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Drei Menschen sterben bei Unfall E-Auto-Batterie explodiert

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Der Taxifahrer und seine zwei Passagiere kamen bei dem Unfall ums Leben.

weibo.com

Elektroautos sind vielleicht gefährlicher als bislang gedacht - zumindest chinesische. In China explodiert bei einem Unfall die Batterieeinheit eines Elektro-Taxis der Marke BYD. Während die Hersteller bislang behaupten, dass die Technik sicher sei, kommen nun Zweifel auf.

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Die Explosion ereignete sich erst kurz nachdem das andere Auto auf das Taxi aufgefahren war.

(Foto: weibo.com)

Bislang war die Gefahr eher eine theoretische, doch nun ist passiert, was Skeptiker seit langem befürchten: Ein Elektroauto ist bei einem Auffahrunfall explodiert - wahrscheinlich weil es einen Kurzschluss in der Batterieeinheit gab. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, soll die gleiche Technik bald in Daimler-Autos eingesetzt werden.

Nach Medienberichten fuhr ein betrunkener Fahrer auf einer Autobahn im Süden Chinas mit 180 km/h auf ein Taxi vom Typ BYD-E6 auf. Das Taxi wurde gegen einen Baum geschleudert und explodierte. Die drei Insassen starben. Beim chinesischen Kurznachrichtendienst weibo.com wurden Fotos des Unfalls veröffentlicht, die eine starke Explosion und ein völlig ausgebranntes Fahrzeug zeigen.

Als Ursache wird ein Kurzschluss vermutet, der zur Überhitzung der Lithium-Ionen-Batterie geführt habe. Dass Elektroautos gefährlich sein können, weil sie sehr leistungsstarke Batterien an Bord haben, ist bekannt. Die Hersteller der Batterien wissen um die Sorgen und betonen immer wieder, dass die Produkte gut gesichert seien. Der Chef von BYD, Wang Chuanfu, hatte immer erklärt: "Die Batterien von BYD explodieren niemals - selbst dann nicht, wenn man sie ins Feuer wirft."

Der Vorfall ist auch eine schlechte Nachricht für den deutschen Autohersteller Daimler: Erst im März hatte der Konzern gemeinsam mit BYD die Marke "Denza" ins Leben gerufen, unter der gemeinsam entwickelte Elektroautos gebaut werden sollen. Die Batterien sollen dabei von BYD kommen und die gleiche Technik beinhalten wie der Unglückswagen. Bei weiteren Elektro-Projekten von Daimler sollen keine BYD-Batterien zum Einsatz kommen, hieß es.

Quelle: n-tv.de, che

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