Politik

Der größte Markt der Welt China setzt auf Gen-Reis

reis.jpg

(Foto: picture-alliance/ dpa)

China gibt grünes Licht für den Anbau einer genetisch veränderten Reis-Sorte. Der weltgrößte Produzent und Konsument des Getreides könnte damit den schädlingsresistenten "Bt-Reis" in zwei bis drei Jahren in großem Stil anbauen.

China exportiert relativ wenig seiner Reis-Produktion, die sich in den vergangenen zwölf Monaten auf fast 60 Millionen Tonnen belief. Gen-Reis-Ausfuhren dürften im Ausland strengsten Prüfungen unterliegen. Die EU-Kommission hatte China bereits im Sommer zu verstärkten Exportkontrollen bei Reisprodukten wie Babynahrung aufgefordert.

Hintergrund ist die Befürchtung, dass in den Lieferungen Spuren der Reis-Sorte "Bt-63" sein könnten. Dieser Reis ist in der EU nicht zugelassen. China hatte in der vergangenen Woche eine Sorte Gen-Mais und damit erstmals ein in seinen Erbanlagen verändertes Getreide zugelassen. Bisher sind bereits Gen-Tomaten, -Papaya und -Baumwolle erlaubt.

Deutsche weiter skeptisch

Mehr als drei Viertel der Bundesbürger lehnen genveränderte Lebensmittel ab. Das ergab eine Forsa-Umfrage für die Organisation Slow Food vom Mai 2009. In Westdeutschland sprachen sich demnach 80 Prozent der rund 1000 Befragten gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel aus, auch wenn diese günstiger sein sollten, im Osten waren es 70 Prozent. Die Skepsis scheint etwas größer bei Frauen und bei älteren Bürgern zu sein.

Quelle: ntv.de, rts/dpa