Politik
Dienstag, 01. April 2008

Jung besucht Verletzte: Dingo rettete ihr Leben

Die beiden bei einem Anschlag in Afghanistan schwer verletzten Bundeswehrsoldaten sind nach Angaben von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) auf dem Weg der Besserung. Ihr Zustand sei stabil, sagte Jung bei einem Besuch im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz. Kurz zuvor waren die Soldaten aus dem künstlichen Koma erwacht, in das sie für den Transport nach Deutschland versetzt worden waren. Die Männer waren vergangene Woche bei einer Patrouille mit einem Panzerwagen in eine Sprengfalle gefahren.

Jung sagte, es bestehe die Hoffnung, dass der verletzte Hauptfeldwebel keine dauerhaften Schäden davontrage. Der verletzte Hauptgefreite erlitt nach Angaben von Chefarzt Christoph Veith schwere Verletzungen an der rechten Hand, am Unterarm und an der Wirbelsäule. Bei ihm ist nicht sicher, ob Schäden bleiben werden. Wie Jung sagte, war der Sprengsatz, auf den die Soldaten mit einem Panzerwagen vom Typ Dingo fuhren, mindestens zehn Kilogramm schwer. Nach Einschätzung der Ärzte hätten die Soldaten den Anschlag in einem ungepanzerten Fahrzeug nicht überlebt.

Jung sagte, der Vorfall mache deutlich, dass auch der Einsatz im Norden Afghanistan riskant sei. Die Verletzten gehören zum Fallschirmjägerbataillon der Bundeswehr im saarländischen Lebach. Via Internet hatten sich die radikalislamischen Taliban zu dem Anschlag bekannt. Es war der zehnte Angriff auf deutsche Soldaten in Afghanistan seit Herbst 2006.

Quelle: n-tv.de