Politik

Gute Nachricht für US-Präsident Biden beliebter als es Trump je war

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Biden weiß die Zustimmung einer Mehrheit der Amerikaner hinter sich.

(Foto: REUTERS)

Seit acht Tagen ist US-Präsident Biden nun im Amt und schon hat er seinen Vorgänger in einem Punkt übertroffen. Seine Beliebtheit steigt auf Werte, von denen Trump nur träumen konnte.

Der neue US-Präsident Joe Biden kann sich zum Ende seiner ersten Amtswoche über höhere Zustimmungswerte in der Bevölkerung freuen, als sie sein Vorgänger Donald Trump jemals hatte. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Monmouth-Universität bewerteten 54 Prozent der befragten US-Bürger die bisherige Amtsführung des Demokraten positiv. 30 Prozent sahen sie negativ.

Trump hatte einen solchen Zustimmungswert während seiner gesamten vierjährigen Amtszeit nie erreicht. In seinen ersten sechs Monaten im Weißen Haus hatte laut der Website fivethirtyeight.com Trumps durchschnittliche Zustimmungsrate in den Umfragen bei 41,4 Prozent gelegen. Zu seinem Ausscheiden aus dem Amt am Mittwoch vergangener Woche sahen laut einer Gallup-Umfrage nur 34 Prozent der US-Bürger die Amtsführung des Republikaners positiv. Seit 1937 war Trump damit der unbeliebteste Präsident. Der beliebteste war John F. Kennedy mit durchschnittlich 70,1 Prozent Zustimmung.

Biden versucht derzeit, mit kraftvollen Gesten in seine Präsidentschaft zu starten. Einen weiteren Schub dürfte seine Beliebtheit erhalten, wenn es ihm gelingt, die Corona-Pandemie einzudämmen. Dafür müsste er es schaffen, die Bevölkerung möglichst schnell durchzuimpfen. Sollte das der Fall sein, könnte es einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung der stark vom Konsum abhängigen Wirtschaft geben, glauben Experten.

Daher hat Biden ein weiteres Rettungspaket für die Wirtschaft in Höhe von 1,9 Billionen Dollar gefordert. Regierungssprecherin Jen Psaki kündigte an, Biden wolle sich mit Finanzministerin Janet Yellen und anderen Mitgliedern seines Finanzteams treffen, um die Auswirkungen der Hilfen und die Kosten von Verzögerungen zu bewerten. Für Biden habe das Hilfs-Paket oberste Priorität. Seine Regierung werde bei Abgeordneten, Gewerkschaften, Wirtschaftsgruppen sowie Hunderten von Bürgermeistern und lokalen Gesundheitsbehörden für die Zahlungen werben, sagte Psaki.

Über den Gesetzentwurf für die Hilfen soll in der ersten Februar-Woche im Repräsentantenhaus abgestimmt werden. Danach soll die Abstimmung im Senat folgen. Obwohl Bidens Demokraten in beiden Häusern die Mehrheit halten, ist er sehr wahrscheinlich auf die Unterstützung der oppositionellen Republikaner angewiesen.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/rts