Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:38 Explosionen in Kiew sind bis ins Weltall sichtbar +++

23.03.2026, 00:01 Uhr

Zeitrafferbilder aus dem All zeigen die Folgen russischer Angriffe auf die Ukraine: Einschläge, zerstörte Infrastruktur und großflächige Stromausfälle. Besonders Kiew versinkt immer wieder im Dunkeln, sichtbar gemacht durch Aufnahmen der ISS und Open-Source-Analysen.

+++ 15:59 Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein +++

Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. "Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr", sagt Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der größeren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, fordert er zugleich von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um "auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren".

+++ 15:24 Orban reagiert auf EU-Vorwürfe mit Gegenvorwurf: Ungarischer Minister wurde angeblich abgehört +++

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat eine Untersuchung zum mutmaßlichen Abhören seines Außenministers Peter Szijjarto angeordnet. Es gebe Beweise für die Überwachung sowie Hinweise auf die möglichen Urheber, erklärt Orban auf der Kurznachrichtenplattform X. "Das muss umgehend untersucht werden." Die "Washington Post" hatte am Sonntag unter Verweis auf EU-Sicherheitskreise berichtet, dass der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in den Pausen von Außenministertreffen "regelmäßig" mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow telefoniert habe, um "live" über das zu berichten, was bei den Treffen besprochen wurde. Szijjarto wies den Bericht als Falschmeldung zurück. Eine Stellungnahme der ungarischen Regierung liegt bislang nicht vor.

+++ 14:54 So zerstört die Ukraine russische Luftabwehrsysteme tief im Hinterland +++

Ukrainische Streitkräfte greifen Ziele in der russischen Region Brjansk an und zerstören mehrere Flugabwehrsysteme. Der Schlag rund 50 Kilometer hinter der Grenze gehört zu Kiews Strategie, die russische Luftverteidigung im rückwärtigen Raum zu schwächen und neue Korridore für eigene Angriffe zu öffnen.

+++ 14:27 EU "äußerst" besorgt über Berichte zu ungarischem Durchstechen von Infos nach Moskau +++

Die EU hat sich "äußerst" besorgt über Medienberichte gezeigt, wonach ungarische Regierungsmitglieder Informationen von Ministertreffen in Brüssel an Russland weitergegeben haben sollen. Die Berichte über das Durchstechen vertraulicher Gespräche seien "äußerst besorgniserregend", sagt eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel. "Wir erwarten von der ungarischen Regierung, dass sie Erklärungen liefert", fügt sie hinzu.

+++ 14:00 "Fleischoffensive": Ukraines Oberbefehlshaber meldet massive Verluste +++

Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj meldet schwere Verluste für die russische Armee nach vier Tagen intensiver Kämpfe. Zwischen dem 17. und 20. März seien mehr als 6090 Soldaten getötet oder verwundet worden. Syrskyj erklärt, Russland habe sich zuletzt auf die Verteidigungslinien in Pokrowsk und Olexandriwsk konzentriert und dort jeweils 163 und 96 Angriffe gestartet. In sozialen Netzwerken spricht er von einer russischen "Fleischoffensive", fügte aber hinzu: "In einigen Frontabschnitten dauern die heftigen Kämpfe zwar an, doch ist der Feind gezwungen, seine Kräfte neu zu formieren."

+++ 13:31 Russland warnt vor Ausweitung des Iran-Kriegs aufs Kaspische Meer +++

Russlands Außenminister Sergej Lawrow äußert sich besorgt über eine mögliche Ausweitung des Iran-Kriegs auf die Region Kaspisches Meer. Sein iranischer Amtskollege Abbas Aragtschi habe dieser Besorgnis in einem Gespräch zugestimmt, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Der Konflikt sei von den USA und Israel provoziert worden. Das Kaspische Meer grenzt im Norden an Russland und im Süden an den Iran. Auch die früheren Sowjetrepubliken Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan liegen am Kaspischen Meer. Lawrow warnt zudem vor Angriffen auf die iranische Atom-Infrastruktur, darunter das Kraftwerk in Buschehr. Solche Angriffe stellten ein inakzeptables Risiko für die Sicherheit des russischen Personals dort dar und seien mit katastrophalen Folgen für die Umwelt verbunden.

