Politik
Ankunft der vier Särge auf der Andrews Air Force Base.
Ankunft der vier Särge auf der Andrews Air Force Base.(Foto: AP)
Freitag, 14. September 2012

Tod der vier US-Diplomaten in Bengasi: Anschlag war wohl nicht geplant

Die Särge mit den sterblichen Überresten der vier in Bengasi getöteten US-Diplomaten werden in den USA von Präsident Obama in Empfang genommen. Derweil erklärt Obamas Sprecher, dass es doch keinen Hinweis darauf gibt, dass die Morde geplant begangen wurden.

Der Angriff auf die US-Vertretung im libyschen Bengasi mit vier Toten ist nach Erkenntnissen der US-Regierung doch nicht von langer Hand geplant gewesen.

"Wir haben keine Hinweise darauf, dass es sich um einen vorausgeplanten Anschlag handelte", sagte Regierungssprecher Jay Carney. Zunächst hatte es geheißen, US-Sicherheitskreise vermuteten das Terrornetzwerk Al-Kaida hinter der Attacke. Libysche Ermittler hatten am Donnerstag mehrere Verdächtige festgenommen. Vor der Vertretung hatte eine aufgebrachte Menge gegen ein Mohammed-Schmähvideo aus den USA protestiert.

Der Vorfall werde weiter untersucht, fügte Carney vor Journalisten im Weißen Haus hinzu. Oberstes Ziel der US-Außenpolitik sei es jetzt, die Sicherheit von Amerikanern in Nahost zu gewähren.

Särge treffen in den USA ein

Unterdessen trafen die Särge mit den vier getöteten US-Diplomaten in den USA ein. Bei einer Trauerfeier auf dem Militärflughafen Andrews Air Force Base vor den Toren Washington sagte US-Präsident Barack Obama, die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Zugleich versicherte Obama, dass sich die USA von der eskalierenden Gewalt in Nahost nicht von ihrem weltweiten Engagement zurückschrecken ließen. "Die Vereinigten Staaten werden sich niemals aus der Welt zurückziehen", sagte er in seiner Ansprache. "Wir werden niemals aufhören, für Freiheit und Würde zu sorgen, die jede Person verdient."

Bei den Toten handelt es sich um Botschafter Christopher Stevens sowie drei weitere Diplomaten. Sie waren in der Nacht auf Mittwoch bei einem Angriff aufgebrachter Muslime auf das US-Konsulat in Bengasi getötet worden.

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Quelle: n-tv.de