Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:32 Nato: In Rumänien eingeschlagene Drohne stammte aus Russland +++
Die in ein Wohnhaus in Rumänien eingeschlagene Drohne ist Nato-Angaben zufolge aus Russland. Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O'Donnell, bestätigt der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die Drohne sei "russisch". Durch den nächtlichen Drohnen-Einschlag wurden in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine zwei Menschen verletzt und ein Feuer ausgelöst. Rumänien machte vollumfänglich Moskau für den Vorfall verantwortlich. Der rumänische Verteidigungsminister Radu-Dinel Miruta sagt vor Journalisten, die Seriennummern auf der Rakete wiesen darauf hin, dass es sich "zweifellos" um eine russische Rakete handele. Russlands Präsident Wladimir Putin betont hingegen, dass die Herkunft der Drohne noch unklar sei.
+++ 22:15 UN setzen erstmals russische Streitkräfte auf Schwarze Liste +++
Die Vereinten Nationen setzen erstmals russische Streit- und Sicherheitskräfte auf eine Schwarze Liste, auf der Akteure aufgeführt sind, die im Verdacht stehen, sexuelle Gewalt in Konflikten begangen zu haben, berichtet Associated Press unter Berufung auf einen jährlichen UN-Bericht. Der 35-seitige Bericht führt 77 staatliche und nichtstaatliche Akteure in einem Dutzend Ländern auf und stellt fest, dass die Zahl der dokumentierten Fälle von konfliktbezogener sexueller Gewalt im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 erheblich gestiegen ist. Der Bericht stellte fest, dass es den UN-Menschenrechtsermittlern trotz der Weigerung Russlands, ihnen Zugang zu gewähren, dennoch gelang, 310 Fälle von konfliktbezogener sexueller Gewalt in Russland und auf dem von Russland besetzten ukrainischen Gebiet unabhängig zu überprüfen. Bei den Opfern handelt es sich um Kriegsgefangene und zivile Häftlinge, die überwiegende Mehrheit davon Männer, so der Bericht. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als "unbegründete Lügen", berichtet AP.
+++ 21:36 Rumäniens Präsident: Russische Drohne wurde vor Einschlag von ukrainischer Flugabwehr getroffen +++
Der rumänische Präsident Nicusor Dan erklärt, die russische Drohne, die ein Gebäude in der Stadt Galati traf, sei zuvor von der ukrainischen Flugabwehr getroffen worden. Dadurch sei ihre Flugbahn verändert worden. Er betont, dass die Verantwortung für den Vorfall bei Russland liege, wie der rumänische Fernsehsender Digi24 berichtet. "Als sie [die russischen Drohnen] über ukrainisches Gebiet flogen, wurden einige von ihnen abgeschossen, und eine davon, die wahrscheinlich über der Stadt Reni getroffen wurde, änderte ihre Flugbahn und flog in Richtung Galati", sagt Dan. Die bei dem Vorfall verletzte Mutter und ihr Kind erholten sich gut, ergänzt er. Die Drohne habe 30 kg Sprengstoff geladen gehabt, so Dan weiter.
+++ 21:01 Ukrainische Drohnen-Treffer: Russische Dieselproduktion bricht um gut 20 Prozent ein +++
Die russische Dieselproduktion ist infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur von 7,5 Millionen Tonnen pro Monat auf 5,9 Millionen Tonnen gesunken. Von den Angriffen der Ukraine betroffene Raffinerien haben nach Berechnungen von Reuters die Dieselproduktion im April um bis zu 1 Million Tonnen und im Mai um weitere 600.000 Tonnen gedrosselt. Die gesamte Dieselproduktion Russlands belief sich im März noch auf 7,5 Millionen Tonnen. Unterdessen stiegen die russischen Kraftstoffexporte im April gegenüber März um 8 Prozent auf 3,25 Millionen Tonnen. Der Wert liegt jedoch leicht unter dem Niveau vom April 2025, als die Exporte insgesamt 3,3 Millionen Tonnen betrugen. Die Exporte blieben im Mai stabil. Reuters geht davon aus, dass der Produktionsrückgang Russland daran hindern könnte, von höheren Ölpreisen und einer möglichen Lockerung der US-Sanktionen zu profitieren.
+++ 20:18 Ukrainische Experten enthüllen interessante Details über russische Wunderwaffe "Oreschnik" +++
Die russische "Oreschnik"-Rakete, die im Januar auf die Ukraine abgefeuert wurde, scheint vor neun Jahren hergestellt worden zu sein, erklären ukrainische Experten nach der Untersuchung von Trümmerteilen der Waffe, die Russland als "Wendepunkt" bezeichnet. Die "Oreschnik", die Russland erstmals 2024 gegen die Ukraine einsetzte, ist eine atomwaffenfähige Rakete mit einer Reichweite von über 5000 km. Die ukrainischen Behörden stufen die "Oreschnik" nun als modernisierte Version der älteren Rakete RS-26 "Rubezh" ein, die erstmals 2012 erfolgreich getestet wurde. Bei einer Präsentation von Elektronikteilen, die aus russischen Raketen und Drohnen geborgen wurden, erklärt ein ukrainischer Raketenforensikexperte, dass die geborgene Oreschnik im Jahr 2017 aus Komponenten aus dem Jahr 2016 oder früher zusammengebaut worden sei, die alle in Russland oder dessen Verbündeten Belarus hergestellt worden seien. "Wir waren ziemlich überrascht, denn es heißt, dass es sich um eine ganz neue Rakete handelt, aber wenn man sich das Baujahr ansieht, steht dort 2017", so der Experte. Russland hat während des Krieges mindestens dreimal mit der "Oreschnik"-Rakete ukrainisches Gebiet angegriffen.
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