Lipobay-Skandal52 Todesfälle weltweit
Weltweit werden nach Angaben des Bayer-Konzerns bislang 52 Todesfälle mit dem Cholesterin-Senker Lipobay in Verbindung gebracht. Die Todesursache war in allen Fällen Muskel Muskelzerstörung. Nach Erkenntnissen des Bundesgesundheitsministeriums sind unter den Toten sieben Deutsche.
Bei einem dieser sieben Fälle hält das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einen Zusammenhang mit der Einnahme von Lipobay für möglich, bei zwei weiteren für "vorläufig möglich".
Seit der Marktzulassung des Medikaments vor vier Jahren sollen etwa 700.000 infarktgefährdete Patienten das Mittel bekommen haben. Weltweit liegt die Zahl der Lipobay-Patienten nach Bayer-Angaben bei sechs Millionen.
Dem Bundesinstitut liegen insgesamt 234 Meldungen auf Verdacht einer unerwünschten Nebenwirkung des Lipobay-Wirkstoffs Cerivastatin vor, darunter 91 über Schädigung der Muskulatur (Rhabdomyolyse).