Politik

Vernichtende Bilanz für Schwarz-Gelb Die Entscheider sind enttäuscht

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat ihren Kredit in deutschen Chefetagen verspielt. 92 Prozent der Topentscheider würden keinen Heller mehr auf Merkel, Westerwelle & Co. setzen. Das Urteil der Elite fällt um so vernichtender aus, als sie mit einem anhaltenden Aufschwung rechnet.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Deutschlands Führungsspitzen stellen der Bundesregierung ein verheerendes Zwischenzeugnis aus. 92 Prozent der Entscheider in Wirtschaft, Politik und Verwaltung zeigten sich im "Capital-Elite-Panel" enttäuscht über die Arbeit der Bundesregierung.

Mehr als drei Viertel der Befragten halten die Koalition für zu schwach, um die anstehenden Probleme zu lösen. Unter dem anhaltenden Streit in der Koalition hat auch das Image von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelitten. Die Hälfte der Befragten hält sie mittlerweile für eine schwache Kanzlerin - das ist ein Anstieg von 25 Punkten gegenüber der Umfrage im Dezember 2009.

Für das halbjährlich veröffentlichte Panel hatte das Institut für Demoskopie Allensbach vom 20. Mai bis zum 7. Juni 750 repräsentativ ausgewählte Führungskräfte befragt, darunter 138 Vorstände, 21 Ministerpräsidenten und Minister von Bund und Ländern sowie 32 Leiter von Bundes- und Landesbehörden. Die Umfrage wird seit 1987 für die Zeitschrift "Capital" erhoben.

Das Urteil der Elite fällt um so verheerender aus, als sie mit einem anhaltenden Aufschwung rechnet. So beurteilen 81 Prozent der befragten Wirtschaftsführer ihre Auftragslage als gut oder sehr gut. Im Dezember waren es nur 61 Prozent. Allensbach-Chefin Renate Köcher sagte, normalerweise liefen die Auftragsbeurteilung und die Bewertung der Wirtschaftspolitik im Gleichschritt. Davon ist in der aktuellen Umfrage keine Spur: 69 Prozent sind mit der Wirtschaftspolitik unzufrieden, im Dezember gaben nur 37 Prozent der Befragten ein negatives Urteil ab.

Quelle: ntv.de, rts