Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:05 Insider: Absichtserklärung für Kriegsende ist in Abstimmung +++
Eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran wird nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen im Detail abgestimmt. Bei dem Besuch des pakistanischen Armeechefs in Teheran seien "bedeutende Fortschritte" mit Blick auf die Punkte der sogenannten Islamabad-Gespräche erzielt worden, sagt ein Insider, der über die Treffen mit der iranischen Führung informiert wurde. Details zu diesen Punkten nennt er nicht.
+++ 18:18 Pakistan sieht ermutigende Fortschritte bei Iran-Gesprächen +++
Nach hochrangigen Treffen in Teheran spricht der Vermittler Pakistan von Fortschritten in den diplomatischen Bemühungen zu einer Beilegung des Iran-Kriegs. "Die intensiven Verhandlungen in den vergangenen 24 Stunden haben zu ermutigenden Fortschritten in Richtung einer finalen Vereinbarung geführt", heißt es in einer Mitteilung des pakistanischen Militärs. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe einen kurzen, aber äußerst produktiven Besuch im Iran beendet. Pakistan vermittelt im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.
+++ 17:42 USA und Iran stehen vor Verlängerung der Feuerpause +++
Im seit fast drei Monaten andauernden Krieg zwischen den USA und dem Iran bewegen sich beide Seiten nach eigenen Angaben aufeinander zu. Beide Staaten sowie der Vermittler Pakistan melden Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des Konflikts. Die Länder stehen der "Financial Times" zufolge zudem kurz vor einer Verlängerung ihrer Feuerpause um 60 Tage.
+++ 16:08 Israel und Hamas werfen sich Bruch der Waffenruhe vor +++
Die islamistische Hamas im Gazastreifen wirft Israel vor, die Vereinbarungen für eine Waffenruhe zu verletzen. Hamas-Sprecher Hasem Kassem begründet dies mit israelischen Militäreinsätzen in den vergangenen Tagen. Die Bombardierung von Wohnhäusern im Gazastreifen und die damit einhergehende Flucht der Bevölkerung stehe im Widerspruch zu den Vereinbarungen. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig vor, eine seit Oktober 2025 geltende Waffenruhe zu verletzen. Die israelische Armee erklärt auf X, dass bei zwei separaten Vorfällen am Freitag "mehrere Terroristen" getötet worden seien. Diese hätten die sogenannte gelbe Linie überschritten und sich den Streitkräften in bedrohlicher Weise genähert. Die gelbe Linie - durch farbig markierte Betonelemente und Schilder kenntlich gemacht - bezeichnet die im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Rückzugsposition der israelischen Armee und gilt als neue Grenzlinie zum Gazastreifen.
+++ 14:50 Frankreich untersagt Israels Sicherheitsminister Ben Gvir die Einreise +++
Nach der Empörung über ein erniedrigendes Video von festgenommenen Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte untersagt Frankreich dem rechtsextremen israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir die Einreise. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot begründet den Schritt im Onlinedienst X mit Ben Gvirs "unbeschreiblichen Handlungen" gegenüber französischen und europäischen Bürgern, die Teil der Flotte gewesen seien. Er fordere zudem gemeinsam mit Italien Sanktionen auf EU-Ebene gegen Ben Gvir.
+++ 12:25 Insider: US-Waffen an Taiwan verzögern sich unabhängig vom Iran-Krieg +++
Die US-Waffenlieferungen an Taiwan verzögern sich Insiderangaben zufolge nicht wegen des Krieges mit dem Iran. Die Bearbeitung solcher Verkäufe dauere Jahre und stehe in keinem Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Am Donnerstag hatte der kommissarische US-Marine-Staatssekretär Hung Cao bei einer Senatsanhörung erklärt, die Lieferungen seien vorübergehend ausgesetzt worden. Zuvor hatte Trump bereits für Verunsicherung gesorgt: Nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erklärte er, er habe sich bezüglich eines neuen Rüstungspakets noch nicht entschieden. Dabei geht es Berichten zufolge um ein Volumen von bis zu 14 Milliarden Dollar.
+++ 10:25 Iran: Trump soll Forderungen akzeptieren, um "Niederlage" zu verhindern +++
Das iranische Verteidigungsministerium hat bei einer Fortsetzung des Krieges mit weiteren Verlusten aufseiten der Amerikaner gedroht. Hintergrund ist der erfolglose Ausgang der Friedensverhandlungen zwischen den beiden Ländern. Washington solle die Forderungen des Iran annehmen, um "weitere Niederlagen" für US-Präsident Trump zu verhindern, sagte der Sprecher des Ministeriums Reza Talaei-Nik gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim. Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, US-Präsident Donald Trump erwäge einen "entscheidenden“ neuen Angriff gegen den Iran. Dazu habe sich der Präsident mit seinen engsten Beratern bereits am Freitag im Weißen Haus getroffen und mehrere Termine, wie die Teilnahme an der Hochzeit seines Sohnes Donald Trump Jr., abgesagt.
+++ 08:04 Erster japanischer Tanker passiert Straße von Hormus +++
Erstmals konnte wieder ein japanischer Öltanker die Straße von Hormus passieren. Die unter panamaischer Flagge fahrende "Idemitsu Maru" soll am Montag in einer Raffinerie in der japanischen Präfektur Aichi einlaufen. Wie die Nachrichtenagentur NHK berichtet, hat das Schiff rund 2 Millionen Barrel Rohöl aus Saudi-Arabien an Bord. Vor Kriegsbeginn hat das asiatische Land 93 Prozent seines Ölverbrauchs über die Handelsroute nach Hause transportiert. Nach der iranischen Blockade am 4. März war dies nicht mehr möglich.
