In der Nacht hatte Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.
+++ 12:33 Mangott: "Bei der Luftabwehr kommt aus Europa fast nichts" +++
Russland greift die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen an. Politikwissenschaftler Gerhard Mangott erklärt, warum Kiew den Angriffen derzeit so wenig entgegensetzen kann, weshalb Europa bei der Luftabwehr hinter den Erwartungen zurückbleibt und warum er kaum an einen baldigen Frieden glaubt.
+++ 11:47 Ukraine beschießt 21 russische Öltanker +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere 21 russische Öltanker im Asowschen Meer mit Drohnen attackiert. Neben den Tankern hätten die Drohnen auch vier Schlepper, zwei Trockenfrachter und einen Schwimmbagger getroffen, teilt der Generalstab in Kiew bei Telegram mit. Es wäre die zahlenmäßige größte Attacke einer schon seit Tagen laufenden Angriffswelle. Russland macht deutlich geringere Angaben zu dem Beschuss. So schreibt der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, von vier angegriffenen Schiffen. "Ein Mensch wurde getötet, der Matrose auf einem technischen Schiff", teilt er auf Telegram mit. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.
+++ 11:07 Angriff auf Kiew: "Bevor Luftalarm losging, schlug Rakete ein" +++
Russland hat die ukrainische Hauptstadt in der Nacht mit zahlreichen Drohnen und Raketen angegriffen. Mehrere Gebäude fingen Feuer, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Offenbar waren die ersten Raketen eingeschlagen, bevor Luftalarm ertönte. Nun schildern Anwohner den Angriff.
+++ 10:38 Gouverneur: Brände in südrussischen Treibstofflagern sind gelöscht +++
Die durch ukrainische Drohnen am Freitag verursachten Brände in der südrussischen Region Rostow sind gelöscht. Das teilt der dortige Gouverneur Juri Sljusar bei Telegram mit. Demnach dauerten die Löscharbeiten in zwei Treibstofflagern der Region sowie im Seehafen von Taganrog die ganze Nacht an.
+++ 10:03 Selenskyj drängt auf Hilfe von Nato-Partnern bei Raketenabwehr +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt nach dem jüngsten russischen Angriff auf Kiew auf Unterstützung der Nato. "Im Laufe der Nacht feuerte Russland mehr als 120 Drohnen und 12 Raketen ab, die Hälfte davon ballistische Raketen. Unseren Verteidigern gelang es, die meisten Ziele abzuschießen - allerdings nicht die ballistischen", so Selenskyj bei X. Er erwarte von den Partnern der Ukraine, dass sie ihre Versprechen bezüglich der auf dem Nato-Gipfel vereinbarten Hilfspakete einhalten, um zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung beizutragen. "Wir müssen so schnell wie möglich Lizenzvereinbarungen für 'Patriot'-Systeme und das gemeinsame europäische Projekt zur ballistischen Raketenabwehr vorantreiben", schreibt er weiter. Zudem steigt die Zahl der Verletzten in der ukrainischen Hauptstadt Selenskyj zufolge auf elf.
+++ 09:29 Ukraine: Russland griff mit zahlreichen Raketen und Drohnen an +++
Russlands Militär hat die Ukraine in der Nacht zum Samstag mit 6 ballistischen Raketen, 4 gelenkten Flugkörpern, 2 Anti-Radar-Raketen sowie 121 Drohnen angegriffen. Das teilen die Luftstreitkräfte der Ukraine mit. Demnach konnten 2 gelenkte Flugkörper sowie 111 Drohnen abgewehrt werden. An 11 Orten seien Treffer von ballistischen Raketen, gelenkten Flugkörpern oder Drohnen registriert worden. Trümmer von abgeschossenen Flugkörpern seien an 3 Orten abgestürzt, heißt es weiter. Moskau teilt wiederum mit, in der Nacht 178 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.
+++ 08:52 Zahl der Verletzten nach russischem Raketenangriff auf Kiew steigt +++
Nach einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht steigt die Anzahl der verletzten Personen auf zehn. Wie die Katastrophenschutzbehörde der Ukraine mitteilt, befindet sich unter den Verletzten auch ein Kind. Das Medium "Ukrainska Pravda" berichtet zudem unter Berufung auf Einwohner, dass die ersten Explosionen in der Stadt gegen 03:38 Uhr zu hören gewesen seien. Die Warnsirenen seien erst zwei Minuten später ertönt.
+++ 08:14 Tass: Russland zerstört 43 ukrainische Tankstellen innerhalb weniger Tage +++
Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass hat Moskaus Militär seit Anfang Mai bis zu 200 Tankstellen in der Ukraine zerstört. Demnach intensivierte Russland die Angriffe insbesondere in den vergangenen Tagen: Bis Ende Juni lag die Zahl der zerstörten ukrainischen Tankstellen laut Tass noch bei rund 150 - im Juli seien mindestens 43 weitere hinzugekommen. Allein in der Region Charkiw brannten in der ersten Juliwoche demnach mindestens 10 Tankstellen nieder.