+++ 12:54 Kiew: Ukrainische Verteidigungssysteme stoßen auch außerhalb der Golfregion auf Interesse +++

Laut dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha stößt die militärische Verteidigungsfähigkeit der Ukraine international auf wachsendes Interesse. Auf X erklärte Sybiha, viele Staaten bewerteten ukrainische Verteidigungssysteme angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten als technologisch fortschrittlich und kosteneffizient. Kiew wolle daraus neue Partnerschaften weltweit aufbauen, auch über Europa, Nordamerika und die Golfregion hinaus. Zugleich kritisiert Sybiha, es sei schwer nachvollziehbar, warum Teile der Nato eine stärkere Einbindung ukrainischer Fähigkeiten bislang zurückhaltend behandelten.

+++ 12:16 Ukraine: Polizisten bei "Terroranschlag" in Butscha verletzt +++

Bei Explosionen nahe einem Wohngebäude in Butscha bei Kiew sind am frühen Morgen zwei Polizeibeamte verletzt worden. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, spricht die Polizei von einem "Terroranschlag". Ein zunächst unbekannter Gegenstand detonierte demnach auf der Straße. Während der Einsatzmaßnahmen soll es zu einer zweiten Explosion gekommen sein. Die verletzten Beamten wurden mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, ihr Leben ist laut Behörden nicht in Gefahr.

+++ 11:28 Kenia kündigt Amnestie für kenianische Söldner im Ukraine-Krieg an +++

Kenia will Söldner, die auf russischer Seite im Ukraine-Krieg gekämpft haben, nach ihrer Rückkehr nicht mehr strafrechtlich verfolgen. Außenminister Musalia Mudavadi kündigt laut BBC eine Amnestie an, nachdem Russland zugesichert hat, keine kenianischen Staatsbürger mehr zu rekrutieren. Nach kenianischem Recht ist der Dienst in ausländischen Armeen eigentlich verboten und kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Seit Kriegsbeginn wurden hunderte Menschen angeworben, von denen ein Teil bereits zurückgekehrt ist.

++ 10:47 Russische Ostsee-Ölhäfen nach Drohnenangriffen gesperrt +++

Die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga setzen Branchenkennern zufolge nach Drohnenangriffen die Verladung von Öl und Treibstoff aus. In Primorsk war nach Drohnenangriffen ein Treibstofftank in Brand geraten, wie der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Ob es in Ust-Luga Schäden gegeben hat, ist noch unklar. Über die beiden Häfen wird ein Großteil der russischen Öl- und Treibstoffexporte abgewickelt. Aus der Ukraine gibt es bislang keine Stellungnahme.

+++ 10:22 Insider: Russland bietet Deal bei Zieldaten für Iran und Ukraine an +++

Russland hat den USA nach Angaben von Insidern angeboten, die Bereitstellung von Zieldaten für iranische Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Streitkräfte einzustellen, sofern Washington im Gegenzug die Hilfe für die Ukraine stoppt, um russische Ziele zu treffen. Der Vorschlag sei von Russlands Verhandlungsbeauftragtem Kirill Dmitriev unterbreitet worden, heißt es, wurde jedoch bei einem Treffen in Miami abgelehnt. Der Iran hatte zuvor Präzisionsangriffe auf US-Einrichtungen in der Region durchgeführt, bei denen sieben Soldaten getötet wurden. 

+++ 09:43 Probleme mit Antenne: Russisches Raumschiff muss manuell an ISS andocken +++

Bei seinem Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation (ISS) muss der unbemannte russische Raumtransporter wegen eines Antennenproblems manuell angedockt werden. Roskosmos teilte mit, dass ISS-Kommandant Sergej Kud-Swertschkow das Frachtschiff am Dienstag selbst steuern werde. Die Kapsel war am Sonntag mit einer Sojus-Rakete gestartet und transportiert rund 2,5 Tonnen Vorräte und Ausrüstung für die siebenköpfige Besatzung.

+++ 09:03 Putin will "strategische Partnerschaft" zwischen Russland und Nordkorea weiter ausbauen +++

Russlands Präsident Wladimir Putin spricht sich angesichts der Bestätigung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im höchsten Staatsamt für eine Stärkung der "strategischen Partnerschaft" beider Länder aus. "Wir werden natürlich unsere enge Zusammenarbeit fortsetzen, um die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Pjöngjang weiter auszubauen", erklärt Putin in einer vom Kreml veröffentlichten Botschaft an Kim. Putin preist darin Kims "persönlichen Beitrag" zur "Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen der Verbündeten" Russland und Nordkorea.

