Politik

Von Trump in Davos gegründetBericht: Bisher "null Dollar" in "Friedensrat"-Fonds eingezahlt

27.05.2026, 14:52 Uhr
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19 Länder unterzeichneten die Gründungscharta. US-Präsident Trump ist Vorsitzender auf Lebenszeit, entscheidet über die Einladungen zur Teilnahme und hat ein Vetorecht bei allen Abstimmungen. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Der von Donald Trump gegründete sogenannte Friedensrat soll die Umsetzung des Friedensplans für den Gazastreifen überwachen. Seit der Einrichtung zu Jahresbeginn hat dessen Fonds aber laut einem Medienbericht kein Geld von Gebern erhalten.

Der von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen eingesetzte "Friedensrat" verfügt einem Medienbericht zufolge über keinerlei finanzielle Mittel. Seit der Einrichtung des Gremiums im Januar hat dessen Fonds keine Gelder von Gebern erhalten, wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise berichtete. Für den Fonds wurden demnach "null Dollar eingezahlt".

Stattdessen habe der "Friedensrat" Spenden direkt auf ein Konto bei der US-Bank JPMorgan erhalten, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf einen Sprecher des Gremiums. Für dieses Konto würden keine "unabhängigen Transparenzanforderungen" gelten.

Trump hatte den umstrittenen "Friedensrat" mit rund 20 Ländern Ende Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegründet. Der US-Präsident ist Vorsitzender auf Lebenszeit, entscheidet über die Einladungen zur Teilnahme und hat ein Vetorecht bei allen Abstimmungen. 19 Länder unterzeichneten die Gründungscharta. Mehrere eingeladene Staaten schlossen sich nicht an - darunter Deutschland und Frankreich. Der Fonds des Gremiums wird von der Weltbank verwaltet und von den Vereinten Nationen befürwortet.

Der "Friedensrat" soll die Umsetzung des Friedensplans für den Gazastreifen überwachen. In seinem ersten Bericht hatte das Gremium vergangene Woche die islamistische Hamas für mangelnde Fortschritte verantwortlich gemacht. Das "Haupthindernis" für die Umsetzung des Friedensplans für das Palästinensergebiet sei "die Weigerung der Hamas, einer kontrollierten Entwaffnung zuzustimmen, ihre Zwangsherrschaft aufzugeben und einen echten zivilen Übergang im Gazastreifen zu ermöglichen", hieß es in dem Bericht.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten mehr als 1220 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete als Reaktion darauf massive Angriffe auf den Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet.

Eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor. Die derzeitige zweite Phase der Waffenruhe sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt. Bisher ist dies aber nicht geschehen.

Quelle: ntv.de, are/AFP