Politik

Iraks Massenvernichtungswaffen Rumsfeld glaubt Geheimdiensten

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gibt sich weiter überzeugt davon, dass im Irak Massenvernichtungswaffen gefunden werden. Geheimdienstberichte über die Existenz solcher Waffen im Irak seien nicht von der Politik beeinflusst worden und würden sich bestätigen, erklärte Rumsfeld. Die Tatsache, dass bislang keine atomaren, biologischen oder chemischen Waffen im Irak gefunden wurden, kommentierte der US-Verteidigungsminister mit einem Vergleich mit dem gestürzten irakischen Präsidenten: "Wir haben bis jetzt Saddam Hussein nicht gefunden, aber niemand zweifelt, dass er dort war."

Kritiker werfen den USA und Großbritannien vor, vor Beginn des Irak-Kriegs Geheimdienstberichte über irakische Massenvernichtungswaffen übertrieben dargestellt oder sogar gefälscht zu haben. Dies sei "auf den ersten Blick falsch", wies Rumsfeld derartige Vorwürfe zurück.

Rumsfeld unternimmt derzeit eine viertägige Europa-Reise. Seine erste Station ist Portugal, weiterhin wollte er nach Albanien, nach Deutschland sowie zu Beratungen mit den NATO-Partnern nach Brüssel reisen. Am Mittwoch wird er zu einer Veranstaltung des Marshall Centers in Garmisch-Partenkirchen erwartet, an der auch Bundesverteidigungsminister Struck teilnehmen wird. Rumsfeld und Struck würden sich begrüßen, sich sehen und auch einige Worte miteinander wechseln, sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministers. Ein bilaterales Gespräch sei allerdings nicht geplant.

Quelle: ntv.de

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