Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 01:11 Moskaus Waffenruhe ist in Kraft +++
Kurz vor dem traditionellen Tag des Sieges in Russland läuft die Zeit der einseitig von Moskau im Ukraine-Krieg ausgerufenen Waffenruhe. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Feuerpause zuvor bekräftigt. Sie solle bis zum 10. Mai gelten, teilt das Ministerium mit. Ob die Kampfhandlungen tatsächlich eingestellt werden, ist unklar. Um Mitternacht Ortszeit herrscht in den meisten Teilen der Ukraine kein Luftalarm. In Russland meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass kurz nach Mitternacht vorübergehende Einschränkungen aus Sicherheitsgründen am Moskauer Flughafen Wnukowo.
+++ 23:57 Moskau lädt ausländische Journalisten von Militärparade aus +++
Kurz vor dem Tag des Sieges lädt Russland ausländische Journalisten von der traditionellen Militärparade auf dem Roten Platz aus. Nur noch einige russische Medien erhielten Zugang zum Roten Platz, teilt der Kreml mit. Zuvor hatte die Präsidialverwaltung noch die Akkreditierung westlicher Journalisten bestätigt und einen schriftlichen Ablaufplan geschickt. Nun wird auf die Sicherheitslage in der Hauptstadt verwiesen. Noch im vergangenen Jahr zum 80. Jahrestag war die Weltpresse zugelassen.
+++ 22:17 Wadephul wertet russische Drohungen als "Zeichen der Panik" +++
Außenminister Johann Wadephul spricht mit Blick auf die russischen Drohungen von einem "Zeichen der Panik, die in Moskau umgeht, weil die Konsequenzen der endlosen Kette schwerster Fehlentscheidungen Putins nicht mehr zu verstecken sind". Der Krieg gegen die Ukraine sei ein fortlaufendes Verbrechen gegenüber der Ukraine, mit jedem weiteren Tag aber auch ein Beweis der absoluten "Verachtung gegenüber den eigenen Soldaten, die als Kanonenfutter zu Tausenden in verlorene Schlachten geschickt werden", sagt der Außenminister der "Bild"-Zeitung. "Das Regime weiß genau, dass seine eigene Bevölkerung die geplante Siegesparade vor diesem Hintergrund nur als Hohn empfinden kann." Die indirekte Drohungen des Kreml gegen diplomatische Vertretungen in Kiew bezeichnet Wadephul als "inakzeptabel".
+++ 21:33 "Inakzeptabel": Moskau kritisiert Verbündeten Armenien nach Selenskyj-Besuch scharf +++
Moskau hat sich "empört" darüber geäußert, dass das mit Russland verbündete Armenien Anfang der Woche bei einem Gipfeltreffen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen hat. Es sei "kategorisch inakzeptabel", dass Armenien Selenskyj "bei den jüngsten von der EU geförderten Veranstaltungen eine Plattform geboten hat", erklärt das russische Außenministerium. Moskau sei in dieser Angelegenheit "zu Recht empört", heißt es weiter. Russland bestellt als Reaktion den armenischen Gesandten ins Außenministerium ein. Moskau fürchtet, dass sich die ehemalige Sowjetrepublik stärker zu Europa hinwenden könnte.
+++ 20:46 Bericht: EU bereitet sich auf mögliche Gespräche mit Putin vor +++
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bereiten sich einem Zeitungsbericht zufolge auf mögliche Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor. EU-Ratspräsident António Costa sehe "Potenzial" für Verhandlungen mit Putin, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten. Die EU habe dafür die Rückendeckung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, heißt es in dem Bericht weiter.
+++ 20:06 Politikwissenschaftler Jäger: Kiew und Moskau "tragen Kampf der Nerven aus" +++
In Erwartung des russischen Festakts am 9. Mai feuern sich Moskau und Kiew heftige Drohungen entgegen. Politikwissenschaftler Thomas Jäger sieht darin einen "Kampf der Nerven", bei dem Russland aus einer Position der Schwäche handelt. Eine ukrainische Aktion in Moskau wäre "für Russland eine Katastrophe".
+++ 19:34 Putin hält am 9. Mai Rede - Fico aus Slowakei auf Gästeliste +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hält bei der Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau am Samstag anlässlich des Sieges im Zweiten Weltkrieg eine Rede. Im Anschluss sind bilaterale Treffen geplant, unter anderem mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, dem malaysischen König Sultan Ibrahim und dem laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith, teilt Kreml-Berater Juri Uschakow mit. Wegen der Gefahr eines ukrainischen Angriffs auf die Feierlichkeiten gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für Putin (siehe Eintrag 14:46 Uhr).
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