Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 12:11 Iran: 35 Schiffe passieren Straße von Hormus +++

22.05.2026, 12:11 Uhr

Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitiert der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe. Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage.

+++ 11:36 Rubio bei Nato-Treffen: US-Truppenverlegungen sind "keine Bestrafung" +++

US-Außenminister Marco Rubio hat der Auffassung widersprochen, seine Regierung setze die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel gegenüber den europäischen Nato-Verbündeten ein. "Das ist keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess", sagt Rubio beim Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg. Die USA hätten "globale Verpflichtungen", die erforderten, "dass wir ständig neu prüfen, wo wir Truppen stationieren", fügte er hinzu.

+++ 10:37 Wadephul zurückhaltend bei Nato-Einsatz in Straße von Hormus +++

Außenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Nato-Mission in der vom Iran blockierten Straße von Hormus geäußert. Deutschland habe immer gesagt, dass man bereit sei, für eine freie Passage dort zu sorgen und bereite sich unter Führung von Großbritannien und Frankreich auf diese Einsätze vor, sagt der CDU-Politiker beim Treffen der Nato-Außenminister in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. "Aber ich sehe keine unmittelbare Nato-Mission im klassischen Sinne in der Straße von Hormus." Die Bundesregierung hat angeboten, nach einem Ende des Iran-Krieges etwa bei der Räumung von Minen auf dem für die internationale Energieversorgung mit Öl und Gas wichtigen Seeweg zu helfen. Dafür werden Vorbereitungen getroffen. Ungeachtet der zurückhaltenden Äußerung zu einem Nato-Einsatz in der Straße von Hormus betont Wadephul: "Trotzdem ist es klar: Wir stehen zum transatlantischen Bündnis. Und die Vereinigten Staaten können wissen, dass sie sich jederzeit auf uns verlassen können."

+++ 09:14 Libanon: Israel greift weiter Gesundheitseinrichtungen an +++

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter. Im Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen. Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff bislang nicht. Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift im Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der vom Iran unterstützten Hisbollah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu verstecken. Die libanesische Regierung, die keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg ist, weist das zurück.

+++ 08:01 Irans Waffe überfordert selbst teure Patriot-Systeme +++

Sie ist vergleichsweise billig, richtet aber enorme Schäden an: Die iranische Shahed-Drohne wird im Nahen Osten und in der Ukraine zum Problem für die Luftabwehr. Das Video erklärt, warum selbst teure Patriot-Systeme an ihre Grenzen geraten.

+++ 07:35 Prognose: Iran-Krieg lässt Düngemittelpreise rasant steigen +++

Das britische Beratungsunternehmen Oxford Economics erwartet wegen des Iran-Kriegs deutlich steigende Düngemittelpreise. Weltweit dürften sie um mehr als 30 Prozent im Vergleich zu 2025 zulegen, wie Oxford Economics mitteilt. Vor allem die Preissteigerungen des nachgefragten Düngers Harnstoff tragen demnach zu dem Anstieg bei. Hintergrund ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, durch die Düngemittel wie Harnstoff verschifft werden. Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft werden im Jahr gewöhnlich 20 bis 30 Prozent der international gehandelten Düngemittelprodukte durch die Meerenge transportiert. Die Golfregion ist wichtig für die Versorgung, weil dort Gas und weitere Vorprodukte für die Düngemittelerzeugung wie Schwefel reichlich vorhanden sind.

+++ 05:39 "Diese Sache namens Iran": Trump verpasst womöglich Hochzeit seines Sohnes +++

US-Präsident Donald Trump verpasst womöglich die bevorstehende Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. "Es ist kein gutes Timing für mich", sagt Trump im Oval Office zu Journalisten. "Ich habe da diese Sache namens Iran und andere Dinge." Er werde aber versuchen, an der Vermählung seines 48-jährigen Filius teilzunehmen. Die Promi-Plattform "Page Six" und andere US-Medien berichten, Donald Trump Jr. wolle seine Freundin Bettina Anderson an diesem Wochenende im Rahmen einer "intimen Zeremonie" auf den Bahamas heiraten.

+++ 04:49 Israels Geheimdienst warnt vor Präventivangriff des Iran +++

Iran könnte möglicherweise einen Überraschungsangriff mit Raketen und unbemannten Luftfahrzeugen gegen die Golfstaaten und Israel planen, warnen israelische Geheimdienstmitarbeiter laut der "Jerusalem Post". Die Möglichkeit eines iranischen Präventivschlags wurde nach einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Militärvertretern und dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz angesprochen. Während die USA und der Iran weiterhin Waffenstillstandsverhandlungen führen, sollen US-Präsident Donald Trump und Premierminister Benjamin Netanjahu uneins darüber sein, wie es mit dem Iran weitergehen soll.

