Politik

Skigebiete dicht, Besuchsverbot Schweden wird nun doch etwas strenger

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Schwedens Regierungschef Löfven.

(Foto: AP)

Schweden geht im Kampf gegen das Coronavirus seinen eigenen Weg - ohne Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen und andere drastische Maßnahmen. Doch das scheint sich nun zu ändern.

Die schwedische Regierung greift im Kampf gegen das Coronavirus zu strengeren Maßnahmen und entfernt sich damit teilweise vom bisherigen Kurs, der stark auf das Vertrauen in die Bevölkerung setzte. So sind nun alle Besuche in Altersheimen verboten worden, außerdem sollen demnächst alle Skigebiete schließen.

Über das Besuchsverbot informierte die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagte Vize-Ministerpräsidentin und Umweltministerin Isabella Lövin. "Wir müssen gemeinsam alles tun, was wir können, um die Ansteckungen von den Altenheimen fernzuhalten", sagte Sozialministerin Lena Hallengren. Die Skigebiete sollen ab dem 6. April schließen, wie unter anderem "Svenska Dagbladet" berichtete.

Die Regierung will zudem mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Dabei geht es den Schweden auch darum, zu sehen, ob sich jemand bereits mit dem Virus angesteckt hat und immun dagegen geworden ist. Bisher sind etwa 30.000 Schweden auf Covid-19 getestet worden. In dem skandinavischen EU-Land gibt es bislang mehr als 4400 bestätigte Infektionsfälle. 180 Covid-19-Patienten sind dort bislang gestorben, davon 103 in der Hauptstadt Stockholm. Das Land geht bisher mit freizügigeren Maßnahmen als etwa Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen gegen die Corona-Pandemie vor.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa