Das „Kommando Spezialkräfte“Deutschlands härteste Kampftruppe
Im Kampf gegen den Terror ist eine Einheit der Bundeswehr besonders in das Blickfeld der Amerikaner gerückt: das „Kommando Spezialkräfte“ (KSK). Die 400 durchtrainierten Elitesoldaten sind an allen Waffen und in jedweder Kampftechnik ausgebildet, beherrschen alle Tricks des Kämpfens hinter feindlichen Linien und haben gelernt, sich in beliebigem Gelände sicher zu bewegen – auch in den Bergen Afghanistans.
Nach Zeitungsberichten zählen die US-Generäle die Sondereinsatzkräfte zu den knappsten Ressourcen der westlichen Armeen. Kaum mehr als 3.000 einsatzbereite Zugriffskräfte könne man zurzeit bei der NATO mobilisieren, heißt es demnach in hohen Bundeswehrkreisen. Gemeinsam mit der amerikanischen Delta Force, der französischen Dragon und der britischen SAS hat sich die KSK auf Einsätze vorbereitet, wie jetzt im Kampf gegen die El Kaida.
Experten: Besser als die Delta Force
Die KSK-Experten sind erste Wahl. Denn ihr Schwerpunkt liegt noch stärker als bei der Delta Force auf Terrorabwehr und Personenzugriff. Der Auslöser, die Spezialeinheit aufzubauen, war ein unrühmlicher Vorfall: Als im April 1994 elf Mitarbeiter der Deutschen Welle aus der bürgerkriegsumtobten ruandischen Hauptstadt Kigali gerettet werden mussten, übernahmen belgische Fallschirmjäger notgedrungen diese Aufgabe. Die Bundeswehr verfügte über keine entsprechend ausgebildete Einheit.
Geübt in Überlebenstraining und Nahkampf
Sieben Jahre genügten, um Abhilfe zu schaffen: Die KSK kann nicht nur Geiseln im Ausland befreien, zu ihren erklärten Aufgaben gehören auch Kampfeinsätze in gegnerischem Gebiet, Zerstörung wichtiger Einrichtungen des Gegners und die Terrorbekämpfung. Die Experten sind mit den modernsten verschlüsselten Funkgeräten, Wärmebild- und Nachtsichtgeräten, digitalisierten Landkarten, Laptops und anderen Kommunikationseinrichtungen ausgerüstet. Die Ausbildung reicht von Überlebenstraining und Nahkampf über vielfältige Waffenübungen bis zu Fremdsprachen.