+++ 07:40 Bericht: EU-Analyse nennt Russland "bedeutendste Sicherheitsbedrohung" +++
Eine von EU-Diplomaten erstellte neue Sicherheitsanalyse sieht einem Zeitungsbericht zufolge Russland als größte Bedrohung für Europa. Das Land sei die "unmittelbarste, bedeutendste, direkteste und langfristigste Sicherheitsbedrohung für den europäischen Kontinent", zitiert die Zeitung "Welt am Sonntag" aus der noch nicht veröffentlichten neuen Bedrohungsanalyse des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Der Bericht sehe Russlands "Militarisierung der Gesellschaft, die Hinwendung zu einer Kriegswirtschaft mit konkreten Ambitionen in strategischen und technischen Schlüsselbereichen wie Weltraum und Nuklearangelegenheiten" als langfristige Bedrohung für die europäische Sicherheit.
+++ 06:57 Ukrainisches Militär meldet hohe russische Verluste +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert die russische Armee innerhalb des vergangenen Tages 1490 Soldaten. Demnach steigt die Gesamtzahl der Soldaten, die Russland seit Beginn des Angriffskrieges verloren hat, auf 1.417.770. Zum Vergleich: In der vergangenen Woche lag die Anzahl verlorener russischer Soldaten laut ukrainischem Generalstab bei durchschnittlich rund 1300 pro Tag. Zu eigenen Verlusten macht die ukrainische Armee keine Angaben. Verschiedene Denkfabriken gehen jedoch davon aus, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.
+++ 06:14 EVP-Chef Weber: Wir brauchen eine europäische Armee +++
EVP-Chef Manfred Weber macht sich erneut für eine gemeinsame europäische Armee stark und kritisiert die Zersplitterung der europäischen Verteidigungspolitik. "Wir verschwenden derzeit Milliarden an Steuergeldern mit der Ineffizienz, die wir bei der Beschaffung haben und durch die Abschottung der nationalen Verteidigungsmärkte", sagt der Partei- und Fraktionsvorsitzende der europäischen Christdemokraten (EVP) der "Welt am Sonntag". "Wir brauchen jetzt einen Binnenmarkt für Verteidigungsgüter, gemeinsame Exportregeln und europäische Kommandostrukturen bei der Verteidigung, also eine europäische Armee."
+++ 05:36 Wadephul: Russland muss jetzt verhandeln +++
Die Bundesregierung sieht laut einem Bericht des "Tagesspiegels" derzeit einen günstigen Zeitpunkt für Verhandlungen mit dem Iran und mit Russland. "Keiner der beiden Konflikte wird auf dem Schlachtfeld entschieden werden, sondern am Verhandlungstisch – je eher, desto besser für die Menschen", sagt Außenminister Wadephul. Die Angriffe Russlands und des Iran rund um den Nato-Gipfel seien kein Zufall gewesen und hätten Stärke demonstrieren sollen. Die auf dem Gipfel beschlossenen Finanzzusagen an Kiew seien jedoch eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass die Ukraine den längeren Atem habe und Russland nun verhandeln müsse.
+++ 04:30 Verletzte bei Raketenangriffen auf Kiew +++
Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilen Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Anwohnerinnen und Anwohner sollten sich in Schutzräume begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtet von mehreren Angriffswellen. Mindestens sechs Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt. In mehreren Bezirken gebe es Brände.
+++ 01:35 Bombenangriff auf Saporischschja: Todesopfer und viele Verletzte +++
Bei russischen Luftangriffen auf Saporischschja gibt es zahlreiche Opfer: Gouverneur Ivan Fedorov berichtet von 29 Verletzten, eine Person sei getötet worden. Die Stadt sei mit Gleitbomben angegriffen worden, sie hätten Wohnhäuser und andere Gebäude beschädigt. Nach Polizeiangaben ist eine der Bomben nicht detoniert, sie liegt in einem Wohngebiet. Anwohner sollen in Schutzräumen bleiben. Saporischschja liegt etwa 20 Kilometer hinter der Frontlinie und ist häufiges Ziel russischer Angriffe.
+++ 23:31 US-Senator fordert von China Druck auf Russland für Friedensgespräche +++
Der einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham sieht China in einer entscheidenden Rolle, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Der Weg zum Frieden führe mehr durch Peking als durch Washington, Kiew oder Moskau, sagt Graham in Kiew, wo er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj getroffen hatte. Laut Graham unterstützt die Regierung von US-Präsident Donald Trump nun ein seit Monaten geplantes Sanktionsgesetz gegen Russland. Dieses zielt darauf ab, die Finanzierungsquellen für Russlands Militäroperationen abzuschneiden. Eine Stärkung der militärischen Fähigkeiten der Ukraine in Verbindung mit einem diplomatischen Vorstoß könne Moskau zu Gesprächen zwingen, erklärt Graham.
