Politik

Klimakonferenz sucht Ausweg Bonn bringt keinen Fortschritt

Die erste Klimakonferenz der Vereinten Nationen seit dem gescheiterten Gipfel von Kopenhagen bringt kaum einen Fortschritt. Lediglich Termine für weitere Treffen werden vereinbart, die Ziele bleiben auf der Strecke.

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Klimaschützer forderten konkrete Beschlüsse in Bonn.

(Foto: dpa)

Die UN-Klimakonferenz in Bonn hat sich auf einen groben Fahrplan für weitere Verhandlungen für eine globale Klima-Übereinkunft verständigt. Mit zwei zusätzlichen Konferenzen soll der nächste Gipfel in Cancún in Mexiko im November und Dezember intensiv vorbereitet werden. Damit solle in Cancún ein "starkes Ergebnis" ermöglicht werden, erklärte das UN-Klimasekretariat zum Ende der dreitägigen Konferenz in Bonn. Außer der Verständigung auf Verfahrensfragen gab es in Bonn keine Ergebnisse in der Sache. Es war die erste UN-Klimakonferenz seit dem Klimagipfel von Kopenhagen.

Für die bereits festgesetzte UN-Konferenz im Mai und Juni in Bonn soll ein neuer Verhandlungstext vorbereitet werden, um die auf dem Weltklimagipfel im Dezember gestoppten UN-Verhandlungen wiederzubeleben. Unklar ist aber, was genau in Cancún angestrebt werden soll und wie mit der politischen Vereinbarung von Kopenhagen weiter verfahren werden soll.

Kein Erfolgsrezept in Sicht

Der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte, er habe in Bonn den Willen gesehen, zu Fortschritten zu kommen. Mehr Konferenzzeit bedeute aber nicht automatisch, dass dies auch "ein Rezept für Erfolg" sei. Wenn die Verhandlungen stockten, müsse auch die politischen Spitzen eingreifen.

Neben den offiziellen UN-Konferenzen gibt es in den nächsten Monaten eine Vielzahl informeller Treffen. Die US-Regierung empfängt bereits in einer Woche Vertreter der 17 großen Wirtschaftsnationen zu Klimagesprächen. Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Mexikos Regierung für Anfang Mai zu einem großen Ministertreffen auf den Petersberg bei Bonn eingeladen.

Quelle: ntv.de, dpa