Politik

Immer länger am Netz Die Atomkraftwerke in Deutschland

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Das Atomkraftwerk Biblis in Südhessen.

(Foto: dpa)

In Deutschland gibt es 17 Atomkraftwerke an zwölf Standorten. Sie werden von E.ON, RWE,
EnBW und Vattenfall betrieben.

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Karte von www.stepmap.de

(Foto: Stepmap)

- Der älteste Meiler ist der von RWE in Hessen betriebene Block Biblis A. Er ging 1974 in Betrieb. Der jüngste Meiler steht in Baden-Württemberg mit dem 1989 ans Netz gegangenen Block 2 des EnBW-Atomkraftwerks Neckarwestheim.

- Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat 2010 die Laufzeitverlängerung der deutschen AKW gegen den Widerstand der Opposition durchgesetzt. Im Durchschnitt können die Anlagen damit zwölf Jahre länger am Netz bleiben als nach dem Ausstiegsbeschluss von Rot-Grün aus dem Jahr 2000. Ältere Anlagen können acht Jahre länger laufen, jüngere 14 Jahre. Der jüngste Meiler Neckarwestheim 2 könnte damit rein rechnerisch mindestens bis zum Jahr 2035 am Netz sein.

- Nach dem Ausstiegsbeschluss wäre der letzte Meiler um das Jahr 2021 abgeschaltet worden. Bei voller Leistung wären Biblis A von RWE und Neckarwestheim 1 von EnBW damit wohl bereits abgeschaltet worden, als nächstes hätte dem E.ON-Meiler Isar 1 das Aus gedroht.

- Der Anteil der Atomkraftwerke an der Stromproduktion in Deutschland betrug 2010 nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 23 Prozent. Der Anteil der Kohlekraftwerke lag bei 41 Prozent. Erneuerbare Energien - dabei vor allem die Windenergie - kam auf 17 Prozent. Erdgas hatte einen Anteil von 14 Prozent.

- E.ON ist ganz oder teilweise beteiligt an den Meilern Brokdorf, Unterweser, Grohnde, Isar 1 und 2, Grafenrheinfeld und Brunsbüttel und Krümmel. RWE betreibt die Atomkraftwerke Biblis A und B, Emsland und Gundremmingen B und C. EnBW gehören zu 100 Prozent die AKW Philippsburg 1 und 2 sowie Neckarwestheim 1 und 2. Vattenfall hält 67 Prozent der Anteile an Brunsbüttel, 50 Prozent an Krümmel und 20 Prozent an Brokdorf.

Quelle: n-tv.de, rts

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