Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:06 Luftalarm in Kiew +++
In Kiew rufen die Behörden Luftalarm aus. Die Bevölkerung wird aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen. Präsident Selenskyj hatte in der vergangenen Woche vor einem massiven russischen Angriff gewarnt. Die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw wurde nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow in der Nacht mit Drohnen und zwei Raketen angegriffen. Dabei sei eine Frau verletzt worden, teilt er auf Telegram mit.
+++ 00:20 Trump stellt Unterstützung für Nato-Verbündete infrage +++
US-Präsident Trump droht den Nato-Verbündeten erneut damit, ihnen im Notfall möglicherweise die Unterstützung zu verweigern. Die USA gäben Hunderte Millionen Dollar aus, um europäische Staaten vor Russland zu schützen. "Und wenn wir dann vielleicht bei Kleinigkeiten um Hilfe bitten ... dann sagen sie: Nein, wir helfen lieber nicht", sagt Trump mit Blick auf die seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung der Alliierten im Iran-Krieg. Konkret nennt er Großbritannien, Deutschland und Italien. "Wir können ihnen das ebenfalls entgegnen, wenn wir wollen - und das tun wir womöglich auch."
+++ 23:21 Iris-T-System aus Deutschland ist jetzt in Estland im Einsatz +++
Estland hat das erste Mittelstrecken-Flugabwehrsystems Iris-T aus Deutschland erhalten. Die Luftwaffe des baltischen EU- und Nato-Landes nahm auf dem Militärflugplatz Ämari eine Einheit des bodengebundenen Waffensystems des Herstellers Diehl Defence entgegen, wie das estnische Militär und das Unternehmen mitteilen. Estlands Luftwaffen-Chef Riivo Valge spricht dabei von einem "wichtigen Tag für die estnischen Streitkräfte und die estnische Luftwaffe". Iris-T ermögliche dem an Russland grenzenden Estland, Bedrohungen aus der Luft auf größere Entfernungen und in größeren Höhen als mit den bisherigen Kurzstreckensystemen zu bekämpfen. Die Luftverteidigung wird als eine Schwachstelle Estlands betrachtet. Daher wurde der Kauf von Iris-T gemeinsam mit dem benachbarten Lettland vereinbart. Die beiden Baltenstaaten betrachten den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als direkte Gefahr für ihre Sicherheit. Die Regierung in Tallinn hat deshalb die Militärausgaben bereits massiv aufgestockt und rüstet die Streitkräfte auf.
+++ 22:17 Ukraine fürchtet russische Offensive von Belarus - aber: Kreml bräuchte 70.000 Soldaten +++
Russland müsste rund 70.000 Soldaten zusammenziehen, um von Belarus aus eine Großoffensive gegen die Ukraine zu starten, schätzt der Kommandeur der Nationalgarde, Generalmajor Oleksandr Pivnenko in einem Interview mit Interfax-Ukraine. Er bezeichnet die Bedrohung durch Belarus als real, erklärt jedoch, Moskau habe derzeit Schwierigkeiten, die für eine solche Operation erforderlichen Streitkräfte aufzubringen. "Die Hauptaufgabe des Feindes besteht darin, unsere Streitkräfte zu strecken, damit sie schneller tiefer in unser Territorium vordringen können", sagt Pivnenko. "Aber dafür braucht man auch Truppen - man muss 70.000 Soldaten finden, die in der Lage sind, solche Einsätze durchzuführen. Sollen sie es doch versuchen. Wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass sie diese Soldaten nicht finden." Pivnenko weist darauf hin, dass das russische Sonderoperationszentrum "Senezh" bereits in der Nähe der Grenze im Einsatz ist und auf der Achse Tschernihiw aktiv ist. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie sich so schnell organisieren können, da Russland in Richtung Pokrowsk mit gewissen Problemen zu kämpfen hat - wir vernichten dort einen Großteil ihrer Infanterie", sagt er. Aktuell sei die Lage an der Nordgrenze stabil.
+++ 21:41 Kiew registriert 800.000 erfolgreiche Drohnenangriffe auf russisches Militär in diesem Jahr +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Jahresbeginn mehr als 800.000 feindliche Ziele mit Drohnen getroffen, teilt Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov mit. Dabei soll es sich um bestätigte Treffer handeln. Mittlerweile entfielen über 90 Prozent der Angriffe auf das russische Militär auf Drohnen. Unter den Zielen befänden sich unter anderem Personal, Flugabwehrsysteme, Artillerie, Transportfahrzeuge, Hauptquartiere, Lagerhäuser und Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung, schreibt er auf Telegram. Der Minister ergänzt, dass allein in diesem Zeitraum etwa 167.000 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet worden seien.
+++ 21:14 Fünf Verletzte durch russischen Beschuss in Cherson +++
Fünf Menschen sind durch russischen Beschuss verletzt worden, wie die Regionalstaatsanwaltschaft von Cherson mitteilt. Im Laufe des Tages habe die russische Armee Ortschaften im Gebiet Cherson mit Rohrartillerie beschossen und mit Drohnen verschiedener Typen angegriffen, heißt es. Bis zum Nachmittag seien fünf Verletzte registriert worden, teilen die Strafverfolgungsbehörden auf ihrem Telegram-Kanal mit. Den Ermittlungen zufolge wurden vier Personen in Cherson und ein Mann im Dorf Molodetske durch Drohnenangriffe verletzt. Wo und wie die fünfte Person verletzt wurde, ist dagegen nicht bekannt.
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