+++ 08:11 Tusk: Ungarn soll EU-Infos an Russland weitergegeben haben +++

Polens Ministerpräsident Donald Tusk wirft Ungarn vor, über Jahre hinweg EU-Informationen an Russland weitergegeben zu haben. Tusk reagiert damit auf einen Bericht der "Washington Post", wonach die ungarische Regierung dem Kreml detaillierte Einblicke aus EU-Ratssitzungen geliefert haben soll. Er betont, dass seine Regierung schon lange entsprechende Vermutungen gehegt habe.

+++ 07:35 EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung +++

EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius fordert eine deutliche Aufstockung der Raketenabwehrproduktion in Europa. Er warnt in der "Augsburger Allgemeinen", dass die Nachfrage nach Patriot-Systemen durch den Konflikt am Golf hoch sei und dies auch die Unterstützung der Ukraine verzögern könne. Kubilius schlägt vor, gemeinsame Raketenabwehrsysteme zu entwickeln und dabei mit der Ukraine zusammenzuarbeiten, um von deren Erfahrung zu lernen. Zugleich appelliert er an die EU-Mitgliedstaaten, die zugesagte Milliardenhilfe für Kiew schnell freizugeben.

+++ 07:02 Ukraine: Russische Soldatenverluste übersteigen Rekrutierungen +++

Ukrainische Drohneneinheiten fügen den russischen Streitkräften nach eigenen Angaben seit Beginn des Winters deutlich höhere Verluste zu, als Moskau ausgleichen kann. Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Aussagen des Drohnenkommandeurs Robert "Madyar" Brovdi berichtet, überstiegen die durch Drohnen verursachten Ausfälle erstmals im Dezember die Rekrutierungen.

Demnach hätten ukrainische Drohnen seitdem mindestens 8776 russische Soldaten getötet oder kampfunfähig gemacht.

+++ 06:31 US-Finanzminister verteidigt Lockerung der Öl-Sanktionen +++

US-Finanzminister Scott Bessent verteidigt die Lockerung der Beschränkungen für iranische und russische Ölexporte durch die Trump-Regierung und stellt sie als Maßnahme zur Stabilisierung der globalen Märkte dar. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, soll die Ausweitung des Käuferkreises über China hinaus helfen, Preisspitzen zu vermeiden und gleichzeitig die Einnahmen Moskaus und Teherans zu begrenzen. Bessent argumentiert, dass niedrigere Ölpreise Russland finanziell stärker treffen würden als höhere Preise mit begrenzten Exporten. Zuvor hatte das US-Finanzministerium am 12. März eine befristete Lizenz für den Verkauf von auf See festsitzendem russischem Öl erteilt. Die Entscheidung gilt als deutlicher Kurswechsel in der US-Sanktionspolitik gegenüber Russland.

+++ 05:47 Drohnenangriff auf russischen Hafen nahe der finnischen Grenze +++

Der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad meldet einen Drohnenagriff auf den russischen Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland. Ein Treibstofftank sei beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei, erklärte der Regionalgouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden. Die russische Luftabwehr habe mehr als 50 Drohnen über der Region Leningrad zerstört. Die Bemühungen, den Angriff abzuwehren, dauerten demnach weiter an

+++ 03:24 Ukrainer zählen 116 Front-Gefechte +++

Die ukrainische Armee zählt im Laufe des gestrigen Tages 116 Gefechte mit den russischen Streitkräften. Besonders schwer umkämpft ist dem Lagebericht zufolge der Frontabschnitt bei Pokrowsk in der Regio Donezk, wo die Russen 23 Angriffe durchführten. Beim Versuch in diesem Gebiet vorzudringen, seien 49 russische Soldaten getötet und 23 weitere verwundet worden, schreibt das ukrainische Militär. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 01:24 Selenskyj: Russland nutzt besseres Wetter für verstärkte Angriffe +++

Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, seine Offensiven wegen günstigerer Wetterbedingungen zu verstärken. Dies führe jedoch zu höheren Verlusten, teilt Selenskyj auf X mit. In der Region Donezk hätten sich die ukrainischen Positionen in der vergangenen Woche nicht wesentlich verändert. In den Grenzgebieten der Regionen Charkiw und Sumy würden russische Vorstoßversuche abgewehrt und die entsprechenden Einheiten zerstört.

+++ 23:37 Drohne trifft Auto und verletzt Jugendliche +++

Erneut soll das russische Militär ein ziviles Auto angegriffen haben: In der Ortschaft Beresiwska sei eine Drohne in ein Auto eingeschlagen, in dem sich zwei Jugendliche befanden, sagt der Gouverneur der Region Sumy. Beide – ein 13-jähriger Junge und ein 18-jähriges Mädchen – seien verletzt worden.