+++ 05:00 Libanon: Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet +++
Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden. Das Ministerium verurteilt die Vorfälle als Verletzung des Völkerrechts. In der Ortschaft Hanaway seien vier Rettungskräfte der Islamischen Gesundheitsorganisation ums Leben gekommen. Ein weiterer israelischer Angriff in Deir Kanun en-Nahr habe zwei Sanitäter der Al-Rissala-Pfadfinderorganisation getötet. Insgesamt seien in Deir Kanun en-Nahr sechs Menschen gestorben, darunter ein syrisches Kind. Das israelische Militär teilt mit, es habe Infrastruktur und Kämpfer der Hisbollah angegriffen. Das Militär prüfe Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien.
+++ 02:00 Berichte: Trump erwägt neue Schläge gegen Iran +++
Laut US-Medien bereiten die USA mögliche neue Angriffe auf den Iran vor. Das Nachrichtenportal Axios berichtet, US-Präsident Donald Trump habe am Freitagmorgen eine Sitzung mit seinen engsten Beratern abgehalten. Trump erwäge ernsthaft neue Angriffe, sollte es bei Verhandlungen mit Teheran keinen Durchbruch geben. Auch der US-Sender CBS berichtet von möglichen neuen Schlägen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.
+++ 23:52 Pakistans Armeechef in Teheran gelandet +++
Pakistans Armeechef Asim Munir ist zu einem Besuch in Teheran eingetroffen. Er sei vom iranischen Innenminister Eskandar Momeni und seinem pakistanischen Kollegen Mohsin Naqvi empfangen worden, erklärt das pakistanische Militär. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf. US-Außenminister Marco Rubio hatte die Hoffnung geäußert, dass Munirs Besuch in Teheran Fortschritte bringen könnte.
+++ 22:00 Iran dämpft Erwartungen an Friedensgespräche mit den USA +++
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wird von der Agentur IRNA mit den Worten zitiert, Diplomatie brauche Zeit. Er deutet an, dass man noch nicht an einem Punkt sei, an dem eine Friedensvereinbarung greifbar sei. Die Differenzen zwischen dem Iran und den USA seien tief und signifikant. Nuklearfragen würden nicht diskutiert und es könne keine Einigung erzielt werden, wenn die USA versuchten, sich mit Details über hochangereichertes Uran im Iran zu befassen.
+++ 20:50 Bericht: USA bieten dem Iran bedeutende finanzielle Zugeständnisse an +++
Einem Bericht zufolge sind die USA bereit, dem Iran signifikante finanzielle Zugeständnisse zu gewähren, wenn die Führung in Teheran die Straße von Hormus öffnet und formell für immer auf den Besitz von Atomwaffen verzichtet. Dies schreibt der gut vernetzte Ex-CNN-Korrespondent Alex Marquardt auf seinem Substack. Er habe Einzelheiten über den jüngsten Vorschlag der USA an den Iran zur Beendigung des Krieges erfahren. "Wie erwartet handelt es sich um einen mehrstufigen Prozess: Der Vorschlag ist eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die Verhandlungen im Hinblick auf ein 'endgültiges Abkommen' einleitet", heißt es. Die schwierigsten Fragen würden dabei aufgeschoben, damit der Krieg beendet werden kann. Besonders bemerkenswert seien "ein großer Wirtschaftsfonds für Schäden des Iran, Ausnahmeregelungen für iranische Ölverkäufe, die spätere Freigabe eingefrorener Gelder, die Aufhebung von Sanktionen und keine festen Zusagen zur Urananreicherung". Demnach wurden einige Details zuvor schon von Al Arabiya und Axios berichtet. Das Weiße Haus hat die Details nicht dementiert und bekräftigt, dass "der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen darf". Der Iran solle sich im MOU dazu verpflichten, niemals eine Atomwaffe zu entwickeln. Die Vereinbarung soll dem Bericht zufolge auch ein Ende der militärischen Handlungen im Libanon beinhalten. Viele Details wären demnach erst im "finalen Abkommen" zu klären, etwa wie der Reparationsfonds für Kriegsschäden im Iran aussehen könnte oder wie viel Uran das Land in Zukunft anreichern darf.
+++ 19:47 Einigkeit beim Iran? Wadephul optimistisch für gemeinsame Nato-Lösung mit den USA +++
Außenminister Johann Wadephul hat sich optimistisch geäußert, mit den USA beim Nato-Gipfel im Juli eine Verständigung über eine gemeinsame Zukunft des Bündnisses zu finden. US-Außenminister Marco Rubio habe "sehr das Gemeinsame der Nato betont", sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen der Nato-Außenminister in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Die Staats- und Regierungschefs der Nato kommen in etwa sechs Wochen in der Türkei zu ihrem Gipfel zusammen. Rubio habe sich "ganz in dem Sinne auch eingelassen, wie wir alle, dass wir in Ankara ein Zeichen der Geschlossenheit, der Einigkeit abgeben wollen und werden", sagte Wadephul angesichts der heftigen Kritik, die US-Präsident Donald Trump immer wieder an den europäischen Nato-Partnern äußert. Es sei auch klar geworden, "dass wir eben gemeinsam jetzt konstruktiv daran zu arbeiten haben, auch die Aufgaben der Zukunft zu lösen". Mit Blick auf den Iran-Krieg sagte Wadephul, es gebe ein gemeinsames Sicherheitsinteresse mit den USA, dass Teheran keine nuklearen Fähigkeiten mehr entwickeln könne. "Ich sehe uns, was die Interessenlage angeht gegenüber dem Iran, von einem Blatt lesen." Er räumte aber ein, was die Mittel angehe, gebe es unter den Nato-Partnern weiterhin Unterschiede.
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