Politik

Anklage wegen DrogenterrorismusMaduro wird schon heute vor Gericht erwartet

04.01.2026, 23:36 Uhr
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US-Präsident Donald Trump veröffentlichte nach der Festnahme ein Foto von Maduro in Handschellen.

Nach seiner Festnahme soll sich Nicolás Maduro bereits an diesem Montag erstmals vor einem Gericht stellen. Laut Anklage verbündete er sich mit Drogenhändlern. Demnach nutzte Maduro seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität, um Kokain in die USA zu schmuggeln.

Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll nach Medienberichten am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Es sei ein Termin eines New Yorker Bundesgerichts für Mittag (Ortszeit) angesetzt, berichteten unter anderem der Sender NBC News und die "New York Times". Was genau bei dem Gerichtstermin passieren soll, ist noch unklar. Der Termin sei für 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) angesetzt.

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus" angeklagt. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X veröffentlicht hatte.

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Art Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt. Mitangeklagt sind auch seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister und einen laut USA Anführer oder Mit-Anführer der kriminellen Organisation "Tren de Aragua".

Quelle: ntv.de, bho/dpa