+++ 22:24 Neue Drohnenschwärme greifen an +++

Die Ukraine wird aktuell erneut von Russland angegriffen. Die Luftstreitkräfte warnen die Bevölkerung in sozialen Medien vor Drohnengruppen, die sich aus mehreren Richtungen den ukrainischen Gebieten nähern. Eine Drohnengruppe bewege sich vom Schwarzen Meer kommend in Richtung der Region Odessa, heißt es.

+++ 22:08 Ukrainer verkünden Treffer gegen russische Flugabwehr +++

Ukrainische Soldaten berichten von Treffern gegen die Flugabwehr in der russische Grenzregion Brjansk. Letzte Nacht hätten Einheiten ein Flugabwehrraketensystem Buk-M3, sowie ein Boden-Luft-Raketensystem Buk-M2 zerstört, schreibt ein Kommandeur. Zudem hätten ukrainische Soldaten einen "Triumph"-Radar eines S400-Boden-Luft-Lenkwaffensystems in der Region Donezk ausgeschaltet.

+++ 21:46 Russisches Raumschiff ist unterwegs zur ISS +++

Rund vier Monate nach der Beschädigung einer Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hat Russland erstmals wieder ein Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine Sojus-Rakete startete mit einem unbemannten Frachtraumschiff ins All, wie auf einem von der russischen Raumfahrbehörde Roskosmos veröffentlichten Video zu sehen ist. Das Raumschiff, das Treibstoff, Trinkwasser und Sauerstoff geladen hat, soll am Dienstag an der ISS andocken. Russlands einzige Startrampe für bemannte Flüge zur ISS war Ende November beim Start einer Sojus-Rakete, die drei Raumfahrer ins All brachte, teilweise eingestürzt. Die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Monate.

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Screenshot aus dem Video von Roskosmos: Die Sojus-Trägerrakete mit dem Progress MS-33-Frachtraumschiff hebt ab. (Foto: picture alliance/dpa/AP/Roscosmos space corporation)

+++ 21:12 Neuer Gefangenenaustausch könnte bevorstehen +++

Nach den Gesprächen von Unterhändlern der Ukraine und der USA in Florida deutet sich womöglich ein weiterer Gefangenenaustausch mit Russland an. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit den Unterhändlern. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie. Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. Einen Willen zum Frieden kann Selenskyj in Moskau weiterhin nicht erkennen. "Insgesamt bleibt die Lage recht klar: (Der russische Präsident Wladimir) Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagt er in einer Videobotschaft.

+++ 20:49 Witkoff meldet Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen +++

Bei den Ukraine-Gesprächen von Unterhändlern Washingtons und Kiews sind nach US-Angaben Fortschritte erzielt worden. Bei dem zweitägigen Treffen im US-Bundesstaat Florida sei über "die weitere Überbrückung von Differenzen und die Klärung offener Fragen" beraten worden, erklärt der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Dabei sei auch "ein Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit erzielt worden". Die Unterhändler waren zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Eine trilaterale Gesprächsrunde hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Damals vereinbarten Moskau und Kiew den Austausch von jeweils 500 Kriegsgefangenen. Anfang März wurde der Austausch durchgeführt.

+++ 20:31 Für Kiewerin ist "Blackout-Menu" Zeichen der Resilienz +++

Die ukrainische Hauptstadt hat erneut mit Stromausfallen zu kämpfen. Laut dem Energieunternehmen Dtek kam es an diesem Sonntag erneut zu einem Ausfall in einer Anlage, die bereits zuvor durch russischen Beschuss stark beschädigt worden war. Infolgedessen hätten Haushalte in mehreren Kiewer Vierteln vorerst keinen Strom. Aufgrund Russlands wiederholter Angriffe auf das ukrainische Energiesystem sind solche Stromausfälle sowie geplante Stromabschaltungen für viele Menschen in der Ukraine mehr oder weniger Teil des Alltags geworden. Das zeigt sich auch bei Alltäglichem wie Mahlzeiten in Lokalen. Die Kiewer Journalistin und Musikerin Margo Gontar postet auf X ein Foto von einem "Blackout-Menu". "Viele Lokale in Kiew bieten das ebenfalls an, für den Fall, dass der Strom komplett ausfällt oder vielleicht nur ein Generator läuft, was für die ganze Küche nicht ausreichen könnte", schreibt sie. "Das sieht vielleicht nur nach Fish and Chips aus, ist aber in Wirklichkeit ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit."

+++ 19:39 Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol +++

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.