+++ 22:05 US-Regierung könnte bald verschärfte Russland-Sanktionen auf den Weg bringen +++
In den USA zeichnen sich verschärfte Russland-Sanktionen ab: Vier Senatoren einigten sich darauf mit der Regierung von Präsident Donald Trump, wie sie in Washington mitteilten. Die Gesetzgebung solle bald umgesetzt werden, erklärten die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Roger Wicker und ihre Kollegen von der Demokratischen Partei, Richard Blumenthal und Jeanne Shaheen. Es gehe um "Instrumente, die einen hohen Preis von denjenigen verlangen, die russisches Öl und Gas kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben", erklärten die vier Kongressmitglieder. Details der Einigung nannten sie nicht. Im US-Senat wurde zuletzt ein Gesetzentwurf diskutiert, der hohe Strafzölle gegen Länder ermöglichen soll, die weiter Öl und Erdgas aus Russland importieren. Trump erklärte bereits im Herbst, er sei damit grundsätzlich einverstanden. Die USA hatten unter Trump zwischenzeitlich solche Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Indien verhängt. Sie wurden aber im Februar wieder aufgehoben, nachdem sich das Land verpflichtet hatte, auf russische Energieimporte zu verzichten. Beim G7-Gipfel in Frankreich hatte sich Trump Mitte Juni zudem bereiterklärt, die US-Sanktionen gegen russische Ölexporte wieder einzusetzen. Seine Regierung hatte die Strafmaßnahmen während des Iran-Kriegs gelockert, um die massiv gestiegenen Preise zu senken.
+++ 21:10 Bericht: Russland stoppt Schiffsverkehr durch wichtigen Kanal in Reaktion auf ukrainische Angriffe +++
Russland stoppt Insidern zufolge vorübergehend den Schiffsverkehr durch den Don-Asow-Kanal. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf ukrainische Angriffe auf Tanker im Asowschen Meer, heißt es aus zwei Quellen der Getreideexportbranche. Die Sperrung könnte fast ein Viertel der russischen Weizenexporte betreffen. Wie lange sie andauern soll, ist den Angaben zufolge unklar.
+++ 20:25 "Offensichtliche Gründe": Führender russischer Politiker räumt Kraftstoffknappheit im Land ein +++
Nach Aussage des stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexander Nowak ergreifen die russischen Behörden notwendige Maßnahmen, um Ölraffinerien besser gegen ukrainische Angriffe zu schützen. Der Politiker räumte vor Journalisten ein, dass die Drohnenangriffe der Ukraine zu einer Kraftstoffknappheit im Land geführt haben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtet. "Wir müssen anerkennen, dass [der Kraftstoffmarkt] mit Problemen und Engpässen zu kämpfen hat, weshalb es zu Warteschlangen kommt", zitiert Tass den stellvertretenden Ministerpräsidenten. "Manchmal kommt es an Tankstellen zu Betriebsstörungen. Die Knappheit [ist] aus offensichtlichen Gründen entstanden, da unsere Raffinerien aufgrund von Drohnenangriffen teilweise außer Betrieb sind." Russland habe den Export von Benzin und Diesel verboten, um die Lage zu stabilisieren.
+++ 19:45 Kriegsgegner wird in Russland vor Duma-Wahl zum ausländischen Agenten erklärt +++
In Russland ist der liberale Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Boris Nadeschdin rund zwei Monate vor der Parlamentswahl in die Liste "ausländischer Agenten" aufgenommen worden. Unter anderem wurde ihm der Aufruf zur Teilnahme an ungenehmigten Versammlungen vorgeworfen, wie es in einer Mitteilung des Justizministeriums in Moskau heißt. Mit der Aufnahme in das Register "ausländischer Agenten" kann Nadeschdin politisch nicht mehr tätig werden. Im März hatte Nadeschdin auf Verbote von Demonstrationen gegen die zunehmende Internetzensur und die Blockade des beliebten Messengerdienstes Telegram in Russland hingewiesen. Der Politiker zeigte sich wenig überrascht. "Es war erwartbar. Vor der Wahl zur Staatsduma versucht man, gefährliche Gegner auszuschalten", schrieb der Oppositionelle auf seinem Telegramkanal. Wer in Russland als "ausländischer Agent" gebrandmarkt ist, muss mit zahlreichen Nachteilen rechnen. Die Einstufung soll Misstrauen schüren und ihre Arbeit in Russland erschweren. In dem Register des Justizministeriums sind bereits mehr als 1200 Menschen und Organisationen als gelistet, darunter zahlreiche Kremlkritiker, aber auch Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen.
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