Politik

Sendung aus Kanada? Unbekannte schicken Rizin ins Weiße Haus

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Auch Donald Trumps Vorgänger Barack Obama bekam während seiner Amtszeit als US-Präsident eine Rizinsendung.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Trump sollte womöglich vergiftet werden. Ein Brief mit dem gefährlichen Stoff Rizin gelangt aber gar nicht erst ins Weiße Haus, weil die Post für den Präsidenten außerhalb untersucht wird. Die Behörden suchen nach weiteren Giftsendungen.

In den USA haben die Sicherheitsbehörden Medienberichten zufolge einen an US-Präsident Donald Trump gerichteten Umschlag mit hochgiftigem Rizin abgefangen. Der Brief sei bereits vor ein paar Tagen entdeckt worden und nicht ins Weiße Haus gelangt, berichteten die Zeitung "New York Times" und der Nachrichtensender CNN.

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Der NYT zufolge wird davon ausgegangen, dass die gefährliche Sendung aus Kanada abgeschickt worden sei. Die Behörden versuchten festzustellen, ob noch weitere ähnliche Briefe verschickt worden sein könnten. Mit dem hochgiftigen Rizin versehene Briefe waren bereits 2013 an Präsident Barack Obama und den damaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg geschickt worden.

Post ans Weiße Haus wird zuerst in Lagern außerhalb der US-Hauptstadt Washington sortiert und untersucht. Der Inhalt des betreffenden Umschlags sei in einem Lager mehrmals untersucht worden, berichtete CNN. Der Vorfall werde nun vom FBI, dem Secret Service und der US-Postinspektionsbehörde untersucht, teilte die Bundespolizei mit. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine bekannte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit", hieß es in der FBI-Erklärung.

Rizin ist ein giftiges Eiweiß, das aus dem Samen des Wunderbaumes gewonnen wird. Bei Menschen kann das Gift bei Einatmen, Schlucken oder Injektion zu schweren Organschäden führen, je nach Dosis auch zum Tod. Ein Gegengift ist nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP/dpa