+++ 03:15 Mehrheit in Gefahr: Führung der Republikaner sagt Abstimmung zu Iran-Krieg ab +++

Die republikanische Führung im US-Repräsentantenhaus hat überraschend eine Abstimmung über eine Resolution abgesagt, die den Iran-Krieg beenden soll, falls Präsident Donald Trump keine Genehmigung des Kongresses erhält. Zwei Tage zuvor war eine ähnliche Maßnahme im US-Senat verabschiedet worden. Das Repräsentantenhaus hatte in diesem Jahr bereits drei frühere Resolutionen zu den Kriegsvollmachten in knappen Abstimmungen blockiert. Die Republikaner hatten die Vorlagen dabei fast geschlossen abgelehnt. Der ranghöchste Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, Gregory Meeks, sagt, die Abstimmung sei nun verschoben worden, weil die Vorlage diesmal voraussichtlich eine Mehrheit gefunden hätte. "Wir hatten fraglos die Stimmen für eine Mehrheit, und sie wussten es", sagt Meeks vor Journalisten. Ihm zufolge verschob die republikanische Führung die Abstimmung auf Anfang Juni.

+++ 01:47 Pentagon-Insider: USA trugen Hauptlast der Raketenabwehr für Israel +++

Während des Iran-Kriegs setzte das US-Militär laut "Washington Post" weitaus modernere Abfangraketen zum Schutz Israels ein als die israelischen Streitkräfte selbst. Nach Einschätzungen aus dem Pentagon, die der Zeitung vorliegen, hat das US-Militär einen Großteil seines Bestands an hochentwickelten Raketenabwehrsystemen aufgebraucht, während die israelischen Streitkräfte ihre Bestände schonen konnten. Drei anonyme US-Beamte schilderten dem Blatt, dass Washington die Hauptlast der Abwehr iranischer ballistischer Raketenangriffe während der Operation Epic Fury getragen habe.

+++ 00:49 Pistorius votiert für deutsche Blauhelme im Libanon +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius hält für die Zeit nach dem Ende des Blauhelm-Einsatzes im Libanon (Unifil) ein weiteres Engagement Deutschlands zur Stärkung der libanesischen Streitkräfte für nötig. Die Stabilisierung Libanons bleibe "in unser aller Interesse", sagt der SPD-Politiker in einer Bundestagsdebatte zur geplanten letztmaligen Verlängerung des Mandats für den Einsatz deutscher Unifil-Soldaten. "Der Aufbau leistungsfähiger libanesischer Streitkräfte bleibt dafür entscheidend. Wie wir uns weiter engagieren, werden wir natürlich auch vor allem hier im Deutschen Bundestag diskutieren müssen", sagt Pistorius.

+++ 23:47 Rubio stellt vor Nato-Treffen Wert der Allianz infrage +++

US-Außenminister Marco Rubio hat kurz vor dem Abflug zu einem Nato-Treffen in Schweden Kritik an der Allianz bekräftigt. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand überrascht ist, dass die Vereinigten Staaten und insbesondere der Präsident derzeit sehr enttäuscht von der Nato sind und davon, was sie bedeutet", sagt er. Als konkreten Grund für den Ärger nannte Rubio die Weigerung von Ländern wie Spanien, die Nutzung von Stützpunkten für den Krieg gegen den Iran zuzulassen. Er führte dazu aus, dass die Mitgliedschaft der USA in einem Bündnis einen Wert für die USA haben müsse und ein zentraler Wert bei der Nato die Stützpunkte in Europa seien. Diese ermöglichten es den USA, bei einem Krisenfall im Nahen Osten oder anderswo militärische Macht auszuüben.

+++ 22:57 Insider: Bisher keine Einigung zwischen Iran und USA +++

Zwischen dem Iran und den USA gibt es einem hochrangigen Insider zufolge bisher keine Einigung. Jedoch hätten sich die Differenzen verringert, sagt die mit der Angelegenheit vertraute iranische Person der Nachrichtenagentur Reuters. Zu den Streitpunkten zählten die iranische Urananreicherung sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus.

+++ 22:04 Ringen um Lösung: Vertreter von Vermittler Pakistan in Teheran erwartet +++

Im Ringen um eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg wird erneut ein Vertreter des Vermittlerlandes Pakistan im Iran erwartet. Pakistans Armeechef Asim Munir werde in Teheran "Gespräche und Konsultationen" fortsetzen, meldet die iranische Nachrichtenagentur Isna. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut mit einer Wiederaufnahme der Angriffe bei einem Scheitern der Gespräche gedroht.

+++ 21:18 Rubio sieht "einige gute Anzeichen" +++

US-Außenminister Marco Rubio äußert sich mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs vorsichtig optimistisch. Er glaube, man habe Fortschritte erzielt, sagt er vor seinem Abflug zu einem Nato-Treffen in Schweden. "Es gibt einige gute Anzeichen", er wolle aber auch nicht "übermäßig optimistisch" sein, betont Rubio. Dabei bekräftigte er die von den USA schon häufiger vorgebrachte Darstellung, dass man es im Iran mit einem "ein wenig" zerrütteten System zu tun habe.

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