Politik

"Ist wieder okay, weiß zu sein"JD Vance lässt sich von Kirk-Bewegung feiern

22.12.2025, 04:30 Uhr
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Die Witwe des ermordeten Charlie Kirk begrüßt JD Vance auf der Bühne in Phoenix. (Foto: AP)

Bei einer umjubelten Rede in Arizona wertet US-Vize JD Vance die Gleichstellungspolitik der Demokraten als Benachteiligung der Weißen. Das habe die Trump-Regierung in den Mülleimer der Geschichte geworfen. Die konservative Jugend ruft der 42-Jährige zum Patriotismus auf.

US-Vizepräsident JD Vance hat die Abschaffung von Initiativen für mehr Vielfalt, die sich für historisch benachteiligte Gruppen wie Schwarze einsetzen, als großen Erfolg der US-Regierung gelobt. Präsident Donald Trump und seine Administration hätten die sogenannten DEI-Initiativen in ihrem ersten Amtsjahr in den "Mülleimer der Geschichte" verfrachtet, "genau da, wo sie hingehören", sagte Vance in Phoenix bei einem Treffen einer konservativen Bewegung.

"In den Vereinigten Staaten von Amerika muss man sich nicht mehr dafür entschuldigen, weiß zu sein", sagte Vance vor einem jubelnden Publikum. Anders als die linken Demokraten behandelten Republikaner alle Menschen gleich, so der Vizepräsident weiter. Man erwarte von den Menschen allein, dass sie "großartige amerikanische Patrioten" seien, sagte er vor Mitgliedern der konservativen Jugendorganisation Turning Point USA.

Trump und Vance stehen für den Kampf gegen ein Amerika, in dem sich eine von ihnen als "woke Ideologie" kritisierte Toleranz nach ihrer Ansicht in eine Unterdrückung der Mehrheit verwandelt hat. Ein besonderer Dorn im Auge waren ihnen dabei die sogenannten DEI-Initiativen. "DEI" steht für "Diversity, Equity and Inclusion", zu Deutsch: Vielfalt, Gleichheit und Inklusion. Die Vorgängerregierung des Demokraten Joe Biden hatte diese gefördert, um benachteiligte Gruppen in den USA gezielt zu unterstützen.

Will Vance selbst Präsident werden?

In seiner Rede erinnerte Vance auch an Charlie Kirk, den Gründer von Turning Point USA, der im September bei einer Veranstaltung an einer Universität erschossen worden war. Dieser hatte die Gruppe zur größten konservativen Jugendorganisation des Landes gemacht. Kirk unterstützte Trump in dessen Wahlkampf und war ein einflussreicher Vertreter von dessen Bewegung "Make America Great Again" (MAGA). Kirk machte sich auch als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Kritiker warfen ihm allerdings rassistische und sexistische Ansichten vor.

"Charlies Tod war ein unglaublicher Verlust, ein nicht zu ersetzender Verlust", sagte Vance. Sein Tod habe ihn schwer getroffen. Doch der Kampf für seine Überzeugungen müsse weitergehen, sagte er. Vance forderte die jungen Konservativen auch auf, sich vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress im kommenden November für die Republikaner zu engagieren.

Der 41-jährige Vance hat bisher noch keine konkreten Schritte in Richtung einer Präsidentschaftskandidatur 2028 unternommen, es wird aber weithin angenommen, dass er sich um Trumps Nachfolge bemühen wird. Dabei dürfte auch die Unterstützung von Turning Point - und von Kirks Witwe Erika - eine Rolle spielen. Trump kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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