Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:01 Erneut libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötet +++

28.05.2026, 00:05 Uhr

Bei einem israelischen Angriff im Libanon ist nach Armeeangaben erneut ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem Angriff nahe der Stadt Nabatija im Südlibanon getötet worden, teilt die libanesische Armee mit. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht. Erst am Dienstag war bei einem Angriff ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem israelischen Angriff in der Bekaa-Ebene ums Leben gekommen, teilte die Armee mit. Sein Leichnam konnte am Nachmittag geborgen werden. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen. Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist die libanesische Armee keine Konfliktpartei.

+++ 23:17 Trump droht offenbar dem Oman +++

US-Präsident Donald Trump droht offenbar dem mit den USA verbündeten Oman mit einem Angriff, sollte das Sultanat sich bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus auf die Seite des Iran stellen. Oman müsse sich "benehmen", sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Andernfalls müssten die USA "sie in die Luft jagen". Trump war zuvor gefragt worden, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, wonach der Iran und der auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs gelegene Oman die strategisch wichtige Meerenge kontrollieren könnten. "Nein, die Meerenge wird für alle offen sein", sagt der US-Präsident. "Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Sie verstehen das, es wird ihnen gut ergehen."

Das Weiße Haus antwortete auf eine Anfrage, ob Trump sich versprochen und eigentlich den Iran statt Oman gemeint habe. Das US-Außenministerium veröffentlichte später allerdings einen Ausschnitt und ein Transkript der Äußerungen Trumps zu Oman - ohne Korrektur oder Klarstellung. Oman ist eigentlich ein wichtiger Verbündeter der USA und hat versucht, im Iran-Krieg zu vermitteln.

+++ 22:18 Studie: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen aus Iran-Krieg +++

Die USA werden einer Studie zufolge mindestens drei Jahre brauchen, um die im Iran am stärksten eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Das gelte sowohl für Tomahawk-Marschflugkörper als auch für Abfangsysteme vom Typ Patriot und THAAD, heißt es in einer gerade veröffentlichten Analyse des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. Von der Marine eingesetzte Standardraketen vom Typ SM-3 und SM-6 könnten in rund zwei Jahren neu beschafft werden, hieß es in der CSIS-Analyse weiter. Sie seien nicht so intensiv eingesetzt worden. Im Iran-Krieg bestehe durch die geleerten Bestände zwar kein militärisches Risiko für die USA, heißt es in der Studie weiter. Es sei dadurch aber "ein Zeitfenster der Verwundbarkeit für einen möglichen Konflikt im Westpazifik geschaffen" worden.

+++ 21:28 Trump: Sprechen nicht über Lockerung von Iran-Sanktionen +++

Die USA bieten nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Iran in den Verhandlungen über ein Ende des Kriegs derzeit keine Lockerung von Sanktionen an. "Nein, wir sprechen nicht über irgendeine Lockerung von Sanktionen", sagt der Republikaner in der Kabinettssitzung im Weißen Haus. Auch über Gelder, die der Iran für sich beanspruche, habe man im Moment weiter die Kontrolle. Trump war von einer Reporterin gefragt worden, ob die USA erwägen, Sanktionen gegen den Iran zu lockern, damit das Land wieder sein Rohöl verkaufen darf.

+++ 20:45 Trump gegen Übergabe iranischer Uran-Bestände an China oder Russland +++

US-Präsident Donald Trump sagt, er fühle sich nicht wohl bei dem Gedanken, dass die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran an China oder Russland übergeben werden könnten. Auch gehe es in den Gesprächen mit dem Iran nicht um die Lockerung von Sanktionen. Die Straße von Hormus werde offen für alle sein und niemand werde sie kontrollieren, fügt er hinzu.

+++ 20:09 Bericht aus Washington: "Iran hat zerstörte Raketenstellungen wieder aufgebaut" +++

Das US-amerikanische Militär greift Ziele im Iran an und Teheran droht mit Vergeltung. ntv-Korrespondent Gordian Fritz erklärt, dass derweil am Verhandlungstisch heftig gestritten wird und der Iran einst zerstörte Stellungen längst wieder aufbaut.

+++ 19:36 Trump noch nicht zufrieden mit Iran-Verhandlungen +++

Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagt der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: "Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen." Die US-Regierung sei damit aber nicht "zufrieden", werde es aber später sein. Trump erneuert die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde - er spricht davon, dann "die Sache zu Ende" zu bringen.

+++ 18:53 Teherans Siegerpose: Golfstaaten "sehen sich mit neuer Realität konfrontiert" +++

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA hält weiterhin die Welt in Atem. ntv-Reporterin Kavita Sharma erklärt, dass sich das iranische Regime als Sieger des Krieges versteht, auch weil es der Weltwirtschaft durch die Straße von Hormus erheblichen Schaden zugefügt hat.

+++ 18:08 Weißes Haus: Iranischer Bericht über Hormus-Entwurf komplett erfunden +++

Das Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran als unwahr zurück. Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit. (Siehe Eintrag von 15:08 Uhr)

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.